VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Das Erbe der Sterne Roman
Meisterwerke der Science-Fiction

Riesen-Trilogie (1)

Kundenrezensionen (4)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 9,99 [D] inkl. MwSt.
€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-31764-2

Erschienen: 12.12.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Reihen

  • Vita

  • Service

  • Biblio

Ein toter Raumfahrer

In einer felsigen Höhle auf dem Mond wird eine Leiche in einem roten Raumanzug entdeckt. Niemand weiß, wer der Mann ist. Niemand weiß, woher er kam. Niemand weiß, wer oder was ihn umgebracht haben könnte. Als Wissenschaftler die Leiche daraufhin genauer untersuchen, stellen sie fest, dass der verblichene Raumfahrer 50.000 Jahre alt ist. Er wurde also zu einer Zeit geboren, als es weder die Raumfahrt noch größere menschliche Aktivitäten auf der Erde gab. Es ist das größte Rätsel in der Geschichte des Universums...

ÜBERSICHT ZUR TRILOGIE VON JAMES P. HOGAN

Riesen-Trilogie

Giants

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

James P. Hogan (Autor)

James P. Hogan (1941-2010) wuchs im Londoner Westen auf. Sein erster Roman Das Erbe der Sterne erschien 1977. Sein wissenschaftlich-technisch orientierter Schreibstil fand großen Anklang, sodass Hogan mehrere Nachfolgeromane schrieb. Er wurde oft mit seinem Landsmann Arthur C. Clarke verglichen. Bis zu seinem Tod lebte er mit seiner Frau Jackie, mit der er in dritter Ehe verheiratet war, in Florida und Irland.


Andreas Brandhorst (Übersetzer)

Andreas Brandhorst, geboren 1956 im norddeutschen Sielhorst, hat mit seinen Romanen die deutsche Science-Fiction-Literatur des letzten Jahrzehnts entscheidend mitgeprägt. Mit dem erfolgreichen „Kantaki“-Zyklus – bestehend aus „Diamant“, „Der Metamorph“, „Der Zeitkrieg“, „Feuervögel“, „Feuerstürme“ und „Feuerträume“ - gelang ihm Anfang der 2000er Jahre der Durchbruch. Seither sind spektakuläre Zukunftsvisionen verbunden mit einem atemberaubenden Thrillerplot zu seinem Markenzeichen geworden. Außerdem liegen von ihm die Mystery-Thriller "Äon", "Die Stadt" und "Seelenfänger" vor. Andreas Brandhorst hat viele Jahre in Italien gelebt und ist inzwischen in seine alte Heimat in Norddeutschland zurückgekehrt.

Aus dem Amerikanischen von Andreas Brandhorst
Originaltitel: Inherit the Stars - Giants Book 1

Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-31764-2

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 12.12.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Nach der weltweiten Abrüstung

Von: Thomas Lawall Datum: 25.02.2017

www.querblatt.com

Rob Gray, der Leiter der "Metadyne-Abteilung" für Experimentelle Technik in London lässt sich nur ungern während laufender Forschungsarbeiten stören. Der Leiter für Theoretische Studien Dr. Victor Hunt, mit dem er eng zusammenarbeitet, sieht es ähnlich. Doch wenn Geschäftsführer Forsyth-Scott die beiden Wissenschaftler zu einer außergewöhnlichen Mission verpflichtet, gibt es keinen Weg daran vorbei.

Worum es letztlich geht, hat man ihm verschwiegen. Hierfür zuständig ist der Präsident der Intercontinental Data and Control Corporation "IDCC", Felix Borlan, der Hunt und Gray um einen sofortigen Besuch in der Zentrale ersucht. Zudem ordnete er an, dass der erste und einzige funktionsfähige "Skop-Prototyp" umgehend für den Versand in die USA bereitgestellt werden soll.

An Bord eines suborbitalen Skyliners, einer Boing 1017, ergeben sich Hunt und Gray schlecht gelaunt ihrem Schicksal, während sie die Standardreisegeschwindigkeit von 5900 Stundenkilometern erreichen. Die Produktionsplanung des "Trimagniskops", insbesondere im Zusammenhang mit einer Marketing-Kampagne, wird nun empfindlich gestört.

Inwieweit es sich der Präsident des Unternehmens leisten kann, die enorme Logistik des Projektes durcheinanderzubringen, ist den beiden Wissenschaftlern ein Rätsel, weshalb sie sich zunächst in Spekulationen verlieren. Welche Überraschungen sie erwarten, hätten sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt.

Dass Science-Fiction-Romane durchaus zeitlos sein können, beweist James P. Hogan mit seinem vor vierzig Jahre erschienenen Roman. Technisch noch keineswegs überholt, lassen sich dennoch einige Parallelen zu heutigen Entwicklungen feststellen.

Die Funktionsweise des "Trimagniskops" erinnert entfernt an die eines Kernspintomographen, der Bildschirm in einem "Koffer" und der dazugehörigen "Minitastatur" an ein Laptop und die wohl originellste Bezeichnung ist James P. Hogan für das Gerät eines Videoübertragungssystems eingefallen: "Vi-Phon"!

Wahrhaftige Science-Fiction entwirft der Autor mit seinen gesellschaftlichen und politischen Zukunftsvisionen, die derzeit in einer unerreichbaren Zukunft liegen dürften. Ideologische Gräben und rassistische Auswüchse, "das Erbe des 20. Jahrhunderts", wurden regelrecht "hinweggespült". Im Rahmen der fortschreitenden Technisierung rückte man näher zusammen bis hin zu einer "weltumspannenden, homogenen Gesellschaft".

Nach weltweiter Abrüstung begann man statt dessen, die freiwerdenden Gelder in Forschung und Wissenschaft zu investieren, um die Erkundung der Nachbarplaneten voranzutreiben. Nationalismus verschwand und verwandelte sich in "Abenteuerlust".

Genau jene Lust bescherte den Menschen erstaunliche Erkenntnisse, die einige Erkenntnisse der Physik erweiterten oder auf den Kopf stellten. Grenzenloser Neugier hat man auch jenen außergewöhnlichen Fund zu verdanken, der das bisherige Weltbild ins Schwanken zu bringen scheint. Eine auf dem Mond gefundene Leiche ist 50.000 Jahre alt!

Das ist jedoch nicht der einzige Höhepunkt, den James P. Hogan zu bieten hat. Bei weitem nicht. Wilden und ausufernden Spekulationen schenkt er ebenso Raum wie pedantischer wissenschaftlicher Millimeterarbeit. Spannender kann die Suche nach "Wahrheit", die sich am Ende vielleicht etwas zu "phantastisch" gestaltet, nicht sein, weshalb der Roman trotz seines Alters keinerlei Abnutzungserscheinungen aufweist.

Auftakt einer interessanten Reise

Von: Kaisu Datum: 16.02.2017

life4books.blogspot.de

„Er spürte, wie sein Bewusstsein zurückkehrte. […]
Er versuchte sich daran zu erinnern, wie viele umgekommen waren. Ihr Schlaf war entgültig, doch für ihn gab es noch keine Ruhe.“ (S.5)

Wie recht er damit haben sollte, wird ihm gar nicht bewusst gewesen sein. Denn gute 50.000 Jahre später wird sein Körper gefunden und ist nicht nur eine Sensation für die Menschheit. Er ist ein Schock. Wir schreiben nämlich nicht ein Jahrtausend in ferner Zukunft, sondern befinden uns relativ in der Gegenwart, im Jahre 2028. Dabei ist es nicht einmal der Körper an sich, der alle um Fassung ringen lässt. Es ist der Fundort und seine Bekleidung.

„Charlie“ wurde in einer felsigen Höhle auf dem Mond gefunden. Gut eingepackt in einem Astronauten-Anzug, dessen Technologie fast besser, wie die der Gegenwart ist.

Nur lebten die Menschen damals in Höhlen und schlugen sich mit primitivsten Mitteln durchs Leben. Wie soll da ein professionelles Atemgerät, geschweige denn touch-pad Technologie oder gar ein bemanntes Raumschiff möglich gewesen sein? Fragen über Fragen stürzen nicht nur auf den Leser, sondern auch auf die Menschen in des Forschungstrupps ein.

Zunächst sind den Wissenschaftlern aber die Hände gebunden. Der Leichnam ist so brüchig und nahe dem Zerfall, dass man ihn nicht sezieren kann ohne ihn gleichzeitig zu zerstören. Ein ärgerlicher Zustand, vor allem, wenn man schon so weit in der Technik und der Raumfahrt gekommen ist. (Mondfahrten sind fast so gängig wie Flugreisen und ein Aufenthalt dort kein Problem.) Doch zum Glück gibt es zwei schlaue Köpfe namens Gray und Hunt. Diese beiden haben das Trimagniskop erfunden.

Es ist tausendfach besser als ein Röntgengerät.

So können die beiden mit dem Gerät zum Beispiel das Logbuch lesen ohne es aufschlagen zu müssen, denn das hätte seine Zerstörung bedeutet. Allmählich kommt man so mit der Entschlüsselung der Schriftzeichen voran und der Wahrheit und „Charlie“ immer näher. Doch wollen wir wirklich wissen, was uns der Mann vom Mond zu sagen hat? Wollen wir die Bürde wirklich tragen?

Große Gefühlsduselei sollte man hier nicht erwarten. Der Autor geht recht sachlich vor und macht bei persönlichen Empfindsamkeiten keine Sonderstory dazu auf. Eher geht er faktisch vor. Man kennt mit der Zeit alle Charaktere, kennt ihre Meinung und ihr Weltbild. Nun kommt da etwas daher, was deren Ideologien komplett über den Haufen wirft und nicht jeder kommt damit zurecht. Also argumentiert man. Streitet, schmollt und versucht seine eigene Überzeugung durchzusetzen.

Das klingt jetzt recht trocken, ist es aber nicht.

Ganz im Gegenteil. Man will umso mehr wissen, was es mit „Charlie“, seiner Technologie, seiner Todeshöhle auf dem Mond und seinen Berichten aus dem Logbuch auf sich hat. Zudem ist alles realistisch vorstellbar. Zwar steht hier fett „Science-Fiction“ auf dem Buch, was den ein oder anderen abschrecken mag. Dabei lohnt es sich durchaus diesen Auftakt einer Trilogie zur Hand zu nehmen. Denn was, wenn wirklich schon Wesen auf dem Mond waren, die uns ähnlicher sind, als man glauben möchte?

Lesenswerte Lektüre, auch wenn man eigentlich kein Science-Fiction Liebhaber ist!

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors