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Das Erbe der Tuchvilla Roman

Die Tuchvilla-Saga (3)

Kundenrezensionen (3)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-7341-0326-1

NEU
Erschienen: 19.12.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Bestseller Platz 5
Spiegel Taschenbuch Belletristik

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Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet.

Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …

Wussten Sie, dass Anne Jacobs Klavier, Trompete und Gesang studiert hat? Zum Interview

www.anne-jacobs.net

Die Tuchvilla-Saga

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Anne Jacobs (Autorin)

Anne Jacobs veröffentlichte unter anderem Namen bereits historische Romane und exotische Sagas. Mit Die Tuchvilla gestaltete sie ein Familienschicksal vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte und eroberte damit die Bestsellerliste. Nach der erfolgreichen Fortsetzung Die Töchter der Tuchvilla legt sie nun mit Das Erbe der Tuchvilla den Abschluss ihrer erfolgreichen Familiensaga vor.

26.01.2017 | 19:30 Uhr | Schwarzenbek

Lesung
Eintritt: € 12,-
Kartenreservierung über
Tel.: 04151/8675271

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27.01.2017 | 19:00 Uhr | Reinfeld

Lesung
Eintritt: € 8,-
Kartenreservierung über
Tel.: 04533/1408

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Buchhandlung Michaels Inh. Nadja Benecke
Paul-von-Schoenaich-Straße 42a
23858 Reinfeld

Tel. 04533/1408, michaels@buch-reinfeld.de

16.02.2017 | 19:30 Uhr | Kaufbeuren

Lesung
Eintritt: € 20,-/ mit Kundenkart € 10,-; inkl. Buffet, Getränke und Modenschau

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Bücher Edele GmbH
Salzmarkt 14
87600 Kaufbeuren

Tel. 08341/966160, kaufbeuren@edele.de

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Broschur, 672 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-7341-0326-1

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

NEU
Erschienen: 19.12.2016

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Eine nette Familiengeschichte!

Von: gedankenbuecherei Datum: 13.01.2017

gedankenbuecherei.wordpress.com

Bei Das Erbe der Tuchvilla von Anne Jacobs handelt es sich um den dritten Teil der Tuchvilla-Reihe. Ich habe ja ein Händchen dafür, solche Buchreihen immer wieder mit dem weiterführenden Teil einer Reihe zu beginnen. Das war mir zu Beginn, als ich es aussuchte, nämlich nicht bewusst, von dieser Reihe hatte ich noch nichts gehört. Trotzdem hatte ich keine Probleme damit, in die Geschichte reinzukommen, denn die jeweiligen Details, die für den Verlauf der Geschichte relevant sind, wurden nacherzählt und ich hatte nicht das Gefühl, irgendetwas nicht zu verstehen.
Als Einstieg lernt man die Protagonisten und somit die Familie Melzer kennen, die ganz besonders im Mittelpunkt steht. Man stößt hier auf viele Namen und Charaktere, weswegen ich zu Beginn etwas Schwierigkeiten hatte, mitzukommen. Nach einiger Zeit habe ich mich dann aber daran gewöhnt und gut in die Geschichte hinein gefunden.

Was mir besonders gut an dem Erzähl-Stil der Autorin gefallen hat, war die Abwechslung in den verschiedenen Kapiteln, jedes neue Kapitel wirft das Licht auf eine andere Personengruppe. So gibt es Kapitel, die von Paul und Marie, dem Liebespaar, um welches es hauptsächlich geht, handeln, sowie Kapitel über ihre Kinder, oder ihre Angestellten. Sehr interessant ist auch zu beobachten, dass es Unterschiede in der Sprache gibt, je nachdem welche Personengruppe gerade im Mittelpunkt steht. Sind gerade die Angestellten die Protagonisten, so wird die Sprache dialektal und „bäurisch“. Stehen die Kinder im Vordergrund, bekommt der Erzähler ebenso eine naive und infantile Art zu beschreiben. Es gab auch Kapitel über Pauls Schwestern Lisa und Kitty, welche mir auch sehr gut gefallen haben. In den Kapiteln über die Angestellten geht es vor allem um die Geldprobleme welche die Inflation vor allem im Jahr 1923 beschert und um den Zusammenhalt, gegenüber der verhassten Serafina von Dobern, die eingestellt wurde, um sich um Maries und Pauls Kinder zu kümmern, da Marie nun ihr eigenes Mode-Atelier hat und dies viel Zeit verschlingt. Schnell stellt sich heraus, dass Serafina als Hauptquelle allen Übels gilt und keine Gelegenheit auslässt, gegen Marie und Pauls Schwester Kitty zu sticheln, da diese sich fortschreitend entwickeln und emanzipieren, was sich für eine Frau hohen Standes selbstverständlich so gar nicht gehört. Da kommt es Serafina natürlich gerade Recht, dass Alicia Melzer, Pauls Mutter, komplett auf ihrer Seite steht und ihre Ansichten teilt, dabei nicht erkennt, welche Intrigen die Gouvernante spinnt. Stehen die Kinder im Mittelpunkt, so geht es hauptsächlich darum, dass beide Kinder den Ansprüchen ihres Vater nicht gerecht werden. Leo spielt nämlich leidenschaftlich gerne Klavier und Dodo interessiert sich sehr für Flugzeuge und Maschinenbau. Andersrum hätte der Vater sich das gewünscht. Damit hat jede Personengruppe seine eigene Handlung, in welche man abwechselnd Einblicke bekommt. Das ist auch der Grund dafür, dass keine Langeweile aufkommt und man nicht das Gefühl hat, das Buch sei langatmig.

Gewöhnungsbedürftig war vor allem die Sprache, allerdings muss man bedenken, dass das Buch etwa um 1925 spielt und damals auch anders gesprochen wurde als heute. Dadurch wirkt die Geschichte aber auch authentisch und gut vorstellbar und nach einer Weile kam ich damit auch sehr gut klar.

Hauptthema der Geschichte ist – wie der Klappentext bereits verrät – die Ehekrise von Paul und Marie und der damit verbundene Auszug Maries aus der Tuchvilla. Die ganze Geschichte zieht sich meiner Meinung nach viel zu lange hin und ich habe schnell die Lust an diesem Thema verloren. Zum Glück gab es noch spannendere Dinge, die in dem Buch passiert sind. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei der Geschichte um einen Bericht, über das Zusammenleben einer Familie mit ihren Höhen und Tiefen über Monate, Jahre hinweg. Klar, dass hier viel passiert, aber bei vielem hatte ich das Gefühl, dass es nicht viel zum Vorankommen der eigentlichen Geschichte beigetragen hat. Bei vielen Geschehnissen, die passiert sind, habe ich mir die Frage gestellt, wieso das denn passiert ist, wo es doch überhaupt keinen Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema gibt.
Das Ende empfand ich als schön, aber nichts besonderes, irgendwie war es vorhersehbar. Trotzdem gab es noch eine kleine Überraschung am Ende, die mir sehr gut gefallen hat und dafür sorgt, dass die Buch-Reihe offen bleibt, für eine weitere Fortsetzung.

FAZIT:
Ich war nicht begeistert, muss ich leider sagen, auch wenn die Geschichte gut erzählt war. Sie war leider nicht mehr als ganz nett, ich hatte nicht das Gefühl, ich müsste unbedingt weiterlesen, weil es so spannend war. Deswegen bekommt das Buch eine mittelmäßige Empfehlung, weil es dennoch nicht schlecht war und ich auch nicht das Gefühl hatte, mich zu langweilen.

Das Ende einer Ära?

Von: hasirasi2 Datum: 10.01.2017

nichtohnebuch.blogspot.de/

„Das Erbe der Tuchvilla“ ist der 3. und damit letzte Band der Geschichte um die Augsburger Fabrikantenfamilie Melzer und spielt von 1923 bis 25.
Der erste Weltkrieg ist vorbei, die meisten Kriegsgefangenen, wie auch Paul Melzer (seit dem Tod seines Vaters das Familienoberhaupt), sind zurückgekehrt und ganz langsam erholt sich die Wirtschaft, auch in der Tuchfabrik geht es aufwärts.
Maries und Pauls Zwillinge Dodo und Leo und Kittys Tochter Henny gehen inzwischen zur Schule. Leo hat es nicht leicht, er wird in der Schule gehänselt und vom Vater kritisiert, weil er „kein richtiger Junge“ ist. Er mag keine Maschinen und klettert nicht auf Bäume – ihn interessiert nur das Klavierspiel. Seine Schwester Dodo hingehen wäre der perfekte Junge, sie will später unbedingt Pilotin werden. Beide Kinder machen es Paul und dessen Mutter Alicia nicht recht. Dazu kommt, dass Paul Marie das langersehnte Modeatelier einrichtet und sie sich deswegen angeblich zu wenig um Haushalt und Kinder kümmert – eine Gouvernante muss her! Alicia stellt dafür ausgerechnet Serafina von Dobern ein, eine verwitwete Freundin ihrer Tochter Elisabeth. Serafina verfolgt ihre ganz eigenen Pläne und torpediert Marie und Kitty wo es nur geht – bis beide Frauen mit den Kindern ausziehen ...
Und auch Elisabeths Ehe in Pommern geht schief, ihr Mann vergnügt sich lieber mit einer Magd. Doch Elisabeth ist kein Kind von Traurigkeit, ihr gefällt der Bibliothekar des Gutes, Sebastian Winkler. Nur ist der leider extrem schüchtern.

Ich habe lange überlegt, ob ich der Rezension den Titel „Die intrigante Gouvernante“ gebe – nicht nur, weil mir das Wortspiel gefällt, sondern weil gerade die Intrigen und Lügen von Serafina die Handlung unglaublich vorantreiben. Sie mischt sich in alle Belange der Familie ein, macht sich bei Alicia unerlässlich und treibt einen Keil zwischen Marie und Paul – anscheinend will sie Maries Stellung einnehmen. Serafina ist eine wunderbar hassenswerte Protagonistin, sowas hat man ja eher selten und deshalb machte es umso mehr Spaß, ihre Winkelzüge und Ränkespiele zu verfolgen. Natürlich gönnt man ihr den Sieg nicht, aber bewundert habe ich ihren Einfallsreichtum trotzdem. Ihre Pläne funktionieren auch deshalb so gut, weil Alicia sich von ihr einwickeln lässt und Paul der Meinung ist: das sollen die Frauen mal schön unter sich klären. Bis zuletzt scheint er nicht zu begreifen, dass sie seine Familie systematisch zu zerstören versucht – Männer eben.
Dabei kommt Serafina auch die beginnende und unerwünschte Emanzipation von Kitty und Marie zugute. Wie kann sich Marie nur mehr um ihr Atelier kümmern als um ihre Kinder und die Haushaltsführung?! Oder (die verwitwete) Kitty sich in der Künstlerszene rumtreiben, Männer anflirten und die Haare kurz tragen? So etwas macht eine ordentliche Frau von Stand nicht – schon gar nicht eine Melzer! Da prallen Welten aufeinander.

Aber auch im dritten Teil der Tuchvilla geht es nicht nur um die Probleme der Herrschaft, sondern auch um die der Bediensteten. Gerade 1923 schlägt die Inflation voll zu. Der Verdienst des Tages reicht manchmal kaum für ein Brot. Neu gegründete Existenzen wie der ehemalige Gärtner der Tuchvilla kämpfen schon wieder ums Überleben, die ersten Betriebsräte wurden gegründet – haben aber noch nicht wirklich viel zu sagen.

Anne Jacobs ist der Drahtseilakt, geschichtliche Hintergründe in eine tolle Familienstory zu verpacken, wieder sehr gut gelungen. Einzig das Ende war mir etwas zu abrupt und kompakt. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich die Autorin auch die Chance einer Fortführung nicht komplett verbauen wollte. Gerade der Strang um Kitty klang ganz nach einer Fortsetzung – diese muss ja nicht in der Tuchvilla oder in Deutschland spielen ;-) ...

Für diesen sehr spannungsgeladenen, abwechslungsreichen und unterhaltsamen Roman (ich habe die 700 Seiten in 4 nur Tagen verschlungen) vergebe ich die 4,8 von 5 Sternen und hoffe auf irgendeine Art der Fortsetzung!

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