VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Der begrabene Riese Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 9,99 [D] inkl. MwSt.
€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-42000-7

Erschienen: 14.11.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Video

  • Links

  • Service

  • Biblio

Britannien im 5. Jahrhundert: Nach erbitterten Kriegen zwischen den Volksstämmen der Briten und Angelsachsen ist das Land verwüstet. Axl und Beatrice sind seit vielen Jahren ein Paar. In ihrem Dorf gelten sie als Außenseiter, und man gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie eine Belastung für die Gemeinschaft sind. Also verlassen sie ihre Heimat, in der Hoffnung, ihren Sohn zu finden, den sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise ist voller überraschender Begegnungen und Gefahren, und bald ahnen sie, dass in ihrem Land eine Veränderung heraufzieht, die alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, sogar ihre Beziehung.

Kazuo Ishiguro (Autor)

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.


Barbara Schaden (Übersetzerin)

Barbara Schaden studierte Romanistik und Turkologie in Wien und München, arbeitete anschließend als Verlagslektorin und ist seit 1992 freiberufliche Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Italienischen. Sie übersetzt neben Kazuo Ishiguro unter anderem Patricia Duncker und Nadine Gordimer. Barbara Schaden lebt in München.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Barbara Schaden
Originaltitel: The Buried Giant
Originalverlag: Blessing

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-42000-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 14.11.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

"Der begrabene Riese" - Kazuo Ishiguro

Von: paper.and.poetry Datum: 20.01.2017

https://paperandpoetryblog.wordpress.com/

Vielen dürfte Kazuo Ishiguro vor allem durch seine Romane „Was vom Tage übrig blieb“ (1989), für das er den 'Booker Prize' bekam und „Alles, was wir geben mussten“ (2005) bekannt sein. Beide genannten Werke wurden mit namhaften Schauspielergrößen verfilmt, die Bücher sind weltweite Bestseller - So viel zu den grundlegenden Fakten. Doch was machen Ishiguros Geschichten aus?
Sie berühren und bewegen den Leser sowohl inhaltlich, als auch durch dessen bildhaft schöne und leise Sprache, die selten geworden ist, seitdem moderne Literatur oft eine klare, präzise und lautstarke Wortwahl bevorzugt. In seinem neuesten Roman „Der begrabene Riese“ vermischt Ishiguro nun sämtliche Genres und schafft ein Werk, welches sich zwischen Literatur, Historie und Fantasy bewegt und wirklich alles ist, nur nicht gewöhnlich. Auch hier überwiegen leise Töne und Naturbeschreibungen, sodass man meint, man stünde tatsächlich im Wald und atme dessen frischen Duft ein. Aber, worum geht es in „Der begrabene Riese"?
Wir befinden uns mit Axl und Beatrice im Britannien des 5. Jahrhunderts. Das Paar wird in ihrem Dorf als Außenseiter behandelt, weshalb sie sich dazu entschließen, sich auf die Reise zu ihrem Sohn zu machen, den sie schon lange Zeit nicht mehr gesehen haben. Dabei treffen sie auf allerhand mysteriöse und zauberhafte Gestalten (Drachen, Ritter, Merlin usw.) und sie lernen, dass ihre Welt unter einem Nebel des Vergessens liegt, weshalb alle Figuren praktisch vergangenheitslos sind. Dieser Nebel ist im Begriff alles und jeden einzuhüllen, sie sozusagen auszulöschen. Wird es Axl und Beatrice gelingen ihre Erinnerungen und somit sich selbst zu bewahren?
„Der begrabene Riese“ ist ein Roman, in dem sich zwischen den Zeilen wohl jeder wiederfinden kann, denn nicht nur die Protagonisten sind von dem Nebel betroffen, sondern irgendwie wir alle. Das Leben rauscht nur so vorbei und wir vergessen, was wirklich zählt, wer wir wirklich sind. Hier bietet das Buch viel Raum für Interpretation, die jedem selbst überlassen ist. Ishiguros so wunderbar zarte Sprache und sein Erzählgeist tragen den Leser von der ersten Minute an und ziehen ihn in eine Art traumhaften Sog, dem man sich nicht entziehen kann, geschweige denn möchte. Einziger Nachteil der ausführlichen Beschreibungen Ishiguros sind die Längen, die der Roman dadurch teilweise aufweist. Zusätzlich sollte man, meiner Meinung nach, ein wenig Historie- und Fantasy affin sein – oder sich eben komplett auf die Geschichte einlassen können, dann begeistert das Buch und lässt einen auch lange Zeit später noch in Gedanken darin eintauchen, so lange man nicht dem Nebel des Vergessens begegnet.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Philosophisch, Mystisch, Emotional

Von: Sanny Datum: 28.12.2016

https://www.facebook.com/A-whole-new-World-of-Books-801930199953589/?ref=aymt_homepage_panel

Inhalt
Nach dem Krieg der Sachsen gegen die Briten im 5. Jahrhundert, ist Großbritannien kaum mehr als ein Trümmerhaufen. Das ältere Paar Axl und Beatrice lebt schon seit langer Zeit in einem kleinen Dorf. Doch in diesem sind sie nicht mehr erwünscht, da sie als eine Belastung für die Gemeinschaft gelten. Sie entschließen sich also ihrer Heimat den Rücken zu kehren und begeben sich auf die Suche nach ihrem Sohn, den sie schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise birgt nicht nur zahlreiche Gefahren, sondern ebenso überraschende und interessante Begegnungen. Doch ebenso bekommen sie die Veränderungen Großbritanniens deutlich zu spüren und schnell wird klar, dass bald nichts mehr so sein wird, wie es einmal war.
.
.

Kritik
Ich erinnere mich noch ganz genau daran, dass ich nicht begeistert war, als wir in der Schule „Alles was wir geben mussten“, im Englischunterricht lesen mussten. Für mich klang es nicht interessant und ich habe ein langatmiges und langweiliges Buch erwartet. Doch als ich es durch hatte, war ich mehr als begeistert. Kazuo Ishiguro beherrscht sein Handwerk wie kein zweiter. Er verarbeitet schwierige Themen in fabelhaften Handlungen und spielt dabei gekonnt mit Worten. Der Schreibstil ist allerdings auch in „Der begrabene Riese“ kein einfacher und die Thematik keine leichte Kost. Es dauert ein wenig, bis man sich in die Geschichte einfindet, doch sobald das geschehen ist, liest sich das Buch relativ flüssig weg.

Ich war beim Lesen sehr überrascht darüber, dass es sehr viel Märchenhaftes und einige Fantasyelemente beinhaltet. Das Paar reist durch Großbritannien und dabei stößt es auf zahlreiche mythische Wesen, die wohl jeder Leser kennt. Zunächst mögen diese nicht so recht in die Handlung passen, doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto klarer wird alles. Ich habe mit einer komplett anderen Richtung gerechnet, wurde allerdings mehr als positiv überrascht. So bekommen wir kurze Blicke auf beispielsweise den Zauberer Merlin und König Artus. Doch auch Drachen kommen hier nicht zu kurz.

Es ist schwer zu erklären, weshalb mich dieses Buch so in den Bann gezogen hat, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Es handelt sich nämlich um eine Geschichte, die man selbst für sich entdecken muss. Der Klappentext wird dem leider so gar nicht gerecht, da er einfach nichts von den eigentlichen Geschehnissen preisgibt. Denn eigentlich dreht sich alles um das Geheimnis eines mystischen Nebels, der das Land einhüllt. Was es mit diesem auf sich hat, sollte man allerdings selber herausfinden.

Auch ist es Kazuo Ishiguro wieder einmal gelungen einige wichtige Fragen des Lebens aufzurufen. Für was würde man sich entscheiden? Frieden oder seine Erinnerungen? Das alles wird in einer philosophisch-mystischen Geschichte verpackt, die zum Nachdenken anregt. Hier ist nichts, wie es scheint und man bekommt nicht alle Antworten auf einem Silbertablett serviert, sondern wird zum Nachdenken angeregt. Gerade das gefällt mir sehr. Trotzdem hat die Geschichte in meinen Augen ein paar Längen und an einigen Stellen gerät der Lesefluss aufgrund der Sprache etwas ins Stocken. Der Handlung tut das zwar keinen Abbruch, allerdings habe ich aus diesem Grund relativ lange für das Buch gebraucht.
.
.

Fazit
Das Buch ist keine leichte Kost und auch nicht für jedermann geeignet. Man muss ein ernsthaftes Interesse an Philosophie, der menschlichen Psyche und dem Mystischen aufweisen, um hier ein Lesevergnügen zu haben. Doch für all jene, ist das Buch mit Sicherheit geeignet.

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors