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Das Buch der Schurken Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur

Mit Illustrationen von Kristof Kepler

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt.
€ 12,40 [A] | CHF 17,90*
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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71603-6

Erschienen:  09.01.2018
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Was wäre die Welt ohne Schurken? Unfassbar langweilig: Sherlock Holmes ohne Moriarty, Paris ohne Fantômas oder gar das Monster ohne Frankenstein? Im Herrn der Ringe würde vermutlich ununterbrochen gepicknickt, Alice würde den lieben langen Tag nur durchs Wunderland hopsen und Hannibal Lecter an Sojawürstchen knabbern. Schurken machen das Leben erst spannend, das unserer Helden und natürlich auch unseres. Martin Thomas Pesl hat die 100 genialsten und coolsten Bösewichte der Weltliteratur zur verschmitzten Schurkenparade versammelt. Mit Illustrationen und Schurkenskala.

Martin Thomas Pesl (Autor)

Martin Thomas Pesl ist Autor, Lektor, diplomierter Übersetzer (englisch, ungarisch) und Sprecher. Schreibt u.a. für das Magazin WIENER und Nachtkritik.de.

Mit Illustrationen von Kristof Kepler

Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 13,0 x 20,6 cm
ca. 100 s/w-Abbildungen

ISBN: 978-3-442-71603-6

€ 12,00 [D] | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  09.01.2018

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Von sehr bekannten bis hin zu eher unbekannten Bösewichten.

Von: Eva Fl. Datum: 04.09.2018

https://wasliestdu.de/mitglied/evafl

In diesem Buch hat Martin Thomas Pesl eine Übersicht über die 100 fiesesten, amüsantesten und coolsten Bösewichte geschafft – eingeteilt in verschiedene Kategorien – wie beispielsweise die Rachsüchtigen, die Egoschweine, fatale Frauen oder auch verrückte Wissenschaftler.

Das Buch mit dem durchaus interessanten Cover zeigt die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur auf, die von Martin Thomas Pesl ausgewählt, entlarvt und vorgestellt werden. Eingeteilt hat er dieses Buch in verschiedene Kategorien, so findet man Felix Krull (Thomas Mann) unter den Gierigen, Moby Dick bei den Rachsüchtigen, Fräulein Rottenmeier bei den Erziehungsberechtigten, Juliette (Sade) bei den fatalen Frauen und beispielsweise Prof. James Moriarty (Arthur Conan Doyle) bei den Königen des Verbrechens. Natürlich sind es noch viele weitere Bösewichte, das sei nur mal als kleine Auswahl genannt.

Nach einer schwarzen Kapitelbeginnseite jeweils werden die einzelnen Bösewichte dann vorgestellt, so gibt’s erst einmal eine kurze Vorstellung (Name, Autor, Buchtitel, Originalfassungsjahr), ein kurzes Statement aus dem Buch und eine Illustration von Kristof Kepler. Anschließend dann eine Textzusammenfassung mit kurzem Fragebogen sowie Bewertung (1 bis fünf Sterne) in verschiedenen Kategorien (Todesopfer, nachtragend, dreist, beliebt, Charmefaktor, etc.). Alles ist je nach Schurke ein bißchen anders aufgebaut und nicht immer exakt gleich – weil ja auch jeder Schurke anders ist.

Inhaltlich ist es ein wirklich vollgepacktes Buch, was auch an der Schriftgröße liegen mag – die ausführliche Schurkenbeschreibung findet man in Schriftgröße 8 (geschätzt) vor. Vom Verständnis her ist es natürlich besser, wenn man einigen Bösewichten in literarischer Form schon einmal begegnet ist – so hat man dann vielleicht schon ein Bild von ihnen, eine gewisse Ahnung. Inhaltlich ist alles ganz gut verständlich, manchmal war es mir einen Ticken zu fachlich, da hätte ich es mir noch unterhaltsamer gewünscht, wenngleich es ja nur um eine Beschreibung geht. Dennoch ist es so, dass die Sätze gut verständlich waren, nie etwas großartig umständlich verschachtelt war oder mit schwierigen Fachbegriffen oder Fremdwörtern versehen war.

Für mich war es ein interessanter Einblick in die Welt der Schurken und Bösewichte. Das Buch ist kein Buch, welches man direkt am Stück lesen muss, sondern in das man immer mal wieder hineinblättern kann – was ich sehr angenehm finde. Alles in allem ist das Buch wirklich toll gemacht, eine spannende Übersicht, mit passenden, tollen Illustrationen versehen. Natürlich ist nicht jeder Bösewicht gleich interessant und es gibt welche, die stechen einfach aus der Masse hervor – aber das ist in Ordnung. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und ich kann das Buch durchaus empfehlen.

Altbekannte Schurken und neue Fieslinge

Von: Lilli Datum: 22.07.2018

https://geeksantiques.blogspot.com/

Wer ist der schlimmere Bösewicht im Harry-Potter-Universum? Die zuckersüß-sadistische Dolores Umbridge oder doch Lord Voldemort, das nasenlose Grauen? Kann die Herzkönigin es in Sachen Abscheulichkeit mit Fräulein Knüppelkuh aufnehmen? Und was haben eigentlich Moby Dick und Shir Khan gemeinsam? Martin Thomas Pesl versammelt auf 256 Seiten die „100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur“ und folgt dabei nicht immer dem zu erwartenden Muster. Werfen wir also einen Blick auf die Bösesten der Bösen: die Schurken aus Literatur, Mythologie und erzählender Dichtung.

+++ Von Egoschweinen, Psychopathen und verrückten Wissenschaftlern +++
Aus einer Kolumne für das österreichische Magazin WIENER, in der Pesl von 2008 bis 2015 den Lesern humoristisch, kurz und knapp Klassiker der Weltliteratur vorstellte, wurde die Idee geboren, sich in einem Buch der besonderen Charaktersorte der Schurken zu widmen. Das kleine Nachschlagewerk ist in zwölf Kategorien unterteilt, in denen sich die Antagonisten in ihrer Bosheit den Rang ablaufen: Egoschweine und verrückte Wissenschaftler mit Hang zum Wahnsinn treffen auf Psychopathen, Despoten und etwas fragwürdige Erziehungsberechtigte. Neben den klassischen Bösewichten begegnen uns auch unbekannte, aber nicht weniger fiese literarische Schurken und Schurkinnen. Denn ja, auch die Weiblichkeit ist in der Szene vertreten, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie die Herren der Schöpfung. In der Literatur ist das Böse bisher eben eher maskulin. Zu guter Letzt gibt es da auch noch die, die weder Männlein noch Weiblein oder überhaupt von menschlicher Natur sind: die Monster, Wesen und Schreckgestalten, die das Lesen erst zu einem richtigen Vergnügen machen.

Denn wer liebt sie nicht, die Bösen, die Undurchschaubaren, die Strippenzieher im Hintergrund? Sie verpassen jedem Werk die nötige Würze und geben dem Leben der Helden erst einen Sinn! Was wäre Tolkiens „Der Herr der Ringe“ ohne Sauron und seine dunklen Heerscharen? Ein nettes Kaffeekränzchen im Auenland und ein friedliches Nebeneinander der Völker Mittelerdes? Langweilig! Dank Sauron kommt erst Schwung in die Geschichte, auch wenn er selbst nur als dunkle Bedrohung über allem schwebt. Egal ob böse Stiefmütter (Gebrüder Grimm), die Westhexe aus Oz (L. Frank Baum), Graf Dracula (Bram Stoker) oder die bürokratieversessenen Vogonen aus Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ – das Böse hat viele Gesichter.

+++ Dem Schurkentum auf den Grund gehen +++
Mit lustigen Anekdoten, Hintergrundinformationen und Fakten zu Autor, historischem Kontext und Adaptionen stellt Pesl die unterschiedlichsten Schurken vor. Wir lernen beispielsweise, dass Captain Hook in der ersten deutschen Übersetzung noch Kapitän Haken hieß und dass das Fräulein Rottenmeier aus „Heidi“ am liebsten bewaffnet mit Lebertran und Turmfrisur auf ihre Zöglinge losgeht. Garniert wird jeder Beitrag mit einer netten Illustration von Kristof Kepler und einem Steckbrief, in dem unter anderem Stärken, Schwächen, Waffen und Erzfeinde der Bösewichte aufgeführt werden. Als kleines Plus kann man am Ende in eine vorgefertigte Liste sein eigenes Schurkenranking eintragen. Besonders hilfreich, wenn man einen bestimmten Charakter sucht, sind das umfangreiche Literaturverzeichnis am Ende und die Auflistung aller behandelten Schurken nach Kategorie.

Das Büchlein ist kurzweilig geschrieben, lehrreich und amüsant. Es lässt sich in einem Rutsch durchlesen – oder, wie ich eher empfehlen würde – portionsweise zum Frühstück verschlingen, um mit dem „Schurken des Tages“ und einem Schmunzeln in den Morgen zu starten. Man blättert sich durch, entdeckt fast vergessene Schurken aus Kindheitstagen wieder oder stößt überrascht auf einen interessanten Anti-Helden, den man noch gar nicht kannte. Egal wie man es liest, das Buch macht Lust, die alten Klassiker erneut auszupacken und den Fieslingen in den dazugehörigen unbekannteren Werken einen Besuch abzustatten.

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