Das Haus der Verlassenen

Roman

Taschenbuch
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Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, muss sie ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später findet die Journalistin Sam einen flehentlichen Brief Ivys. Sie beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Carola Fischer
Originaltitel: The Girl in the Letter
Originalverlag: Heyne
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42319-0
Erschienen am  11. Mai 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Dieses Buch spielt in: Sussex, Großbritannien

Leserstimmen

Berührend traurig und fesselnd zugleich

Von: C.SchroePo

17.06.2020

Schon der Einband mit seinem klassisch britischen Abbild eines alten Herrenhauses und der Titel „Haus der Verlassenen“ packt einen. Ich musste sofort die ersten Seiten lesen, um herauszufinden, ob meine Erwartungen erfüllt werden - und das wurden sie. Eine packende klare und zugleich unglaublich farbige Sprache erzählt die traurige Geschichte einer jungen Frau namens Ivy, die in den 50er Jahren schwanger und völlig verzweifelt in einem der zahlreichen Mutter-Kind-Häuser in England landete, wo Sie die schlimmere Erfahrungen machen musste, als sie sich je hat vorstellen können. Das klassische Thema, Verbechen, die im Namen der Kirche begangen und vertuscht wurden, wird hier in den wundervoll gewobenen Rahmen einer Familiengeschichte gesponnen, die zugleich auch Krimi ist. Wir begleiten Ivy durch die schwere Zeit in St.Magret, wo sie nicht nur schwerste körperliche Arbeit leisten muss, sondern auch Ablehnung und Gewalt in ihrer schlimmsten Form erfahren soll, bis hin zum Verlust ihres Kindes. Die Autorin kann die düstere Stimmung und die Ängste der jungen Frauen in dieser schrecklichen Anstalt bedrückend lebendig erfassen und lässt uns so nah teilhaben, dass einen diese Traurigkeit und Verzweiflung beim Lesen real erfasst. Kennenlernen dürfen wir Ivy durch die Reporterin Sam, die 2017 auf Ivy‘s Briefe an ihren Geliebten stößt und beginnt, diese schreckliche Geschichte zu recherchieren; nichtsahnend, dass dadurch ihr eigenes Leben gefährlich ins Wanken gerät. Wir dürfen miterleben, wie Sam von der Tragik in Ivy‘s Geschichte erfasst wird, so gefesselt ist, dass sie fast alles tun würde, um die Wahrheit herauszufinden, bis hin zu der Angst, ob sie dadurch nicht alles verliert ... „Herzzerreißend traurig“ heißt es in einer Rezession auf dem Buchrücken und dem kann ich nur zustimmen. Gleichzeitig aber auch mutmachend und wundervoll berührend erzählt. Ich habe selten ein Buch erlebt, dass mich so gefesselt hat. Ich bin beim Lesen vollständig in der Geschichte verschwunden und konnte den Zauber und das Unbehagen rund um St. Magret förmlich spüren, dessen Geheimnis am Ende gelüftet, aber nicht ausgeschlachtet wird. Wer einen Sinn für Tiefgang, Herz, Geschichte und sagenumwobenen alte Gebäude hat, muss dieses Buch einfach lesen!

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Gruselige Heimgeschichte auf zwei Zeitebenen

Von: Barbara Imruck

13.05.2020

Emily Gunnis war eine Zufallsentdeckung für mich. Ich habe irgendwo nach passender „Düster-Wetter“-Lektüre gestöbert und da blieb ich am Klappentext des Buches hängen… Ivy Jenkins wird ungewollt schwanger und vom Kindsvater im Jahr 1956 hängen gelassen. Als ihre Mutter und ihr Stiefvater von der Schwangerschaft erfahren, beschließt der Stiefvater, das Mädchen nach St. Margaret’s, einem Heim für ledige Mütter zu schicken. Ivy kämpft darum, in dieser lieblosen und grausamen Atmosphäre voller Hass und Verachtung am Leben zu bleiben und schreibt flehentliche Briefe an ihre Eltern und den Kindsvater. Doch sie wird St. Margaret nie mehr verlassen…. 2016 stößt die Journalisten Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen dieser flehentlichen Briefe Ivys. Er ist an den Kindsvater addressiert. Sam ist verwirrt und fragt sich, wie ihr Großvater an diesen Brief gelangte und in welcher Verbindung ihre Großeltern zu Ivy und deren Geschichte stehen. Sam beginnt zu recherchieren und deckt die erschütternde Geschichte St. Margareth’s und Ivys schweres Leben in dem Heim auf… Es ist schon einige Monate her, dass ich diesen Roman las/ hörte. Und ich muss gestehen, dass mir gerade wieder ganz mulmig ist, wenn ich an die Geschichte zurück denke. Die Autorin ist ein echtes Genie im Erschaffen düsterer Atmosphäre. Ihre Bücher sind wie Gewitter, die lange anhalten und man schon fast nicht mehr daran glaubt, dass sie ein Ende haben werden. Lesen!!!

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Vita

Emily Gunnis arbeitete lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. »Das Haus der Verlassenen« ist ihr Debutroman. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex.

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