Der Wasserdieb

Roman

(4)
TaschenbuchDEMNÄCHST
ca. 10,99 [D] inkl. MwSt.
ca. 11,30 [A] | ca. CHF 16,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Er kam, um zu helfen, doch zwischen Hoffnung, Liebe und Verrat verließ er den Weg der Gerechten ...

Der englische Ingenieur Nick bricht mit Sack und Pack nach Afrika auf, um ein Kinderkrankenhaus zu bauen, und kommt dort in einem kleinen Dorf bei einem Arzt unter. Als er sich in Margaret, die Frau des Gastgebers, verliebt, droht ihre Affäre das Glück der ganzen Familie zu zerstören. Beruflich ist Nick schnell von den Machenschaften seines Arbeitgebers ernüchtert. Um nicht länger zusehen zu müssen, wie die Bevölkerung von teuren Wasserlieferungen abhängig ist, obwohl schon ein einfacher Brunnen Abhilfe schaffen würde, begeht er eine Tat, die schwerwiegende Folgen für ihn hat – und für alle, die er liebt …


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Karin Dufner
Originaltitel: The Well
Originalverlag: OneWorld, London 2017
Taschenbuch, Klappenbroschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0764-1
Erscheint am 15. Juli 2019

Leserstimmen

Die Umsetzung des Buches konnte mich nicht packen

Von: sommerlese

23.12.2018

Claire Hajajs Roman "Der Wasserdieb" erschien bereits 2017 im Blanvalet Verlag. Der Ingenieur Nick zieht nach dem Tod seines Vaters von England nach Afrika, um dort ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Seine Verlobte Kate lässt er in London zurück. Er beginnt eine Affaire, erkennt wie die Bevölkerung unter der Korruption durch den Gouverneur zu leiden hat und baut als gutgemeinte Tat einen Brunnen, was ihm schwerwiegende Probleme einbringt. Nachdem ich "Ismaels Orangen" gern gelesen habe, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Die Inhaltsangabe ist vielversprechend und die Thematik mit Brunnenbau in Afrika hat mich interessiert. Doch bei diesem Roman habe ich lange gebraucht und musste mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven beleuchtet, was für einen tiefen Einblick sorgen könnte. Einmal erzählt der Engländer Nick, dann wieder Jojo, der Sohn der Gastfamilie. Seine Sichtweise ist mir ziemlich fremd geblieben und es war auch nicht immer deutlich, wer gerade den Erzählton angibt. Nick ist ein junger Mann, der von Schuldgefühlen geplagt wird, doch kaum in Afrika angekommen, stürzt er sich in eine Affaire, was weitere Gewissensbisse nach sich zieht. Außerdem glaubt er, die Korruption mit eigenem Handeln unterbinden zu können, doch das ist eine naive Einstellung und eine falsche Entscheidung. Sein eher unüberlegtes Handeln bringt ihm Schwierigkeiten, für die ich nur wenig Verständnis habe und deshalb konnte ich auch nicht mit ihm mitfühlen. Die eigentliche Handlung ist in diesem Roman schwer zu verfolgen, denn viele überflüssige Szenen sorgen für eine Ablenkung von den wesentlichen und wichtigen Dingen im Plot. Dabei hätte die Idee, die hinter dieser Story steckt, durchaus hochbrisantes Material für einen packenden Roman bereitgehalten. Wasserknappheit und Brunnenbau, ein neues Krankenhaus für afrikanische Kinder, hier glaubt man, von Hilfsprojekten zu erfahren, was aber nur unwesentlich stattfindet. Ich habe nicht einmal herausgefunden, in welchem Land Afrikas wir uns befinden und damit fehlt mir auch jede Orientierung für die Charaktere und Vorgänge. Wie schwer es die Afrikaner in ihren Ländern haben, gegen die Korruption anzugehen, weiß man und liest es auch in diesem Buch. Die Probleme afrikanischer Länder im Bereich Wasserversorgung, Unterversorgung von Krankenhäusern und unzureichendem Gesundheitswesen beschreibt die Autorin realistisch. Und dennoch gab es viele langatmige und unverständliche Vorgänge, die mich abgelenkt haben und mit den Protagonisten konnte ich ebenfalls nicht viel anfangen. Bei der Beschreibung von Religion zeigt sich deutlich die tiefe Verwurzelung der Afrikaner in ihren Geisterkult. Trotz der interessanten und aktuellen Probleme, die den afrikanischen Kontinent betreffen, konnte mich die Umsetzung dieses Buches nicht überzeugen und mitnehmen. Einige Längen und unverständliche Szenen haben es mir sehr schwer gemacht, am Ball zu bleiben und das Buch ohne große Pausen zu lesen.

Lesen Sie weiter

Der Wasserdieb

Von: Erdhaftig schmökert

24.10.2017

Erzählt wird dieser Roman in zwei Handlungssträngen: dem eines einheimischen Kindes und dem eines erwachsenen Entwicklungshelfers, der kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag steht als er ankommt. Wenn jemand noch unbedarft ist und nur Gutes tun will in einer Region, die es allem Anschein nach nötig hat; Und dabei entdeckt, dass vor Ort einige Menschen korrupt sind, er selbst sich in jemanden verliebt und das Leben diesbezüglich zu locker nimmt - eben, wie zuhause -. Wenn dazu noch ein Kind kommt, dass diese Welt selbst zu verstehen und seinen Platz in der Gesellschaft sucht plus zu dem Fremden aufschaut. Dann hat man eigentlich schon einen Plot, der sich für einen Roman eignet. Claire Hajaj geht noch zwei Schritte weiter. Sie baut Katastrophen, ausgelöst durch die Affäre und das Gutmenschentum des Weißen mit ein. Beide sind für den Leser verständlich, sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite. Und sie bedrücken gewaltig. Man muss beim Lesen selbst etwas mitdenken, nicht alles offenbart sich auf den ersten Blick. Ich fand das Buch nicht einfach zu lesen und es ist kein Schmöker, der zum Hineinversinken einlädt. Aber es lohnt sich bis zum Ende dran zu bleiben, auch wenn das erste Viertel etwas zäh ist.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Claire Hajaj, 1973 in London geboren, hat ihr bisheriges Leben zwischen zwei Kulturen, der jüdischen und der palästinensischen, verbracht und versucht, sie zu vereinbaren. In ihrer Kindheit lebte sie sowohl im Nahen Osten als auch im ländlichen England. Sie bereiste alle vier Kontinente und arbeitete für die UN in Kriegsgebieten wie Burma oder Bagdad. Sie schrieb Beiträge für den BBC World Service, außerdem veröffentlichte sie Artikel in »Time Out« und »Literary Review«. Ihren Master in Klassischer und Englischer Literatur hat sie in Oxford gemacht. Zuletzt lebte sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Beirut.

Zur AUTORENSEITE

Weitere Bücher der Autorin