Der Wanderer

Thriller

Der Wanderer
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Die Leiche einer jungen Frau an einem unzugänglichen Bergsee. Ein Wanderer, dem keiner entkommt.

Ein einsames Tal in Südtirol: Starr vor Entsetzen blickt Sibylle auf das Foto mit dem toten Körper ihrer Mutter. Die Aufnahme kam in einem geheimnisvollen Brief ohne Absender. Zwanzig Jahre ist es her, dass man Erikas Leiche an einem abgelegenen Bergsee gefunden hat. In Kreuzwirt waren sich alle einig: Selbstmord. Aber das Foto weckt Sibylles Zweifel. Zusammen mit Tony, der damals über den grausamen Fund berichtet hatte, macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei stoßen sie auf ein dunkles Geflecht aus Lügen, Verrat und Wahnsinn – und stellen fest, dass Erika nicht das einzige Opfer war. Auch sie selbst schweben bald in Lebensgefahr …


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Il respiro del sangue
Originalverlag: Einaudi, Turin 2019
Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10644-9
Erscheint am 09. August 2021

Leserstimmen

Eine Story mit viel Potential, das aber nicht ausgeschöpft wird

Von: Sandra

30.05.2020

„Der Wanderer“, das dritte Werk von Luca D'Andrea, und das Erste, das ich von ihm gelesen habe. Es handelt auf 373 Seiten und 82 zumeist sehr kurzen Kapiteln von einer jungen Frau, die mehr über die Hintergründe des Todes ihrer Mutter herausfinden möchte und nicht an die offizielle Version eines Selbstmordes glaubt, sondern von einem Mord ausgeht. Unterstützung erhält sie hierbei von einem Schriftsteller, der zum Zeitpunkt des Geschehens, damals noch junger Journalist, den Bericht darüber für die Lokalzeitung geschrieben hat. Die Story bietet jede Menge Potential, das wird jedoch nicht ausgeschöpft. Die beiden Hauptcharaktere werden über das gesamte Buch recht gut ausgearbeitet, aber die Vielzahl an auftretenden Nebencharakteren lassen manchmal die Übersicht verlieren, da sich auch einige Namen etwas ähneln und ich habe öfter zurückblättern müssen um noch einmal nachzusehen, um welche Person es sich hier gerade handelt. Hinzu kommen viele Sprünge in der Zeit und der Handlung, was mich manchmal die Orientierung verlieren ließ, da es eine Weile dauerte bis ich den Bogen zum Kontext wieder gefunden hatte und wusste, wo und wann man ich mich als Leser gerade befinde. Die Handlung selbst kann etwas Spannung aufbauen, aber nicht übermäßig und lässt auch den roten Faden gelegentlich vermissen. Mal geht es eher in eine mystische Richtung, schwenkt dann um in Richtung Familiendrama, macht einen kleinen Ausflug in Richtung Liebesgeschichte uvm., aber nichts davon wird wirklich richtig ausgearbeitet, es bleibt oft sehr oberflächlich. Bevor die Hintergründe einer Sache wirklich geklärt sind, kommt schon der Sprung zur nächsten. Und auch am Ende wir der Leser mit jeder Menge ungeklärter Fragen einfach stehen gelassen. Zusammengefasst hatte das Buch durchaus seine kleinen Momente und auch einige erheiternde Passagen, aber es war zu wenig um über die oben genannten „technischen Probleme“ hinwegzutäuschen. Es wird für mich wohl in nächster Zeit kein weiteres Buch dieses Schriftstellers geben.

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spannend auf zu vielen Seiten

Von: aboutanotherbooknerd

13.03.2020

In dem kleinen südtiroler Ort Kreuzwirt scheint die Welt noch in Ordnung. Sibylle war in dem Glauben aufgewachsen, dass ihre Mutter Erika Selbstmord begangen hat. Als sie in ihrem Briefkasten ein Foto ihrer Mutter findet, beginnt sie Fragen zu stellen, denn sie ist überzeugt davon, dass Erika ermordet wurde. Bei ihren Nachforschungen trifft sie auf den ehemaligen Lokalreporter Tony, der damals über den Leichenfund berichtet hat. Tony unterstützt Sibylle bei der Suche nach der Wahrheit, doch je mehr die Beiden nachbohren, umso mehr Widersprüche tauchen auf. Sie verfangen sich in einem Netz voller Lügen, Drogen und Halbwahrheiten. Als Sibylle und Tony entdecken, dass Erika nicht das einzige Opfer war, schweben auch sie in Lebensgefahr. Der Autor hat für mich einen eigenen Schreibstil. Durch ständige Perspektivwechsel und kurze Kapitel wird Spannung aufgebaut. Die Hauptprotagonisten sind sehr unterschiedlich gezeichnet. Im Gegensatz zur quirligen Sibylle wirkt Tony doch recht blass. Die Dorfbewohner haben sich dank der Hilfe der Familie Perkmann gut eingerichtet und stellen dafür auch keine Fragen. Obwohl die mystische Komponente für mich einen zu großen Raum eingenommen hat, fand ich die Suche nach der Wahrheit spannend und konnte mich am Ende noch überraschen.

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Vita

Luca D'Andrea wurde 1979 in Bozen geboren, wo er heute noch lebt. Er stieg mit seinem ersten Thriller sofort in die Riege der internationalen Top-Autoren auf: »Der Tod so kalt« erschien in rund 40 Ländern und hat sich in Deutschland über 100.000 mal verkauft. Zuletzt erschien bei Penguin »Das Böse, es bleibt«, wie sein erster Roman ein Spiegel-Bestseller.

Zur AUTORENSEITE

Susanne Van Volxem

Susanne Van Volxem war von 1993 bis 2015 Lektorin und Programmleiterin bei verschiedenen Verlagen. Zur Zeit ist sie bei der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für den Bereich Fundraising & Kooperationen zuständig. Seit bald zwei Jahrzehnten ist sie außerdem als Übersetzerin aus dem Italienischen, Französischen und Englischen tätig und hat eigene Veröffentlichungen vorgelegt.

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Olaf Matthias Roth

Olaf Matthias Roth, der mit einer Arbeit über den italienischen Dichter Gabriele d’Annunzio promovierte, ist seit über zwanzig Jahren als literarischer Übersetzer aus dem Italienischen, Französischen und Englischen tätig. Außerdem hat er etliche Sachbücher zum Thema Klassische Musik veröffentlicht. Seit August 2018 ist er Chefdramaturg am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.

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