Das Meer in Gold und Grau

Roman

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Taschenbuch
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Eine junge Frau auf der Reise. Eine alte Frau, die nicht mehr viel Zeit hat. Eine Begegnung, die ungeahnte Türen öffnet.

„Jetzt sitze ich hier, beobachte, wie im Südosten Wolkenfelder aufziehen, die Sturm bedeuten können, und frage mich, wie am besten von Ruth zu erzählen ist. Ich werde ihr nicht gerecht werden. Sie war meine alte Tante, eine, die mir einen Ort gegeben hat und Menschen, bei denen ich eine Zeitlang sein konnte. Sie hat eine Spur hinterlassen, von der ich gerne einen Gipsabdruck hätte. So ist das.“
Ein kleines Hotel an der Ostsee ist der Schauplatz dieses wunderbaren Romans, in dem Veronika Peters auf ebenso bewegende wie kraftvolle Weise erzählt vom Wandel der Menschen und Zeiten – und von dem Weg, den es mitunter braucht, um zu begreifen, was wirklich wichtig ist im Leben.


Originaltitel: Das Meer in Gold und Grau
Originalverlag: Goldmann Verlag, München 2011
Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-46789-1
Erschienen am  20. Mai 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

So bunt wie das Leben

Von: zitrosch

01.05.2015

Katia ist Ende zwanzig, verliert ihre Stelle als Kindermädchen, obwohl sie das Techtelmechtel mit den Hausherrn eigentlich gar nicht fortsetzen möchte und weiß nun auch nicht so Recht, was sie mit sich und ihrem Leben so anfangen soll. Daher beschließt sie der Halbschwester ihres Vaters, die sie überhaupt nicht kennt, an der Ostsee einen Besuch abzustatten. Aus Erzählungen weiß sie, dass ihre Tante dort früher in Padau ein Hotel führte. Doch ob das immer noch so ist, wird sie nun heraus finden. Und schon befindet sich die junge Frau in einem neuen Abschnitt ihres Lebens, der sie irgendwann vor eine alles entscheidende Frage stellt, soll sie bleiben oder gehen? Meine Meinung: Durch Veronika Peters darauf folgenden Roman "Liebe in Grenzen" bin ich überhaupt erst auf die Autorin aufmerksam geworden. In diesem Roman "Das Meer in Gold und Grau" hat Katias Geschichte aber ihren eigentlichen Anfang. Die Stimmung in diesem Buch gefällt mir noch besser. Ist sie doch für den Leser durchweg gelöst und lebensfroh, auch wenn es einmal schwierig wird. Die Autorin berichtet von Katias Erlebnissen an der Küste und erfasst in diesen Schilderungen die ganze Bandbreite des Lebens, mit allen Höhen und Tiefen. Die Charaktere wirken alle sehr natürlich und glaubhaft. Jede von ihnen hat ihre eigenen, liebevollen "Macken", die Sympathien oder eben auch Antipathien beim Leser wecken. Über das Verhalten von Katia und der Tante habe ich mich Abschnittsweis so geärgert. Obwohl sie sich doch mögen sind sie so ungerecht zueinander. Weshalb reden sie nicht "einfach" offen miteinander? Am liebsten hätte ich an diesen Stellen aus Unmut gerne mit dem Fuß aufgestampft. Doch dann bin ich auch wieder ein wenig an mir erschrocken, wie sehr ich doch in die Handlung "hinein gefallen" bin. Super! Die Autorin Veronika Peters ist mit diesem Buch eine meiner absoluten Lieblingsschriftstellerinen geworden. Der mitreißende und dann doch wieder unaufgeregte Schreibstil fasziniert und begeistert mich uneingeschränkt. Fazit: Ich schreibe nur eins: LESEN!!!

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Wundervoll

Von: Buchrättin aus hh

18.02.2014

Kati, auf der Suche nach einem Sinn im Leben, nachdem sie eine Affäre hatte und dadurch ihren Job verlor. Eine Tante, unbekannt, nur aus Erzählungen hat Katia von ihr gehört. Sie besitzt ein kleines Paradies. Das zumindest lässt der Name ihres Hotels an der Ostsee vermuten – „ Palau“. Was wird Katia dort erwarten? Wird sie überhaupt willkommen geheißen? Das Buch ist kein Buch zum Weglesen. Es ist ein Buch zum Genießen und Eintauchen in diese Geschichte. Ein Buch, das den Leser abtauchen lässt aus der Realität. Am besten liest man es am Strand, im Strandkorb mit dem Wind um die Nase, den Blick aufs Meer und das Gefühl, das gleich Katia einem Milchkaffee serviert. Unheimlich intensiv. Das Buch ist eigentlich die Geschichte von Ruth. Ruth, die Tante von Katia, die ihre Nichte erst durch Zufall kennenlernt. Katia, die ein Ziel im Leben sucht. Die unbekannte Tante, das Annähern der beiden. Ein Leben in einem anderen Paradies, als das was sich der Leser bei dem Namen Palau vorstellt und das diesem doch auf ganz andere Weise nahekommt. Die Bewohner, Mitarbeiter dieses kleinen, urigen Hotels an der Ostsee. Die Figuren, die einem als Leser so schnell ans Herz wachsen und wie reale Personen wirken. Mir gefiel diese Art der Erzählung. Das Ende des Buches klar vor Augen, da der Prolog es vorweg nimmt, aber gerade das macht die Geschichte aus. Die Entwicklung von Katia, die Geschichte von Ruth. Ruth, die mit ihrer ruppigen, verschlossen Art die Geschichte beherrschte und dem Leser ans Herz wuchs. Die skurrile Mischung der Bewohner des Palau, wunderbar. Das ist wie Kopf Kino in 3 D. Das Zuklappen des Buches, war nicht nur ein Abschied von den Personen, den Figuren und Orten, es war ein Abschied von liebgewonnenen Freunden. Ich hatte als Leser das Bedürfnis den Koffer zu packen und an die Ostsee ins „ Palau“ zu reisen. Kaffee im Strandkorb genießen, das Buch in der Hand mir von Ruth das Buchkarusell des Hotels erklären zu lassen, den Blick auf die Ostsee genießen. Ein wunderbares Buch. Mit einem Hoffnungsschimmer am Ende. Das Palau und seine Bewohner gibt es nicht, aber das Buch zaubert sie immer wieder herbei.

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Vita

Veronika Peters, geboren 1966 in Gießen, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika. Im Alter von 15 Jahren verließ sie ihr Elternhaus, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin. Sie arbeitete in einem psychiatrischen Jugendheim, bis sie Ende 1987 für zwölf Jahre aus dem sogenannten bürgerlichen Leben ausstieg und in eine Benediktinerinnenabtei eintrat. Von der Zeit, die sie dort lebte, handelt die autobiographische Erzählung »Was in zwei Koffer passt« (2007). Es folgten die Romane »An Paris hat niemand gedacht« (2009), »Das Meer in Gold und Grau« (2011), »Die Liebe in Grenzen« (2013) und »Aller Anfang fällt vom Himmel« (2015). In ihrem neuesten Roman »Die Dame hinter dem Vorhang« setzt sie der englischen Exzentrikerin Edith Sitwell ein Denkmal.
Veronika Peters ist verheiratet mit dem Schriftsteller Christoph Peters, hat eine Tochter und lebt als freie Autorin in Berlin.

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