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Das Fünfzig-Jahr-Schwert Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71438-4

Erschienen: 10.07.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Eine Halloween-Party in Texas. Hier trifft die Näherin Chintana, verlassen und voller Groll, auf ihre niederträchtige Rivalin Belinda. Hier purzeln fünf Waisenkinder durcheinander, während ihre Sozialbetreuerin sich im Sessel lümmelt. Und hier beginnt der Geschichtenerzähler, ganz in Schwarz, mit einer unheimlichen Kiste zu seinen Füßen: »Ich bin ein böser Mann, mit einem finsteren Herzen …«

Spielerisch, lustvoll und unerbittlich treibt Danielewski diese schöne und grausame Horrorgeschichte, die aus fünf Stimmen und fünf Farben gewoben und mit bunt gestickten Bildern geschmückt ist, voran. Immer weiter, bis sie in einem mörderischen Ende die Grenzen jeglichen Genres sprengt.

Das Buch erscheint im Sonderformat, ist vielfarbig gedruckt und besticht durch seine herausragende Gestaltung.

Mark Z. Danielewski (Autor)

Mark Z. Danielewski wurde 1966 als Sohn des polnischen Filmregisseurs Tad Danielewski geboren. An seinem Debütroman »House of Leaves«, das alsbald zum Kultbuch avancierte, hat er über zehn Jahre gearbeitet. Seine Schwester, die Sängerin/Songwriterin Poe, hat zu dem Roman das Erfolgsalbum »Haunted« veröffentlicht. Sein zweiter Roman, »Only Revolutions«, wurde für den National Book Award nominiert.


Christa Schuenke (Übersetzerin)

Christa Schuenke, geboren 1948 in Weimar, studierte Englisch und Französisch in Leipzig und absolvierte ein Philosophiestudium in Berlin. Sie ist seit 1978 als literarische Übersetzerin aus dem Englischen und Amerikanischen aktiv. Einen Namen machte sie sich vor allem mit Klassikerübertragungen, darunter William Shakespeare, John Donne, Herman Melville, John Keats oder Edgar Allan Poe. Dafür wurde sie u.a. mit dem Christoph-Martin-Wieland-Preis und dem Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet. Christa Schuenke lebt in Berlin.

Aus dem Englischen von Christa Schuenke
Originaltitel: The Fifty Year Sword
Originalverlag: Pantheon

Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 12,5 x 22,9 cm

ISBN: 978-3-442-71438-4

€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 10.07.2017

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ds gruselige Erlebnis von Mark Z. Danielewski

Von: Anja Datum: 06.10.2017

meinbuecherzimmer.blogspot.de/

Es ist wieder Halloween und Belinda, die Rivalin von Chintana hat sie zur Geburtstagsparty eingeladen. Zusammen mit einer Sozialarbeiterin und fünf Waisenkindern kommt fast zeitgleich ein Geschichtenerzähler ins Haus. Dabei hat dieser Erzähler einen schwarzen langen Kasten mit geheimnisvollen Inhalt. Und dann fängt er an zu erzählen und die Dinge nehmen seinen Lauf. Nicht immer so, wie es sein sollte, sondern auch grausige.
Denn eigentlich ist die Geschichte vom Fünfzig Jahr Schwert eine Gruselgeschichte.
Der Roman ist ein typischeres Mark Z. Danielewski Roman. Die Aufmachung gleicht dem Buch „Das Haus“ und hat seinen ganz eigenen Charakter.
Man braucht schon eine kleine Weile um hier den Durchblick zu haben, aber dann geht es rasant weiter und man kann nicht aufhören zu lesen.
Eigentlich wird diese Geschichte aus der Sicht von Chintana erzählt, aber die Weisenkinder kommen hier auch zu Wort und fallen sich sogar darin gegenseitig rein. Wie im Klappentext geschrieben „purzeln fünf Weisenkinder durcheinander“ so purzeln die Erzählungen durcheinander.
Die Textlänge auf den einzelnen Seiten, der immer nur links steht, ist unterschiedlich. Mal ist es ein langer Text, mal nur ein Satz auf der Seite. Mal ist er normal, manchmal steht er längs. Die Rechten Seiten sind entweder leer oder dort sind Zeichnungen vorhanden.
Das Cover selber ist sehr interessant. Am Anfang dachte ich, dass es sowas wie Schneeflocken oder so ist. Aber nein, es sind Nadelstiche. Klappt man das Buch auf, erscheint ein Wirrwarr aus endlosen Fäden. Darin auch teilweise blutrote. Beeindruckend auch die Anführungszeichen in genähter Form am Anfang vom Titel drinnen. Diese Anführungszeichen findet man im ganzen Buch wider und sind in verschiedenen Farben. Verschiedene Farben deswegen, weil jede Farbe zu einem Erzähler gehört.
Ich vermute, dass diese Fäden und das Genähte in Bezug mit der Näherin Chintana zusammenhängt.
Das Buch liest sich schnell und trotz der kuriosen Aufmachung fesselt es einen. Das Ende hätte ich jetzt nicht so erwartet. Ich mag dieses Buch, denn es ist, wie „Das Haus“ ein Erlebnis und gleichzeitig spannend und ein gewisses Teil gruselig. Mark Z. Danielewski weiß, wie man seine Leser fesselt. Jedenfalls steht sein Buch „Only Revolutions“ auf meine Wunschliste.
Die Bücher des Autors sind schon eine Herausforderung, denn man liest nicht einfach, man erlebt. Gewiss ist das nicht jedermanns Sache, aber ich finde diese mal was anderes.


Wunderbar erschreckend

Von: RainReads Datum: 26.08.2017

https://rainreads.wordpress.com/

Ein ganz besonderes Buch. Nach „House of Leaves“ ein weiteres erstaundliches Werk von Danielewski. Sowohl erzählerisch als auch gestalterisch ungewöhnlich und fesselnd zugleich. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und musste das Buch in einem Abend durchlesen.
Klar, man kann sagen, dass im Gegensatz zu „normalen“ Büchern nicht viel Text da ist, aber was an Quantität fehlt, macht Danielewski durch Quantität allemal wieder wett. Durch seine besonders kreierte Sprache und die Form die er in diesem Buch gewählt hat, hat mich das Buch noch mehr in seinen Bann gezogen.

Die Kombination aus Hintergrund, Text und Sprache waren faszinierend. Durch die Hintergründe und das entsprechende Verhalten des Textes dazu wurde der Inhalt der Geschichte noch betont. Der ein oder andere kalte Schauer ist mir beim Lesen schon den Rücken hinunter gelaufen…. Uaaahh.

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