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Das Café in Roscarbury Hall Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48487-4

Erschienen:  19.12.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Die Schwestern Ella und Roberta O'Callaghan wohnen bereits ihr ganzes Leben in dem irischen Herrenhaus Roscarbury Hall. Allerdings haben die zwei alten Damen seit einem Streit vor vielen Jahren kein Wort mehr gewechselt und kommunizieren nur mit Hilfe kleiner Zettel miteinander. So erfährt Roberta auch von Ellas Plan, im Ballsaal ihres maroden Anwesens ein Café zu eröffnen. Denn ohne Einnahmequelle droht die Bank, den beiden ihr Zuhause wegzunehmen. Als Aushilfe engagiert Ella die junge Debbie, eine Amerikanerin, die in Irland nach Spuren ihrer leiblichen Mutter sucht und dabei auf ein dunkles Kapitel irischer Geschichte stößt. Auch Ella und Roberta müssen sich ihrer Vergangenheit stellen – und vielleicht verbindet sie ja mehr mit Debbie als eine reine Zufallsbekanntschaft ...

»Ohne sentimental zu werden, schreibt die irische Journalistin Ann O’Loughlin warmherzig über eine schwierige Thematik.«

Schweizer Familie (02.03.2017)

Ann O'Loughlin (Autorin)

Ann O'Loughlin hat fast dreißig Jahre als Journalistin gearbeitet, unter anderem für den Irish Independent, den Evening Herald und den Irish Examiner. Sie hat einige Zeit in Indien gelebt, stammt aber aus dem Westen Irlands und wohnt heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern an der Ostküste der Insel.

Weitere Informationen zur Autorin unter annoloughlin.blogspot.com/

»Ohne sentimental zu werden, schreibt die irische Journalistin Ann O’Loughlin warmherzig über eine schwierige Thematik.«

Schweizer Familie (02.03.2017)

»Ein großartiger Roman«

Schöner Monat (28.04.2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Sarah Fuhrmann
Originaltitel: The Ballroom Café
Originalverlag: Black & White Publishing Ltd

Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48487-4

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen:  19.12.2016

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Frauenschicksale mit realem Hintergrund

Von: Niamh O'Connor Datum: 14.01.2018

chicklitscout.wordpress.com

Die Frauen, von denen die irische Journalistin und Autorin Ann O’Loughlin in Das Café in Roscarbury Hall erzählt, sind für Frauenromane typische Protagonistinnen: Ella und Roberta, zwei unversöhnlich zerstrittene Schwestern, die sich in einem heruntergekommenen Herrenhaus gegenseitig das Leben schwer machen, Debbie, eine Krebskranke auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, Agnes, eine herrschsüchtige Pedantin mit einem ihr treu ergebenen Ehemann, Mary, ein von einem verheirateten Mann verführtes junges Mädchen, Muriel, eine neugierige Tratschtante, sowie Schwester Consuelo und Mutter Asumpta, bigotte Nonnen, denen der Ruf ihres Ordens wichtiger ist als alles andere. Dazu ereignen sich ziemlich viele Tragöden, mit anderen Worten, es wird ziemlich dick aufgetragen. Dass mich der Roman trotzdem vom ersten Kapitel an berührt hat, lässt sich einfach erklären: er ist einfühlsam aber ohne Schnörkel erzählt, und die Schicksale der Frauen im Buch sind keine unrealistischen Seifenopern, sie basieren auf historischen Tatsachen.

In der Republik Irland, wo die katholische Kirche auch heute noch mehr Einfluss hat als in den meisten anderen europäischen Ländern, wurden bis in die 1980er-Jahre nicht wenige unverheiratete schwangere Mädchen in kirchliche Institutionen, die sogenannten „Magdalen Laundries“ verfrachtet, wo sie durch schwere körperliche Arbeit für ihre „Sünden“ bestraft und wieder auf den rechten Weg gebracht werden sollten. Oft wurden sie von ihren Babys getrennt und diese gegen Geld an wohlhabende katholische Adoptiveltern in den USA vermittelt. Wenn die Mütter oder auch die adoptierten Kinder Jahrzehnte später Nachforschungen anstellten, um einander wiederzufinden, erhielten sie keine oder falsche Auskünfte zu den Geschehnissen.

Meine Meinung: Das Café in Roscarbury Hall erzählt eine berührende Geschichte, die zwar verdichtet, aber trotzdem glaubwürdig ist. Die Lebensgeschichten der handelnden Personen sind von Geheimnissen und persönlichen Dramen geprägt, aber wenn man sich vorstellt, was es für eine Mutter und ihr Kind bedeutet, wenn man sie trennt und beiden erzählt, der jeweils andere wäre tot, werden alle diese Dramen plausibel. Gleichzeitig sind die Charaktere liebevoll gezeichnet, die Autorin beschreibt, wie sie mit ihrem Schicksal und ihren Problemen umgehen und diese bewältigen. Das beschauliche Leben in der kleinen Gemeinde in County Wicklow, Irland, wo sich das Café in Roscarbury Hall befindet, wirkt wie ein Weichzeichner und sorgt dafür, dass die Geschichte nicht eine düstere Studie psychischer Abgründe, sondern ein leicht verdaulicher ChickLit-Roman wird. Das Café in Roscarbury Hall war mein erster, aber sicher nicht mein letzter Roman von dieser Autorin. Mir gefällt es, wenn Unterhaltungsromane auch gesellschaftskritisch sind.

Nicht nur eine leichte Sommergeschichte

Von: Anne-Marit Strandborg Datum: 21.08.2017

https://didonia.blogspot.de/

Die Eltern von Ella und Roberta kamen bei einem Autounfall ums Leben. Der Vater, Rechtsanwalt von Beruf, hat sein Geld in das Anwesen Roscarbury Hall gesteckt und bei Pferdewetten verloren. So hat er nicht für die Töchter vorgesorgt.
Die Schwestern versuchten alles, um Geld reinzubekommen. Schlussendlich mussten sie einen Kredit aufnehmen, den die Bank nun einfordert. Aus lauter Verzweiflung hat Ella ein kleines Café eröffnet. Ob es den Namen wirklich verdient, muss sich erst noch zeigen, denn bisher handelt es sich dabei nur um vier kleine Tische im Wohnhaus.

Eines Tages schneit die Amerikanerin Debbie herein, die sich auch gleich als Aushilfe anbietet.

In der Folge erfährt man, dass Debbie als Kind adoptiert wurde, sie jetzt Krebs hat und wohl nicht mehr lange zu leben hat und hier in Irland auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter ist. Doch ihr bleiben nur noch zwei Wochen Zeit, dann müsste sie wieder nach Amerika, ihre finanziellen Angelegenheiten klären und sich in ein Hospiz begeben.

Zwischendurch gibt es immer einen Sprung nach Amerika, ins Jahr 1968. Debbie erinnert sich hier an ihre Kindheit, an die Adoptiveltern. Debbie hat ihre Mutter sehr geliebt, obwohl diese meistens mehr als ungeduldig mit ihr war. Der Vater versuchte immer zwischen den beiden zu vermitteln. Bis die Mutter eines Tages verschwand, und Debbie mit dem Vater allein zurückließ.

Auch Ella hat mit der Vergangenheit zu kämpfen. Sie hat Mann und Tochter sehr früh verloren und es gibt immer wieder Situationen, wo sie sich erinnert. Daran, dass Ella heute so leidet, ist Schwester Roberta auch beteiligt.

Ob sich das alles für alle positiv auflöst? Wird Debbie noch erfahren, wer ihre Mutter war und werden die beiden Schwestern sich noch aussöhnen? Lest selbst.

Mir hat das Buch gut gefallen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, keine bleibt mir fremd. Es war schön, mich lesend wieder mal in Irland aufgehalten zu haben. Das lag sicherlich auch mit daran, dass es eine irische Autorin ist, die diese irische Geschichte geschrieben hat. Ann O'Loughlin war fast drei Jahrzehnte als Journalistin tätig und hat während der Unruhen in Irland als Sicherheitskorrespondentin gearbeitet.

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