Der dunkle Bote

Ein Fall für August Emmerich
Kriminalroman

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Grausam zugerichtete Leichen, ein Mörder, der alte Verbrechen sühnt, und ein Kommissar, für den es um alles geht …

Wien im November 1920: Ein unerwarteter Kälteeinbruch hat die Ernten vernichtet, jeder dritte Mann ist arbeitslos, und das organisierte Verbrechen hat Hochkonjunktur. Doch der Mordfall, der jetzt die Stadt erschüttert, übertrifft alles bislang Dagewesene: Ein Toter wird bizarr zugerichtet und von einer Eisschicht bedeckt aufgefunden. Kurz darauf taucht ein Bekennerschreiben auf. Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter ermitteln – und das ist nicht das einzige Rätsel, das sie zu lösen haben, denn noch haben sie Xaver Koch nicht aufgespürt, den Mann, der Emmerichs Lebensgefährtin entführt hat und der sich als gefährlicher Gegner entpuppt ...

Mord auf Wienerischem Pflaster – August Emmerich ermittelt:

Band 1: Der zweite Reiter
Band 2: Die rote Frau
Band 3: Der dunkle Bote
Band 4: Das schwarze Band

Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Der dunkle Bote. Ein Fall für August Emmerich
Originalverlag: Limes Verlag, München 2019
Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0897-6
Erscheint am 18. Mai 2020

Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe

Leserstimmen

Großartiger Dritter Teil!

Von: Cassandra Burgstaller

19.11.2019

Ein Krimi in einem historischen Setting – alleine schon diese zwei Komponenten haben mich bereits beim ersten Teil der Kriminalinspektor- Emmerich- Reihe zugreifen lassen. Nach „Der Zweite Reiter“, „Die Rote Frau“ nun der dritte Teil „Der Dunkle Bote“. Der im dritten Teil vorgestellte Kriminalfall hat mich leider am wenigsten begeistern können ABER Inspektor Emmerich und sein Assistent Winter sind mir schon so ans Herz gewachsen, dass ich trotzdem nur so durch die Seiten geflogen bin. Auch die katastrophalen Zustände in Wien im späten Jahr 1920 sind von Alex Beer, wie bereits in den beiden ersten Bänden, großartig und detailreich recherchiert und geben so ein bedrückend echtes Bild der damaligen Lebenssituation der Menschen wider. Auch die Geschichte rund um Emmerichs Lebensgefährtin Luise wird weiter erzählt. Ihr aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrter Ehemann, ist zu einem brutalen Schläger und Kriminellen mutiert, der Luise und die gemeinsamen Kinder entführt hat. Welche Ausmaße dieser Teil der Geschichte noch im Laufe des Romans annehmen wird ahnt man Anfangs überhaupt nicht. Die dargestellten Charaktere sind genauso facetten- und detailreich dargestellt wie die politische Lage Wiens und machen diesen dritten Kriminalroman der August Karl Emmerich Reihe wieder zu einem absoluten Lesegenuss!

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Historisch interessanter Krimi mit nur kleinen Schwächen

Von: Buchbesprechung/Sigismund von Dobschütz

07.11.2019

Der im Oktober mit dem Österreichischen Krimipreis ausgezeichnete, auch für andere Preise nominierte Kriminalroman „Der dunkle Bote“ ist nach „Der zweite Reiter“ (2017) und „Die rote Frau (2018) der dritte Band der unter dem Pseudonym Alex Beer veröffentlichten Erfolgsreihe der österreichischen Schriftstellerin Daniela Larcher (42) um den Wiener Kriminalinspektor August Emmerich. Wir befinden uns im Wien des Jahres 1920, Monarchie und Adel sind abgeschafft, das gesellschaftliche System ist zerrüttet. Sozialisten und Kommunisten bekämpfen sich mit konservativen Republikanern, die Bevölkerung leidet unter der Hungersnot, die Inflation vernichtet den Geldwert, Arbeitslose und Bettler bestimmen das vom Krieg geschundene Straßenbild, Kriegsgewinnler und mafiöse Banden teilen die Stadt für ihre Machenschaften unter sich auf. An einem kalten Oktobertag wird ein grausam zugerichtetes Mordopfer gefunden, dem die Zunge herausgeschnitten wurde. Diese wird später, verpackt in einer mit einer römischen Ziffer beschrifteten Schachtel, der sich für Frauenrechte einsetzenden Zeitungsreporterin Alma Lehner von einem „dunklen Boten“ zugestellt. Emmerich übernimmt diesen Fall gemeinsam mit seinem jungen Assistenten Ferdinand Winter. Der Fall weitet sich aus, als neue Morde nach ähnlichem Muster folgen. Doch Emmerich fehlt nicht nur jeglicher Ansatzpunkt zur Aufklärung der Morde, sondern wird auch durch Privates abgelenkt: Xaver Koch, der aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrte und zum brutalen Schläger mutierte Ex-Mann seiner Lebensgefährtin Luise und Vater ihrer Kinder hat die Familie entführt, um sich an Emmerich zu rächen. Koch täuscht außerdem einen sozialistischen Putsch gegen die konservative Regierung vor, um mit den dafür erbeuteten Waffen zum kriminellen Herrscher Wiens zu werden. In dieser verworrenen Situation kämpft Emmerich, selbst vom Krieg gezeichnet, voller Leidenschaft und beseelt im Glauben an Recht und Ordnung gegen kriminelles und soziales Unrecht. Alex Beer gelingt es auch in ihrem dritten Band, das gesellschaftlich und politisch so facettenreiche Wien des Jahres 1920 lebendig werden zu lassen. Dank ihrer im Nachwort mit Quellen belegten Recherche beschreibt sie Zeitgeschehen und Örtlichkeiten sehr treffend. Nur mindert dies gelegentlich die Spannung. Unglaubwürdig wird dann auch Assistent Winter, an den sein Chef solche Erläuterungen richtet. Mag Winter auch jung und in der Polizeiarbeit unerfahren sein, dürfte er sich doch als Spross aus gebildetem Adelshaus in Geschichte und Gegenwart Wiens auskennen. Schließlich ist es doch Winter, der dank eigener Bildung seinem Chef den fehlenden Ermittlungsansatz liefert. So zeigt dieser dritte Band im Vergleich zu den zwei ersten leichte Schwächen, auch manche Länge. Fast scheint es, als wolle Beer dieses Manko mit der Aufnahme gleich mehrerer Handlungsstränge ausgleichen, fehlende Spannung also durch zusätzliche Aktion ersetzen. Doch die Abschnitte um Luises Entführung hätte sie sich besser sparen sollen, zumal der dramatische Schluss doch allzu überzogen wirkt. Trotz genannter Schwächen bietet „Der dunkle Bote“ insgesamt – auch für Leser ohne genaue Ortskenntnis Wiens – doch wieder ein interessantes, spannendes Lesevergnügen und setzt mit Wiener Schmäh und manchem humorvollen Einschub die Krimireihe reizvoll fort. Auf den für Mai 2020 angekündigten vierten Band um Kriminalinspektor August Emmerich darf man gespannt sein.

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Vita

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Nach »Der zweite Reiter«, ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteraur, und »Die rote Frau«, nominiert für den Friedrich Glauser Preis 2019, erscheint mit »Der dunkle Bote« der dritte, von den Fans lang erwartete Roman um Kriminalinspektor August Emmerich. Um es mit den Worten der Jury des Leo-Perutz-Preises zu sagen: »Was Alex Beer erzählt, betrifft auch die heutige Zeit, aber wie sie erzählt, lässt die ferne Vergangenheit lebendig werden.«

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Events

05. März 2020

Lesung

19:30 Uhr | Zirndorf | Lesungen
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Unter Wölfen

07. März 2020

Lesung im Rahmen der 2. Steyrer Frauenkriminacht

19:00 Uhr | Steyr | Lesungen
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08. Mai 2020

Lesung

20:00 Uhr | Esslingen | Lesungen
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Unter Wölfen

28. Mai 2020

Lesung

20:00 Uhr | Koblenz | Lesungen
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02. Juni 2020

Lesung

19:00 Uhr | Wien | Lesungen
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Das schwarze Band

03. Juni 2020

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04. Juni 2020

Lesung

20:00 Uhr | Wien | Lesungen
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Das schwarze Band

21. Juli 2020

Lesung im Rahmen des Krimifestival im Vierstädtedreieck

19:30 Uhr | Kirchenthumbach | Lesungen
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Das schwarze Band

16. Sep. 2020

Lesung

19:00 Uhr | Scheibbs | Lesungen
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Unter Wölfen

17. Sep. 2020

Lesung

19:00 Uhr | Haag | Lesungen
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25. Sep. 2020

Lesung

19:30 Uhr | Leogang | Lesungen
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Unter Wölfen

10. Okt. 2020

Lesung

19:00 Uhr | Enns | Lesungen
Alex Beer
Das schwarze Band

07. Nov. 2020

Lesung

20:00 Uhr | Schwabmünchen | Lesungen
Alex Beer
Das schwarze Band

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