Der Verehrer

Roman

(4)
Taschenbuch
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Spannend, abgründig und überaus raffiniert

Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor einem Rätsel. Denn die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden. Erst der Telefonanruf einer ehemaligen Urlaubsbekanntschaft liefert den ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen …

„Raffiniert!"

tv media (05. Oktober 2011)

Originaltitel: Der Verehrer
Originalverlag: Goldmann, 1998
Taschenbuch, Klappenbroschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-37747-3
Erschienen am  19. September 2011
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Krimi oder Romanze?

Von: Alena Junge

22.09.2018

Bei meinem Aufenthalt in einem Volunteer-Programm in Südafrika fand ich im Bücherregal eine alte Ausgabe von Charlotte Links Buch "Der Verehrer". Abgesehen davon, dass es nicht viel besseres gab, sah das Buch noch gut in Takt aus, sodass ich anfing zu lesen. Der Klappentext klang zumindest vielversprechend: "Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor einem Rätsel. Denn die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden. Erst der Telefonanruf einer ehemaligen Urlaubsbekanntschaft liefert den ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen …" Die Story springt zwischen zwei Handlungen hin und her - der Schwester der Ermordeten und einer Frau, Leona Dorn, die zunächst nichts mit den Geschehnissen zu tun hat. Sie muss einen Selbstmord mit ansehen: Eine Frau springt aus ihrer Wohnung genau vor Leonas Füße. Fast gleichzeitig erfährt man, dass Leonas Mann Wolfgang kurz davor ist, seine Frau für eine andere zu verlassen. Leona ahnt hiervon gar nichts und ist umso überraschter, als er sich trennt. So macht er Platz für neue Bekanntschaften in Leonas Leben, u.a. ihrem zukünftigen Freund, der viel zu perfekt wirkt und der zufällig noch der Bruder der Selbstmörderin ist. Krimi oder Romanze? Man kommt schnell in die Geschichte rein und das Buch liest sich flüssig. Die Namen der Figuren erinnern mich an einen deutschen Fernsehkrimi, Leona Dorn, Lydia, Robert, Bernhard, Wolfgang. Allerdings fand ich das Buch auf den ersten 200 Seiten so gar nicht krimihaft und ich fragte mich, wann es denn los geht. Oder war der Klappentext nur ein Lockmittel? Ich muss dazu sagen, dass ich eher ein Krimi-Wenigleser bin. Aber zunächst wirkt Leonas Geschichte wie eine plätschernde Liebesromanze, wobei sie der Männertraum schlechthin ist und sich gefühlt jede Männerfigur im Buch an sie ranmachen will. Es war keine langweilige Story, aber ein wenig Aktion hatte ich erwartet. Die kam (erwarteterweise) auch, aber erst nach vielen Seiten. Unvorhersehbar war der weitere Verlauf nicht, eigentlich konnte man sich schon sehr früh denken, was passieren wird. Und so war es auch. Leicht enttäuscht nahm ich das Ende hin, zumal mir eine Freundin erzählte, dass man bei Charlotte Link Büchern nie weiß, wie es ausgeht. Hier schon, aber der Weg dahin war nicht schlecht. Auch die zweite Storyline nimmt Fahrt auf, ist gut gedacht und führt zur unvermeidbaren Konklusion - Wer der Mörder ist. Gut gefallen hat mir die Familie von Leona. Man erhält viel Einsicht, erfährt Details und Charakterzüge von einigen Figuren. Das macht die Geschichte glaubhafter und authentisch. Wenn auch einige der Figuren etwas flach sind, kann man das Buch gut lesen und legt es auch erst weg, wenn man fertig ist. Fazit Spannende Idee, die sich in die Länge zieht und bei der die für mich eigentliche Hauptstory von Lisa, der Schwester der Ermordeten, etwas zu kurz kommt. Hier hätte ich gern mehr erfahren, auch vom Innenleben der Familie - wie fühlt man sich, wenn seine Schwester brutal im Wald ermordet wurde? Außer, dass sie sich jahrelang nicht mehr gemeldet hat und sich dadurch das Verhältnis sehr abgekühlt hat, glaube ich nicht, dass man da keinen Schock erleidet. Die Figuren waren manchmal zu rational und unterkühlt für mich. Dies kann aber auch am allwissenden Erzähler liegen, der alles beleuchtet und nicht nur das Innenleben einer Figur. Die Story über Leona und ihrem Verehrer ist in Ordnung, aber vorhersehbar. Dennoch hat mich das Buch animiert, weitere Bücher von Link zu lesen, um zu erfahren, ob diese vielleicht raffinierter sind. Mittlerweile ist das Buch neu aufgelegt worden. Nicht mehr mit mit den roten Schühchen auf dem Cover, wie meine Version, sondern mit einem weißen, dennoch ohne ein Bild, das irgendeinen Bezug zum Inhalt hätte.

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Eher Krimi als Thriller

Von: Michaela

18.09.2017

Klappentext Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen der Toten vor einem Rätsel. Denn die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden. Erst der Telefonanruf einer ehemaligen Urlaubsbekanntschaft liefert den ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen… Einstieg ins Buch Es war ein wundervolles Spiel, sich von ihm durch den Wald jagen zu lassen. ... Meine Meinung Leona ist mit ihrem Leben zufrieden. Sie ist seit 13 Jahren mit ihrem Mann Wolfgang verheiratet und ihr Job als Agentin in einem Verlag in Frankfurt macht ihr Spaß. Als sie erfährt, dass Wolfgang seit einem halben Jahr eine Affäre hat, bricht ihre kleine heile Welt zusammen. Sie weiß weder ein noch aus und ist einfach nur verletzt und enttäuscht. Sie hätte den Halt so dringend gebraucht. Eine Frau ist kürzlich vom Balkon gesprungen und Leona genau vor die Füße gefallen. Die Frau ist sofort tot. Leona verrennt sich gedanklich in diesen Unfall. Sie freundet sich mit der Nachbarin Lydia, dem Bruder Robert und dem Ex-Mann der toten Frau Bernhard an. Die Nachbarin entpuppt sich schnell als sehr einsame und redebedürftige Frau, der Ex-Mann als Schwerenöter. Emotional lässt sich Leona von Robert, dem Bruder der Toten, trösten und auffangen. Sie fühlt sich wahrgenommen und begehrt, dadurch merkt sie allerdings zu spät in welche gefährlichen Fänge sie hier geraten ist. Sehr langatmig ist der Weg der Trennung von Leona und Wolfgang. Manchmal rastet Leona einfach ohne ersichtlichen Grund gegenüber Wolfgang aus. Solche Momente haben mich immer etwas verblüfft, da Leona sonst einen sehr ruhigen und überlegten Charakter hat. Das war für mich immer wie ein gedankliches Stolpern und hat mich aus der Story geholt. Wie auf dem Klappentext bereits erwähnt geht es neben der Hauptgeschichte auch um die Geschichte der jungen Frau Anna, die ermordet im Wald gefunden wird. Diese Geschichte verläuft parallel zur Hauptgeschichte, verwirrt aber nicht ein einziges Mal, da die Personen sehr unterschiedlich sind. Die Schwester der ermordeten Frau macht sich nach dem Tod des Vaters auf die Suche nach der Wahrheit. Lisa will wissen was mit Anna passiert ist. Sie macht sich auf den Weg nach Frankfurt um Lydia zu besuchen, weil Lydia eine Urlaubsbekanntschaft von Lisa war. Lisa erhofft sich etwas aus dem Leben der toten Anna zu erfahren, denn wirklich nahe standen sich die beiden Schwestern nicht. Die Bewerkstelligung dieses Treffens ist sehr ausgedehnt erzählt. Ich hatte das Gefühl, dass es ewig gedauert hat bis Lisa und Lydia endlich aufeinander treffen. Hier hätte Charlotte Link etwa 80 Seiten sparen können. Charlotte Link hat einen recht einfachen und verständlichen Schreibstil. In diesem Buch kamen mir die Protagonisten allerdings nicht sehr authentisch vor, weil ich mich mit keinem so richtig identifizieren konnte. Trotz der guten Darstellungsweise der Protagonisten finde ich die Charaktere sehr oberflächlich. Ich konnte zwar alle Handlungen nachvollziehen, aber es gab eben keine Überraschungen. Alles kam am Ende genauso wie ich es mir gedacht hatte. Das hat mir den Spaß-Faktor etwas genommen, vor allem weil das Buch mich von Anfang an schon nicht so richtig gepackt hat. Zitat: Leona blieb sitzen, sah den beiden Männern nach, wie sie um die Hausecke verschwanden. Unweit von ihr sang eine Amsel in den höchsten Tönen. Der Kirschbaum mitten im Garten stand in voller Blüte. Es war ein vollkommener Tag. Er erfüllte Leona um so mehr mit Traurigkeit, als er so unverdrossen etwas vorgaukelte, was mit der Wirklichkeit nicht im mindesten im Einklang stand. (Seite 314) Fazit „Der Verehrer“ ist das erste Buch, das ich von Charlotte Link gelesen habe. Der erste Teil des Buches plätscherte so vor sich hin, ließ sich zwar flüssig lesen, aber sonderlich spannend war es nicht. Zur Mitte hin entwickelte sich die Geschichte recht gut und nahm an Fahrt auf. Leider fiel die Spannung ziemlich schnell wieder ab und die Geschichte plätscherte dem Ende entgegen. Ich bin durchaus der Meinung, dass das Buch auch 80-100 Seiten kürzer hätte sein können, ohne, dass es der Handlung geschadet hätte. Da die Grundidee aber solide und der Verlauf der Geschichte nachvollziehbar ist, möchte ich nicht sagen, dass das Buch nicht lesenswert ist. Knallharte Thriller-Fans werden sich gerade auf den ersten und letzten 150 Seiten gelegentlich langweilen und sich fragen wann die Geschichte denn voran geht. Leser, die gerne ganz entspannt einen Roman lesen, der ein klein wenig Spannung in sich hat, sind hier gut beraten. Von mir eine verhaltene Leseempfehlung.

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Vita

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

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