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Blutiges Land Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-7341-0240-0

Erschienen: 16.01.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein Krieg, zwei Religionen – und zwei Freunde, die sich bis aufs Blut bekämpfen

Seit ihrer Jugend sind der Müllerssohn Eik und der Landadelige Valerian befreundet – bis sich Eik in Valerians Schwester verliebt. Der junge Edelmann ist so vehement gegen diese unstandesgemäße Verbindung, dass sich die Männer fortan aus dem Weg gehen. Doch der 30-jährige Krieg ändert alles. Während Eik sich auf die Seite der Protestanten schlägt, schließt sich Valerians Familie den Katholiken an. In der Schlacht von Magdeburg treffen sie wieder aufeinander – und nur einer kann überleben!

Wolfgang Thon (Autor)

Wolfgang Thon wurde am 17.07.1954 in Mönchengladbach geboren. Nach dem Abitur studierte er Sprachwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Berlin und Hamburg. Heute ist er als Übersetzer und Autor für verschiedene Verlage tätig. Er ist Vater von drei mittlerweile erwachsenen Kindern und lebt, schreibt, übersetzt, reitet und tanzt (Argentinischen Tango) in Hamburg.

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Broschur, 544 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-7341-0240-0

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 16.01.2017

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Rezension: »Blutiges Land« von Wolfgang Thon

Von: Germanbookishblog Datum: 03.06.2017

germanbookishblog.blogspot.de

Dieses Buch hat sehr viel Zeit gebraucht, um es zu lesen. Ich bin aber sehr froh, dass ich diese Zeit in die Geschichte um Valerian und Eik investiert habe.
Das Buch ist in mehrere Teile aufgeteilt, die dann manchmal auch Jahre auseinander liegen. Der erste Teil beispielsweise wird vom zweiten Teil gefolgt, der aber zwei Jahre nach den Ereignissen aus Teil 1 spielt.
Im ersten Teil geht es grob um die Vorgeschichte. Eik und Valerian leben nah beieinander und werden von Protestanten (die evangelische Partei), die auf der Flucht vor den Unionisten (katholische Partei) sind. Dabei ist Eik gerade auf dem Feld und soll weiterhin Trüffel bergen, damit die Protestanten dann etwas zu essen bekommen, sie schlagen ihr Lager nämlich im Gasthaus von Eiks Eltern auf. Eik gelingt es zu flüchten und er rennt zum Landshaus der Adligen von Villessen, indem auch Valerian wohnt. Dieses ist jedoch von den Unionisten besetzt worden. Dann gibt es ein hin und her, bis die Unionisten die Protestanten angreifen, indem sie die Gaststätte in Brand setzten. Eik konnte vorher noch sicherstellen, dass die wichtigen Leute fliehen konnten: Hauptmann de Vries, Gabriel de Lemos und seine Tochter Leona und ein französischer Gesandter. Nun sind sie auf der Flucht zusammen mit Eik, der jedoch zurückkehrt, um seinen Eltern noch zu helfen. Dabei sieht er aber wie sein Vater von den Unionisten ermordet wird und wie sein langjähriger Freund Valerian einfach daneben steht und nichts macht. Er hat sich Rache geschworen, er wird Valerian und die Unionisten umbringen, komme was wolle...
Eine tolle Ausgangssituation, ich kam zwar anfangs nicht ganz klar, wer wer ist und wo jetzt gerade wer war, dennoch hat mir dieses Verworrene echt gefallen.
Ich fand es im Buch sehr interessant, dass man Einblick in beide Parteien des dreißigjährigen Kriegs bekommen hat: Eik bei den Evangelen und Valerian bei den Katholiken. Außerdem wurde dies nochmal durch kleine Sichtwechsel in beispielsweise Valerians Schwester Augusta, die mit einem französischen Kardinal verheiratet war, versüßt. So hat man dann auch nochmal die Sicht der nicht in Deutschland lebenden Parteien bekommen.
Durch den Krieg, wurden Eik und Valerian oft in verschiedenen Städten, z.B. Hamburg oder Magdeburg, stationiert. Diese Ortswechsel haben für mich sehr viel ausgemacht. Sie haben gezeigt, dass ein Krieg immer mit Bodengewinn oder Bodenverlust verlaufen muss. So werden taktische Züge gegen einen Ort gehegt, der von einer Partei besonders besetzt ist, usw.
Die Charaktere waren diesmal für mich etwas ganz besonderes. Ich möchte alle Protagonisten, ich hasste alle Antagonisten. So etwas passiert mir nur selten, da irgendein Protagonist mega unsympathisch ist oder ein Antagonist seiner Rolle nicht gerecht wird. Das war hier gar nicht der Fall. Thon weiß, wie man seine Charakter richtig charakterisiert, um sie entweder negativ oder positiv darzustellen. Eine wahre Kunst, die nicht jeder Autor beherrscht, große Klasse!
Die Darstellung des Kriegs war für mich erschreckend gut dargestellt. Es gab Szenen, da war ich einfach nur geschockt, was die Protagonisten da sahen und Thon schafft es durch detailreiche Beschreibungen und die richtige Wortwahl etwas unheimliches, übelkeiterregendes zu erschaffen, das der Blutrünstigkeit des dreißigjährigen Kriegs eindeutig gerecht wird. (Mehr dazu auch gleich noch im Spoiler-Teil, der jedoch nur eine kleine Nebensache spoilert, dennoch will ich kein Risiko eingehen...)
Eine Sache hat mich an den Buch dennoch gestört: die Kapitel sind bei einer so kleinen Schrift extrem lang. Man hat hier einfach nur 19 Kapitel + 3-seitigen Prolog auf 540 Seiten verteilt. Da kann man dich ja ausrechnen, wie lang so ein Kapitel im Durchschnitt ist. Die kleine Schrift, die eine ganze Seite ausfüllt, hat dabei nicht sher geholfen...

Alles in allem ein erschreckendes, gut durchdachtes Erlebnis, das ich froh bin gemacht zu haben. Euer historisches Wissen kann hierdurch nur besser werden und dabei erlebt ihr auch noch ein spannendes Erlebnis mit Protagonisten, die euch sehr sympathisch sind. Ich kann es nur weiterempfehlen...

!!!SPOILER-WARNUNG!!!
Als die Unionisten das von den Protestanten besetzte Magdeburg einnehmen, kommt es zu dieses blutigen Gräueltaten. Ich fand es so erschreckend zu lesen, was dort alles gemacht wurde. Ich meine: Baby auf Spieße stecken und damit in der Luft rumfuchteln oder Kinder und Frauen auf offener Straße vergewaltigen (von mehreren Männern hintereinander) , während sie zusehen müssen wie ihren Männern der Kopf abgeschlagen wird?
So etwas ekelerregendes habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gelesen, doch ich fand es gut, dass Thon den Leser so hart damit konfrontiert hat. Die Härte mit der du in diese Situation geworfen würdest, macht auch nochmal die Härte dieser Gräueltaten klar.

Blutiges Land

Von: Jessi Datum: 12.03.2017

https://xobooksheaven.wordpress.com

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Ein Krieg, zwei Religionen – und zwei Freunde, die sich bis aufs Blut bekämpfen

Seit ihrer Jugend sind der Müllerssohn Eik und der Landadelige Valerian befreundet – bis sich Eik in Valerians Schwester verliebt. Der junge Edelmann ist so vehement gegen diese unstandesgemäße Verbindung, dass sich die Männer fortan aus dem Weg gehen. Doch der 30-jährige Krieg ändert alles. Während Eik sich auf die Seite der Protestanten schlägt, schließt sich Valerians Familie den Katholiken an. In der Schlacht von Magdeburg treffen sie wieder aufeinander – und nur einer kann überleben!
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

"Die Reiter kamen über sie wie ein Gewittersturm. Eik hatte sich aufgerichtet, um seinen schmerzenden Rücken zu entlasten, nachdem er stundenlang in gebückter Haltung Kartoffeln aus der Erde geklaubt hatte."

Das Cover finde ich passend zu einem Kriegsbuch gestaltet. Man sieht ein Schwert darauf und einen, ich schätze mal, Krieger. Obwohl ich glaube, dass in dem Buch weder Eik noch Valerian einen Bart hatten. Ansonsten ist das Cover sehr dunkel und düster, wie auch die Stimmung in Kriegszeiten. Allgemein passt das Cover also gut zum Buch.

Der Schreibstil des Autors war ganz neu für mich. So einen Stil habe ich noch nie gelesen, aber trotzdem bin ich sehr schnell voran gekommen, da der Autor einen wirklich angenehmen Schreibstil hat. Er beschreibt alles genug, aber nicht allzu genau und somit kann man sich als Leser die Umgebung immer gut vorstellen. Ich, als Österreicherin, hätte eine Karte von Deutschland gebraucht, da ich nie wusste, wo diese Städte liegen (ausgenommen Hamburg, das weiß ich gerade noch) und der Autor hat sich auch nicht die Mühe gemacht kurz zu sagen, wo diese Städte sind. Aber das ist eine Kleinigkeit, ansonsten hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen.

Zu Beginn lernt man als Leser Eik Schmalens und Valerian von Villesen kennen, zwei Freunde. Eik ist ein Müllerssohn und Valerian ein Adliger. Schon seit langer Zeit ist Eik in die Schwester von Valerian, Augusta verliebt, doch sie wird bald mit einem Franzosen verheiratet. Als einige Krieger nach Bruchhausen kommen, nimmt das Schicksal seinen Lauf und die beiden Freunde schließen sich verschiedenen Legionen an und sind somit ab sofort verfeindet.

Ich muss sagen, dass ich dachte das wäre ein Fantasy Buch. Fragt mich nicht wieso, durch viele falsche Informationen war ich so aufgeregt als ich das Buch bekam, weil ich dachte es wäre Fantasy. Als ich begann zu lesen, fiel mir auf, dass das nichts mit Fantasy zu tun hat, aber trotzdem wollte ich weiterlesen und es stellte sich als gute Entscheidung heraus. Das Buch war durchwegs spannend und ich fand es sehr interessant, da ich noch nie ein Buch, welches im Krieg spielt, gelesen habe. Da ich sowieso neue Genres ausprobieren wollte, war das dann perfekt.

Mit Eik konnte ich mich sofort anfreunden und ich mochte ihn sehr gerne. Valerian kam mir zuerst sehr komisch vor und etwas von sich selbst überzeugt, doch je weiter ich in dem Buch kam, desto mehr änderte sich meine Meinung. Ich fing an Eik zu hassen und Valerian zu mögen. Das hat nichts mit der jeweiligen Fraktion, der sie dienen zu tun, sondern eher mit ihrem Verhalten. Eik fing an immer komischer zu werden, und Valerian wendete sich immer mehr zum GUten. Der Krieg hat beide sehr verändert, somit hatten sie nichts mehr mit den Jungen vom Beginn zu tun.

Ich tue mir richtig schwer das Buch zu rezensieren, daher wird es eine etwas kürzere Rezension werden.

Der Hauptteil bestand aus Kämpfen und strategischem Vorgehen, daher gab es sehr viele Besprechungen über die Taktik und auch Angriffe, wobei diese nicht allzu blutrünstig und im Detail beschrieben wurden. Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie die beiden Jungs immer weiter aufgestiegen sind, sich einen Namen gemacht haben und dann auch bei Besprechungen dabei waren. Diese stellen mochte ich am liebsten, da ich das ganze Planen von Angriffen schon immer faszinierend fand. Der Autor hat es wirklich toll geschafft einem das Gefühl zu vermitteln, mit Eik oder Valerian im Raum zu sein und eine Strategie auszuarbeiten.

Doch auch für alle, die gerne eine Liebesgeschichte lesen, gibt es hier genügend Stoff. Eik hat sogar zwei Frauen, die ihn begehren und es gibt immer wieder tolle Szenen mit beiden. Diese gab es allerdings nicht zu viele und dieser Handlungsstrang blieb eher im Hintergrund.

Aber auch Geheimnisse und Intrigen gab es genug zu entdecken, somit ist für jeden Geschmack etwas dabei. Natürlich muss man das ganze drumherum auch mögen und sich etwas mit dem Krieg beschäftigen aber trotzdem ist es ein tolles Buch, welches mich wirklich überzeugt hat.

Das Ende war dann eigentlich ganz schön. Also, wenn man irgendwas in einem Kriegsbuch als schön bezeichnen kann.

Eik war mir zuerst sympathisch doch mit der Zeit wurde er immer schlimmer. Ich konnte ihn manchmal nicht verstehen, warum er so handelt. Auch die Sache mit den zwei Frauen fand ich unverständlich und wie er im Endeffekt reagiert hat macht ihn zu einem richtigen Schwachkopf.

Valerian scheint zuerst ein Adliger zu sein, der nicht von seinem hohen Ross runtersteigen will, doch mit der Zeit wird er immer sympathischer, da er viele Sachen hinterfragt und nicht allen Anweisungen blind folgt.

Sozusagen sind die beiden Charaktere sehr unterschiedlich und man sieht auch, wie der Krieg gute Leute verändert und formt.

Fazit:

Ein Buch, das mich wirklich positiv überrascht hat und das sicherlich jeder lesen kann. Ich vergebe 4 von 5 Sterne, da es mir sehr viel Neues über den Krieg gezeigt hat, aber trotzdem unterhaltsam war.

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