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Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat Roman

Kundenrezensionen (199)

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7341-0098-7

Erschienen: 21.11.2016
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Die Geschichte einer unerwarteten Freundschaft, eines ungewöhnlichen Helden und einer unmöglichen Reise

Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen. Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte. Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

Wussten Sie, dass Gavin Extence den Großteil seines Romans Das unerhörte Leben des Alex Woods mit einer Fellmütze und in Decken eingewickelt geschrieben hat, weil er sich die Heizkosten nicht leisten konnte? Zum Interview

Gavin Extence (Autor)

Gavin Extence, geboren 1982, wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire in einem kleinen Dorf mit dem interessanten Namen Swineshead auf. In seiner Kindheit machte er eine kurze, aber glanzvolle Karriere als Schachspieler; er gewann zahlreiche nationale Turniere und reiste nach Moskau und St. Petersburg, um sich dort mit den besten jungen Denkern Russlands zu messen. Er gewann nur ein Spiel.

Mit seinem Debütroman »Das unerhörte Leben des Alex Woods« schrieb er sich in die Herzen von Lesern und Kritikern gleichermaßen. Der Roman wurde in Großbritannien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, eroberte auch in Deutschland die Bestsellerliste und gehört zu den meistempfohlenen Büchern 2014. Sein lang erwarteter zweiter Roman »Libellen im Kopf« erscheint im November 2016 im Limes Verlag.

Heute lebt Gavin Extence mit seiner Familie in Sheffield.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
Originaltitel: Alex Woods VS The Universe
Originalverlag: Hodder & Stoughton, London 2013

Taschenbuch, Klappenbroschur, 496 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-7341-0098-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 21.11.2016

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Das unerhört Leben des Alex Woods

Von: Steffi Datum: 19.03.2017

leseglueck.blogspot.de

Cover:
Das Cover sieht gut aus und passt perfekt zur Geschichte. Darauf ist eine Stadt, ein Meteorit und viele Sterne zu sehen. Dieses schicke Hardcoverbuch hat natürlich auch ein Lesebändchen.

Meinung:
Das unerhörte Leben des Alex Woods ist ein Buch mit viel Tiefgang und ohne Kitsch und Liebe. In diesem Roman gibt es viele Stellen zum Nachdenken und auch einige Wortwechsel zum Schmunzeln. Der Schreibstil ist flüssig und locker. Trotz einiger komplizierter Fachausdrücke sind trotzdem auch diese Passagen gut zu lesen. Mir hat das Lesen dieses Buches Spaß gemacht. Erzählt wird aus Sicht von Alex.

Alex ist der Hauptprotagonist in diesem Roman. Er erzählt uns seine Geschichte und wie alles dazu kam, so wie es jetzt ist. Er fängt damit an als er zehn war. Alex ist von Anfang an anders als andere Jungs in seinem Alter. Seine Interessen weichen sehr von denen der anderen ab was ihn zum Außenseiter macht.

Spätestens nachdem er zu Hause von einem Meteoriten am Kopf getroffen wurde und es dazu viele Schlagzeilen in der Presse gibt, wird sein Leben noch merkwürdiger als es so schon war. Er wächst bei seiner Mutter auf die ein sehr unkonventionellen Job hat wo sie regelmäßig anderen die Karten liest. Alex Mutter ist mir nicht sehr sympathisch gewesen, konnte mich dann aber zum Schluss doch noch von sich überzeugen.

Mit Mr. Peterson lernt Alex einen richtigen Freund kennen. Mr. Peterson ist ein meistens schlecht gelaunter älterer Mann bei dem Alex zuerst Strafarbeit leisten muss. Es scheint so als wenn Alex dem alten Mr. Peterson ziemlich auf die Nerven geht mit seiner vielen Fragerei, aber schon bald merkt er dass Alex nicht so ist wie andere in seinem Alter und schließt ihn in sein Herz.

Es ist schon erstaunlich dass Alex sich so gut mit Mr. Peterson versteht und mit ihm seine Freizeit verbringt. Alex lernt viel von ihm. Die Beiden unterhalten sich viel über Literatur, Mr. Petersons früheres Leben und Alex übernimmt einige Arbeiten bei ihm. Von ihm lernt Alex auch das Wichtigste überhaupt: wie man richtig lebt und Entscheidungen immer bestmöglich treffen sollte, immer mit dem Hintergedanken dass man nur dieses eine Leben hat.

Ohne vorher schon zu viel zu verraten, geht es in diesem Buch um Sterbehilfe. Alex ist zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt und trifft eine mutige Entscheidung auch im Sinne seines Freundes und macht diesem sein Leben noch für einige Zeit länger lebenswert als dieser es vorher gedacht hat. Sterbehilfe ist ein schwieriges Thema zu dem jeder seine Meinung haben darf. Ich finde dass es dazu kein richtig oder falsch gibt. Mir hat dieses Buch gefallen und es hat mir besonders Spaß gemacht zusammen mit Alex Mr. Peterson kennen zu lernen.

Fazit:
Das unerhörte Leben des Alex Woods ist ein unterhaltsamer Roman in dem es um einen besonderen Jungen, Freundschaft und Sterbehilfe geht. ich vergebe 5 von 5 Sterne.

Eine einfühlsame und intelligente Geschichte

Von: Nela Datum: 19.01.2017

livricieux.wordpress.com

»Ich will damit sagen, dass der Tod die einfachste Sache der Welt ist. Nur das Sterben ist schrecklich.« (S.348)

Erster Satz:

Sie griffen mich in Dover auf, als ich wieder einreisen wollte.

Verlagstext:

Die Geschichte einer unerwarteten Freundschaft, eines ungewöhnlichen Helden und einer unmöglichen Reise
Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen. Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte. Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe und insbesondere beim Blanvalet Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Meine Meinung:

Gavin Extence mausert sich mehr und mehr zu einem meiner Lieblingsautoren. Nachdem mich „Libellen im Kopf“ total begeistert hatte, stand es ausser Frage, dass ich auch sein Erstlingswerk lesen werde. Und auch mit dieser Geschichte hat Extence genau in mein Herz und meinen Geschmack getroffen.

Die Geschichte beginnt eigentlich kurz vor Ende, als Alex in Dover von der britischen Polizei aufgegriffen wird, 113 Gramm Marihuana im Handschuhfach und die Urne mit der Asche seines Freundes Isaac Peterson auf dem Beifahrersitz. Den Anweisungen des Zollbeamten – gefälligst aus dem Wagen auszusteigen – kann Alex nicht gleich Folge leisten, da er die ersten Anzeichen eines Epileptischen Anfalls abzuwenden versucht. Nicht zuletzt deswegen wird er auf das Dover Police Departement verfrachtet und mit allerlei vermeintlichen Beweismitteln konfrontiert. Es wird von ihm verlangt, bitte schön die ganze Geschichte wahrheitsgetreu und der Reihe nach zu erzählen. Und das tut er gegenüber uns Leser zumindest auch.

»Manchmal, wenn Leute eine lückenlose Erklärung verlangen, ist völlig klar, dass sie genau das nicht wollen. Was sie wollen, ist eine Bestätigung dessen, was sie längst zu wissen glauben.« (S.24)

Und so erzählt Alex von seinem Unfall als zehnjähriger, der seine Epileptischen Anfälle auslöste, aber auch von all den Schwierigkeiten in der Schule, die sein Anderssein nur noch mehr in Stein meisseln.
Und Alex ist anders, das merkt man als Leser sofort. Aufgrund seines Unfalls (ein Meteorit, der durch das Dach seines Hauses schlägt und ihn am Kopf trifft) leidet er an Temporallappen Epilepsie und merkt ziemlich schnell, dass es ganz spezifische Auslöser für seine Anfälle gibt. Mit Hilfe von Meditation gelingt es ihm, sich anbahnende Anfälle abzuwenden.
Aufgrund des Unfalls hat Alex auch ein grosses Interesse an Themen der Astrophysik und der Neurologie, so dass er ettliche Bücher zu diesen Themengebieten verschlingt und ein kleiner Experte wird. Als Erwachsener möchte er logischer weise auch entweder Neurologe oder Astrophysiker werden.

In der Schule hat es Alex schwer, passt er doch in jede der vielen Kategorien, die ihn als Aussenseiter abstempeln, er trägt die „falschen“ Klamotten, hat eine alleinerziehende Mutter und interessiert sich doch tatsächlich für den Schulstoff, insbesondere die Naturwissenschaften und Mathematik.

»In der Mittelstufe, besonders am Anfang, wird Vielfalt nicht geschätzt. In der Mittelstufe ist anders zu sein das schlimmste Verbrechen, das man begehen kann. Eigentlich ist anders zu sein in der Mittelstufe das einzige Verbrechen, das man begehen kann.« (S.99)

Als Folge einer fiesen Mobbing Attacke seiner Mitschüler lernt Alex den miesepetrigen und einzelgängerischen Mr. Peterson kennen. Dieser lebt in einem alten Haus mit Garten, baut auf seinem Dachboden Marihuana an und liest für sein Leben gern die Romane von Kurt Vonnegut. Über diese Liebe zur Literatur entspinnt sich eine zarte Freundschaft.
Als Mr. Peterson dann an einem progressiven Leiden erkrankt, wird diese Freundschaft auf eine harte Probe gestellt und Alex muss wohl die bisher schwierigste Entscheidung in seinem noch jungen Leben treffen.

Gavin Extence erzählt einmal mehr eine unglaublich feinfühlige und intelligente Geschichte, die sich eines schwierigen und kontrovers diskutierten Themas annimmt. Unter vielem anderen geht es nämlich um die Frage des selbstbestimmten Lebens und Sterbens, um das Recht, in Würde zu Sterben. Trotz aller Ernsthaftigkeit, die dieses Thema beinhaltet, streut Extence immer wieder diesen unvergleichlichen britischen Humor ein und erzählt so seine Geschichte sehr gefühlvoll, freundlich, manchmal gar äusserst traurig aber immer voller Hoffnung.

»Für uns ging es niemals um den Tod, sondern immer nur um das Leben. Die Gewissheit, dass es einen Ausweg gab […], war der Schlüssel zu Mr. Petersons Weiterleben.« (S. 360)

„Das unerhörte Leben des Alex Woods“ ist wahrlich kein Buch über den Tod, sondern vielmehr über das Leben und die Freundschaft. Was macht Freundschaft aus? Welches sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben? Wie entscheide ich, was richtig ist? Extence gibt seinen Lesern so einiges an Stoff zum nachdenken. So leicht und locker, wie das Buch begonnen hat, so philosophisch und ethisch dicht bepackt endet es.

Auch mit seinem Debütroman konnte mich Gavin Extence begeistern und mitreissen. Ich mag seinen Humor und seinen lockeren Schreibstil, mit dem er es vermag, schwere Themen leicht zu verpacken. Er ist definitiv ein Autor, den ich auf meinem Radar behalten werde.

Fazit:

„Das unerhörte Leben des Alex Woods“ ist ein einfühlsam und intelligent geschriebener Roman über die Würde des Lebens und das Recht in Würde zu Sterben. Auch wenn das eigentliche Thema erst sehr spät im Buch thematisiert wird, so ist die Geschichte keineswegs langatmig oder wirkt in die länge gezogen. Dies ist unter anderem Gavin Extence‘ Schreibstil und seinem britischen Humor zu verdanken, den ich einfach liebe.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: aus Elsfleth Datum: 22.07.2014

Buchhandlung: Elsflether Leselust

Dieses Buch war ganz große Klasse. Teilweise gab es urkomische Szenen, an denen man unweigerlich kichern musste, aber es hatte auch ernste, berührende Momente. Spitze!

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