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Der Tag X Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-43930-6

Erschienen:  11.06.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Der 17. Juni 1953: Ein Massenaufstand in Berlin und Halle, die DDR-Führung wankt, ein Spion bangt um sein Leben, ein Uhrmacher und eine Gymnasiastin kämpfen um ihre Liebe.

Titus Müller erzählt eindringlich und packend vom Leben der Aufbegehrenden und entfaltet authentisch und detailgenau das Panorama eines Aufstandes, der beispielhaft wurde.

Zur Webseite von Titus Müller

Titus Müller (Autor)

Titus Müller, geboren 1977, studierte Literatur, Mittelalterliche Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift Federwelt, ein Jahr später veröffentlichte er seinen ersten historischen Roman, Der Kalligraph des Bischofs. Titus Müller ist Mitglied des PEN-Club und wurde u.a. mit dem C. S.-Lewis-Preis und dem Sir-Walter-Scott-Preis ausgezeichnet. Für den Roman Nachtauge(Blessing, 2013) wurde Titus Müller 2014 im Rahmen einer Histo-Couch-Umfrage zum Histo-König des Jahres gewählt. Zuletzt erschienen die Romane Berlin Feuerland und Der Tag X.

23.10.2018 | 19:00 Uhr | Pirna

Lesung mit Titus Müller

Eintritt frei

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Adventgemeinde
Schulstr. 5
01796 Pirna

13.11.2018 | 19:30 Uhr | Baar

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Adventgemeinde
Falkenweg 10
6340 Baar

08.12.2018 | 19:30 Uhr | Bad Blankenburg

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Evangelisches Allianzhaus
Esplanade 5-10a
07422 Bad Blankenburg

18.05.2019 | 19:30 Uhr | Würzburg

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Exerzitienheim Himmelspforten
Mainaustr. 42
97082 Würzburg

Weitere Informationen:
Medienhaus der Diözese Würzburg Büchereifachstelle
97070 Würzburg

Tel. 0931/38611612, Almut.Koschel@bistum-wuerzburg.de

17.06.2019 | 19:30 Uhr | Meiningen

Lesung mit Titus Müller

Eintritt: VVK € 8,-/ AK € 10,-
Kartenreservierung: 03693 502959

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Stadt- und Kreisbibliothek
Ernestinerstraße 38
98617 Meiningen

Tel. 03693/504247, bibliothek@meiningen.de

Weitere Informationen:
Stadt Meiningen
98617 Meiningen

Tel. 03693/44650

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-43930-6

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  11.06.2018

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Gewährt einen guten Einblick!

Von: Martina - Schmökerwelten Datum: 07.10.2018

https://www.facebook.com/Schmoekerwelten

Titus Müller hat ein sehr beeindruckendes Stück Zeitgeschichte, den Aufstand in der DDR am 17. Juni 1953, in einen sehr interessanten Roman verpackt.
Gerade für Westdeutsche ist es eine gute Möglichkeit etwas mehr darüber zu erfahren, weil zumindest mir vieles nicht so bekannt war.
Ich war erschrocken, wie stark beschnitten der Alltag in der DDR sein konnte, wie immens der Staat sich in das Privatleben gedrängt und welche Konsequenzen das für den ein oder anderen nach sich gezogen hat.
Titus Müller hat für seinen Roman "Der Tag X" ein Gerüst aus historischen Fakten mit fiktiven Figuren und Schicksalen gefüllt.
Der Wissenschaftler Peter Findeisen lebt mit seiner Frau und Tochter Nelly in Berlin und wird 1946 von heute auf morgen nach Russland verschleppt. Seine Ehefrau entscheidet sich dagegen, ihren Mann zu begleiten und bleibt mit Nelly zurück.
Nelly, mittlerweile zu einer mutigen, jungen Frau gereift, wird kurz vor dem Abitur der Schule verwiesen, weil sie sich in einer kirchlichen Jugendorganisation der evangelischen Kirche - der "Jungen Gemeinde" - engagiert hat. Der "Jungen Gemeinde" wurden angebliche Spionage - und Sabotagetätigkeiten vorgeworfen.
Für die Jugendlichen in der DDR hatte es nur eine Jugendorganisation zu geben: die FDJ.
Nelly lernt den jungen Uhrmacher Wolf Uhlitz kennen. Wollf verliebt sich in Nelly. Er ist Sohn eines SED Funktionärs, möchte Nelly helfen und riskiert dabei einiges für sie. Dadurch gerät er in die Fänge der Stasi und wird zu Spitzeltätigkeiten gezwungen.
Ilja ist ein russischer Soldat, der für Lawrentia Beria, nach Stalins Tod einer der mächtigsten Männer der UDSSR, als Spion nach Westdeutschland geschickt wird.
Die Machenschaften in der sowjetischen Machtzentrale in Moskau, rund um Stalin, Chruschtschow, Beria und einigen anderen waren mir persönlich etwas ausschweifend und haben auch etwas meinen Lesefluss gestört, aber es gehörte nun mal dazu.
Welche Rolle Ilja in Nellys Leben spielt, ist eine Weile unklar.
Die Charaktere des Buches sind sehr gelungen, gut gezeichnet und wirken sehr authentisch.
Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm. Er hat mich mit "Der Tag X" definitiv beeindruckt.
Es ist ein sehr interessantes, spannendes Buch, aus dem ich unheimlich viel an Informationen mitgenommen habe.

Nachhaltiges Mahnmal

Von: Michael Sterzik Datum: 27.07.2018

buchempfehlungensterzik.blogspot.de

Titus Müller beschreibt den „Tag X“ – der 17. Juni 1953 außerordentlich bewegt und nachhaltig. Jetzt 65 Jahre später, kann die jetzige Generation es nur beschwerlich begreifen, dass Deutschland geteilt war, dass acht Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg unsere Republik aufgeteilt war, und uns die Besatzungsmächte Amerika, Frankreich, England und Russland kontrollierten. Ebenfalls schützen und unterstützen sie uns im Wiederaufbau. Auch das sollte man keinesfalls vergessen.

Es war auch eine Zeit der charismatischen Politiker: Adenauer, Churchill, Beria und Chruschtschow. Letztere kämpften um das Erbe von Stalin, bzw. versuchten die Trümmer seiner Herrschaft aufzuräumen.
Die DDR entstand 1949. Berlin war aufgeteilt in Besatzungszonen – der Osten wurde praktisch durch den Kreml regiert. Die westliche Region stand unter dem Schutz der drei übrigen Alliierten. Der Kalte Krieg stand bevor.

Der Tag X gehört zur jüngeren deutschen Geschichte. Titus Müller nimmt den Leser mit in eine Vergangenheit, die wir kaum für möglich halten. Surreal, unglaubwürdig, erschreckend – so könnte man das Leben und Sterben in der damaligen DDR bezeichnen. Ein Regime des organisierten, staatlichen Terrors, aufgezwungene Lebensbedingungen und dann der Versuch am 17. Juni 1953 gemeinsam aufzustehen und es gewaltsam zu ändern.

Der Autor Titus Müller beschreibt in seinem Titel: „Der Tag X“ – die politischen und gesellschaftlichen Strukturen, die dann zu Unruhen führten. Brillant lässt der Autor dieses schmale Zeitfenster aus der Perspektive von unterschiedlichen Figuren spielen. Nelly Findeisen, ihr Vater, ein Wissenschaftler – verschleppt um für Russland zu forschen und zu entwickeln, hat es schwer im Alltag. Aufgrund ihrer Mitgliedschaft in einer kirchlich orientierten Jugendorganisation, wird sie kurz vor dem Abitur, der Schule verwiesen. Das Regime der DDR kennt keine Gnade, hat kein Verständnis und regiert durch Einschüchterung, Verfolgung, Folter und später auch Mord.

Titus Müller nimmt sich ebenfalls viel Zeit für die große und internationale Politik. Das Erbe Stalins und die späteren Machtkämpfe thematisierte er eindrucksvoll. Er spiegelt den Einfluss der damaligen UDSSR auf die ostdeutsche Regierung wieder. Er lädt uns ein, die Gedankenwelt in Momentaufnahmen von Konrad Adenauer zu begleiten. Absolut spannend ist zu lesen, wie der russische Geheimdienst operierte. Faszinierend wie einfallsreich und teilweise Morbide diese ihre technischen Möglichkeiten einsetze und auch die Liquidation von „verbrecherischen“ Elementen , als eine Selbstverständlichkeit ausübte.

Die größtmögliche Intensität ist das vom Autor das beschriebene Alltagsleben der Bürger der DDR. Erschreckend dabei auch, die Propaganda, die instrumentalisiert eine ganz andere Wahrheit zeigen soll. Schwer zu glauben, dass Menschen wirklich so etwas als tatsächliche Realität empfunden haben. Wenige Hunderte von Metern entfernt in westlichen Bereichen gab es eine andere Welt, die sich krass anders darstellte. Für viele Bewohner das Paradies, für die Bewohner der DDR eine kapitalistische Hölle und das personifizierte Böse. Dieser fanatische Idealismus ist erschreckend. Das Regime der UDSSR , der die DDR mit harter Hand steuert, um die Anzahl der in den Westen Flüchtender Personen gegenhalten möchte. Die manipulative Aggressivität der Stasi um die Einwohner linientreu einzuschwören, ist stark erzählt.

Titus Müller gibt keine Bewertung ab, seine Figuren sind auch nicht einfach in einem schwarz/weiß Raster einzuordnen. Motive, Ideale, Überzeugungen – in Kombination mit einer verletzbaren Menschlichkeit erzählt der Autor des Titels: „Der Tag X“ vorbildlich und äußerst trefflich.

Fazit

„Der Tag X“ ist ein großartiger Roman, der wie ein helles und nachhaltiges Echo, die jüngste Vergangenheit reanimiert. Nicht nur unheimlich spannend und mitreißend, sondern auch eine sinnbildliche Prägung darüber nachzudenken, was am Tag des 17. Juni 1953 stattgefunden hat. Ein Denkmal für die mutigen Menschen – ein Mahnmal und eine Mahnung für die Freiheit einzustehen.

Michael Sterzik

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Monika Fuchs aus Hamburg Datum: 07.03.2017

Buchhandlung: Thalia Buchhandlung Nord GmbH & Co KG

Vor kurzem habe ich Ihnen von Titus Müller das Buch „Geigen der Hoffnung“ vorgestellt. Und schon vor einiger Zeit „ Tanz unter Sternen“. Titus Müller ist ein sehr interessanter Autor. Er wurde 1977 in Leipzig geboren, hat Literatur, Geschichtswissenschaften und Publizistik in Berlin studiert und 2004 seinen ersten Roman veröffentlicht. Er schreibt historische Romane, die gleichzeitig sehr spannend sind und einen gut unterhalten. Aber es sind auch Romane, die einem bestimmte Teile der Geschichte näher bringen.

In seinem aktuellen Roman erzählt er uns eine Geschichte, die um den 17. Juni 1953 in Berlin und Halle angesiedelt ist. Dieses Mal finde ich den Klappentext wieder nicht ganz so passend. Dem Klappentext nach hört es sich für mich wie so eine Art Dreiecksgeschichte an. 2 Männer buhlen um dieselbe Frau. Welcher der beiden bekommt sie am Ende? Aber das ist gar nicht die eigentliche Geschichte. Eigentlich erzählt Titus Müller nämlich mehrere Geschichten, die alle irgendwie zusammengehören. Ja, da ist die Schülerin Nelly, deren Vater in die UdSSR entführt wurde. Und ja, sie hat sowohl Kontakt zu dem sowjetischen Spion Ilja und zu dem jungen Uhrmacher Wolf. Und ja, Wolf landet wegen Nelly im Gefängnis. Aber Ilja hat auch eine ganz eigene Geschichte, die eng mit dem Politiker Lawrenti Beria verknüpft ist. Und Ilja hat eine politische Bedeutung, denn seine Aufträge führen ihn auch nach Bonn in die Nähe des damaligen Kanzlers Adenauer. Und dann gibt es noch die Geschichten in Halle. Die dortigen Haupt-personen sind Lotte, alleinerziehende Mutter dreier Söhne, Heimeran, einem Polizisten der kasernierten Volkspolizei und Katharina und Marc. Und so erzählt uns der Autor, wie das Leben der Menschen in der DDR 1953 aussah, mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten. Aber er klärt uns auch über die politischen Hintergründe auf. 1953 verstarb Stalin. Und für eine kurze Zeit entbrannte ein Machtkampf zwischen verschiedenen hochrangigen sowjetischen Politikern. War die UdSSR gescheitert? Wie sollte weiter mit dem Westen umgegangen werden. Und was sollte mit Deutschland geschehen. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen den einzelnen Akteuren und spielt in Berlin, Halle, Bonn und Moskau.

Ich muss gestehen, dass der 17. Juni nie wirklich ein Thema für mich war. Es war ein Feiertag. Und es hat einen Volksaufstand in der DDR gegeben. Und das war mein Wissen. In der Schule war es auch kein Thema. Erst durch dieses Buch habe ich überhaupt verstanden, was damals in der DDR passiert ist. Und das ist es, was ich an dieser Art von Romanen so liebe. Ich werde gut unterhalten und lerne dabei auch noch etwas. Und dass diese Geschichte historisch korrekt ist, beweist uns der Autor in seinen umfangreichen Nachträgen. Im Anhang beschreibt er ausführlich den historischen Kern des Romans, er listet die Bücher auf, die ihm selbst besonders geholfen haben, und er erklärt die vielen Abkürzungen, die in der DDR und UdSSR gebräuchlich waren. Mich hat dieses Buch sehr fasziniert. Und ich habe sehr viel draus gelernt. Allerdings hat mir etwas gefehlt. Wahrscheinlich diese von mir vermutete Dreiecksgeschichte, die es so nicht gibt.

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