Das Modehaus - Töchter der Freiheit

Roman

Taschenbuch
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Hundert Jahre, drei Frauen und ein Traum - ein Traum von Samt und Seide, von Freiheit und Liebe.

Die goldenen Zwanziger, spektakuläre Modekollektionen und … Coco Chanel. Fanny hat genug von der altbackenen Mode im familieneigenen Imperium und will in Paris als Modeschöpferin durchstarten. Am Ende hat sie nur als Mannequin Erfolg, und auch dieser glitzernde Traum zerplatzt. 1946 kämpft Tochter Lisbeth im zerbombten Frankfurt ums nackte Überleben – und um das Modehaus ihrer Vorfahren. Erfindungsreich führt sie es in eine neue Zeit, zahlt dafür jedoch einen hohen Preis. 1971 ist Rieke die Liebe wichtiger als das Geschäft. Doch dann steht das Familienunternehmen vor dem Bankrott – und sie vor einer folgenschweren Entscheidung ...

»Eine Punktlandung: einfühlsam, detailreich, mitreißend.«

Gong (22. Februar 2019)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 528 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0571-5
Erschienen am  18. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Drei Generationen, drei Frauen - ein Jahrhundert und eine Leidenschaft.

Von: tinten.rose

27.05.2019

In den 20er Jahren glaubt Fanny an ihren großen Traum: sie will Modeschöpferin werden. Kurz entschlossen verlässt sie ihren Mann, um nach Paris aufzubrechen und dort ihr Talent zu zeigen. Doch nichts will so laufen, wie sie es sich vorgestellt hat, und so hält es sie nicht lang in der Stadt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg muss Lisbeth ihre Familie ernähren. In den Trümmern des Modehauses ihrer Mutter versucht sie sich eine neue Existenz aufzubauen. Als dann auch noch ihr Mann Richard nicht aus dem Krieg zurückkehrt, sieht Lisbeth in eine ungewisse Zukunft. Doch dann erscheint der charismatische Amerikaner Conrad in ihrem Leben ... In den 70ern muss Rieke plötzlich Verantwortung übernehmen: ihr Bruder Martin überlässt ihr von einem auf den anderen Tag die Leitung des Modehauses. Obwohl Rieke keine Ahnung von der Geschäftsführung hat, will sie ihre Visionen im Modehaus umsetzen. Ihre Ehe verliert sie dabei leider aus dem Blick. Alle drei Geschichten werden aus der Perspektive von Rieke erzählt. Prinzipiell finde ich die Idee gut, der Wechsel zwischen Erzähler- und Ich-Perspektive ist aber gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte nimmt nur sehr langsam Fahrt auf, entwickelt sich in der zweiten Hälfte aber sehr gut. Besonders die unvorhergesehene Wendung in Lisbeths Leben hat die Verbindung der drei Frauen am Ende viel spannender gemacht. Da sowohl das Leben der Großmutter, als auch der Mutter und der Tochter beleuchtet wird, wird die Entwicklung der Rolle der Frau über fast 50 Jahre dargestellt. Natürlich spielen dabei auch die poltischen Entwicklungen eine große Rolle. Negativ sind mir allerdings die vielen Fehler im Text aufgefallen - fehlende Wörter oder Buchstabenverdreher stören den Lesefluss. Mein Fazit: Die Idee von der Verstrickung der Geschichten finde ich sehr gut, die Ausführung könnte jedoch etwas besser sein. Dennoch haben mir alle drei Perspektiven sehr gut gefallen, und sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich diese auch definitiv lesen.

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Die Modehaus-Königinnen

Von: Ines

14.05.2019

Vorsicht - Spoiler! Das Frankfurter Modehaus König wird von drei Generationen Frauen der Familie König begleitet, teilweise geführt und geprägt. Fanny will in den 1920er Jahren allerdings lieber in Paris Modeschöpferin werden, wird stattdessen Mannequin und kommt ihr Leben lang nicht über die Fehlentscheidungen dieser Jahre hinweg. Fehlentscheidungen ist ein Wort, dass für die beiden kommenden Generationen, Lisbeth in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg und ihre Tochter Rieke zu Beginn der 1970er ebenso prägend ist. Gemeinsam haben die Frauen aus drei Generationen, dass sie versuchen, den passenden Weg aus Unterordnung und eigenen Lebensweg zu finden. Im Klappentext steht “Die Frauen der Familie König sind auf der Suche nach Glück, Inspiration – und dem perfekten Kleid.” Am Ende finden sie alle drei einen Weg, der für sie jeweils passt. Den Untertitel Töchter der Freiheit verstehe ich nicht. Auch wenn es primär um die 1920er und die Zeit nach 1945 geht, habe ich die Freiheit beim Lesen nicht gespürt, viel mehr Bedrückung. Es ist für mein Empfinden kein fröhliches Buch, allerdings auch kein rührseliges – eher lebensrealistisch. Wenn die Welt um einen zusammenbricht, Männer an Körper und Seele kaputt aus dem Krieg wiederkehren oder in den 1970ern ihre Frau lieber am Herd beim Kind als in der Geschäftsleitung des Familienunternehmens sehen wollen, kann einem als Frau der Spaß dabei schon mal vergehen. Den Rahmen der Geschichte bildet ein Brief, den Lisbeth an eine Anverwandte in den USA schreibt, die sich nach der Familiengeschichte erkundigt. Die Erzählung springt kapitelweise zwischen den Jahren und den drei Frauen hin und her. Über den Kapiteln steht nur die Hauptfigur und das Jahr, in dem es spielt, zum Beispiel FANNY 1914 oder LISBETH 1949. Das erleichtert das Eindenken in die jeweilige Perspektive. Was das Springen zwischen den Schauspielplätzen und Personen aber wiederum für mich schwierig gemacht hat, war die Überschneidung der Geschichten der Personen. Bei FANNY 1925 ist Lisbeth ein Kind. Im direkt folgenden Kapitel LISBETH 1949 ist Lisbeth erwachsen und Rieke ein Kind. Wobei Rieke vorher schon als Erwachsene in eigenen Kapiteln aufgetaucht ist. Ich konnte der Geschichte folgen, fand das aber streckenweise mühsam. Fazit Ein Frauenroman für Leserinnen, die gerne Bücher lesen, die über mehrere Generationen hinweg spielen und sich für die Entwicklung der Rolle der Frauen in der deutschen Gesellschaft aus der Perspektive der Frauen interessieren.

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Vita

Die große Leidenschaft von Julia Kröhn ist nicht nur das Erzählen von Geschichten, sondern die Beschäftigung mit der Geschichte: Die studierte Historikerin veröffentlichte – manchmal auch unter Pseudonym – bislang über dreißig großteils historische Romane. Mit »Das Modehaus« wagt sie den Sprung vom Mittelalter ins 20. Jahrhundert – und hat dabei einen Heimvorteil: Seit 2001 lebt die gebürtige Österreicherin in Frankfurt am Main, dem Schauplatz des Romans.

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Events

20. Sep. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Sulzbach-Rosenberg | Lesungen
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26. Sep. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Kaufbeuren | Lesungen
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08. Nov. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Riedlingen | Lesungen
Julia Kröhn
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Pressestimmen

»Julia Kröhns Roman „Das Modehaus“ ist eine spannende Zeitreise.«

Lisa (20. Februar 2019)

»Eine emotionale Zeitreise durch die Modewelt.«

Frau von Heute (15. März 2019)

»Ein ganz besonderes Leseerlebnis!«

Echo zum Sonntag (03. März 2019)

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