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Das Ohr des Kapitäns Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-42184-4

DEMNÄCHST
Erscheint:  11.03.2019

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, eBook (epub)

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Sklavenhandel, Schmuggelware und ein Kriegsgrund – der neue große historische Roman von Gisbert Haefs

Bei einer Routinekontrolle in karibischen Gewässern wird einem englischen Handelskapitän ein Ohr abgehauen. 1739 kommt es zum jahrelangen Kolonialkrieg mit dem größten Flottenaufgebot seit der Spanischen Armada.

Gisbert Haefs (Autor)

Gisbert Haefs, 1950 in Wachtendonk am Niederrhein geboren, lebt und schreibt in Bonn. Als Übersetzer und Herausgeber ist er unter anderem für die neuen Werkausgaben von Ambrose Bierce, Rudyard Kipling, Jorge Luis Borges und zuletzt Bob Dylan zuständig. Zu schriftstellerischem Ruhm gelangte er nicht nur durch seine Kriminalromane, sondern auch durch seine farbenprächtigen historischen Werke Hannibal, Alexander und Troja. Im Heyne Verlag erschienen zuletzt Caesar, Die Mörder von Karthago und Die Dirnen von Karthago.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Taschenbuch, Broschur, ca. 420 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-42184-4

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

DEMNÄCHST
Erscheint:  11.03.2019

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein tolles Buch, nur leider zu wenig spannung!

Von: Matthias Breimann Datum: 02.12.2017

https://breimannswelt.wordpress.com

Das Buch spielt in der Zeit des 18. Jahrhunderts und handelt von dem Kolonialkrieg zwischen England und Spanien. Der mit einer riesigen Armada von Schiffen ausgetragen wird.

Aber der Autor fasst dabei nicht nur den Krieg per se ins Auge, sondern zeigt auch die Zeit und das Leben selbst auf. Was dem Leser einen guten Eindruck dieser Zeitepoche vermittelt. Von gefährlichen Reisen über die Meere, die nicht oft mit verstümmelungen oder den Tod endeten. Auch von der Lebensart und dem Alltag an sich. Trinken, plündern, überleben, usw.

Auch geht er auf die großen Themen dieser Zeit ein. Die Ausbeutung der Europäer an den Amerikanischen Ureinwohnern, die ständigen Konflikte der größen Mächte wie Frankreich, Spanien, Bayern, Österreich-Ungarn, Großbritannien. Aber auch das Plündern, Morden, Foltern, Piraten, sowie den enormen Skalvenhandel und Menschenhandel, zu jener Zeit.

Auch muss hervorgehoben werden, dass es vielleicht dem ein oder anderen Leser, ein wenig verstören könnte. Da es nicht ganz so “politisch korrekt“ geschrieben wurde, was aber nicht am Autor selbst liegt, sondern eben an der Zeit. Also so, wie man früher eben gesprochen hat. So kommt es vor, dass sehr oft das Wort “Neger“ gebraucht wird. Aber dies war nun mal im 18. Jahrhundert üblich.

Leider muss ich sagen, dass man vielleicht doch ein wenig mehr erwatet, als es dann ist. Auch kommt leider nicht eine so große Spannung auf. Schön ist, dass am Anfang, eines jeden Kapitels, Auszüge aus Büchern jener Zeit, oder Zitate von Personen zu lesen sind. Unter anderem von Alexander von Humblodt, uvm.
Im Großen und ganzen ist zu sagen, ein tolles Buch für Geschichts begeisterte Leser, die mehr über diese Zeitepoche erfahren wollen, aber leider mit wenig Spannung, für einen Roman.

Gelungener, einzigartiger Roman

Von: Sometimes Wonderland Datum: 19.11.2017

sometimeswonderland.blogspot.de/

Meine Meinung

Geschichte

Das fatale Ereignis in den 1720ern mal ganz anders.
Der Einstieg war simpel und sollte uns noch mehr oder weniger verfolgen. Die Szene um das Ohr des Kapitäns wurde auf Papier gebracht und szenisch wunderbar beschrieben. Dadurch entstand die Illusion bei mir, dass auch die Geschichte dort spielen wird: Auf dem Meer.
Doch Autor Haefs ließ sich etwas ganz anderes einfallen: Er mischte die Fiktion mit der Non-Fiktion und plötzlich landete der Leser auf einer interessanten Schatzsuche, dessen Geschichte Generationen verknüpft und Distanzen überbrückt.
Erzählt wird die Geschichte einige Jahre später durch die Augen der Beteiligten. Während der Reise tritt der Protagonist in Kontakt mit dem Romanautor Tobias Smollett, der im damaligen Krieg Schiffsarzt war. Dieser ist von einer komischen Natur, aber immer auf der Suche nach neuen Geschichten und vermutlich weniger Einsamkeit. Somit kommt es dazu, dass die Geschichte des Krieges aus zwei Sichten erzählt wird...aus englischer und auch spanischer.
Zum einen war das eine wirklich tolle Idee. Man stellt sich somit auf keine Seite, erlebt beide Perspektiven und ist dennoch mittendrin. Durch die leicht säuerliche Art und Weise Smolletts hat man zudem einige Anekdoten. Leider wurde auch viel in der Zeit gesprungen. Von einem Tag zurück zu einem älteren. Es gab viele Unterbrechungen, wie sie bei einer Erzählung nur natürlich sind und viele griesgrämige Gefechte zwischen den Beteiligten. Manchmal wirkte alles nur verwirrend und unsortiert.

Charaktere

Die Charaktere passten alle hervorragend in die Zeit des Krieges. Doch weit weg vom "bösen Anführer"-Klischee, hat man hier einen gerechten und freundlichen Kapitän, den man dennoch nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.
Schön fand ich vor allem auch die ausführlichen Beschreibungen des Schwarzen Ortiz, der viel Talent aufwies und somit nicht nur ein schlichter Putzjunge war und das Deck schrubbte.
Schwierigkeiten hatte ich mit Romanautor Tobias Smollett. Die Zeit scheint ihn bitter gemacht zu haben. Ständig fallen herablassende Kommentare von ihm, die als Witz und Ernst gleichzeitig gehandhabt werden können. Es fiel mir als Leser schwer, ihn zu mögen - das war wohl auch nicht die Intention. Er war das Gewürz in der Suppe und gab dem Buch eine besondere Note.
Allgemein kam man den Charakterne nur geringfügig näher. Alles bleibt eher auf Distanz, was auch hilft, das Buch subjektiv zu sehen.

Schreibstil & Sichtweise

Oft habe ich Probleme mit Schreibstilen in historischen Romanen. Sie sollen informativ sein und den Leser trotzdem fesseln, doch oft geht der "fesselnde" Aspekt verloren unter Fakten. Hier jedoch war das ganz anders. Durch die Mischung mit der Fiktion wird das Buch lebendiger. Dadurch wird dem Schreibstil mehr Freiraum gelassen, der auch genutzt wurde. Langweilig wurde mir nie.
Geschrieben ist das Buch in erster Linie aus der Sicht des Kapitäns Belmonte. Doch auch andere Sichtweisen werden zwischendurch eingebunden.

Cover & Titel

In der oberen Hälfte sieht man eine Karte, während in der unteren die Schiffe schwimmen, mit dem Nebel von Kanonenfeuer. Durch die Farbe wirkt alles ein wenig veraltet, wie auf einem alten Stück Papier. Das gefiel mir sehr gut, da es ja ein historisches Buch ist. Das Cover gefällt mir sehr gut.
Auch der Titel ist anziehend und vielleicht der wichtigste Auslöser im Krieg. Weshalb er wohl auch gewählt wurde. Es wird zu Anfang und Ende erwähnt, doch verliert etwas an Bedeutung.

Zitat

" 'Muß ich etwas unterschreiben?' 'Das machen wir per Handschlag. Hände halten länger als Papier, hombre.' "
- Seite 20

Fazit

Ein gelungener historischer Roman, der durch die Erzählperspektive beider Kriegsseiten und außergewöhnlichen Charakteren punkten kann. Jedoch sind die Sprünge und Einwände teilweise verwirrend.

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