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Das Geheimnis der Hutmacherin Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-41998-8

Erschienen: 14.11.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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1940: Cora Masson, die Tochter eines cholerischen Hutverkäufers, arbeitet schlecht bezahlt in einer Hutmacherei in London. Als sie den Kunsthändler Dietrich kennenlernt, sieht sie ihre Chance gekommen und geht mit ihm nach Paris, in die Stadt ihrer Träume. Fortan macht sie sich als Coralie de Lirac unter falscher adeliger Identität einen Namen in der Modewelt. Doch als die Nazis in Frankreich einfallen, scheint ihr Geschäft ruiniert.

Natalie Meg Evans (Autorin)

Natalie Meg Evans gab einst ihren Platz an der Kunstakademie auf, um einem Londoner Experimentiertheater beizutreten. Sie verbrachte dort fünf Jahre und schrieb in dieser Zeit auch eigene Theaterstücke und Sketche. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann im ländlichen Norden von Suffolk, umgeben von ihren Hunden und Pferden.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Stefanie Fahrner
Originaltitel: The Milliner's Secret
Originalverlag: Quercus

Taschenbuch, Klappenbroschur, 624 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-41998-8

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 14.11.2016

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Eine Frau kämpft in den 40er Jahren um ihren Traum

Von: Sarah Datum: 19.01.2017

www.maedchenkram3583.blogspot.com

Cora Masson arbeitet in einer Hutfabrik und lebt bei ihrem gewalttätigen Vater in London. Als sie sich eines Tages zu einem Pferderennen stiehlt, trifft sie dort auf den deutschen Kunsthändler Dietrich, mit dem sie kurzerhand nach Paris geht. Sie beginnt eine Affäre mit ihm und nimmt eine neue Identität an, um ihre wahre Herkunft zu verbergen. Als Coralie de Lirac träumt sie von einer Karriere als Hutmacherin. Als Dietrich eines Tages verschwindet, sitzt Coralie von jetzt auf gleich arbeitslos auf der Straße. Durch harte Arbeit und Beharrlichkeit schafft sie es, ihr Talent unter Beweis zu stellen und sich tatsächlich einen Namen als Hutmacherin zu machen. Auf ihrem Weg lernt sie die unterschiedlichsten Menschen kennen, schließt Freundschaften, wird Mutter und heiratet, bekommt aber auch immer wieder neue Steine in den Weg gelegt.

Ein Mädchen aus der Arbeiterklasse, das es wagte,
nach seinen hochfliegenden Träumen zu streben, traf auf jede Menge Leute,
die es wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholten.
(Zitat aus dem Roman)

Als der zweite Weltkrieg ausbricht und die Deutschen langsam in Paris einfallen, ist nicht nur ihr Geschäft in Gefahr, sondern auch die ein oder andere ihr nahe stehende Person. Wem kann sie noch trauen? Welche Beziehungen darf sie noch pflegen?
Coralie trifft immer wieder auf Dietrich, der eines Tages wieder in Paris auftaucht, kann ihn jedoch nicht mehr richtig einschätzen. Welches Geheimnis verbirgt er? Und kann er ihr helfen, ihr Geschäft zu retten?

*Das Geheimnis der Hutmacherin ist nach *Die Kleiderdiebin der zweite Roman von Natalie Meg Evans, in dem es um eine starke, mutige Frau geht, die sich in den 30er, 40er Jahren ihren Platz in der Welt erkämpft. Starke Charaktere, ein flüssiger Schreibstil und eine sehr anschaulich beschriebene Umgebung machen die Geschichte aus. Es handelt sich aber auf keinen Fall um leichte Kost, die man mal eben nebenbei liest. Für diesen Roman muss man sich Zeit nehmen, denn durch die vielen Schauplätze, Verwicklungen und Handlungsstränge, braucht es seine Zeit, bis man richtig in die Geschichte eingetaucht ist. Normalerweise lese ich problemlos Abends auf der Couch während der Fernseher läuft, aber mit dem Geheimnis der Hutmacherin habe ich mich in die Badewanne zurückgezogen, um mich ganz in Ruhe auf die Geschichte konzentrieren zu können. Wer gerne Bücher über starke Frauen liest und sich für die Kriegszeit interessiert, wird Das Geheimnis der Hutmacherin mögen.

Bewegend, wenn auch langatmiger Einstieg

Von: Silly2207 Datum: 12.01.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Im Jahre 1937 lebt die junge Cora Masson allein bei ihrem gewalttätigen Vater in London. Ihren Unterhalt verdient sie in einer Hutfabrik, doch das mühsam erarbeitete Geld wird von ihren Vater in Alkohol umgesetzt. Durch Zufall lernt sie den Deutschen Dietrich von Elbing, bekannter Kunsthändler, auf der Rennbahn kennen. Er bietet ihr an, sie mit nach Paris zu nehmen. Zunächst zögert sie, doch als ihr Vater sie wieder einmal angreift, flüchtet sie Hals über Kopf mit Dietrich. Zunächst lebt sie als seine Geliebte in Paris, doch plötzlich taucht er nicht mehr auf. Cora ist allein in Paris, schwanger und ohne Arbeit. Doch sie hat ein großes Talent beim Entwerfen von Hüten und ihr sehnsüchtigster Traum ist es, eines Tages die berühmte Hutmacherwerkstatt La Passerinette zu besitzen. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, die Deutschen drohen ins Land einzufallen und der Krieg, der noch so weit weg schien, wird immer realer.

Meine Meinung:

Zugegeben, ich habe eine ganze Zeit benötigt, um mich so richtig in die Geschichte zu lesen und mich auch wirklich zurecht zu finden, denn der Schreibstil ist zwar flüssig, aber durchaus detailreich und auch sprachlich sehr zur Zeit passend, in der die Geschichte spielt. Dabei ist der Stil durchaus sehr schön, fast schon poetisch klingend, aber auch gewöhnungsbedürftig. Erschwerend für mich kam hinzu, dass in Paris unglaublich viele Charaktere auf mich einstürmten und nun ja, diese Namen klingen natürlich im Französischen ähnlich und so musste ich immer überlegen: wer war das noch gleich? Doch mit Beginn des zweiten Teils des Buches begann auch die Geschichte mehr Tempo aufzunehmen und ich war plötzlich mitten in Paris, gemeinsam mit Cora, bzw. Coralie, wie sie sich in Frankreich nennt.
Durch die Beschreibungen wird das gesamte Setting durchaus lebendig, ich hatte detailreiche und farbenfrohe Bilder vor Augen, die mich mitten ins Geschehen zogen und gedanklich teilhaben ließen. Es war so lebhaft erzählt, dass ich schon den Eindruck hatte, gleich sogar die Geräusche und Gerüche wahrnehmen zu können. Mit Worten umgehen und Ereignisse darstellen kann die Autorin absolut. Auch die Gefühle, das Denken und Handeln im besetzten Frankreich wurden hier sehr gut beschrieben und ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen.
Aber auch das ganze Geschehen wird immer spannender. Cora muss recht schnell selbstständiger werden, die gesamte Situation Frankreichs beginnt sich zu verändern und ich war auf einmal wie gebannt von der Geschichte.
Die Geschichte wird von einem autarken Erzähler wiedergegeben, dabei lernen wir nicht nur die Protagonistin sehr gut kennen, sondern erhalten eine gute Draufsicht aufs Geschehen und das Verhalten der weiteren Charaktere.
Die gesamte Entwicklung der Protagonistin Cora hat mir sehr gut gefallen. War sie mir zu Beginn noch nicht sehr sympathisch, wuchs sie mir im Laufe der Geschichte durchaus ans Herz. Denn aus dem doch schon recht naiven und gutgläubigen Mädchen wird eine junge Frau, die auf sich allein gestellt ist und ihr Leben in die Hand nehmen muss. Nicht immer gelingt es ihr und oftmals hat sie einen sehr schweren Weg zu bestreiten, doch sie durchaus eine Kämpferin mit Herz und Seele.
Neben Cora gibt es aber auch noch eine Menge weiterer Personen, bei denen ich schon häufiger blättern musste, um mir noch einmal vor Augen zu rufen, wer es denn war. Interessant sind hier Coras Freundinnen Una McBride und Ottilia von Elbing, beide so unterschiedlich und doch sehr authentisch. Una ist eine Lebefrau, die kämpfen kann. Ottilia, einst steinreich, völlig überfordert von ihrer Situation in den Kriegszeiten und auch sonst recht realitätsfern. Das fand ich schon sehr anschaulich und realistisch dargestellt. Dann ist da auch noch Dietrich von Elbing, den ich zunächst eher für einen Lügner und Betrüger hielt, doch auch ihn lernte ich im Laufe der Geschichte sehr gut kennen und er wurde mir durchaus sympathisch.
Ansonsten gibt es hier wirklich eine große Anzahl an Charakteren, die zwar das ganze sehr lebendig machte, aber auch das Lesen erschwerte. Es ist auf keinen Fall ein Buch, das sich mal eben nebenbei lesen läßt, sondern durchaus seine verdiente Aufmerksamkeit fordert.

Mein Fazit:

Ein Buch über das Leben und darüber, für seine Träume zu kämpfen. Dabei sehr blumig, aber auch lebendig erzählt und nach den ersten Einstiegsproblemen war ich durchaus gefesselt von der Geschichte. Interessante Entwicklungen der Charaktere in einer schweren Zeit, dabei werden aber auch diese mit sehr viel Leben versehen. Alles ist greifbar und vorstellbar. Freunde von Romanen aus dieser Zeit werden hier durchaus ihre Freude an dem Buch haben.

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