Das Ohr des Kapitäns

Roman

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Sklavenhandel, Schmuggelware und ein Kriegsgrund – der neue große historische Roman von Gisbert Haefs

Bei einer Routinekontrolle in karibischen Gewässern wird einem englischen Handelskapitän ein Ohr abgehauen. 1739 kommt es zum jahrelangen Kolonialkrieg mit dem größten Flottenaufgebot seit der Spanischen Armada.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originalverlag: Heyne
Taschenbuch, Broschur, ca. 420 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42184-4
Erscheint am 11. März 2019

Leserstimmen

An der Nase rumgeführt

Von: Susanne Ullrich

12.08.2018

Ich bin nicht sonderlich begeistert von dem Buch. Tatsächlich fühlte ich mich gleich mehrfach an der Nase herumgeführt. Gemäß Klappentext wird Kapitän Jenkins in der Karibik das Ohr abgeschnitten, er läuft plärrend nach Hause und sofort satteln die Briten die Pferde (bzw. bemannen die Schiffe) und es entbrennt der Kolonialkrieg in Mittelamerika. Und mitten drin steckt der junge Tobias Smollett, der später als Romanautor berühmt wird. Ich erwarte also, dass wir Tobias auf dem Schiff bzw. durch den Krieg begleiten und das auch Jenkins eine große Rolle spielen wird. Falsch. Ganz abgesehen davon, dass zwischen dem Ohren-Abschneiden und Kriegsbeginn 8 Jahre(!) liegen, springen wir soweit in die Zukunft, dass der Krieg inzwischen schon lange vorbei ist. Eine Jahreszahl wird hier wieder nicht mehr genannt, sondern aus dem Text ergibt sich, dass etwa 30 Jahre verstrichen sind. Stattdessen begleiten wir plötzlich ein Handelsschiff unter Kapitän Belmonte im Mittelmeer. Gut, denke ich mir, das liest sich ganz interessant, das ist okay. Als die Sache mit dem möglichen Schatz aufkommt, wird es auch etwas spannend. Eine Schatzsuche gibt ja immer was her. Aber auch das läuft irgendwie ins Leere. Denn dann besuchen wir den gealterten Mr. Smollett und es folgt eine endlose Palaverei über den Kolonialkrieg. Es wird mit Daten und Namen im Schnelldurchlauf um sich geworfen. Der 3 Jahre andauernde Krieg wird sowohl aus britischer Sicht (von Smollett) als auch aus spanischer Sicht (von Belmonte) durchgekaut. Über 180 Seiten werden geschichtliche Daten herumgeschleudert, dass mir regelrecht übel wurde. Und ständige Zwischenfragen erforderten dann auch noch irgendwelche anderen geschichtlichen Exkursionen zu Biografien, Besitzungen und Landschaftsverhältnissen. Die Schatzsuche, die das Buch interessant gemacht hat, bildete nur den Hintergrund für diese langatmige Unterhaltung und wurde dann recht zügig abgehakt. Dass Gisbert Haefs fesselnd und spannend zu schreiben vermag, zeigt er meiner Meinung nach in dem Abschnitt wo der Leser Kapitän Belmonte durchs Mittelmeer begleitet. Die Schilderung des Kolonialkrieges, die wohl der eigentliche Inhalt des Buches sein soll, über einen endlosen Dialog hinweg ist aber ganz furchtbar. Da wäre es in meinen Augen besser gewesen, Haefs hätte sich grundsätzlich auf eine Seite – nämlich die von Smollett, wenn der schon im Klappentext steht – beschränkt. So hätte Smollett als Erzähler während des Krieges auftreten können. Meinetwegen hätte man auch während des Krieges Smollett und Belmonte begleiten können. Die Beiden hätten die Geschichte abwechselnd erzählt. Dann hätte man die Mittelmeer-Story und die Schatzsuche weglassen können, die beide völlig irreführend sind. Zunächst habe ich mich ja auch über die beiden historischen Karten am Anfang des Buches gefreut. Allerdings sind diese für mich schwer zu entziffern gewesen, weil so wirr und überladen. Die im Buch genannten Orte und Buchten habe ich nur in den seltensten Fällen gefunden, was diese Karten im Grunde überflüssig macht. Ihr merkt schon, es gibt ganz viele Sachen, die mir an dem Buch nicht gefallen haben. Dabei hat es im Grunde alles was man braucht für eine spannende und packende Lektüre. Die Umsetzung allerdings war überhaupt nicht mein Fall.

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Sehr interessant, wenn auch stellenweise langatmig

Von: Fabelhafte Bücherwelt

13.07.2018

Als ich das Buch das erste Mal in die Hand nahm, war ich überwältigt. Das Cover sieht nicht nur toll aus, sondern fühlt sich auch angenehm an. Der Papierumschlag ist passend zum Thema des Buches. Der Klappentext klang vielversprechend und sehr interessant. Ich freute mich schon sehr darauf, das Buch endlich lesen zu können. Geschichtliche Bücher mag ich eigentlich sehr gerne, Militärgeschichte eher weniger. Leider war ein Großteil des Buches aber genau das. Schilderungen von Kriegsverläufen. Diese Stellen waren teilweise auch langweilig und haben sich gezogen. Trotzdem fand ich es sehr interessant zu lesen. Man erfährt sehr viel über den Kolonialkrieg und die damalige Zeit. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich konnte mit ihnen mitfiebern. Durch die besonders detailierten Beschreibungen konnte ich mich sehr gut in die Vergangenheit versetzen. Trotz der derben Sprache war Kapitän Belmonte eine faszinierende Persönlichkeit, die anderen Personen natürlich auch. Durch die vielen Dialoge wirkt die Geschichte sehr lebendig. Schön fand ich auch die Zitate, die zwischendurch immer wieder vorkamen und den Anfang eines neuen Kapitels zierten. Diese waren beispielsweise von Aristoteles, Heinrich Heine und Alexander von Humbold. Fazit Interessant und spannend ist das Buch auf jeden Fall. Empfehlen kann ich es allen, die Abenteuer und Militärgeschichte lieben.

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Vita

Gisbert Haefs, 1950 in Wachtendonk am Niederrhein geboren, lebt und schreibt in Bonn. Als Übersetzer und Herausgeber ist er unter anderem für die neuen Werkausgaben von Ambrose Bierce, Rudyard Kipling, Jorge Luis Borges und zuletzt Bob Dylan zuständig. Zu schriftstellerischem Ruhm gelangte er nicht nur durch seine Kriminalromane, sondern auch durch seine farbenprächtigen historischen Werke Hannibal, Alexander und Troja. Im Heyne Verlag erschienen zuletzt Caesar, Die Mörder von Karthago und Die Dirnen von Karthago.

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