Das Wunder

Roman

Taschenbuch
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Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?


Aus dem Englischen von Thomas Mohr
Originaltitel: The Wonder
Originalverlag: Little, Brown
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-442-48905-3
Erschienen am  18. Juni 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Was für ein Buch

Von: Suse

15.10.2019

Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht? Die Autorin: Emma Donoghue war bereits als Kind von Büchern umgeben. Seit ihrem 23. Lebensjahr schreibt sie Romane, literaturgeschichtliche Werke, Märchen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Bühnenstücke und Drehbücher. Mit dem auch verfilmten Roman »Raum« wurde sie zur internationalen Bestsellerautorin. Emma Donoghue lebt mit ihrer Partnerin und ihren beiden Kindern in Kanada. Meine Meinung: Mir ist das Buch durch sein Cover aufgefallen. Erst danach habe ich mitbekommen, das es das Buch bereits in der Hardcover Ausgabe gibt, was mich aber so überhaupt nicht angesprochen hätte. Ich finde das Cover des Taschenbuch sehr aussagekräftig und einmalig. Die Geschichte hat mich dann komplett in seinen Bann gezogen und als ich dann zusätzlich erfahren habe, das die Geschichte teilweise auf Tatsachen beruhen soll war ich Feuer und Flamme. Ich mag die Zeit in der das Buch spielt sehr. Ich finde die Autorin konnte diese auch gut transportieren. Auch die Figuren waren sehr schön ausgearbeitet. Ich mochte die Handlung und den Verlauf. Spannend ist das Buch zudem, auch wenn es mehr ein Roman ist. Die Kombination von dem tollen Schreibstil und der doch sehr interessanten Thematik hat mir sehr gut gefallen. Ein Buch was mir noch etwas im Kopf bleiben wird. Es war so einzigartig das ich es so schnell nicht vergessen werde. Ich habe hier teilweise wirklich mitgelitten und mich immer wieder gefragt „Kann das wirklich so sein“. Totale Empfehlung.

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Spannend und realistisch, aber nichts für Romantiker*innen!

Von: Susanne Martin

09.10.2019

Die irische Autorin Emma Donoghue, die mittlerweile in Kanada lebt, beeindruckte mich vor vielen Jahren mit ihrem Roman Raum. In diesem Buch beschreibt sie das Schicksal eines Jungen, der mit seiner Mutter über Jahre hinweg in einem Raum gefangengehalten wird. Der zweite Teil dieses Romans beschreibt den mühsamen Weg zurück in den Alltag, nachdem die Flucht gelungen ist. Mir war klar, daß der neue Roman von Emma Donoghue ganz anders sein wird, da er im Irland des 19. Jahrhunderts spielt, aber dennoch wollte ich ihn gerne lesen, um zu sehen, ob es der Autorin erneut gelingt, mich so zu fesseln. Gleich vorneweg gesagt: Jein. Zum Inhalt: In einem kleinen irischen Dorf scheint sich ein Wunder zu ereignen: Anna O’Donnell hat seit dem Tag nach ihrem 11. Geburstag vor 4 Monaten keine Nahrung mehr zu sich genommen. Trotzdem geht es ihr gut und sie ist gesund – durch Gottes Liebe und Gnade glauben die Dorfbewohner. Trotzdem gibt es Menschen, die das gerne beweisen möchten, denn wäre das tatsächlich so, könnte dieses Wunder für die kleine Pfarrgemeinde einen großen Aufschwung bedeuten. Deshalb bildet sich ein Kommittee, das die englische Krankeschwester Lib Wright und eine zur Krankenschwester ausgebildete Nonne beauftragt, das Kind rund um die Uhr zu beobachten, um festzustellen, ob das vermeintliche Wunder wirklich eines ist. Lib hat von Anfang an Zweifel an der Geschichte und notiert in ihren Schichten genau, ob und wie sich das Kind verändert. Und nach einigen Tagen, in denen sie keinerlei Hinweis auf einen Betrug feststellen kann, beginnt Anna sich zu verändern und zu verfallen. Lib erkennt mit Entsetzen, daß das Kind beginnt zu verhungern und daß sie und ihre Kollegin durch ihre Beobachtung die Ursache sein müssen. Emma Donoghue beschreibt das Leben und den strengen Katholizismus im bettelarmen Irland sehr detailliert und intensiv. Lib ist Engländerin, Witwe und nicht gläubig. Durch ihre Perspektive sehen wir das Dorfleben, die Familiengemeinschaft und die Ergebenheit gegenüber der Kirche. Obwohl es irgendwann offensichtlich ist, daß Anna zu sterben droht, unternimmt niemand etwas, das zu verhindern – das ist Gottes Wille. Als Lib beginnt nachzubohren und irgendwann dem Schwindel, der hinter dem vermeintlichen Wunder steckt, auf die Spur kommt, interessiert das niemanden – nicht die Familie und auch nicht das Kommitee, das letztendlich um sein Wunder und die mögliche Heiligsprechung des Mädchens bangt. In einer leidenschaftlichen Diskussion Lib’s mit den Kommitteemitgliedern offenbart sich deren ganze Bigotterie. Und Lib muss sich entscheiden, ob sie ihren Auftrag bis zu seinem bitteren Ende erfüllen will, oder ob sie einen Ausweg findet, das Kind aus dem verhängnisvollen Geflecht aus Loyalität und Glauben zu befreien. Keine Frage, Emma Donoghue kann schreiben und sie nahm mich als Leserin durchaus gefangen, vor allem im letzten Drittel des Romans konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Man merkt, daß sie sorgfältig recherchiert hat und sich mit dem Phänomen der Fastenmädchen intensiv beschäftigt hat. Vor allem die Beziehung zwischen Lib und Anna, die sich von anfänglicher Distanz immer mehr zu einer vertrauensvollen entwickelt, hat mich zunehmend gefesselt. Allerdings war mir manches doch etwas zu detailliert und langatmig, 50 Seiten weniger hätten dem Roman nicht geschadet und seine Dichte erhöhen können. Trotzdem habe ich die Lektüre nicht bereut, denn der Roman zeigt ein realistisches Bild der Zeit, der Macht der Kirche und der Rolle der Frauen. Mein Fazit: Das ist ein realistischer, spannender historischer Roman, der unter die Haut geht und nachhallt! Wer gerne romantisch verbrämte Historienromane liest, wird davon enttäuscht sein, aber wer sich wirklich für einen ungewöhnlichen Aspekt des irischen Lebens im 19. Jahrhundert interessiert, wird ihn mit Gewinn lesen!

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Vita

Emma Donoghue war bereits als Kind von Büchern umgeben. Seit ihrem 23. Lebensjahr schreibt sie Romane, literaturgeschichtliche Werke, Märchen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Bühnenstücke und Drehbücher. Mit dem auch verfilmten Roman »Raum« wurde sie zur internationalen Bestsellerautorin. Emma Donoghue lebt mit ihrer Partnerin und ihren beiden Kindern in Kanada.

Weitere Informationen zur Autorin und ihren Werken finden Sie unter emmadonoghue.com

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