Das Derwischtor

Kriminalroman

(2)
TaschenbuchNEU
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Der meistgelesene Krimiautor der Türkei!

»Blut war auf dem Stein, der Vollmond am Himmel, der Geruch von Erde im Garten...«. Die Recherche zu einem mysteriösen Hotelbrand führt die junge Versicherungsinspektorin Karen Kimya Greenwood geradewegs in die Heimatstadt ihres Vaters, die zentralanatolische Stadt Konya, Zentrum des berühmten Sufi-Ordens. Vom ersten Moment an gerät sie in einen Strudel aus Geheimnissen, Mystik und Intrigen, die sich über mehr als sieben Jahrhunderte erstrecken, bis zu dem über sieben Jahrhunderte zurückliegenden Mord an Shams-e Tabrizi, dem Lehrmeister des berühmten Sufi-Meisters und Poeten Rumi. Ein Meilenstein der türkischen Krimiliteratur.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Türkischen von Sabine Adatepe
Originaltitel: Bab-i Esrar
Originalverlag: Everest Yayınları
Taschenbuch, Klappenbroschur, 512 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-71765-1
Erschienen am  13. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Konya, Türkei

Leserstimmen

Mystischer Krimi mit kulturellen Elementen 

Von: Hilou

03.02.2020

Zum Inhalt: Ein ungeklärter Hotelbrand im Herzen Anatoliens führt die Londoner Versicherungsinspektorin Karen Kimya Greenwood in die mystische Stadt Konya in der Türkei, in der sie mit gemischten Gefühlen ankommt. Denn es ist zudem die Heimatstadt ihres Vaters, der ihre Mutter und sie im Kindesalter verließ und sich einem sufistischen Orden anschloss. Die Aufklärung des Brandfalls ist nicht einfach, aber Karen hat darüber hinaus auch mit persönlichen Problemen zu kämpfen. Als ob das nicht genug ist, sucht sie auch noch der vor 700 Jahren auf mysteriöse Weise ums Leben gekommene Wanderderwisch Shams-e Tabrizi in ihren Träumen auf, und das mehrere Male. Karen gerät in eine mystische Welt voller Geheimnisse und Intrigen und verliert sich immer mehr zwischen Traum und Realität... Meine Leseerfahrung: Es ist immer schwierig, eine völlig bildhafte Sprache wie Türkisch in eine nüchterne und sachliche Sprache wie Deutsch zu übersetzen. "Das Derwischtor" ist meines Erachtens ein Roman, der von einer bildhaften Erzählung lebt. Denn die außergewöhnlichen Erfahrungen der Protagonistin auf der Traumebene sind dermaßen lebendig dargestellt, dass man sich beim Lesen darin verliert und selbst nicht mehr weiß, wo die Realität aufhört und die Phantasie beginnt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die türkische Version womöglich um Einiges mitreißender auf Grund der metapherreichen Sprache ist. Aber die Übersetzung ist bis auf einige Stellen nicht zu bemängeln und gibt die mystische Atmosphäre der Sufi-Stadt Konya hervorragend wieder. Ahmet Ümit schildert in diesem Buch nicht nur einen Kriminalfall, sondern gibt dem Leser auch sehr viel Wissen über historische Aspekte des Schauplatzes weiter und entführt uns in eine legendenumwobene Welt, in der wir eine andere Seite des Sufi-Mystikers Shams-e Tabrizi kennenlernen dürfen. Dabei überlässt er es dem Leser, über Wahrheit und Unwahrheit zu entscheiden. Konstante Spannung sucht man hier allerdings vergebens. Vielmehr bemüht sich der Autor um umfassende Übermittlung vieler kultureller und geschichtlicher Aspekte, was auch überaus interessant und fesselnd ist. Ich für meinen Teil habe zumindest einen Einblick in den Sufismus bekommen, und auch einen Hauch Ahnung darüber, wie die spirituelle Liebe der Semah tanzenden Derwische sich von der weltlichen Liebe gewöhnlicher Menschen unterscheidet. Mein Interesse wurde hier dermaßen geweckt, dass ich mir weitere Bücher über den Sufismus anzuschaffen gedenke. In diesem Sinne hat mir die Kriminalliteratur nicht nur unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern auch auf geistiger Ebene zutiefst bereichert.  Fazit: Ahmet Ümit bettet seinen außergewöhnlichen Roman in einen atmosphärisch gut inszenierten Plot ein und schafft damit eine wundervolle Verbindung kriminalistischer Elemente mit kulturellen und historischen Aspekten, was überaus interessant und auch lehrreich ist. Lesenswert und horizonterweiternd!

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Das Derwischtor

Von: Literaturblogsaarland

30.01.2020

Inhalt : »Blut war auf dem Stein, der Vollmond am Himmel, der Geruch von Erde im Garten...«. Die Recherche zu einem mysteriösen Hotelbrand führt die junge Versicherungsinspektorin Karen Kimya Greenwood geradewegs in die Heimatstadt ihres Vaters, die zentralanatolische Stadt Konya, Zentrum des berühmten Sufi-Ordens. Vom ersten Moment an gerät sie in einen Strudel aus Geheimnissen, Mystik und Intrigen, die sich über mehr als sieben Jahrhunderte erstrecken, bis zu dem über sieben Jahrhunderte zurückliegenden Mord an Shams-e Tabrizi, dem Lehrmeister des berühmten Sufi-Meisters und Poeten Rumi. Ein Meilenstein der türkischen Krimiliteratur. Vita : Ahmet Ümit, geboren 1960 in Gaziantep, ist einer der meistgelesenen Autoren in der Türkei. Er war von 1974 bis 1989 aktives Mitglied der Türkischen Kommunistischen Partei und schrieb in den Achtzigerjahren nicht nur seine ersten literarischen Texte, sondern studierte auch an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften in Moskau, was zu jener Zeit nach türkischem Recht illegal war. Während der Militärdiktatur von 1980–1990 war er im Untergrund aktiv und musste zeitweise auch selbst untertauchen. Er zog sich schließlich aus der aktiven Politik zurück und konzentrierte sich aufs Schreiben. Einige seiner zahlreichen Bücher wurden erfolgreich verfilmt. Meine Meinung : Mir ist vor einiger Zeit aufgefallen, dass ich noch nie ein Buch von einem türkischen Autoren gelesen habe. Das musste sich ändern und da kam das Buch von Ahmet Ümit gerade recht. Bevor ich allerdings mit dem Lesen begonnen habe, habe ich erstmal gründlich recherchiert. Und zwar über die Türkei allgemein, die Derwische und über den Sufi-Meister und Poeten Rumi. Da ist auf jeden Fall noch viel Nachholbedarf... Wir begleiten die türkischstämmige Karen Kimya Greenwood, eine Versicherungsinspektorin, nach Konya. Dort soll sie einen mysteriösen Hotelbrand aufklären. Es wird zu einer Reise in ihre eigene Vergangenheit, denn ihr Vater, der die Familie vor vielen Jahren verlassen hat, stammt ebenfalls aus Konya. Weiterhin eine Rolle spielt der Mord an Shams-e Tabrizi, dem Lehrmeister von Rumi. Als Leser taucht man mit diesem Buch in eine völlig neue Welt ein. Schon allein das toll gestaltete Cover verspricht dem Leser einen spannenden Roman und vortrefflichen Lesegenuss. In Erinnerung geblieben sind mir vor allem die Kapitelüberschriften, die zum Nachdenken anregen. Auch ist Karen Kimya eine mir sehr sympathische Protagonistin mit all ihren Problemen und Gedanken. Der Schluss war stimmig , hat mich aber mit vielen Gedanken zurückgelassen. Dieses Buch hallt noch lange in mir nach. Ich hatte diese tolle Geschichte in zwei Tagen verschlungen und bin jetzt schon auf der Suche nach weiteren Büchern, die in diese Richtung gehen. Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Vita

Ahmet Ümit, geboren 1960 in Gaziantep, ist einer der meistgelesenen Autoren in der Türkei. Er war von 1974 bis 1989 aktives Mitglied der Türkischen Kommunistischen Partei und schrieb in den Achtzigerjahren nicht nur seine ersten literarischen Texte, sondern studierte auch an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften in Moskau, was zu jener Zeit nach türkischem Recht illegal war. Während der Militärdiktatur von 1980–1990 war er im Untergrund aktiv und musste zeitweise auch selbst untertauchen. Er zog sich schließlich aus der aktiven Politik zurück und konzentrierte sich aufs Schreiben. Einige seiner zahlreichen Bücher wurden erfolgreich verfilmt.

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