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Das Haus der Lügen Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48530-7

Erschienen: 17.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback, eBook (epub)

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1924: Der 19-jährige Robert Carver verbringt den Sommer bei seinem Cousin Alec Bray im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen südenglischen Küstenstädtchens Helmstone. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf ... Vierzig Jahre später mietet sich die 18-jährige Rosie Churchill in dem mittlerweile etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Castaway House ein. Sie ahnt nicht, dass die alte Villa ein Geheimnis verbirgt, das auch ihr eigenes Leben völlig verändern wird ...

Stephanie Lam über »Das Haus der Lügen« Zum Interview

Stephanie Lam (Autorin)

Stephanie Lam wuchs als Kind einer Engländerin und eines Chinesen in London auf und lebt heute in Brighton in einem Haus am Meer. Sie unterrichtet hauptberuflich Englisch am Tinsley House Immigration Removal Centre. "Das Haus der Lügen" ist ihr erster Roman.

Aus dem Englischen von Andrea Brandl
Originaltitel: The Mysterious Affair at Castaway House
Originalverlag: Penguin

Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48530-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 17.10.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Geheimnisvoller Roman, der zum miträtseln anregt

Von: die Weltentänzerin Datum: 23.06.2017

dieweltentaenzerin.blogspot.de/

Meine Meinung:

Wagen wir mal ein Experiment, bei dem Experiment geht es darum, eine Rezension von einem Buch zu schreiben, dass man vor über einem Jahr gelesen hat, zu einer zeit wo man noch zu wenig eifer hatte um die Rezensionen direkt zu schreiben und es dann immer weiter aufgeschoben hat. Also nicht das das tatsächlich der Fall wäre und ich eine ganz furchtbare Bloggerin wäre *hust* *hust*
Oh Gott es tut mir so leid, dass es manchmal so ewig dauert..

Aber dafür kann ich mich noch erstaunlich gut an das Haus der Lügen erinnern. Besonders an die besondere Atmosphäre die dieses Buch geschaffen hat und den interessanten aufbau. Aber alles der Reihe nach.
Schon der Klappen text und das Cover haben mich damals wahnsinnig neugierig auf dieses Buch gemacht. Die Geschichte klang sehr geheimnisvoll und auch das Cover, mit seiner stürmischen Wirkung, dem alten Haus an den Klippen und der Dunkelheit sah sehr vielversprechend aus.

Die Charaktere sind so geschrieben, dass man sie sich zum einen gut vorstellen kann, aber zum anderen auch direkt merkt in welche Zeitlinie sie gehören. Nicht nur durch ihr Aussehen, sondern vor allem durch ihr Auftreten, ihr Handeln und die Art wie sie reden. So ist die 18 jährige Rosa eine junge Frau, die sich von ihrer Familie lösen möchte, am liebsten gar nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte und rebellisch wie sie ist einfach von Zuhause fort geht und in eine der Wohnungen im Castaway House zieht. Sie ist neugierig und ihr ist schnell klar, dass dieses Haus mehr als ein Geheimnis beheimatet. Zudem ist sie auch hilfsbereit und kümmert sich sehr rührend um Dockie, einen älteren Mann, der seit dem er vor Jahren an den Docks gefunden wurde sein Gedächtnis verloren hat.

Auf der anderen Seite, also in der anderen Zeit, vierzig Jahre bevor Rose ins Castaway House zieht, zieht dort der junge Robert Carver ein. Nach längerer Krankheit will er sich dort erholen. Er ist ein Mann seiner Zeit, sehr auf seine Wirkung nach außen bedacht, versucht ein ehrenvoller Gentleman zu sein, aber er wirkt zudem auch etwas unsicher und gar schüchtern. Zudem hat er eine leicht zynische Art, die ihn manchmal etwas aufbrausend werden lässt, was sonst nicht zu seinem Charakter passt. Ähnlich wie Rose ist auch er Neugierig und versucht herauszufinden, was in und um Castaway House vor sich geht.

Die Handlung entwickelt sich zunächst schleichend. man lernt das Haus und dessen bewohner und die Haupt Protagonisten beider Zeiten langsam kennen und es dauert ein wenig, bevor die Handlung jeweils richtig in Schwung kommt. Aber es gibt von Anfang an gerade im Jahr 1965 kleine Hinweise darauf, das irgendwas in diesem Haus und dem Dorf nicht stimmt und das Rose indirekt irgendetwas damit zu tun haben muss. Besonders das "Robert Carver ist unschuldig" das Rose eingeritzt in ihrem Zimmer findet, macht neugierig darauf, was Robert vorgeworfen wird. Man bekommt auch nach und nach den Eindruck, dass alle viel mehr wissen als sie zugeben wollen und gemeinsam mit Rose versucht man der Wahrheit näher zu kommen und sucht nach Erklärungen. Manche Handlungsstränge verlaufen sich dabei aber leider im nichts und wirken ein wenig unnötig. So wird die Handlung manchmal etwas in die länge gezogen.

Der Schreibstil passt sehr zu der Stimmung der Geschichte, er ist geheimnisvoll, schafft eine dunklere Atmosphäre ist aber auch unterhaltsam geschrieben. Gerade in den Abschnitten die zu 1924 spielen ist er zudem etwas komplexer und ernster, eben förmlicher, so wie auch die beschriebene Zeit. Dadurch das stets in der ersten Person geschrieben wird, sorgt der Schreibstil zudem dafür, dass man ein besseres Verständnis für die Protagonisten bekommt, aber man weiß auch nur das was sie wissen, was das geschehen noch spannender macht.

Alles in allem war Das Haus der Lügen ein wirklich spannender Roman, der sich zwar langsam entwickelt, bei dem aber viele kleine Details ein großes Gesamtbild ergeben, das man erst ganz am Ende sehen kann. Erst dann wird klar, wie die beiden Geschichten die hier parallel erzählt werden genau zusammenhängen.

Eine ruhige aber nicht minder spannende Geschichte

Von: Suhani Datum: 23.08.2016

buecher-von-suhani.blogspot.de/


Ich muss sagen, das Buch hat mir sehr gut gefallen.
Dies ist keine reißerische Geschichte, mit viel Familientwist, sonder eine ruhige, ohne viel Aufhebens, aber für mich nicht weniger spannend.
Wer hier also ein Buch in Richtung Thriller erwartet, der liegt hier falsch.
Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt und beide aus der Ich-Perspektive des jeweiligen Protagonisten.

Da wäre einmal Robert Carver im Jahr 1924.
Sich von einer Krankheit erholend, immer noch leicht kränkelnd zieht er in die Villa seines Cousins Alec Bray. Dort lernt er auch die Frau von Alec kennen, die eine totale „Kratzbürste“ ist und sch Robert nur abfällig gegenüber verhält. Auch das Personal lernt er kennen, obwohl dieses sehr zurückhaltend und teilweise schon ängstlich ist.
Mit der Zeit lernt Robert auch die Bewohner rund ums Castaway House kennen, so auch Doktor Feather und insbesondere seine Tochter Lizzie.
Durch viele Andeutungen, praktisch von jedem eine andere, merkt Robert bald, das irgendwie alle Bewohner des Castaway House Geheimnisse hat und will diese auf den Grund gehen.
Im Laufe seiner Nachforschungen ändert sich bald das Verhältnis zu Mrs. Bray, mehr als für ihn gut ist.
Auch mit Lizzie wird die anfängliche Freundschaft immer enger und bald sitzt er zwischen zwei Stühlen.
Und immer mehr Geheimnisse werden von Robert aufgedeckt ….

Die andere Ebene spielt im Jahr 1965. Dort wird die Geschichte von Rosie Churchill erzählt.
Zu Anfang ist sie nur eine Bewohnerin in der schon arg baufälligen Villa Castaway House. Sie verdient sich mehr schlecht als recht ihren Unterhalt erst in einem kleinen Kiosk und später in einem kleinen Hotel in der Nachbarschaft.
Gleich zu Anfang der Geschichte hat sie eine Bleistiftskizze von ihrer Freundin, die oben n der Villa wohnt bekommen, die mit den Initialen „R. C.“ unterzeichnet ist. Die gleichen Initialen wie ihre eigenen. Außerdem findet sie noch durch Zufall einen Satz, der unter das Fensterbrett eingeritzt ist.
„Robert Carver ist unschuldig“
Gehörte die Zeichnung Robert Carver? Was hat der Satz unter dem Fensterbrett zu bedeuten?
Dann taucht auch noch ein alter verwirrter Mann auf, der vor Jahren sein Gedächtnis verlor, aber unbedingt zum Castaway House muss – er weiß nur nicht mehr warum. Und weil sich Rosie um den Mann kümmert, ihm hilft und im Suterang unterbringt, lässt er auch nur sie an ihn ran und bittet Rosie ihm zu helfen, damit er sich wieder erinnern kann.
Und auch Rosie erfährt von Geheimnissen rund ums Castaway House, die weit in der Vergangenheit liegen, aber auch in ihrer Zeit gibt es Geheimnisse in der Villa – und nicht zuletzt welche, die auch mit ihr selbst zutun haben …
Ich hab noch nie mit Geschichten Probleme gehabt, die auf zwei Ebenen erzählt worden sind und so war es für mich interessant was im jeweiligen Jahr passierte, wobei ich die im Jahre 1924 interessanter und spannender fand, weil einfach mehr los war, mehrere Facetten hatte. Aber auch das Jahr 1965 hatte seine Reize, am meisten durch den verwirrten Mann, der Dockie genannt wurde, weil er bei den Docks gefunden worden ist, als er sein Gedächtnis verloren hatte.

Dockie war für mich von Anfang an ein Bindeglied zwischen 1924 und 1965, nur wie und warum, das musste erst noch herausgefunden werden und das hat es ausgemacht, das ich im Hinterhopf immer am miträtseln war.
Im Laufe der Geschichte „dröseln“ sich immer mehr Zusammenhänge auf und einige Wendungen hätte ich so nicht erwartet, andere hatte ich auch schon geahnt.
Die ganz schlechten Kritiken, die dieses Buch hat, kann ich auch irgendwie nicht nachvollziehen, dass die Geschichte am Ende alles aufgeklärt hat.
Was Rosie angeht, das ist zwar am Ende nicht in klaren Worten noch einmal extra erwähnt worden, aber doch war klar, wie das Verhältnis zu Dockie in der Familie war.
Für mich gab es keine Ungereimtheiten und durch die nur immer bruchstückweise gestreuten Auflösungen der Geheimnisse blieb die Geschichte für mich auch immer spannend genug, so das ich immer wieder in den Ebenen weiter lesen wollte.
Dazu alles in einem leicht und flüssigen Schreibstil, der auch die Umgebung bildlich darstellte, so das mein Kopfkino ohne Störungen lief.

Mein Fazit:
Eine ruhige aber nicht minder spannende Geschichte.
Für mich ein gelungender Debütroman, bei dem ich die ganze Zeit im Hinterkopf mitgerätselt habe. Ein Buch das mich unterhalten hat!

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