Das Seehaus

Roman

Taschenbuch
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Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem prachtvollen Mittsommernachtfest auf dem herrlichen Landgut ihrer Familie entgegen. Noch ahnt niemand, dass die Ereignisse dieser Nacht die Familie auseinanderreißen werden.

Siebzig Jahre später stößt die Polizistin Sadie auf ein verfallenes Haus am See. Und sie erfährt, dass damals ein Kind verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld.

Inklusive ausführliches Bonusmaterial Kate Morton über Cornwall


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: The Lake House
Originalverlag: Allen & Unwin
Taschenbuch, Klappenbroschur, 624 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 11 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-453-35946-8
Erschienen am  10. April 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine spannende Familiensaga, die sich liest wie ein Kriminalroman

Von: Pan Tau Books - Ein Buchblog

18.11.2018

"Das Seehaus" von Kate Morton ist eine englische Familiensaga, die sich über 600 Seiten lang wie ein Krimi liest. Ein Kind verschwindet unter mysteriösen Umständen während einer Mittsommernachtsparty von dem Anwesen einer wohlhabenden Familie. Es taucht nie wieder auf. Erst siebzig Jahre später nimmt sich eine Ermittlerin des Falls wieder an und macht eine geheimnisvolle Entdeckung… "Das Seehaus" erzählt die Geschichte einer Familie, die von einem Schicksalsschlag schwer getroffen, jahrzehntelang in Ungewissheit und Zweifel lebt. Eine Geschichte, die mich unheimlich fesseln konnte und deren Auflösung so originell war, dass meine Erwartungen noch übertroffen wurden. Inhalt Eine Mittsommernacht in Cornwall im Jahr 1933 soll für die Familie Edevane alles verändern. Der jüngste Sohn verschwindet und für die Familie bricht eine Welt zusammen. Ist er weggelaufen? Wurde er entführt? Auf keine der Fragen erhalten sie eine Antwort. Siebzig Jahre später stößt die Polizistin Sadie auf ein verfallenes Haus am See, dem einstigen Anwesen der Familie Edevane. Es scheint, als habe die Familie nach dem Verschwinden des Jungen fluchtartig ihr Zuhause verlassen. Erst durch Sadies Hartnäckigkeit kommt ans Licht, was in jener Nacht wirklich geschah. Meine Meinung Kate Mortons Familiensagen schießen in regelmäßigen Abständen bei Veröffentlichung an die Spitze der Bestsellerlisten und sind damit ein Muss für jeden Fan von Generationenromanen. "Das Seehaus" war der zweite Roman nach "Der verborgene Garten", den ich von der Autorin gelesen habe und ich bin weiterhin sehr überzeugt von ihrer Professionalität und Originalität Geschichten zu schreiben! Der Roman wird überwiegend abwechselnd aus der Perspektive dreier Frauen erzählt und springt zwischen den Jahren 1911-1914, 1932-1933 und der Gegenwart im Jahr 2003 hin und her. Eleanor, Ehefrau und Mutter dreier Kinder, lebt 1932 mit ihrer Familie in Cornwall auf einem herrschaftlichen Anwesen, das direkt an einem See gelegen ist. Ihre sechzehnjährige Tochter, Alice ist ein Freigeist. Sie möchte Schriftstellerin werden und hat eine Schwäche für den jungen, gutaussehenden Gärtner. 2003: Sadie ist Polizistin und derzeit beurlaubt. Weil sie sich in ihrer Heimat zu sehr in einen Fall verbissen und gravierende Fehler gemacht hat, hat sie sich bei ihrem Großvater in Cornwall verkrochen und entdeckt das Haus am See und seine jahrzehntelangen Geheimnisse. Dies ist die spannende Ausgangssituation der Geschichte, die dem Leser die Möglichkeit gibt, die drei unterschiedlichen Frauen in ihrer jeweiligen Zeit näher kennenzulernen. Mir ist der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gefallen, denn die drei Protagonistinnen sind in ihrer Persönlichkeit sehr unterschiedlich, was die Konstellation interessant und ansprechend macht. "Wolken verdeckten den Mond, so viel Glück hatte sie gar nicht verdient. So schnell sie konnte, bewegte sie sich durch die finstere Nacht […]. Etwas brach durch das Farndickicht, doch sie zuckte nicht zusammen, blieb nicht stehen." (S. 5) Die Handlung kann ich als sehr tiefgründig und spannend beschreiben. Dadurch, dass die Handlung des Romans in der Zeit springt, werden die Kapitel oftmals von Cliffhangern beendet, was mich als Leserin dazu animiert hat, weiterzulesen und an der Geschichte dran zu bleiben. Trotzdem konnte ich hier und da ein paar Längen in den Nebenhandlungen der Geschichte ausmachen, die auch etwas hätten gestrafft werden können. Generell kann man jedoch von einer sehr gut aufgebauten und ausgefeilten Storyline sprechen, die faszinierend vielschichtig ist, obwohl beispielsweise keine große Anzahl an Figuren involviert ist. Dennoch war ich sehr positiv von dem Ausgang der Geschichte überrascht und hätte eine Auflösung in der Art nicht erwartet. Das ist aber genau die Qualität an Kate Morton, die ich auch schon in Der verborgene Garten festgestellt habe: Ihre Familiensagen sind wie Kriminalromane aufgebaut und lesen sich ebenso zügig und mit der nötigen Neugier. "Wie sie kaum wahrnehmbar die Lippen spannte, wie sie die Fingerspitzen gegeneinander presste, was sie schon als Kind getan hatte, wenn sie aufgeregt war. […] Man nahm sich viel zu selten die Zeit, die Menschen genau zu betrachten, die einem vertraut waren." (S.184) Auch das Setting des Romans hat mich absolut überzeugt, denn die Atmosphäre hätte zwischen den Jahren 1914 und 2003 nicht gegensätzlicher und damit interessanter sein können. Im Jahr 1914 ziehen die Kriegswolken über England und verschonen auch das junge Paar Eleanor und Anthony Edevane nicht. Der Krieg spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte, auch wenn er nie explizit wird, hat er großen Einfluss auf die Familie und damit auf die Handlung des Romans. Im Jahr 2003 sind die Erinnerungen an den Krieg längst verblasst und das Seehaus der Familie ist verwildert und verwahrlost, wie in einem verwunschenen Märchen. Die Beschreibungen dieses von Geheimnissen nur so strotzenden Ortes hat mich immer wieder beim Lesen fasziniert, denn die Autorin schafft ein sehr stimmungsvolles und märchenhaftes Bild von Cornwall und dem Schauplatz der Geschichte. "Ben ging durch das Rosenrot, und als er am Fischteich kurz stehen blieb, beschlich ihn eine Erinnerung wie ein dunkler Schatten. An dieser Stelle hatte Alice ihn zum ersten Mal aus ihrem Manuskript vorgelesen. Er konnte ihre Stimme hören, als hätten die Blüten und Blätter um ihn herum sie eingefangen und würden sie nur für ihn abspielen wie eine Schaltplatte." (S.226) Der Schreibstil von Kate Morton ist wunderbar eindringlich und lebhaft. Sie schafft es überzeugend und authentisch die Gedanken und Gefühle ihrer Figuren einzufangen und gleichzeitig ein stimmungsvolles Bild der Umgebung zu schaffen. Fazit & Bewertungen "Das Seehaus" von Kate Morton ist eine englische Familiensaga, die hält, was sie verspricht: tiefgründige Figuren, geheimnisvolle Settings, spannende Familienkonflikte, überraschende Verwicklungen und ein vielversprechender Ausgang der Geschichte. Mir hat der Roman und seine spannenden Wendungen sehr gefallen, sodass er sich einreiht in meine Liste der Leseempfehlungen. https://pantaubooks.wordpress.com/

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Großartige Familiensaga mit Thrillerelementen

Von: KittysKiste aus Deutschland

19.07.2018

Im Jahre 1933 lebt Familie Edevane in Cornwall auf ihrem Anwesen am See. Gerade sind alle mit den Vorbereitungen zum alljährlichen Mittsommernachtsfest beschäftigt, nichtsahnend, dass am nächsten Tag schon das Unglück über sie hereinbrechen wird. Siebzig Jahre später stößt die junge Polizistin Sadie beim Joggen auf das ziemlich herunter gekommen Haus am See und ist sofort davon fasziniert. Fortan versucht sie herauszufinden, was damals dort geschehen ist. Angetan vom sehr interessanten und geheimnisvollen Klappentext des Buches, musste ich es endlich lesen und ich war wirklich überrascht, wie sehr es mich von sich überzeugen konnte. Kate Morton hat zwar einen sehr ausführlichen und bildlichen Schreibstil, doch fand ich kein einziges Wort überflüssig. Vielmehr ließ sich dieser Roman sehr schnell und einfach lesen und hat mich einfach in seinen Bann gezogen. Dabei ist die Sprache genau auf den Punkt und passt perfekt. Was die Handlung in diesem Buch angeht, so ist diese sehr umfangreich. Einerseits hat man es mit einer Familiensaga zu tun, andererseits aber auch mit einem Thriller, der den Leser an manchen Stellen den Atem anhalten lässt. Außerdem springt die Geschichte zwischen den Jahren hin und her und man bekommt immer wieder kleine Häppchen darüber hingeschmissen, was im Jahre 1933 auf dem Anwesen der Edevanes geschehen sein könnte. Immer wieder werden von Sadie neue Vermutungen aufgestellt und diese mit einem erneuten Blick in die Vergangenheit entweder bekräftigt oder widerlegt. Man konnte sich also nie sicher sein, was nun wirklich vorgefallen ist und so blieb die Geschichte bis zum Schluss wahnsinnig spannend. Dabei waren die Wendungen richtig gut inszeniert und bis ins kleinste Detail perfekt durchdacht. So konnte mich das Ende, obwohl ich selbst eine Vermutung hatte, die in diese Richtung ging, richtig überraschen und es hat mich durchaus zufrieden zurück gelassen. Ebenfalls waren die Charaktere allesamt richtig gut geschrieben. Leider kann ich aber nicht auf jeden einzeln eingehen, da es einfach zu viele wichtige Personen gab, einerseits die Familie Edevane mit Freunden und Angestellten, andererseits Sadie und die Menschen, mit denen sie zu tun hat. Dabei stehen aber vor allem Alice und Sadie als Protagonistinnen im Vordergrund. Beide sind durchaus sehr authentische und eigenständige Persönlichkeiten, deren Schicksale wahnsinnig interessant zu lesen waren. Ich kann nur sagen, dass mir dieses Buch außerordentlich gut gefallen hat. Ich fühlte mich zu keiner Zeit gelangweilt und wollte einfach immer weiter lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Wer Familiensagas mag, der sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.

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Vita

Kate Morton, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf und studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane erschienen weltweit in 32 Sprachen und 38 Ländern und eroberten ein Millionenpublikum. In Deutschland sind alle ihre Romane SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England.

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