Der Tod so nah

Thriller

(4)
Taschenbuch
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Eve Singer braucht den Tod. Als Reporterin für eine »True Crime«-Sendung kann sie gar nicht schnell und nah genug an Mordopfer herankommen. Ihr Publikum lechzt nach immer neuen, immer blutigeren Reportagen. Aber die Konkurrenz schläft nicht, und Eve muss aufpassen, dass andere ihr nicht am Tatort zuvorkommen. Als ein Serienkiller sie kontaktiert und einlädt, die erste am Schauplatz seiner nächsten Taten zu sein, kann sie nicht widerstehen. Doch sie lässt sich auf ein gefährliches und unmoralisches Spiel ein, dessen Regeln nur der Mörder bestimmt ...

»Ein Psychothriller, der sitzt: stark, überzeugend und voll von schwarzem Humor.«

Library Journal

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Marie-Luise Bezzenberger
Originaltitel: The Beautiful Dead
Originalverlag: Bantam Press
Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48835-3
Erschienen am  15. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Großartige Thrillerkunst

Von: Corisbuchwelt

18.02.2019

Eve Singer braucht den Tod. Sie ist Reporterin einer "True Crime" Sendung und um ihren Job zu behalten, muss sie liefern. Mit ihren 29 Jahren stehen bereits Scharen an jüngeren, hübscheren aufstrebenden Reporterinnen an, um ihren Job zu übernehmen und jedes Mal, wenn sie ihrem Chef nicht die verlangten Bilder mit dem Leichensack des Opfers liefern kann, ist ihr Job in Gefahr. Zudem kommt, dass Eve abends nach der Arbeit all ihre Kräfte benötigt, um sich um ihren dementen Vater zu kümmern. Als es in London zu einer weiteren, grausamen Mordserie kommt, erkennt Eve ein Muster - und der Mörder nimmt Kontakt mit ihr auf. Eve kann der Verlockung dieses Materials nicht widerstehen und wird in ein gefährliches Spiel hinein gezogen, in dem mehr auf dem Spiel steht als nur ihre moralischen Grundsätze, denn schon bald geht es um ihr eigenes Leben. Belinda Bauer hat hier einen Thriller geschaffen, der vom ersten Kapitel an in seinen Bann zieht. Eve Singer ist eine interessante Protagonistin, die sich in einer harten Branche gegen die Konkurrenz behaupten muss. Dabei machen ihr nicht nur ihr Chef und der aufdringliche Reporter eines anderen Senders, Guy Smith, das Leben schwer sondern vor allem die immer schwieriger werdende Situation mit ihrem Vater. Der Autorin gelingt es hier, das Bild einer überanstrengten Frau zu zeichnen, die nach außen hin stets tough wirken muss und in ihrem inneren doch ganz anders ist. Eves Charakter ist mit vielen Facetten ausgearbeitet und bietet eine perfekte Basis für die weitere Entwicklung dar Handlung. Zudem wirft es ein realitätsnahes und daher umso kritischeres Licht auf den Umgang der Medien mit Tragödien und den Zuschauern, die immer mehr wollen - mehr Blut, mehr Grausamkeit, mehr Bilder der Verbrechen. Während die Polizei versucht, einen Mörder zu finden, sind Eve und ihr Kameramann Joe auf der Jagd nach den richtigen Bildern um die Masse zu befriedigen. Hier wird man stellenweise wirklich zum Nachdenken angeregt, insbesondere wenn die Familien und Freunde der Opfer vor die Kamera gezerrt werden. Die meisten Kapitel drehen sich um Eve und ihre Interaktionen mit den Nebencharakteren, die ebenfalls plausibel agieren und funktionieren. Einige Kapitel geben Einblick in die Seelenwelt der anderen Beteiligten und geben dem Thriller somit noch etwas mehr Tiefe, der Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Eve. Durch Eves Glaubwürdigkeit ist sie die perfekte Hauptfigur und auch wenn man ihre Entscheidungen nicht immer gut heißen kann, so kann man zumindest nachvollziehen, wo diese herrühren. Neben den Morden und dem komplizierten Leben mit ihrem kranken Vater wird auch Eves Liebesleben mit eingewoben und auch das funktioniert. Belinda Bauer zeichnet eine lebensechte Geschichte, mit allem, was dazu gehört - auch der einsame, ältere Nachbar und die unerledigten Weihnachtseinkäufe der gestressten Reporterin. Von Beginn an sind einige Kapitel ganz dem Mörder gewidmet und geben Einblick in seine verdrehte Weltansicht und die Verbrechen, die er verübt. Somit hat man als Leser beide Seiten, wenn der Mörder eine Obsession mit der hübschen Journalistin entwickelt, ohne jedoch sofort den Namen und die vollständigen Beweggründe des Täters zu erfahren. Dessen Wahnsinn offenbart sich langsam in den folgenden Kapiteln, immer unterbrochen von Eves Erlebnissen. Der flüssige Schreibstil vereint beide Vorkommnisse und wandelt den Thriller zu einem sehr spannenden page-turner, bei dem man das große Finale kaum erwarten kann. Und umso mehr gefällt es mir, dass die Demenz von Eves Vater hier eine solche Rolle spielt. Die Kapitel die Einblicke in das Seelenleben und die Gedankenwelt von Eves Vater, dessen Verstand ihn mehr und mehr im Stich lässt, bereichern den Thriller noch um eine ganz andere, in diesem Genre nicht stark vertretene, Komponente und ist ein weiteres Merkmal, warum dieses Buch aus der Masse hervor sticht. Ich kann Belinda Bauers Werk wärmstens empfehlen!

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Spannender Thriller

Von: I got lost in books

17.02.2019

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Reporterin Eve Singer. Sie ist eine starke, mutige und authentische Figur, die das komplette Gegenteil des typischen Ermittler ist. Ihr Job ist es live von Tatorten zu berichten, den Tod best möglich in Szene zu setzen und alles in ihrer Macht stehende zu tun, um einen gut „Story“ abzuliefern und ihren Job zu behalten. Schnell zeigt sich, das nicht nur ihr Job sie sehr belastet, sondern dass sie es auch privat nicht ganz einfach hat. Eve lebt mit ihrem dementen Vater zusammen, der die meiste Zeit nicht weiß wer sie oder er selber ist. Sie pflegt ihn und hat schwer mit seinem Zustand zu kämpfen. Dies sind überwiegend traurige, aber auch lustige Szenen, denn es gibt durchaus auch ein paar lichte Momente, in denen man etwas über die Vergangenheit von Duncan Singer erfährt. Diesen Aspekt hat die Autorin exzellent in die Handlung eingebaut. Sie zeigt die Belastung der Angehörigen, den Zwiespalt, in dem sie sich befinden, ihre zerstörten Hoffnungen und die Tiefpunkte aber auch die sehr seltenen schönen, liebevollen Momente. Des weiteren bekommt man auch die Perspektive des Serienkillers zu sehen, der Eve in sein perfides Spielchen einbezieht. Leider finde ich es sehr Schade, das die Beweggründe des Killers schon innerhalb der ersten Kapitel dargelegt werden, wodurch einiges an Spannung verloren geht. Auch ist der Killer selbst eher durchschnittlich und in meinen Augen keine Person vor der man Angst haben müsste. Von Beginn an konnte mich Belinda Bauer mit ihrem lebendigen, flüssigen Schreibstil begeistern. Jedoch haben mich die ständig, oft auch mehrmals in einem Kapitel wechselnden Perspektiven sehr gestört, da ich oft nicht sofort wusste in wessen Perspektive gewechselt wurde. Nichtsdestotrotz machen der Schreibstil, die Atmosphäre und die detaillierten Beschreibungen das Buch zu einem fesselndes Leseerlebnis, das man kaum unterbrechen will.

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Vita

Belinda Bauer arbeitete als Journalistin und Drehbuchautorin, bevor sie sich dem Schreiben von Romanen widmete. Sie wurde mit dem renommierten »Bafta Award for Young British Screenwriters« ausgezeichnet und gewann für ihr gefeiertes Romandebüt »Das Grab im Moor« den »Gold Dagger Award«. Die Autorin lebt in Wales.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein fantastischer Serienmörder-Thriller.«

Sunday Mirror

»›Der Tod so nah‹ wird Ihnen schlaflose Nächte bereiten.«

Shari Lapena, Autorin von »The Couple Next Door«

»Belinda Bauer hat sich einen Namen gemacht als Autorin für raffinierte und spektakuläre Spannungsromane.«

Sunday Times

»Belinda Bauer ist wahrscheinlich Englands originellste Spannungsautorin. ›Der Tod so nah‹ ist sowohl stilvoll als auch rasant, die Spannung kaum zum Aushalten.«

Crime Scene

»Ein Pageturner.«

Entertainment Weekly

»Belinda Bauer hat den Mut, den Spannungsroman in unbekannte Gefilde zu führen und ein todsicheres Gespür dafür, den Leser zu verunsichern.«

Financial Times

»Für Leser von Tana French und Karin Slaughter.«

Booklist

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