Das Wunder

Roman

Taschenbuch
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Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?


Aus dem Englischen von Thomas Mohr
Originaltitel: The Wonder
Originalverlag: Little, Brown
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-442-48905-3
Erschienen am  18. Juni 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Das Wunder von Irland ?

Von: Literaturblogsaarland

28.02.2020

Inhalt : Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht? Vita : Emma Donoghue war bereits als Kind von Büchern umgeben. Seit ihrem 23. Lebensjahr schreibt sie Romane, literaturgeschichtliche Werke, Märchen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Bühnenstücke und Drehbücher. Mit dem auch verfilmten Roman »Raum« wurde sie zur internationalen Bestsellerautorin. Emma Donoghue lebt mit ihrer Partnerin und ihren beiden Kindern in Kanada. Meine Meinung : Die Krankenschwester Elizabeth " Lib " Wright wird in ein kleines irisches Dorf beordert, um dort eine ungewöhnliche Aufgabe zu übernehmen. Sie soll die elfjährige Anna O´Donnell überwachen, die angeblich seit über vier Monaten keine Nahrung mehr zu sich genommen hat und sich scheinbar bester Gesundheit erfreut. Ein Schwindel oder göttliche Fügung ? Lib Wright, eine Nightingale-Schwester glaubt die Geschichte keine Sekunde lang und macht sich auf den Weg nach Irland, um den angeblichen Schwindel stante pede aufzuklären. Sie lernt dort Anna kennen, die an eine göttliche Fügung glaubt und tief gläubig ist und überzeugt ist, allein durch die Liebe Gottes " genährt " zu werden. Lib und eine weitere Schwester sollen das kleine Mädchen nun zwei Wochen ohne Unterbrechung überwachen, um hinter das Mysterium zu kommen. Das Thema des Buches hat mich direkt angesprochen und in der Krankenschwester Lib habe ich sofort eine Gleichgesinnte gefunden. Sie glaubt nicht an ein Wunder und lässt Anna nicht aus den Augen. Der Leser kann somit Lib und ihren Beobachtungen komplett vertrauen und ist sich sicher, dass nichts im Verborgenen bleibt. Mit Lib und Anna, dem Fastenmädchen hat die Autorin zwei faszinierende Charaktere erschaffen. Nach und nach nähern sich die beiden an und fangen an, sich zu vertrauen. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mit Lib warm zu werden, da sie doch viele Vorurteile gegen die irische Bevölkerung hegt und dies hat sie zu Beginn einige Sympathiepunkte gekostet. Der Schreibstil ist eingängig und man kann sich als Leser gut das Leben in Irland in dieser längst vergangenen Zeit vorstellen. Ausserdem schafft es die Autorin meisterlich, die Spannung komplett zu halten. Man ist die ganze Zeit am mitfiebern, wie das kleine Mädchen es schafft, keine Nahrung zu sich zu nehmen, oder welcher Trick dahinter steckt. Das Ende ließ mich etwas zwiegespalten zurück. Es war glaubwürdig und realistisch, dennoch hat mir der letzte Kniff gefehlt. Wenn man die Geschichte aber einige Zeit " sacken " lässt, versöhnt man sich auch mit dem Schluss. Ein wirklich tolles Buch der Autorin, welches noch lange Zeit in meinen Gedanken nachhallen wird. Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Spannende und faszinierende Geschichte um ein göttliches Wunder, um Fanatismus und die Suche nach Wahrheit - packend und authentisch

Von: schnäppchenjägerin

10.01.2020

In einem kleinen Dorf in Irland lebt 1859 ein 11-jähriges Mädchen, das angeblich seit vier Monaten keine Nahrung mehr zu sich genommen hat. Sie wird als Wunder gefeiert, weshalb sogar Menschen von Fern zu ihr hinpilgern. Während Gläubige Anna als ein Symbol Gottes sehen, gibt es auch Zweifler, die eine Täuschung dahinter vermuten. Um das Wunder zu beweisen oder aber die Lüge zu entlarven, werden eine Ordensschwester und eine Krankenschwester aus England abgestellt, um Anna rund um die Uhr zu beaufsichtigen. Die sehr selbstbewusst auftretende Krankenschwester Elizabeth Wright, eine Schülerin der berühmten Florence Nightingale, vermutet, dass dem Mädchen heimlich Nahrung zugeführt wird, gerade so viel, dass es zum Überleben reicht. Sie ist jedoch verwundert über die Energie, die das nur leicht abgemagerte, von Wassereinlagerungen aufgedunsene Mädchen, verfügt. Der Roman ist aus der Perspektive der gegenüber dem Wunder kritisch eingestellten Lib geschrieben. Sie beaufsichtigt das "Fastenmädchen" abwechselnd mit der Nonne für acht Stunden, Tag und Nacht. Einerseits empfindet sie Mitleid mit dem Mädchen, das sehr gottesfürchtig ist und behauptet, sich vom "himmlischen Manna" zu ernähren, andererseits verspürt sie eine Wut darüber, dass die Menschen ihrer Meinung nach zum Narren gehalten werden. Sie sieht eine Verschwörung von religiösen Eiferern, fanatischen Katholiken und Abergläubischen. Ihr Misstrauen ist nachvollziehbar - denn wie soll ein Mädchen mit nur wenigen Teelöffeln Wasser am Tag über einen so langen Zeitraum überleben? Leidet Anna an einer psychischen oder physischen Krankheit? Kann es tatsächlich ein göttliches Wunder sein? Ist Anna gar eine Heilige? Oder baut sie, seit sie von den beiden Schwestern überwacht wird, nicht doch körperlich ab? Gespannt begleitet man Lib dabei, die vermeintliche Lüge aufzudecken, wobei es ihr letztlich nicht mehr (allein) um die Entlarvung von bigotten Betrügern, sondern um das Wohl des Kindes geht, um dessen Leben sie sich nach nur wenigen Tagen der Überwachung aufrichtig sorgt. Die Atmosphäre in dem von Glaube und Aberglaube geprägten, erzkatholischen Dorf ist sehr eindrucksvoll geschildert und schafft eine ganz eigentümliche, mystische Stimmung. Gleichzeitig ist es kaum vorstellbar, wie Menschen vor Gottesfurcht oder dem Wunsch nach Sensation so verblendet sein können, dass Verstand und Vernunft keine Rolle mehr zu spielen scheinen. "Das Wunder" ist eine spannende und faszinierende Geschichte um ein göttliches Wunder, um Fanatismus und die Suche nach Wahrheit, die so authentisch geschildert ist, dass sie sich tatsächlich zu der damaligen Zeit hätte ereignen können.

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Vita

Emma Donoghue war bereits als Kind von Büchern umgeben. Seit ihrem 23. Lebensjahr schreibt sie Romane, literaturgeschichtliche Werke, Märchen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Bühnenstücke und Drehbücher. Mit dem auch verfilmten Roman »Raum« wurde sie zur internationalen Bestsellerautorin. Emma Donoghue lebt mit ihrer Partnerin und ihren beiden Kindern in Kanada.

Weitere Informationen zur Autorin und ihren Werken finden Sie unter emmadonoghue.com

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