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Das Labyrinth der Träumenden Bücher Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-74617-0

Erschienen: 11.03.2013
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Hildegunst von Mythenmetz kehrt zurück.

Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt.

Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem »Unsichtbaren Theater«. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im »Labyrinth der Träumenden Bücher«, das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft.

Walter Moers (Autor)

Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist der bedeutendste Großschriftsteller Zamoniens. Berühmt wurde er durch seine 25-bändige Autobiographie „Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers“, ein literarischer Bericht über seine Abenteuer in ganz Zamonien und vor allem in der Bücherstadt Buchhaim.

Sein Schöpfer Walter Moers hat sich mit seinen phantastischen Romanen, weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus, in die Herzen der Leser und Kritiker geschrieben. Alle seine Romane wie "Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär", "Die Stadt der träumenden Bücher", "Der Schrecksenmeister" und „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ waren Bestseller.

Neben dem Kontinent Zamonien mit seinen zahlreichen Daseinsformen und Geschichten hat Walter Moers auch so erfolgreiche Charaktere wie den Käpt'n Blaubär, das Kleine Arschloch und die Comicfigur Adolf, die Nazisau geschaffen.

13.12.2016 | 20:00 - 23:00 Uhr | Fernsehen & Radio

Teil 3/4 auf rbb Radio Eins

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20.12.2016 | 20:00 - 23:00 Uhr | Fernsehen & Radio

Teil 4/4 auf rbb Radio Eins

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Taschenbuch, Broschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
über 100 Abb.

ISBN: 978-3-442-74617-0

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 11.03.2013

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Der letzte Satz ändert alles

Von: Eva-Maria Obermann Datum: 09.08.2016

Ein geheimnisvoller Brief lockt Hildegunst von Mythenmetz, seines Zeichen berühmter Dichter in der Sinn- und Schaffenskrise, zurück nach Buchhaim. Vor 200 Jahren war er Zeuge, wie die Stadt der träumenden Bücher verbrannte. Nun ist sie längst wieder aufgebaut. Größer, fantastischer und mysteriöser als damals. Und Mythenmetz trifft auf seiner Reise nicht nur alte Bekannte, sondern auch viel Neues. Neue Wesen, neue Erkenntnisse, neue Gefahren.
Ich bin sehr enthusiastisch an das Buch herangegangen. Selbstironisch und mit viel Humor beginnt der Roman. Mythenmetz hat das Orm verloren, er schreibt, ohne zu schaffen. Ein Leserbrief holt ihn aus der Lethargie. Unterschrieben von ihm selbst. Und das ist noch nicht das Verworrenste. Also packt der beleibte Lindwurm seine Sachen und stapft los.
Die erste Hälfte des Buches habe ich wirklich verschlungen. Die Selbstironie, die nicht nur auf den „Autor“ Mythenmetz wirkt, sondern auch auf Moers selbst. Die Erinnerungen, die Mythenmetz wachruft. Und vor allem all das Neue, was er sieht, was er erfährt und die Geschichte von Buchhaim zusammenrafft. Mit viel Witz und einem erstaunlichen Blick für Wesenszüge werden beispielsweise die verschiedenen Buchmenschen Buchhaims charakterisiert. Lebende Zeitungen fassen die Vergangenheit zusammen. Der so von sich eingenommene Dichter staunt und lernt, wird offener und sein Blick verändert sich.
Auch das Widersehen mit alten Figuren hat mich gefreut. Nicht nur, weil so der Bogen zur Stadt der träumenden Bücher auch auf andere Weise hergestellt wird, sondern auch weil sie so herrlich ehrlich mit Mythenmetz umgehen. Er, der zum Autor per se deklariert wird, erfährt hier die klarsten Worte. Keine destruktive Kritik, sondern schlichte Ehrlichkeit.
Danach aber wurde der Roman träge. Die Handlung schlief teilweise ein, während Mythenmetz sich über Kapitel hinweg mit dem Puppetismus beschäftigt. Auch das eingeführte Theaterstück, das die Handlung der Stadt der träumenden Bücher widerkäut war schlicht in ihrer Länge fehl am Platz. Die Trägheit des Dichters, die der Roman so deutlich aufzeigt, wird hier auf eine andere Ebene übertragen. Der Leser ist hier ein Mythenmetz-Leser, der sich durchkämpfen muss. Literaturwissenschaftlich klug, faszinierend und spannend. Aus Sicht des Lesers eher zäh.
Auch dieser Zähheit kann sich der Roman dann auch erst gegen Ende wieder befreien. Spannung und Geheimnisse, Angst und Neugierde. Ein Ende, das auf den Anfang referiert und alles gelesene in Frage stellt. War alles nur unsichtbares Theater? Dieser Gedankengang macht das Buch am Ende wieder ganz gut. Denn hinter diesem Vorbehalt liest es sich anders. Nebensächlichkeiten werden wichtig und Randfiguren erstrahlen neu. Gewieft. Und doch rettet es das Buch aus meinen Augen nicht ganz.
Wer Moers mag sollte das Labyrinth der träumenden Bücher auf jeden Fall gelesen haben. Sein Stil ist auch hier wunderbar, die Wortschöpfungen und Metaphern genial. Die Handlung stagniert zeitweise, bekommt aber mit dem Ende ein ganz neues Gesicht. Fragen über Fragen treten plötzlich auf, die unbeantwortet bleiben müssen. Reflexion ist gefragt. Der Leser wird zum Nachleser und zum Leser danach. Ein guter Schachzug, trotz allem.

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