Brennerova

Roman

(2)
Taschenbuch
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»Jetzt ist schon wieder was passiert.«

Zuerst wird der Brenner von einem Kind bewusstlos geschlagen. Und dann versucht seine Freundin, ihn vor den Traualtar zu schleppen. Es läuft nämlich gerade ausgesprochen gut zwischen den beiden. Einziges Problem: Mit seiner anderen Freundin läuft es auch sehr gut. Und was ist mit der dritten Frau? Spurlos verschwunden. Die Suche nach ihr hilft dem Detektiv bei der Lösung seiner privaten Probleme. Denn nie kannst du besser über das Glück nachdenken, als wenn der berüchtigtste Zuhälter der Stadt gerade dazu ansetzt, dir die Hände abzuhacken.

»›Brennerova‹ ist ein klassischer Haas: kurios, spannend, sprachspielerisch und in vielen Szenen einfach saukomisch.«

Hamburger Abendblatt (08. Oktober 2014)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Brennerova
Originalverlag: Hofmann & Campe
Taschenbuch, Klappenbroschur, 240 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-43839-2
Erschienen am  08. Februar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wolf Haas: "Brennerova", Hilfsausdruck Frauendilemma

Von: Martin Kulik

08.09.2016

Der Brenner hat sich mal wieder einen Schlamassel eingehandelt, sag ich dir. Im einen Moment sitzt du als Kriminalpolizist i. R. Brenner noch nichtsahnend am PC, um dir auf einer Internetseite heiratswillige russiche Frauen anzuschauen (rein aus platonischer Neugier natürlich) und kurz darauf musst du darum fürchten, dass dir die Mafia die Hände abhackt. Ist eben doch ein "Frauentränenumfaller", der Brenner. Wer auf östereichischen Sprachwitz und kurzweilige Krimischreibe steht, der kommt um Wolf Haas nicht herum, Hilfsausdruck Leseempfehlung. Komplette Rezension unter: http://postmondaen.net/2016/09/08/wolf-haas-brennerova-hilfsausdruck-frauendilemma/

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Jetzt ist schon wieder was passiert

Von: Marius

18.03.2016

Brenner zwischen den Frauen und allen Fronten. Eigentlich ist da ja Herta, mit der der Brenner in einer Beziehung lebt und mit der er ganz glücklich ist – hätte er sich doch nicht aus reinem beruflichen Interesse bei dieser Datingseite umgeschaut. Da hat er nun die Bekanntschaft mit Nadeshda gemacht, die ihn bis nach Russland lockt. Dies geschieht allerdings weniger aus amourösen, denn aus praktischen Gründen. Der Brenner hat auf seinem Datingprofil nämlich die Berufsbezeichnung Kriminalpolizist in Regierungsfunktion angegeben und ist damit für Nadeshda der Retter in der Not. Sie sucht schon seit langem nach ihrer Schwester Serafima, die mit einem Fotografen nach Österreich entschwunden ist. Bei seiner Suche nach der verschwundenen Russin gerät der lethargische Österreicher schnell zwischen die Fronten von Menschenhändlern, Laufhausbesitzern, dem Wu-Tan-Clan (sic!) und Rotlicht-Rechercheuren. Chaos quasi Hilfsbegriff – und auch wenn der Brenner seine Hände von diesem verzwickten Fall nicht lassen kann, müssen schon einige andere Personen bald ihre Hände lassen … Obwohl Wolf Haas diesmal auf seine markante Einleitung Jetzt ist schon wieder was passiert verzichtet, ist auch der achte Fall für den Brenner wieder ganz typisch und schon fast altbekannt. In seiner lethargisch-wurstigen Art schlurft der Brenner durch einen Plot, den er eigentlich weder zu Beginn, noch im Verlauf, noch am Ende so richtig überblickt. Aus einem kleinen Auftrag oder einer kleinen Tat erwächst sich schnell ein fast unüberschaubares Gespinst aus Lügen, Mord und Gewalt – und mittendrin stolpert der Brenner umher, in seiner eigenen Träg- und Schusseligkeit. Diesmal ist nach so unterschiedlichen Milieus wie Knabeninternat, Salzburger Festspielen, Backhendl-Dynastien und Sanitätern das Gewerbe des Menschenhandels dran. Wie man an meinen etwas schludrigen Worten und der Syntaxwahl erkennt, färbt die Lektüre von Haas‘ einzigartigem Schreibstil schon auf mich ab, da kannst du nix machen, quasi einprägsam. Dieser Sound, den er auch in Brennerova wieder so unnachahmlich perfektioniert, gehört zum Originellsten und Interessantesten, was es im Genre der deutschsprachigen Kriminalliteratur derzeit zu lesen gibt. Mit diesem Buch schließt der Österreicher nahtlos an die Vorgängerbände an und weiß auf den 240 Seiten hervorragend zu unterhalten – wenn man sich auf Haas‘ Sprache und den Sound einlässt. Einfach leiwand, wie der Österreicher sagen würde.

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Vita

Wolf Haas wurde 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geboren. Seine Krimis um Privatdetektiv Brenner erreichten eine Millionenauflage und wurden erfolgreich fürs Kino verfilmt. Für seinen Roman Verteidigung der Missionarsstellung (2012) wurde er mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Wolf Haas lebt in Wien.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Die Wendungen sind sorgsam gedrechselt, die Geschichte abgründig.«

Neue Presse (27. Oktober 2014)

»Sprachakrobat Haas schlägt zu unsrer Gaudi wieder wilde Haken.«

Schweizer Illustrierte Style (01. November 2014)

»Ein Buch, das man einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand gibt.«

Erhard Schütz, Das Magazin (01. November 2014)

»Wie immer im Haas-Stil: Ein übermächtiger und allwissender Erzähler gibt die Geschichte zum Besten. Mit vielen Details, amüsant und unverwechselbar.«

Darmstädter Echo (05. November 2014)

»Haas [hat] hier einen Tonfall entwickelt, der sich verselbstständigt hat, jede Handlung und jeden Protagonisten überstrahlt.«

Maik Brüggemayer, Rolling Stone (25. September 2014)

»Wolf Haas greift mit Sprachwitz und lapidaren Formulierungen in die Vollen. […] Genial!«

Kleine Zeitung (29. August 2014)

»Was dieser Erzähler leistet, ermisst man erst, wenn man versucht, nachzuerzählen, was hier eigentlich passiert. [...] Ein abgrundkomischer Brenner-Krimi.«

Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

»Jedes Wort und jeder Satz legen eine Zündschnur, die Seiten später zur Detonation, sprich Licht-geht-auf und zur Einsicht, führt.«

Salzburger Nachrichten (29. August 2014)

»Mit ›Brennerova‹ kann Wolf Haas sein Podest in der Krimiwelt noch höher bauen.«

FM 4 (29. August 2014)

»Wie immer ausgezeichnet ist Haas’ Umgang mit Sprache.«

Hellmuth Karasek, News (04. September 0214)

»Auch ›Brennerova‹ liest sich so erfrischend, so urkomisch und so spannend, dass es die reinste Freude ist.«

Dirk Sattelberger, Der Sonntag (14. September 2014)

»Warum ist Wolf Haas so toll? Weil er nicht einfach eine Detektivfigur erfindet, sondern eine ganze Kunstsprache. Ein Sound, der süchtig macht!«

ZEIT Literatur (01. Oktober 2014)

»Nirgendwo wird lustiger gestorben als in den Krimis des Österreichers Wolf Haas.«

SZ Magazin (29. August 2014)

»Erhabene Komik. Und für die hat Wolf Haas nun mal ein Händchen, ein eiskaltes.«

Georg Renöckl, NZZ (15. Oktober 2014)

»Ein absolut lesenswerter Krimi.«

Stern (11. September 2014)

»Eine Krimiserie, die mit Recht Kult genannt werden kann, wird endlich fortgesetzt.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (30. August 2014)