VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Der Liebhaber meines Mannes Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
€ 9,30 [A] | CHF 12,50*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-35780-8

Erschienen: 08.09.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Links

  • Service

  • Biblio

Bethan Roberts zieht ihre Leser in den Sog einer gefährlichen Dreiecksbeziehung

Brighton, 1958. Tom ist der Mann ihres Lebens, das weiß Marion schon seit ihrer ersten Begegnung. Sie ist überglücklich, als er ihr endlich den ersehnten Heiratsantrag macht. Dabei will sie nicht wahrhaben, dass Tom ihre Liebe nicht in gleichem Maße erwidert, sondern in ganz andere Gefühle verstrickt ist. Erst als der feinsinnige und gebildete Patrick, Toms engster Freund, immer stärker in ihr Leben drängt, gerät Marions mühsam aufrechterhaltenes Weltbild ins Wanken – mit tragischen Konsequenzen.

»Bethan Roberts beschreibt mit viel Fingerspitzengefühl eine Zeit voller Lügen und Heimlichtuerei.«

Brigitte

Bethan Roberts (Autorin)

Bethan Roberts, geboren 1973 in Oxford, arbeitete als Autorin und Produktionsassistentin beim Fernsehen und unterrichtet Creative Writing an der Chichester University und am Goldsmiths College der University of London. Sie lebt mit ihrer Familie in Brighton. Im Diana Verlag erschienen bisher ihre Romane Köchin für einen Sommer sowie Der Liebhaber meines Mannes.

bethanrobertswriter.co.uk/

»Bethan Roberts beschreibt mit viel Fingerspitzengefühl eine Zeit voller Lügen und Heimlichtuerei.«

Brigitte

»Eine bittersüße Tragödie!«

emotion

»Ein Liebesroman, der mit seinem suggestiven Ton so unter die Haut geht, dass man ihn nicht so schnell vergisst.«

Bayerischer Rundfunk

»Ein herausragendes Zeitpanorama.«

Deutschlandfunk

»Bethan Roberts schildert sensibel ein stilles Drama ohne Auswege.«

stern

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Astrid Gravert
Originaltitel: My Policeman
Originalverlag: Vintage Books

Taschenbuch, Broschur, 368 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-35780-8

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Diana

Erschienen: 08.09.2014

  • Leserstimmen

  • Buchhändlerstimmen

  • Rezension verfassen

stimmungsvolle, authentische Geschichte

Von: Juliane Seidel Datum: 19.04.2016

Story:
Es ist der glücklichste Tag in Marions Leben, als der Bruder ihrer besten Freundin ihr endlich einen Heiratsantrag macht. Seit Jahren ist sie in Tom verliebt, ignoriert sowohl seine kühle Zurückhaltung, als auch die Tatsache, dass der junge Polizist seine Zeit am liebsten mit Patrick Hazlewood verbringt – einem intelligenten und freundlichen Museumskurator, mit dem sich auch Marion angefreundet hat. Obwohl sie ihr bestes tut, das Offensichtliche zu ignorieren, kann sie den Verdacht nicht abschütteln, dass Tom und Patrick mehr verbindet als bloße Freundschaft. Als die beiden Männer zusammen nach Venedig reisen, trifft Marion eine folgenschwere Entscheidung …

Eigene Meinung:
Bethan Roberts‘ „Der Liebhaber meines Mannes“ erschien erstmals 2012 und wurde stark von E.M. Fosters Leben und seiner Freundschaft zu einem verheirateten Polizisten inspiriert. Der Roman gewann mehrere Preise und kam 2013 beim Kunstmann Verlag auf den deutschen Markt. Es ist der dritte Roman aus ihrer Feder.

Die Handlung spielt sich auf zwei Zeitebenen ab – zum einen in den 50er Jahren, zu einer Zeit, in der Homosexualität in Groß-Britannien noch strafbar war, zum anderen Ende des 20. Jahrhunderts. Man lernt die Lehrerin Marion kennen, deren große Liebe seit ihren Jugendtagen Tom ist und deren Träume in Erfüllung gehen, als die beiden heiraten. Dass ihre Beziehung von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, will sie nur schwer akzeptieren, denn Tom ist in Patrick Hazlewood verliebt – was von diesem ebenso innig erwidert wird. Aufgrund der gesellschaftlichen Konventionen ist es jedoch für beide Männer undenkbar, gemeinsam glücklich zu werden und ihre Treffen und Zusammenkünfte zwingen sie zu großer Vorsicht und Heimlichkeit. Als Marion nach und nach erkennen muss, was vor ihrer Nase geschieht, entscheidet sie sich zu einem Schritt, der nicht nur Patricks Leben zerstört, sondern auch ihr eigenes.
Erst dreißig Jahre später sieht sie eine Möglichkeit, ihren Fehler wieder gutzumachen. Sie stöbert Patrick auf, der aufgrund mehrerer Schlaganfälle gelähmt und ein Pflegefall geworden ist und nimmt ihn zu sich und ihrem Mann Tom. Doch beide Männer sind schweigen – Patrick kann nicht mehr sprechen, für Tom kommt eine Aussprache zu spät. Er zieht sich gänzlich zurück, was Marion in die Zwangslage versetzt, sich um Patrick zu kümmern. Für sie wird es zu einer Lebensaufgabe, die Männer, die sie einst trennt wieder zu vereinen.

Bethan Roberts ist ein sehr authentischer, sensibler Roman geglückt, der in ruhigen Bahnen verläuft und vorwiegend durch die unterschiedlichen, sehr realistischen Figuren lebt – Marion ist eine stille, unterwürfige Frau, die selten aus dem Schatten anderer hervortritt und sich wirklich für eine Sache einsetzt. Sie entspricht ganz dem Frauenbild der 50er Jahre und weiß dementsprechend nicht, wie sie auf Toms „Andersartigkeit“ reagieren soll. Tom selbst wirkt innerlich zerrissen – zum einen ist er Polizist, was seiner geheimen, illegalen Beziehung zu Patrick eine gewisse Explosionskraft verleiht und versucht ein Bild aufrecht zu erhalten, das von der Allgemeinheit akzeptiert wird, zum anderen liebt er Patrick. Dieser Zwiespalt zerstört ihn systematisch. Als dritter im Bunde wirkt Patrick in vielfacher Hinsicht fremdartig, was daran liegt, dass er gebildeter und wohlhabender daherkommt. Er kommt aus einer ganz anderen Gesellschaftsschicht als Tom und lebt seine Homosexualität zwar nicht offen, aber mit einem gewissen Stolz.
Die Dreiecksbeziehung zwischen Marion, Tom und Patrick ist sehr gut umgesetzt und passt zum zeitlichen Hintergrund. Bethan Roberts ist ein beeindruckendes Zeitportrait gelungen, das den Leser berührt und dafür sorgt, dass man mit den Figuren mitleidet.

Die Geschichte wird sowohl aus Marions Sicht, als auch aus Patricks erzählt. Dabei ist besonders Marions Perspektive ungewöhnlich, denn sie richtet sich mit ihren Worten direkt an Patrick (in der zweiten Person), immerhin schreibt sie ihre Version auf, als sie diesen pflegt. Im Gegenzug dazu ist Patricks Sichtweise in Tagebuchform gehalten und spielt damit direkt in den 50er Jahren. Die beiden wechseln sich ab, was dem Roman eine gewisse Dreidimensionalität verleiht und dafür sorgt, dass man beide sehr gut nachvollziehen und verstehen kann. Die Autorin zeigt, dass beide Protagonisten vor allem ihre Liebe zu Tom eint. Dieser bleibt als einziger ohne Stimme und ist dadurch ein wenig diffus und geheimnisvoll – man weiß nicht genau, was Toms Gedanken sind und wie er die Ereignisse erlebt hat. Stattdessen lernt man ihn nur durch Marions und Patricks Augen kennen, die ihn zum Objekt ihrer Liebe machen. Einzig die Tatsache, dass Tom dadurch mitunter sehr kalt wirkt – sowohl gegenüber Marion als auch Patrick, stört beim Lesen etwas. Es gelingt Bethan Roberts nicht ganz die Gefühle der Figuren zu transportieren. Auch vermisst man unweigerlich die dreißig Jahre und fragt sich, was die Charaktere in dieser Zeit gemacht haben.

Fazit:
„Der Liebhaber meines Mannes“ ist ein sensibler, authentischer und nachdenklich stimmender Roman, der durch eine tolle Sprache, nachvollziehbare Charaktere und ein sehr gelungenes Zeitpanorama der 50er Jahre besticht. Wer ruhigere, ernstere Themen bevorzugt und nicht unbedingt ein kitschiges Happy End braucht, sollte sich Bethan Roberts‘ „Der Liebhaber meines Mannes“ nicht entgehen lassen. Bis auf kleinere Abzüge ist es ein beeindruckendes Werk, das lange nachhallt. Zu empfehlen.

Zurück in die 50er

Von: Ritja Datum: 23.10.2015

buchstabenfestival.blogspot.de/

Ende der 50er Jahre. Eine Frau und zwei junge Männer, die sich lieben, aber nicht gemeinsam leben können. Marion liebt Tom seit Jahren. Doch er weiß anfangs nichts von ihrer Liebe und Schwärmerei. Er mag sie als Freundin, mit der man gut reden kann, aber Gefühle hegt er für Patrick, einen Museumsleiter. Für Tom sind die Gefühle neu und auch beängstigend, denn in den konservativen 50er Jahren galt der Sex zwischen gleichgeschlechtlichen Personen als unzüchtiger Handlungsakt. So kommt es, dass Tom und Marion heiraten und Marion sich Tom teilen muss. Sie ahnt es, doch sie verdrängt es. Sie will es nicht wahrhaben. Und dann begeht sie einen schweren Fehler, der das Leben der drei Menschen beeinflusst.

Ich habe einige Seiten gebraucht, um mit der Geschichte und dem Schreibstil zu Recht zu kommen. Doch nach knapp 40 Seiten waren mir die Figuren vertrauter und verständlicher. Man muss sich beim Lesen immer die Zeit vor Augen halten, denn die Ansichten und Dialoge sind teilweise sehr steif und aus heutiger Sicht veraltet. Es ist kaum zu glauben, dass man wegen Homosexualität ins Gefängnis kommt, seinen Job verliert und Menschen sich abwenden. Auch das "Aberziehen" oder Therapieren der „Krankheit“ wird mit angesprochen (wenn auch nur kurz).

Bethan Roberts schafft es, dass man in die 50er versetzt wird. Die Dialoge, die Beschreibungen und Handlungen sind sehr realistisch. Die verschiedenen Erzählperspektiven waren interessant, doch war es nicht immer sofort erkennbar, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird. Hier wären kleine Überschriften oder Initialen gut gewesen. Das Buch hat zum Ende zu seine kleinen Längen, jedoch finde ich es trotzdem lesenswert.

Von: Monika Fuchs aus Hamburg Datum: 30.01.2015

Buchhandlung: Thalia Buchhandlung Nord GmbH & Co KG

Bethan Roberts ist eine junge britische Autorin, die sich mit ihren beiden früheren Romanen „Stille Wasser“ (Antje Kunstmann) und „Köchin für einen Sommer“ (Diana Taschenbuch) bereits einen Namen gemacht hat. Sie hat das Geschick, immer wieder völlig verschiedene Geschichten aus unterschiedlichen Zeiten zu erzählen. Dieses Mal erzählt sie die Geschichte einer ungeplanten Dreiecksbeziehung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. 1957 - Marion und Patrick verlieben sich beide in den gleichen Mann – Tom. Doch Marion ahnt nicht, dass sie für Tom nicht die große Liebe ist wie sie denkt, obwohl ihre beste Freundin und Toms Schwester sie gewarnt hat. Denn Tom hat sich in den Kurator des Museums Patrick verliebt. Als Tom ihr endlich einen Heiratsantrag macht, ist sie überglücklich. Nach und nach merkt allerdings auch Marion, dass etwas an der Freundschaft zwischen Tom und Patrick nicht stimmt. Die Situation eskaliert und zerstört damit drei Leben. Die Autorin hat ein schwieriges Thema mutig und sehr einfühlsam aufgegriffen. Homosexualität war in England in den fünfziger Jahren noch strafbar. Die Männer und Frauen haben sich im Geheimen getroffen und häufig ein Scheinleben aufgebaut. Sie wurden sie immer von der Angst beherrscht, entdeckt und denunziert zu werden. Bethan Roberts schreibt diese Geschichte aus zwei Perspektiven. Zum einen schreibt Marion ihre Sicht der Geschichte 1999 auf. Sie will sie Patrick, der inzwischen durch einen Schlaganfall ein Pflegefall geworden ist, vorlesen. Die zweite Perspektive ist ein Tagebuch, das Patrick 1957 begonnen hat, als er sich in Tom, seinen Polizisten verliebt hat. Diese beiden Geschichten wechseln sich ab und laufen so auf das große, tragische Finale zu. „Der Liebhaber meines Mannes“ ist ein wundervoller Roman, der für Toleranz wirbt. Die Autorin verurteilt aber auch Marion nicht, die einfach in der damaligen Zeit mit der Situation überfordert war. Was bin ich glücklich, dass ich nicht damals gelebt habe. Denn heute sind wir zum Glück soweit, dass Homosexualität in großen Teilen von der Gesellschaft toleriert wird.

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin