Das Honigmädchen

Roman

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Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist …


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48574-1
Erschienen am  18. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Hauch Provence

Von: TemptationLady

15.04.2019

Camilla hat es nicht gerade einfach in ihrem Leben. Sie ist geschieden, kümmert sich um ihre Tochter, bzw. versucht es, doch auch sie macht ihr das Leben nicht gerade einfacher. Zudem kämpft sie beruflich in der Firma ihres Vaters immer wieder um Anerkennung. Da das aber noch nicht genug ist, hat sie noch einen überaus nervigen Nachbarn, der sehr oft laute Musik in der Nacht macht. Ihr Vater kommt auf die gloreiche Idee, Camilla zu einer Honigmanufaktur nach Südfrankreich zu schicken. Sie soll ihre Tochter mitnehmen, damit das Verhältnis wieder besser wird. Doch genau die ist davon überhaupt nicht angetan und verschwindet an einem Rastplatz. Ausgerechnet ihr nerviger Nachbar kommt ihr zur Hilfe. In Frankreich angekommen, erwartet die drei dann noch eine Überraschung, mit der sie so nicht gerechnet haben. Ich hatte einige Schwierigkeiten, der Geschichte wirklich richtig zu folgen. Lag sicherlich daran, dass mir der Charakter Camilla so überhaupt nicht gefallen hat. Camilla ist ein sehr unsicherer Charakter, durchaus auch der Vergangenheit geschuldet. Doch ihre Reaktionen auf ihre Tochter finde ich manchmal echt überzogen dargestellt. Natürlich macht man sich als Mutter Sorgen um seinen Nachwuchs, aber so manchesmal hätte ich am liebsten eher Camilla durchgeschüttelt, als Marie. Camilla war an manchen Stellen einfach nur noch nervig, so dass ich manches quer gelesen habe, wenn sie wieder einen ihrer Anfälle hatte. Marie hingegen hat mir am Anfang auch überhaupt nicht gefallen, doch hat sie, in meinen Augen, die größte Veränderung und Weiterentwicklung durchgemacht, als so manch anderer Charakter. Ihre Art, um Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu buhlen, konnte ich derart nachvollziehen, denn Camilla hat sich von ihrer eigenen Tochter entfernt. Sie war nur noch auf die Firma, das Feinkostgeschäft ihres Vaters, fixiert, wollte die Anerkennung ihres Vaters haben. Eigentlich genau das gleiche Verhalten, welches ihre Tochter an den Tag gelegt hat, doch verstanden hat sie es nicht. Ich mochte den Charakter von Henri. Verschroben, alt und doch auf seine eigene Art sympathisch. Die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil auf eine Reise in die Provence mitgenommen, in der ich den Lavendel schon vor mir sah. Ich konnte ihn riechen, ihn sehen. Das fand ich toll. Ich konnte in die Geschichte eintauchen und die Protagonisten neben mir sehen, als wäre ich ein Teil der Geschichte. Mein Fazit: Auch wenn die Geschichte wirklich gut war, viele Charaktere mir gefallen haben, so konnte ich definitiv nicht mit Camilla warm werden und das war sehr schade, nimmt sie doch den größten Teil der Geschichte ein. Ich konnte ihr Handeln zum Teil nicht verstehen, auch wenn man am Schluss darüber aufgeklärt wurde, warum sie es so tat. Ich vergebe für "Das Honigmädchen" von Claudia Winter 4 Sterne. Dies war mein erstes Buch der Autorin, wird aber sicherlich nicht das letzte gewesen sein. Ich danke dem Goldmannverlag, sowie dem Bloggerportal, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Meinung!

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Weckt Urlaubsgefühle

Von: monerl

11.04.2019

(3,5 Sterne) Kurzmeinung Genre: Roman, Gegenwartsliteratur, Romantik Handlung: Camilla versucht mit ihrer Tochter Marie zurande zu kommen. Das 15jährige Mädchen ist ihr seit der Scheidung entglitten. Camillas Vater schlägt beiden eine Reise nach Frankreich vor. Dort sollen sie sich entspannen und ihre Beziehung aufarbeiten. Zudem könnte Camilla auch die Honigmanufaktur und deren Betreiber kennenlernen, die sie eigentlich “abstoßen” wollte, da sie ein Minusgeschäft darstellen. Vor Ort aber entwickelt sich alles anders als von Camilla gedacht und ein lang gehütetes Familiengeheimnis wird aufgedeckt. Charaktere: Hier liegt mein größtes Problem, denn mit den wichtigsten Protagonisten bin ich so gar nicht klargekommen, denn sehr lang entwickeln sie sich überhaupt nicht. Das ermüdete mich auf Dauer. Camilla ist als Mutter, Alleinerziehende und Berufstätige mit Ambitionen überfordert. Sie möchte ihrem Vater beweisen, dass sie in der Lage wäre, das Unternehmen alleine und erfolgreich zu führen. Doch ihre Tochter macht ihr große Probleme, die ihre Konentration stören. Camilla weiß in der Erziehungsfrage nicht mehr weiter. Diese Hilfslosigkeit und das Selbstmitleid störten mich sehr. Camilla ist weit entfernt davon eine starke und taffe Frau zu sein und dreht sich permanent im Kreis. Marie wiederum ging mir ebenso auf die Nerven, da ich sie für ihre 15 Jahre als zu bockig empfand. Für mich war ihr Verhalten in dieser extremen Form ihrer Mutter gegenüber nicht nachvollziehbar. Tobias, der Nachbar, der Camilla ein Dorn im Auge ist, für Marie jedoch eine Art besten Freund darstellt, konnte bei mir auch nicht wirklich punkten. Dagegen mochte ich Henri, Manon und Nikos sehr. Sie passten sehr gut in das erfunden Dorf Loursacq in Südfrankreich und waren ein guter Ausgleich zu den mir nicht so geliebten Charakteren. Spannung: “Das Honigmädchen” ist kein Spannungsroman. Dennoch war ich gespannt darauf, was es mit der besonderen Honigmanufaktur in Frankreich auf sich hat und warum Camillas Vater, trotz des Minusgeschäfts mit ihr, weiterhin an ihr festhalten wollte. Irgendein Geheimnis verbarg sich dahinter, das wollte ich entdecken. Sprache & Schreibstil: Die Geschichte liest sich sehr flüssig. Mir gefiel sehr, dass die Autorin es geschafft hat, einen gewissen französischen Flair heraufzubeschwören. Durch die französischen Worte in den Dialogen fühlte ich mich nach Frankreich versetzt. Ich liebe diese Sprache und genoss es sehr, sie in meinem Kopf zu hören. Claudia Winter schreibt sehr bildhaft und lebendig. Der Teil der Bienen fügt sich sehr schön in die Familiengeschichte ein und rundet den Roman sehr schön ab. Ende: Die Geheimnisse sind nicht leicht vorhersehbar und überraschen deshalb positiv. Das Ende ist rund, harmonisch und lässt einen zufrieden zurück, wie man es von so einem Roman erwartet. Fazit: Ein interessanter Roman, der einem zum Ende hin ein sehr gutes Gefühl sowie Urlaubsstimmung hinterlässt. Der Mutter-Tochter-Konflikt sowie die Liebesgeschichte konnten mich jedoch leider nicht überzeugen. Da dies aber die Grundlage des Romans ist, muss ich leider Sterne abziehen.

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Vita

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und dem Labrador Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.

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