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Der Zug der Waisen Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48161-3

NEU
Erschienen: 12.12.2016
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New York 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Brand ihre Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse – nur die wenigsten erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor. Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen 91-jährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen.

Christina Baker Kline über ihr Buch »Der Zug der Waisen«

Christina Baker Kline (Autorin)

Christina Baker Kline wuchs in England und in den Vereinigten Staaten auf. Sie hat Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet und sich als Buchautorin und Herausgeberin von Anthologien einen Namen gemacht. Ihr Roman "Der Zug der Waisen" war in den USA ein großer Erfolg und hielt sich monatelang an der Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste. Mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen lebt die Autorin in Montclair, New Jersey.

Aus dem Amerikanischen von Anne Fröhlich
Originaltitel: Orphan Train
Originalverlag: William Morrow

Taschenbuch, Klappenbroschur, 352 Seiten, 12,5 x 18,7 cm, 7 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-442-48161-3

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen: 12.12.2016

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Ein bewegendes Stück amerikanischer Geschichte

Von: Petra Radtke Datum: 27.01.2017

petrasbuecherinsel.blogspot.de/

Diese Geschichte hat mich sehr beeindruckt. Geschickt versteht die Schriftstellerin durch die beiden Hauptpersonen Vivian Daly und Molly - das Schicksal vonWaisenkindern und Pflegekindern im Amerika Ende der Zwanziger Jahre und in der heutigen Zeit lebendig werden zu lassen und zu verknüpfen.
Die einundneunzigjährige Vivian bekommt Molly als Hilfe, um ihren Dachboden aufzuräumen. Molly wird als Pflegekind von einer Familie zur anderen weitergereicht, da niemand so richtig mit ihrem rebellischen Charakter zurecht kommt. Als sie heimlich ihr Lieblingsbuch aus der Bibliothek mit nach Hause nehmen will, wird sie erwischt und zu Sozialstunden verurteilt. Diese darf sie bei der alten Vivian ableisten. Gemeinsam versuchen sie in die vielen Kisten auf dem Dachboden Ordnung zu bringen...dadurch kommen viele schon längst vergessene Sachen zum Vorschein und die Lebensgeschichte von Vivian wird wieder lebendig...Es ist ein Stück amerikanischer Geschichte, in dem damals mit demWohlfahrtprogramms "Orphan Trains"für Waisenkinder im ganzen Land ein neues Zuhause gesucht wurde. Doch so gut es gemeint war, bedeutete es für viele dieser Kinder, nur Elend und Ausbeutung. Sie wurden zu oft als billige Arbeitskräfte ausgebeutet und mussten unter elenden Bedingungen leben. Auch Vivian musste viel ertragen, bevor sie an Pflegeeltern kam, die sich bemühten ihr ein gutes Leben zu ermöglichen.
Auch die Geschichte von Molly ist sehr bewegend - ihr Kampf um Anerkennung und Liebe wird sehr gut beschrieben. Beide Frauen haben einen starken Charakter und erkennen sehr bald, dass sie sich gegenseitig unterstützen können.
Die Geschichte ist sehr lebendig beschrieben und man bangt und hofft mit den beiden Hauptgestalten mit, dass alles gut gehen wird. Sehr interessant für mich waren die Beschreibungen des Lebens im damaligen Amerika. Sehr bewegt hat mich die Beschreibung der Situation der Kinder im Waisenzug, ihre Ängste und die Entstehung von kleinen Freundschaften, die mithelfen, die schwere Lage während der Fahrt durch das Land zu überstehen.
Ich kann dieses Buch allen Lesern von geschichtlichen Romanen nur ans Herz legen. Wer wissen möchte, wie Vivian ihr schweres Schicksal überstanden hat und ob es Molly gelingt, mit ihrer Hilfe einen richtigen Platz im Leben zu finden, muss dieses berührende Buch lesen.
Sehr gut finde ich auch die Geschichte über den "Orphan Train" mit Fotos von betroffenen Kindern aus der damaligen Zeit.

Orphan Trains - Vergessene Geschichte wird lebendig

Von: Gela Datum: 27.01.2017

gelas-home-of-books.blogspot.de/

Ein Zug voller Waisenkinder rollt im Jahr 1929 von New York Richtung Mittlerer Westen. Auch die neunjährige irische Immigrantin Vivian hofft darauf, ein neues Zuhause zu finden. Bis es so weit ist, muss sie einen schweren Weg gehen. Erst mit 91 Jahren vertraut sie sich der jungen Halbwaisen Molly an, mit der sie sich verbunden fühlt.

Christina Baker Kline hat ein trauriges und vergessenes Kapitel amerikanischer Geschichte zum Leben erweckt. Im Nachwort findet man von der Autorin zusammengestellte geschichtliche Details. Die Orphan Trains fuhren zwischen 1854 und 1929 in den Mittleren Westen, um unglaubliche 200.000 Kinder adoptionswilligen Paaren zuzuführen. Die von der „Children’s Aid Society“ vermittelten Kinder wurden allerdings häufig als billige Arbeitskräfte wie Sklaven gehalten. Hauptprotagonistin Vivian Daly ist eines dieser Kinder und steht für eine Generation ohne Liebe und Geborgenheit. Der zweite Handlungsstrang führt in die Gegenwart zu Molly, einer aufmüpfigen 17-jährigen Halbwaisen, die von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wird. Sie steht kurz davor, wieder aus einer Familie zu fliegen. Ihre letzte Chance sind Sozialstunden, die sie bei Vivian auf dem Dachboden mit Entrümpelungsarbeiten ableisten soll.

Das Schicksal einer alten Dame und die Selbstfindung eines Teenagers werden von der Autorin gekonnt miteinander verwoben. Einfühlsam, leise und gefühlvoll entwickelt sich eine Freundschaft, mit der niemand gerechnet hat. Eigentlich soll Molly nur den Dachboden für Vivian entrümpeln. Doch je länger die beiden Frauen die alten Dinge betrachten, desto näher kommen sie sich. Mit jedem Fundstück kehren mehr Erinnerungen zurück und Vivian beginnt, Molly von ihrem Leben zu erzählen. Die Handlungsstränge werden durch Kapitel und Jahreszahlen getrennt erzählt, sodass man der Geschichte gut folgen kann.

Besonders Vivian wirkt sehr authentisch und lebendig. Zusammen mit ihr durchlebt man all die schrecklichen Dinge, die ihr widerfahren sind.

"Keine Erwartungen zu haben macht das Ganze leichter zu ertragen. Ich bin überzeugt, dass ich am Ende wieder im Zug landen werde, um an der nächsten Station wieder ausgeladen, mit den anderen verbleibenden Kindern vorgeführt und dann wieder zurück in den Zug verfrachtet zu werden. "

Tief getroffen hat mich, wie dieses kleine Mädchen sich selbst eine Gefühllosigkeit auferlegt, um überleben zu können. Als erwachsene Frau trifft sie ein weiterer Schicksalsschlag, von dem sie nicht nie ganz erholen wird und ihre Gefühle endgültig für sich behält.

Mich hat dieser Roman sehr berührt. Im Anschluss habe ich noch viel über die Orphan Trains gelesen und bin froh, durch diese Geschichte mehr darüber erfahren zu haben.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Nina Gilbert aus Delbrück Datum: 02.12.2014

Buchhandlung: Buchhandlung Meschede

(...)vielen Dank für das wunderbare Wochenende, welches Sie mir mit „Der Zug der Waisen“ beschert haben. Dieser Roman hat mich sehr berührt, eine tolle, vielschichtige Geschichte, die zu Herzen geht und dann auch noch literarisch ist. Schon lange bin ich nicht mehr so begeistert gewesen. Mein Mann ist Amerikaner, kannte aber das Phänomen der Waisenzüge auch nicht – Bildungslücke geschlossen. Vielen, vielen Dank und allerbeste Grüße aus Delbrück.

Von: Julia Krandiek aus Brühl Datum: 15.10.2014

Buchhandlung: Die Buchhandlung Karola Brockmann

"Der Zug der Waisen" hat mich tief bewegt und war ein ganz toller Schmöker. Ich freue mich darauf, ihn im Weihnachtsgeschäft anzubieten! Ich hätte nur nicht das Ende in der U-Bahn lesen dürfen, denn ich musste doch ein paar Tränchen verdrücken...

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