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Der Rabe Thriller

Kundenrezensionen (5)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10002-7

Erschienen: 12.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Inmitten der sibirischen Steppe liegt ein Geheimnis begraben, von dem nur eine Handvoll Menschen wissen: ein unterirdisches russisches Forschungslabor. Offiziell existiert es nicht, und wer einmal dort ist, wird es nie wieder verlassen. Doch der Biologe Rogatschow weiß, dass das, was dort geschieht, nicht im Eis verborgen bleiben darf. Er schickt einen verschlüsselten Hilferuf an den einen Mann, der die Wahrheit ans Licht bringen kann: Dr. Johnny Porter, eigenwilliger Einzelgänger indianischer Abstammung, Mikrobiologe und Sprachgenie, begibt sich auf die lebensgefährliche Mission nach Sibirien …

Lionel Davidson (Autor)

Lionel Davidson, (1922-2009) wurde als Sohn jüdischer Einwanderer im englischen Hull geboren, wandte sich nach dem Krieg dem Journalismus und der Literatur zu. Mit seinem Roman „Die Nacht des Wenzel“ gewann er mehrere Literaturpreise, darunter seinen ersten Golden Dagger Award. Mit den nachfolgenden Büchern festigte er seinen Ruf als einer der glänzendsten Schriftsteller englischer Sprache. Er gehört seit Jahrzehnten zu den besten und renommiertesten Spannungsautoren aus Großbritannien und wird in einem Atemzug mit Rudyard Kipling, Graham Greene, Frederick Forsyth und John le Carré genannt.

Aus dem Englischen von Walter Ahlers, Christian Spiel
Originaltitel: Kolymsky Heights
Originalverlag: Heinemann, London 1994

Taschenbuch, Broschur, 672 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-328-10002-7

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

Erschienen: 12.09.2016

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From Siberia with love

Von: Bine Datum: 03.01.2017

beautyglace.blogspot.co.at/

Der Rabe von Lionel Davidson ist ein Buch gemacht für einen kalten Winterabend!

Wir befinden uns in der Einöde Sibiriens und zwar in einem inoffizellen geheimen russischen Forschungslabor. Wer dorthin geschickt wird, sollte möglichst keine nahen Verwandten haben, denn er wird nie wieder von dort zurückkehren.

Der russische Biologe Rogatschow will dies allerdings nicht hinnehmen und macht etwas, was er eigentlich nicht machen sollte.... er setzt einen Hilferuf ab, den der Mikrobiologen Dr. Johnny Porter (Deckname der Rabe) nachkommt um ihn aus seinem eisigen Gefängnis zu befreien, auf das die Welt (oder zumindest der CIA) erfährt an was hier geforscht wird.

Nun begleitet man Porter auf seinen Weg durch die sibirische Steppe bis hin zum Froschungslabor, was stellenweise zwar es eine etwas zähe Angelegenheit war, allerdings nie wirklich richtig langweilig wurde durch diverse Verfolgungsjagden.

Der Erzählstil ist genauso kühl wie der Protagonist und die Landschaft, die man sich während des Lesens wirklich sehr gut vorstellen kann, da der Autor wirklich sehr detailreich Russland und deren Gepflogenheiten zu beschreiben weiß (zumindest wie man es sich als nichts ahnender Europäer vorstellen würde!). Auch deren indigenen Völker wie Ewenken, Tschuktschen und Jukagiren fließen in die Handlung mit ein und Davids scheint diese sehr gut zu kennen, demnach man hier ein durchaus politisches Werk in den Händen hält. Ich dachte, dass dies so etwas ähnliches wie Tom Rob Smiths Kind 44 wird, doch hier geht es mehr um den Konflikt USA gegen Russland.
Wie gesagt, war es teilweise etwas zäh erzählt, dennoch konnte man das Buch nicht aus der Hand legen (und da ich gerade eine Woche frei habe und es heißt - bingereading) und dafür wird man am Ende allemal fürs warten belohnt und alles in allem ist es ein intelligenter und detailreicher Lesegenuß, wenn man dieses Genre mag.

Der Rabe von Lionel Davidson

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum: 26.11.2016

www.readpack.de

Mit “Der Rabe” von Lionel Davidson habe ich etwas erlebt, das mir so auch lange nicht mehr passiert ist: ich habe ein Buch gelesen, das meine Erwartungen völlig enttäuschte, dessen Geschichte mich deshalb kaum interessierte und das ich dennoch nicht weglegen konnte!

Mitten in der sibirischen Steppe befindet sich ein streng geheimes, unterirdisches Forschungslabor. Offiziell existiert dieser Ort nicht einmal. Wer dort eingestellt wird, kommt nie wieder lebendig weg. Weil ihm die Tragweite der Forschungen bewusst ist und sie an die Öffentlichkeit kommen sollen, schickt einer der Biologen einen Hilferuf. Sein einstiger Kollege Dr. Johnny Porter (Mikrobiologe und Sprachengenie), genannt “der Rabe”, soll in die Station gelangen und ihre Geheimnisse ans Licht bringen.

Ich habe mich wirklich auf die wissenschaftlichen Aspekte der Geschichte gefreut. In der Beschreibung werden Biologie, Genetik und Verhaltensforschung als zentrale Themen angekündigt. Tatsächlich ist “Der Rabe” zwar ein guter Thriller, die “Wissenschaft” kommt aber eindeutig zu kurz. Wer also auf diese Aspekte hofft, sollte wirklich lieber die Finger vom Buch lassen.
Viel mehr wird auf über der Hälfte des Buches (knapp 400 von 700 Seiten) die Vorgeschichte vorbereitet: die Kontaktaufnahme mit der Station und der umständliche Weg nach Sibirien. Das hat mich inhaltlich wirklich so gut wie gar nicht interessiert und doch… der Autor schafft es, dass man von Station zu Station weiter im Bann der Handlung bleibt. Trotz wirklich ewiger, sehr detaillierter und teils sogar eintöniger Beschreibungen der Reisestationen ist man gespannt was Johnny erwartet. Ziemlich klassische Elemente aus typischen Agententhrillern, wie Identitätstausch und die Flucht vor gegnerischen Ermittlern, sorgen in dieser Phase trotz allem irgendwie für Spannung.

Ich kann kaum beschreiben, aber die Atmosphäre gibt ganz klar ein Gefühl von Verfolgung und Zeitdruck, die Handlung scheint einem großen Finale entgegen zu eilen.

Wirklich enttäuschend war für mich dann jedoch insgesamt die Gewichtung innerhalb der Geschichte: wir erfahren kaum etwas über Johnny, der als titelgebende Hauptfigur doch eindeutig im Zentrum der Geschichte stehen sollte, und auch der eigentliche “Höhepunkt” die Ankunft in der Station wird in wenigen Seiten abgehandelt.

In meinen Augen ist “Der Rabe” primär geeignet für Leser, die Wert auf Action legen und eine Vorliebe für klassische Agententhriller haben. Es ist handwerklich toll gemacht, trotz der insgesamt doch ausgeprägten Ausführlichkeit sind die einzelnen Szenen wirklich kurz und knackig ausgearbeitet, Dialoge eher knapp und spannend. Die angekündigte Themenvielfalt fehlt mir allerdings und lässt die Handlung so in meinen Augen etwas leer erscheinen.

Ich habe es trotz aller Kriterien gern gelesen und kaum weglegen können, war aber hinterher ein wenig enttäuscht. Zwischen “echt gut” und “echt schlecht” also diesmal ziemlich eindeutig mittelmäßig.

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