Das Gutshaus - Stürmische Zeiten

Roman

(3)

Bestseller Platz 9
Spiegel Taschenbuch Belletristik

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Stürmische Zeiten erfordern Mut, Entschlossenheit und den tiefen Glauben an die Liebe...

Auf Gut Dranitz läuten die Hochzeitsglocken. Franziska und Walter sind endlich wieder vereint. Alles könnte so schön sein, wären da nicht die Kinder. Franziska und Walter wollten die Familien vereinen, doch inzwischen herrscht nur Streit. Können Sie das Schicksal beeinflussen, oder ist es wie damals auf der Flucht und während der schrecklichen Zeit des Krieges, als sie Spielbälle der grausamen Umstände waren? Die Erinnerungen lassen sie nicht los, und die Zukunft scheint auf einmal gar nicht mehr so klar ...

»Wieder eine wunderbare Geschichte über Mut, Entschlossenheit und den tiefen Glauben an die Liebe!«

Südring Zeitung (27. Dezember 2018)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 576 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0488-6
Erschienen am  10. Dezember 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Gutshaus-Saga

Leserstimmen

Das Gutshaus - Stürmische Zeiten

Von: MarySophie

05.01.2019

Handlung: Nach unendlich vielen Jahren stehen Franziska und Walther endlich vor dem Altar. Eigentlich müssten sie wunschlos glücklich sein, wären da nicht ihre Wünsche: die Familie vereinen und ein harmonisches Zusammenleben mit allen zu führen. Doch zwischen ihnen stehen auch noch ungesagte Dinge aus der Vergangenheit, die an das Tageslicht müssen, um ein angenehmes Zusammenleben zu garantieren. Dazu kommen noch Probleme bei dem Umbau des Gutshofes, Handwerker sind nicht sonderlich zuverlässig und der ganze Umbau verschlingt mehr Geld, als ursprünglich angenommen. Werden sie es schaffen, alle Dinge zu klären und auf ihre Familie positiv einzuwirken? Meinung: Schon bei dem reinen Anblick des Covers wurde ich direkt an die Romane von Anne Jacobs erinnert. Ich finde diesen Wiedererkennungswert super, außerdem sieht das im Bücherregal natürlich sehr schön aus. Auch auf diesem Cover befindet sich eine Dame, die auf ein herrschaftliches Gebäude zuschreitet. Dabei erstrahlt die ganze Szenerie in einem winterlichen Ambiente, welches den gesamten Anblick fast schon märchenhaft erscheinen lässt. Am oberen Bildrand wurden die Wolken in aufrührerischen Farben dargestellt, was einen guten Bezug zu dem Titel – Stürmische Zeiten – bildet. Es gibt einen sofortigen Einstieg in die Handlung, ohne viele Wiederholungen wurde in das Geschehen eingestiegen. Wie schon im ersten Teil, werden die Kapitel auch hier von verschiedenen Personen geschildert. An sich finde ich dies eine gute Idee und bei vielen habe ich die Handlung interessant gefunden, gleichzeitig waren es mir zu viele Perspektiven. U.a. die von Ulli hätte ich nicht benötigt, dafür gerne mehr von Franziska oder Mine, die wichtiger für die gesamte Handlung sind. Beherrscht wird der Roman von einer schnell lesbaren und einfachen Schreibweise. Hier fand ich es ein wenig überraschend, dass es gar nicht so viele ausführliche Beschreibungen von dem Gutshaus gibt. Ja, es wurde grob beschrieben, jedoch in wenigen Sätzen und auch zu dem Baufortschritt gab es nicht sehr viele Informationen. Das habe ich von dem ersten Teil anders in Erinnerung und hier hat es mir etwas gefehlt. Allein schon, weil das Gebäude titelgebend ist und einen wichtigen Teil in der Handlung bildet. Besonders spannend beschrieben fand ich die Kapitel von Mine und Karl-Erich. Schon bei dem Vorgängerroman hatte ich die beiden Leute ins Herz geschlossen und war erfreut über das Wiedersehen. Die Dynamik und der Humor, der zwischen den Eheleuten herrscht, ist sehr erfrischend und ihre Schilderungen über die Vergangenheit waren eindringlich und lebendig. Es gibt viele Bekannte aus dem ersten Teil, einige tauchen unerwartet auf und nur wenige sind vollkommen neu. Als Hauptfiguren agieren Franziska und Jenny, wobei ich das Gefühl hatte, dass diesmal das Verhältnis aufgelockerter ist und alle bisherigen Nebenfiguren mehr in den Vordergrund gerückt sind. Es hat mich gestört, dass manchmal nur Namen in den Raum geworfen wurden, man als Leser jedoch keine Information erhalten hat, wer die Person genau ist. Einerseits wird dadurch der dörfliche Faktor hervorgehoben, wo jeder jeden kennt, andererseits mag ich es, wenn ich weiß, wie die Personen zusammenhängen. Auch hier fand ich die Charaktere etwas schwierig. Im Einzelnen betrachtet waren sie stark und eindringlich gezeichnet, jedoch agierten sie meist nie miteinander. Die Bindung zueinander wurde nie sonderlich tief dargestellt, sondern rect oberflächlich und einfach. Besonders mit Franziska hatte ich meine Probleme, sie wirkte fast mechanisch und mit der Zeit hat es mich gestört, dass sie mit ihren Problemen nicht zu anderen Menschen gegangen ist. Insgesamt finde ich, dass sie die schwierigste Protagonistin ist, die am meisten Eigenheiten hat, die dem Leser böse aufstoßen können. Fazit: Leider konnte mich auch der zweite Teil nicht vollkommen überzeugen, besondere Probleme hatte ich mit den Protagonisten. Ab und an hätte ich mir mehr Spannung gewünscht, weil auch schon der Titel auf Probleme hinweist, diese jedoch nur finanziell bedingt sind. Ein paar mehr Dramen hätte ich mir gewünscht und vielleicht auch mehr Blicke in die Vergangenheit von Walther und Franziska. Das Highlight waren für mich Mine und Karl-Erich, sie waren herzallerliebste Charaktere, die viel Energie in die Handlung gebracht haben.

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Erinnerungen

Von: hasirasi2

05.01.2019

Zwei Jahre sind vergangen, seit Franziska von Dranitz nach der Wende endlich ihren Gutshof in Mecklenburg zurückbekommen hat. Zusammen mit ihrer Enkelin Jenny soll daraus ein Wellnesshotel werden. Dies würde nicht nur das Überleben des Hauses sichern, sondern auch viele Arbeitsstellen für die inzwischen überwiegend arbeitslose Dorfbevölkerung schaffen. Leider läuft die Sanierung nicht wie geplant – die Handwerker arbeiten nur unregelmäßig und Franziskas Geld wird knapp. Doch Jenny hält an den umfangreichen Plänen fest. Außerdem zieht sie ihre kleine Tochter Jule allein auf, holt ihr Abi auf der Fernschule nach und beaufsichtigt die Bauarbeiten. Und dann taucht Jules Vater auf ... Doch erst einmal heiraten Franziska und Walter Iversen endlich. Vor 40 Jahren waren sie schon einmal verlobt (die Hintergrundgeschichte dazu gab’s in Band „Glanzvolle Zeiten“). Für Walter ist die Situation nicht einfach, kehren mit seinem Einzug doch auch die Erinnerungen zurück: „Nun also kehrte er zurück. Mit einem Kleinlaster voller wertloser DDR-Möbel und einem gewaltigen Sack Erinnerungen. Franziska würde es nicht leicht mit ihm haben.“ (S. 55) „Stürmische Zeiten“ knüpft fast nahtlos an den Vorgängerband an, aber leider fehlte es mir auch hier wieder gerade zum Ende hin deutlich an Spannung. Wie im Klappentext steht, gibt es große familiäre Spannungen – nicht alle sind mit der Hochzeit von Franziska und Werner einverstanden. Auch zwischen den frischgebackenen Ehepartnern kriselt es. Werner fühlt sich vernachlässigt, weil sich Franziska nur um den Umbau kümmert und ihn nicht in ihr Alltagsleben integriert. Auf der Hochzeitsreise kochen die Gefühle hoch – Werner erzählt Franziska, warum ihre Verlobung damals gescheitert ist. Überhaupt geht es in diesem Band sehr viel um die Vergangenheit. Nicht nur Franziska und Werner, auch die ehemaligen Gutsangestellten Mine und ihr Mann Karl-Erich setzen sich mit ihrer Lebensgeschichte auseinander – dadurch fehlte mir ein durchgehender Spannungsbogen, zumal sich die Erinnerungen oft ähnelten oder den gleichen Fakt beleuchteten, da die Kapitel abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Personen erzählt werden. Gute gefallen hat mit hingegen die Darstellung der Umstände nach der Wiedervereinigung. Die LPGs waren aufgelöst, die Werften produzierten kaum noch und auch andere Betriebe wurden geschlossen. Wer nicht arbeitslos sein wollte, musste unterbezahlt artfremde Tätigkeiten annehmen oder in die alten Bundesländer abwandern. Einige haben ihre Chance allerdings auch ihre Chance genutzt und sich neu erfunden. Dazu kam die oftmals ungeklärte Rechtslage, wem welches Land oder Gebäude gehörte. Es gab viele Rückübereignungen und die Treuhand wuchs. Kaum ein „Ossi“ war gut auf die „Goldgräber aus dem Westen“ zu sprechen, welche sich die besten Grundstücke zu Schnäppchenpreisen sicherten. Das Konfliktpotential war groß – diese Situation wird von Anne Jacobs sehr gut beschrieben. Da ich selber als Kind jedes Jahr auf der Mecklenburger Seenplatte Urlaub gemacht habe und mein Mann aus der Nähe von Waren stammt, weckt das Buch in mir die Sehnsucht nach der wunderschönen, abwechslungsreichen Landschaft, den endlosen Alleenstraßen und danach, mit einem Hausboot über die Müritz zu tuckern. Das letzte Wort gehört Franziska: „Alles wird gut. Nicht immer so, wie man es sich gedacht hatte. Aber gut wird es trotzdem.“ (S. 574)

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Vita

Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um »Die Tuchvilla« die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit »Das Gutshaus« knüpft sie an ihre Erfolgsreihe an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten.

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