Der Fotograf von Auschwitz

Das Leben des Wilhelm Brasse

Ab 13 Jahren
(6)
Taschenbuch
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Die Menschen zu retten war für ihn unmöglich. Zeugnis abzulegen unabdingbar.

Warum? Mit diesem Wort beginnen seit Wilhelm Brasses Ankunft in Auschwitz alle Fragen. Warum dieses unfassbare Leid? Warum greift niemand ein? Als Häftling Nr. 3444 zum Erkennungsdienst abkommandiert, soll er die anderen KZ-Insassen fotografieren. Menschen, denen die Todesangst ins Gesicht geschrieben steht. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern verschwinden. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis abzulegen von den unfassbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

»Schon einige Zeit am Markt, aber absolut lesenswert.«

PROFIFOTO (18. Februar 2019)

Taschenbuch, Broschur, 192 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 34 s/w Abbildungen
Mit einem Vorwort von Max Mannheimer!
ISBN: 978-3-570-31236-0
Erschienen am  10. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der Fotograf von Auschwitz - erschreckend, grausig, unendlich traurig

Von: smooneliest

22.01.2019

- Das Leben des Wilhelm Brasse - von Reiner Engelmann cbt 2018, 192 Seiten Ein schmales Buch mit schrecklichem Inhalt und unvorstellbarem Leid. Es basiert auf Interviews mit Wilhelm Brasse, der durch reines Glück 5 Jahre Auschwitz überlebt hat. Es sind Fotos enthalten und insgesamt recht sachlich geschrieben, die Vorgänge und Methoden werden beschrieben, sodass man es vor Augen sieht, was da Unvorstellbares passiert ist. Schon allein die Vorstellung bringt mich zum Weinen. Am Ende des Buches finden sich auch Fotos der Befehlshaber, Ärzte und so weiter, junge, z.T. attraktive Menschen, die zu solchen Scheußlichkeiten imstande sind. Unbegreiflich! Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, ich finde, jeder sollte es lesen. Klar, man weiß schon so, was da passiert ist, aber hier in diesem Buch ist es richtig Realität. Diesem Mann ist das wirklich geschehen, die Fotos der Menschen ... Einfach erschütternd und aufrüttelnd. Mehr kann ich gar nicht dazu schreiben. Lest es! Ich finde, ab Klasse 9 oder 10 sollte es in den Geschichtsunterricht mit hinein. Einem 14jährigen würde ich es vielleicht noch nicht zumuten wollen.

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Unglaublich ergreifend!

Von: Wuschel aus Nußloch

04.01.2019

Meinung: Hier habe ich aus guten Gründen auf eine eigene Beschreibung verzichtet. Zum einen aufgrund der knappen Seitenanzahl, zum anderen weil sich solch ein Buch nur schwer in eigene Worte fassen lässt. Ehrlich gesagt, hätte ich das Buch für mich wahrscheinlich nie gekauft. Da aber das Wichteln vor der Tür stand, landete es bei mir zuhause. Immer wieder blätterte ich es durch. Warf mal einen Blick hinein. Tja, so bekam mein Wichtelkind ein Buch weniger und ich las es zwischen den Jahren selbst. Wie ich es von einem Jugendbuch erwarte, waren die Ereignisse zwar beschrieben, aber weniger verbildlicht. Ich gehe stark davon aus, dass man sich als Jugendlicher die Bilder dennoch ganz gut vorstellen kann. Mir ist es auf jeden Fall gelungen. Zeitweise musste ich das Buch auf die Seite legen und erst einmal verdauen. Auf der anderen Seite war ich so gebannt, dass ich kaum ansprechbar war. Besonders gefiel mir die Begriffserklärung sowie das Personenverzeichnis am Ende, denn so hab ich gleich noch was dazu gelernt. Wobei ich das bei dem Buch sowieso habe. Mir war zwar bekannt, dass gerade in der Medizin diverse Experimente vorgenommen wurden, doch so manchen Ausmaß war dann auch mir neu.  Ebenfalls interessant war die Einleitung über Wilhelm Brasse selbst, der lange Zeit nach dem Krieg nicht mehr über diesen gesprochen hat, oder was damals alles passierte. Sich in Schweigen hüllte, bis zu jenem Tag. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass dies gefühlt bei etlichen Personen, die dabei waren der Fall ist/ war. Wie oft habe ich meine Großeltern gelöchert. Vergebens. Die Eltern meiner Mutter lernten sich damals sogar in Gefangenschaft kennen, soweit ich das erzählt bekam. So kann ich sein Verhalten gut nach vollziehen und bewundere auch die spätere Entscheidung seine Erlebnisse doch mit der Nachwelt zu teilen. Obwohl Reiner Engelmann die Geschichte zu Papier brachte, hat er es für mich dennoch geschafft auch die Emotionen festzuhalten. Die Trauer darüber, dass Brasse den Menschen kaum bis gar nicht helfen konnte. Die Angst der Menschen, die in sein Atelier kamen. Sehr ergreifend. In meinen Augen wäre es sinnvoller solch ein Werk als Schullektüre auszugeben als so manche andere Bücher, die im Unterricht gelesen werden. Denn es beinhaltet Wahrheit, Geschichte und Dinge, die wir nicht vergessen sollten - auf der Kehrseite möchte ich hier aber noch erwähnen, dass man es uns - den Deutschen - auch nicht immer zur Last legen sollte. Auch Brasse erzählt, dass es etliche Freisprüche gab, da es sich lediglich um Befehlsempfänger handelte und das sollten wir ebenfalls nie vergessen! Fazit: Ein sehr ergreifendes Buch über das Leben eines jungen Mannes im Stammlager Auschwitz.

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Vita

Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Für Schulklassen und Erwachsene organisiert Reiner Engelmann regelmäßig Studienfahrten nach Auschwitz. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien und Bücher zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen.

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Pressestimmen

»Ein historisch anschauliches, die Augen öffnendes Buch, das detailliert recherchiert ist und in seiner Einfachheit erzählt, nur noch mehr Eindruck hinterlässt.«

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