Dark World

Roman

(2)
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Taema und Tila sind siamesische Zwillinge. Sie wachsen in einer Sekte auf, die jede medizinische Behandlung ablehnt. Als ihnen mit sechzehn die Flucht gelingt, können sie sich endlich voneinander trennen lassen – seither schlägt in der Brust einer jeden von ihnen ein mechanisches Herz. Doch die beiden Schwestern bleiben einander innig verbunden. Zehn Jahre später kommt Tila eines Abends blutüberströmt nach Hause und wird kurz darauf wegen Mordes verhaftet. Taema ist schockiert – und von Tilas Unschuld überzeugt. Als die Polizei ihr einen Deal anbietet, schlüpft Taema in die Rolle ihrer Schwester und taucht ab in die düstere Welt von San Franciscos Drogensyndikaten ...


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Ulrich Thiele
Originaltitel: False Hearts
Originalverlag: Macmillan
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-31720-8
Erschienen am  09. Dezember 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

3,5 Sterne für einen Thriller mit guter Grundhandlung, aber manchmal zu vielen unnötigen Details...

Von: Lesezauber

29.01.2020

Meinung: Cover und Klappentext haben mich sofort angesprochen, weshalb ich echt neugierig auf die Geschichte war. So bin ich auch gut in die Geschichte gestartet, die im Prolog schon direkt nach der Trennung der beiden siamesischen Zwillinge beginnt und die Haupthandlung auch gleich damit, dass die blutüberströmte Tila von der Polizei verhaftet wird und Taema die Welt nicht mehr versteht. Jedoch ist mir schon zu Beginn aufgefallen, dass der Untertitel „Ein Thriller aus der nahen Zukunft“ bzw. der Slogan „Eine Welt, die schon morgen die unsere Sein könnte“ sehr weit gegriffen ist. Ich weiß gar nicht, weshalb man sich darauf bezieht, denn obwohl es einige Erfindungen in diesem Buch gibt, die vielleicht wirklich nicht mehr weit weg sind, ist die Mehrzahl davon definitiv noch weit in der Zukunft. Das ist prinzipiell nicht schlimm, aber durch diesen Slogan werden unnötige, falsche Erwartungen geweckt und ich hatte nicht so viel Science-Fiction (schwebende Autos, verschiedenste Gehirnimplantate, aktive Traumwelten usw.) erwartet und bin der Meinung, dass man sich damit eher selbst ins Fleisch schneidet. Denn durch diese vielen Neuerungen, sind auch viele Erklärungen und Details nötig, die für einige unnötige Längen gesorgt haben. Denn, eigentlich fand ich die Grundhandlung richtig spannend. Auch die zwei unterschiedlichen Sichten, in denen die Geschichte erzählt wird. Einmal die Perspektive der unschuldigen Taema, die plötzlich in die gefährliche Unterwelt eintauchen muss und dann die Sicht ihrer Schwester Tila, die aus dem Gefängnis heraus Einblicke aus der Vergangenheit erzählt und so die Grundlagen und Hintergründe zum Verstehen liefert. Aber durch die vielen Details, auch von dem, was Taema neu lernen muss, um als Tila bestehen zu können, konnte die Spannung für mich leider nicht immer ganz konstant hoch gehalten werden. Dies ist vor allem im Mittelteil so und war für mich einfach echt schade. Das letzte Drittel kann aber wieder mit voller Spannung und viel Action und Gefahr überzeugen und hat mich nicht mehr los gelassen. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher wird, wie alles zusammenhängt. Dabei fand ich schön, dass die Autorin ihre Infos so preis gibt, dass man sich einige Entwicklungen mit der Zeit auch selbst zusammenreimen kann und diese dann auch bestätigt werden und doch immer wieder einer drauf gesetzt wird. Das Ende fand ich ganz zufriedenstellend, auch wenn es dann recht schnell ging und ich vielleicht gerne noch 10 Seiten mehr gehabt hätte, um wirklich alle Fragen beantwortet zu bekommen. Aber wie gesagt, eigentlich ist es schon ok so. Fazit: Ein Thriller mit guter Grundhandlung und eigentlich auch viel Spannung, die aber im Mittelteil durch zu viele unnötige Details nicht ganz aufrecht erhalten werden kann. So viel Science-Fiction hatte ich aufgrund des Untertitels nicht erwartet und auch nicht gebraucht, da die Handlung auch mit weniger Schnick-Schnack gut funktioniert hätte. Das Ende kann aber wieder fesseln und überzeugen, vor allem die Zusammenhänge fand ich richtig gut, auch wenn ich gerne noch ein – zwei kleinere Antworten mehr gehabt hätte. Aber prinzipiell bin ich zufrieden mit dem Abschluss und finde es schade, dass ich aufgrund der unnötigen Kritikpunkte leider nicht mehr als 3,5 Sterne vergeben kann.

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Spannend!!!

Von: Julias Lesewelt

23.01.2020

„Dark World“ von Laura Lam hat mir wirklich gut gefallen, aber so richtig stimmig ist die Inhaltsangabe hier leider nicht. Taema und Tila wuchsen zwar in einer Sekte auf, allerdings wurde dort nicht jede medizinische Behandlung abgelehnt, sondern nur neuere Methoden und dass sie nach ihrer Flucht voneinander getrennt wurden, war ja auch nicht ganz freiwillig sondern notwendig. Aber egal. Die Geschichte, die erzählt wird, ist wirklich spannend. Die Handlung wird grundsätzlich in zwei abwechselnden Erzählperspektiven aufgeteilt. Die von Taema, die verzweifelt und mit allen Mitteln zu beweisen versucht, dass ihre Schwester keine Mörderin ist und sich dabei mehr als einmal in Gefahr begibt. Und die andere Perspektive wird von Tila erzählt, die im Gefängnis sitzt und dann auf ihre Art und Weise von der Flucht aus der Sekte berichtet und auch, wie sie dort gelandet ist, wo sie jetzt ist. In welchem Jahr oder auch Jahrzehnt die Geschichte wohl spielt, wird nie explizit erwähnt, aber ich würde mal sagen, dass wir uns hier wohl im 22. Jahrhundert befinden. Es gibt fliegende Autos und Implantate im Gehirn, die es möglich machen, Wissen quasi direkt ins Gehirn gespielt zu bekommen und natürlich auch synthetisches Essen. Wer mit Science-Fiction also so gar nichts anfangen kann, wird mit diesem Buch nur bedingt glücklich sein. Denn obwohl die Undercover-Nachforschungen von Taema und ihre Gefühle den zentralen Punkt der Handlung darstellen, nehmen diese Erfindungen doch auch eine nicht unwesentliche Rolle ein. Den Schreibstil der Autorin fand ich jedenfalls wirklich gut. Sie hat genau die richtige Mischung aus Spannungsaufbau und ruhigen Momenten gefunden und trägt mit ihrer lockeren Schreibweise zum schnellen Lesen bei. Mein Fazit „Dark World“ von Laura Lam ist ein wirklich gut gelungener Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist. Leser die mit Science-Fiction jedoch gar nicht können, sollten das Buch lieber nicht kaufen. Ansonsten kann ich das Buch jedoch uneingeschränkt empfehlen.

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Vita

Laura Lam wuchs in der Nähe von San Francisco auf und lebt heute in Schottland. Sie ist Autorin vieler Kurzgeschichten, Essays und Romane, darunter der preisgekrönten »Micah Grey«-Trilogie. Neben dem Schreiben unterrichtet sie Creative Writing an der Edinburgh Napier University.

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