Das Büro der einsamen Toten

Der erste Fall für Pieter Posthumus

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Taschenbuch
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Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv – und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im »Büro der einsamen Toten« in Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die vergessenen Toten – Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst – und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit und gerät mitten in seinen ersten Fall: Eine Leiche ist in der Prinsengracht gefunden worden ...


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Das Büro der einsamen Toten
Originalverlag: Hoffmann und Campe
Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-43838-5
Erschienen am  08. August 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Pieter-Posthumus-Serie

Leserstimmen

Spannender Auftakt

Von: tinaliestvor.de

21.03.2020

Teil Eins der Posthumus Krimireihe Posthumus ist bei der Amsterdamer Stadtverwaltung angestellt. Als Nachlassverwalter einsamer Toter löst er deren Hinterlassenschaften auf und kümmert sich rührend um deren Bestattung. Die neue Akte, die Posthumus zugeteilt wird, wirft Fragen auf. Der junge Marokkaner starb unter seltsamen Umständen. Mit seiner Assistentin Alex und seiner ausgefuchsten und neugierigen Nichte Merel beginnt er selbst zu ermitteln. Dass er dabei mitten in eine arabische Terrorzelle gerät, merkt er natürlich viel zu spät. Die Polizei ermittelt bereits schon länger in Amsterdam und auch hier in der mysteriösen Todessache des jungen Marokkaners. Chefermittlerin Lammert muss, wie auch Posthumus feststellen, dass hier aber wirklich gar nichts so ist, wie es anfänglich scheint. Sie beginnt an ihren Methoden zu zweifeln und dann auch gleich noch an ihrem eigenen Chef. Mit Britta Bolt und Posthumus erstem Fall begeben wir uns ins beschauliche und touristisch geprägte Amsterdam. Was anfänglich als Lokalkrimi beginnt, entpuppt sich schnell als spannender Krimi. Ein fein gesponnenes Spinnennetz umgibt die beiden Ermittlungsstränge. Unabhängig voneinander treffen beide erst am Schluss genau in die Mitte. Festzustellen bleibt, dass Glaube manchmal schwierig sein kann. Bolt macht auch klar, dass eine weite Reise in ein fremdes Land nicht immer die Hoffnung auf Erlösung bringt und dass viele Menschen mit dieser finalen Situation völlig überfordert sind. Bolt schafft es, dem Leser einen ganz anderen Blickwinkel auf die Flüchtlingssituation zu eröffnen und macht klar, dass wir in Europa zumindest von solchen Szenarien vorerst verschont geblieben sind. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil mit Posthumus und seinen einsamen Toten. Britta Bolt ist übrigends das Pseudonym des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt.

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Das Büro der einsamen Toten

Von: Katja E.

07.07.2019

Dieses Buch, einen Krimi, habe ich mir gekauft, als es für mich in den Urlaub nach Amsterdam ging. Ganz einfach, weil ich es mag, wenn der Urlaubslesestoff zum Reiseziel passt. Und das Cover hat mich, obwohl ich es mir als EBook gekauft habe, auch gleich angesprochen. Und auch der Klappentext klang vielversprechend. Jetzt, nach dem Lesen, bin ich sehr zwiegespalten, was die Geschichte und die Wertung derjenigen angeht. Klappentext „Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv – und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im „Büro der einsamen Toten“ bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die einsamen Toten – Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst – und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit. In der Prinsengracht ist die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Die Umstände seines Todes sind mysteriös. Posthumus nimmt auf eigene Faust die Ermittlungen auf und gerät in ein Netz von Intrigen …“ Meine Meinung: Auf der einen Seite bin ich begeistert. Begeistert von den Beschreibungen der Stadt Amsterdam, der Menschen die dort leben. Einen Großteil des Buches hatte ich (leider) dann doch erst lesen können, als ich wieder zu Hause war aber so hatte ich noch einmal die Gelegenheit, durch die Stadt zu streifen. Ich wich gedanklich den Fahrradfahrern aus; bummelten die Grachten entlang und beobachtete sowohl die Einheimischen als auch die Touristen. Auch die Idee der Geschichte an sich; das Büro der einsamen Toten, wo die Mitarbeiter alles versuchen, damit die Einsamen dennoch ein anständiges Begräbnis bekommen; hat mir gut gefallen. Und die Einblicke in das Leben der Emigranten von Amsterdam, der marokkanischen Gemeinde und wie leicht es doch ist, auf den falschen Weg zu geraten, hat mir ausgesprochen gut gefallen und ist zudem ein recht aktuelles und derzeit sehr präsentes Thema. Was mir jedoch nicht gefallen hat, war die Beschreibung der Charaktere. Pieter Posthumus war dabei, als Hauptprotagonist, noch einer von denen, die gut bei wegkamen. Und mit gut meine ich, das er noch aussreichend Tiefe hat und am überzeugensten dargestellt wurde. Alle anderen blieben blass, bekamen nicht den Raum und die Tiefe, die sie gebraucht hätten, um voll und ganz zu überzeugen. Die Wirtin Anna, die Kollegin Alex und all die anderen sind variabel austauschbar und wenn einer von ihnen weggefallen wäre, so wäre es mir wahrscheinlich gar nicht großartig aufgefallen bzw. ich hätte darüber hinweg gelesen. Das zweite, was mir absolut nicht gefallen hat, war das Erzähltempo. Es war behäbig und ruhig wie Posthumus selbst. Genau wie der Ermittler verzettelt sich auch die Autorin in Nebensächlichkeiten. Und so passiert was passieren muss und was bei einem Krimi tödlich ist: die Spannung geht, wenn überhaupt vorhanden, einfach nur flöten. Und an Spannung fehlt es dem Krimi an allen Ecken und Kanten. So ist das für mich eher ein Roman mit einem kleinen Anteil „Krimi“ und somit für mich, der etwas anderes erwartete hat, eher eine Enttäuschung. Aufgrund des Lokalkolorids und der gelungenen Beschreibungen des Amsterdamer Lebens rettet sich das Buch auf gutgemeinte 3 von 5 Sternen.

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Vita

Britta Bolt

Britta Bolt ist das Pseudonym des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt. Rodney Bolt, in Südafrika geboren, ist Autor mehrerer Biographien, Dramatiker und Reisejournalist. Nach Stationen in Cambridge und London lebt er seit den 90er Jahren in Amsterdam. Britta Böhler, in Freiburg im Breisgau geboren, hat viele Jahre als Anwältin gearbeitet. 1991 zog sie in die Niederlande und wurde dort durch ihre strafrechtlichen Mandate berühmt und durch ihre Haltung zur Anti-Terror Gesetzgebung. Seit 2012 ist sie Professorin an der Universität von Amsterdam.

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