Der SS-Staat

Das System der deutschen Konzentrationslager

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Taschenbuch
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Kogons einzigartiger Bericht stützt sich auf 150 Einzelprotokolle und Eigenerlebnisse als Inhaftierter. Wiederholt wollte der Autor sein Manuskript vernichten, so furchtbar war sein Inhalt. Aber er verwirklichte seine Absicht, die nackte Wahrheit zu schildern, objektiv, nichts zu verändern, nichts zu beschönigen und nichts zu verschweigen. So entstand ein historisches Werk ersten Ranges, das die Öffentlichkeit zum ersten Mal mit einer bis dahin für unvorstellbar gehaltenen Wirklichkeit und einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte konfrontierte.


Taschenbuch, Broschur, 432 Seiten, 11,5 x 18,0 cm
ISBN: 978-3-453-02978-1
Erschienen am  01. Dezember 1988
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Schwerer, jedoch wichtiger Bericht

Von: expecto.librorum

14.08.2019

"Der SS-Staat" von Eugen Kogon ***** „Der SS-Staat - Das System der deutschen Konzentrationslager“ ist mit Sicherheit keine leichte Lektüre - jedoch trotzdem sehr wichtig. Eugen Kogon war selbst mehrere Jahre ein Gefangener in Buchenwald und bekam nach seiner Befreiung den Auftrag als Chronist zu arbeiten, um seine Erlebnisse festzuhalten. So entstand dieses Buch über den SS-Staat. Es ist ein schwieriges Thema und somit auch nicht allzu leicht zu lesen. Der Schreibstil selbst war jedoch gut verständlich und flüssig. Ich mochte, dass er die Geschehnisse, egal wie grausam und unmenschlich sie waren, relativ emotionslos und nüchtern schildert, so dass es einen als Leser nicht noch mehr aufwühlt. Er erzählt sehr detailliert und beschönigt dabei auch nichts, er bleibt trotz seiner eigenen Erfahrungen die ganze Zeit über sachlich. Es gibt genaue Darstellungen der Abläufe, der Lebensbedingungen und des Alltags im KZ. Zudem nennt er auch viele Fakten, Orte, Namen von Tätern und Opfern, was die Glaubhaftigkeit seines Buches noch unterstützt und das Ganze auch greifbarer macht. Für dieses Buch sollte man sich definitiv Zeit nehmen, um das Gelesene zu verarbeiten. Ich musste selber häufig Pausen einlegen, da das Buch sehr emotional ist und einen als Leser einfach nur wütend macht. Das Cover passt gut zu dem Kontext des Buches; es deutet bereits etwas düsteres an, bereitet einen jedoch nicht auf die Gräueltaten vor. „Der SS-Staat“ ist wahrscheinlich einer der detailliertesten Berichte die es über diese Zeit gibt, man erhält viele Informationen, deutlich mehr als in den meisten Dokumentationen. Wirklich lesenswert, jedoch auch nichts für schwache Nerven.

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Ein grausames Kapitel der deutschen Geschichte detailliert beschrieben

Von: The Librarian

10.08.2019

In diesem Buch wir eines der grausamsten Kapitel der deutschen Geschichte umfassend und bis ins Detail beschrieben. Teilweise fehlten mir die Worte, weil ich so schockiert war. Unten im Text erzähle ich euch mehr. Meine Meinung zum Cover: Das Cover deutet die Gräuel der SS, zusammen mit dem schrecklichen Schriftzug an. Es unterstreicht die düstere Stimmung, kann aber auf den schlimmen Inhalt nicht vorbereiten. Meine Meinung zum Inhalt: Ich habe schon einige Bücher über diese schreckliche Zeit gelesen. Auch unzählige Dokumentation habe ich darüber gesehen. Doch nirgends bekam ich einen so allumfassenden und detaillierten Bericht wie in diesem Buch. Eugen Kogon war selbst Opfer der Nationalsozialisten. Er schilderte die grausamen Taten, Abläufe und Tatsachen unverblümt und direkt. Trot der abscheulichen Dinge gelang es ihm, den Bericht mit einer guten Objektivität zu schreiben. Bisher wusste ich einiges über die Konzentrationslager. Doch durch dieses Buch kenne ich nun alle detaillierten Abläufe. Von den ersten KZs, damals noch KL genannt, der körperlichen und psychischen Folter, die Massenmorde, bis hin zum Ende durch die Befreiung. Der Autor ging auf sämtliche Geschehnisse ein, beschrieb die Gräueltaten und den grausamen Arbeitsalltag der Insassen. Er berichtete, wie die SS ihre Taten rechtfertige und Millionen Menschen terrorisierte und ermordete. Der Autor hat in seinem Bericht ca. 150 Schicksale von Mitinsassen und seine eigenen Erlebnisse eingearbeitet. Noch immer gehen mir diese Berichte nah. Emotional war es für mich nicht einfach, dieses Buch zu lesen. Zwischendurch benötigte ich Pausen, um das Gelesene verarbeiten zu können. Für mich war es grausam zu lesen, wie menschenverachtend und unwürdig mit Menschen umgegangen wurden, die genauso das Recht auf ein schönes Leben gehabt hätten. Es schmerzt mich noch immer, wenn ich darüber nachdenke. Ich hoffe, dass sowas niemals wieder passiert! Beachten sollten Leser, dass die Schrift des Textes durch das alte Design von damals etwas anstrengend zu lesen ist. In der Neuauflage wurde sie nicht adaptiert. Manchmal taten mir deswegen tatsächlich die Augen weh. Mein Fazit: In diesem Bericht hat sich Eugen Kogon allumfassend mit allen Facetten von Konzentrationslagern aus der Zeit der Nationalsozialisten befasst. Schonungslos, direkt und mit allen Gräueltaten gibt dieses Buch einen grausamen Einblick in ein sehr dunkles Kapitel der deutschen Menschheitsgeschichte. Mein Wissen wurde durch dieses Buch erweitert. Gleichzeitig, war ich über die detailreichen Beschreibungen schockiert. Die Berichte der Einzelschicksale bewegen mich noch immer. Ich wünsche mir, dass diese Dinge in Schulen genauer gelehrt werden, damit so etwas nie wieder passiert! Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen! Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Vita

Eugen Kogon

Eugen Kogon, geboren 1903 in München, war bekennender Gegner des Dritten Reiches und des NS-Regimes und wurde deswegen im Gestapogefängnis und im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Nach seiner Befreiung fing er bald wieder an zu publizieren. Kurz darauf verfasste er das Standardwerk der SS-Staat. Später arbeitete er als Leiter und Moderator des Politmagazins »Panorama« für die ARD. Politisch war er sehr aktiv, insbesondere die Europapolitik lag ihm am Herzen; er engagierte sich für den Aufbau einer europäischen Republik. 1982 erhielt er den Hessischen Kulturpreis. Eugen Kogon starb 1987 in Königstein im Taunus.

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