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Der erste Sohn Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71309-7

Erschienen: 14.12.2015
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Das große Epos über den Gründungsmythos Amerikas.

Eli McCullough ist der erste Sohn der neuen Republik Texas, die am 2. März 1836 gegründet wird. Seine Eltern gehören zu jenen Siedlern, die sich ins Indianerland vorwagen, ein Paradies, das alles verheißt – nur keine Sicherheit. Bei einem Comanchenüberfall wird die Familie ausgelöscht. Eli wird verschleppt und wächst bei den Indianern auf. Als diese dem Druck der Weißen nicht mehr standhalten können, kehrt er zurück in eine ihm fremde Welt …

Philipp Meyer (Autor)

Philipp Meyer, geboren 1974, stammt aus einer Künstlerfamilie, verließ vorzeitig die Schule und hielt sich mit diversen Jobs – unter anderem als Fahrradmechaniker – über Wasser. Mit 20 entschloss er sich zu einem Literaturstudium und schaffte die Aufnahmeprüfung an der Cornell University. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Broker an der Wall Street, um seine Schulden zu bezahlen. In dieser Zeit begann er zu schreiben. Ein Stipendium ermöglichte ihm einen Aufenthalt an der University of Texas, wo er seinen ersten Roman „American Rust“ (dt. "Rost") begann. Das Buch gewann den Los Angeles Times Book Prize, war das Washington Post Book of the Year, schaffte es auf diverse Bestsellerlisten und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Philipp Meyer gilt seither als einer der hoffnungsvollsten amerikanischen Nachwuchsautoren. An „Der erste Sohn“ arbeitete er über fünf Jahre. Zur Zeit ist er ein Guggenheim Fellow und lebt in Austin, Texas und New York.

Aus dem Amerikanischen von Hans M. Herzog
Originaltitel: The Son
Originalverlag: Simon & Schuster

Taschenbuch, Broschur, 608 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-71309-7

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 14.12.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Der erste Sohn

Von: Manuela Hahn Datum: 23.07.2015

Inhalt: Philipp Meyer erzählt die Geschichte der Familie McCullough im 19 und 20. Jahrhundert, beginnend bei Elli, dem ersten Sohn, dem Kind das am Gründungstag Texas geboren wurde, dessen Familie von Indiandern ermordet wurde und der selber verschleppt im Stamm der Mörder eine neue Heimat fand, über Peter der zusehen muss wie die Rinderzucht seiner Familie auf Kosten des Öls zu einem Hobby degradiert wird und der sich in die einzige Überlebende eines Massakers an mexikanischen Nachbarn verliebt, das seine Familie mit zu verantworten hatte, bis hin zu Jeanne Anne, die als Erbin des Familienunternehmens zeitlebens um Anerkennung in einer Männer dominierten Welt kämpfen muss.

Meine Meinung:
*Der Große amerikanische Roman* das ist das Fazit das ich aus den Begeisterten Rezensionen herausgelesen hatte, ein Meisterwerk, ein Lesevergnügen der besonderen Art, vergleichbar mit John Steinbeck, all diese Lobeshymnen haben mich verleitet diese Familiensaga zu lesen.
So ganz kann ich mich den begeisterten Stimmen leider nicht anschließen. Die Story rund um die McCoulloughs ist unbestritten interessant, sie bietet einen Einblick in die junge Geschichte Texas in den Umgang mit den amerikanischen Ureinwohner und den Mexikanern, einen Blick darauf, wie arrogant und selbstherrlich die Weißen das Land in Besitz nahmen.
Die einzelnen Abschnitte sind interessant und teilweise sehr spannend nur wird diese Spannung immer wieder davon unterbrochen das ein anderer Teil der Geschichte erzählt wird, das stört den Lesefluss enorm. Ich hätte mir gewünscht, die Saga wäre chronologisch erzählt worden.
Alles in allem kann ich das Buch trotzdem weiter empfehlen, nur muss man wirklich Geduld aufbringen.

Epische Familiensaga

Von: Nele / bunt, gestreift und hüpfig Datum: 27.05.2015

www.buntgestreifthuepfig.de

“Der erste Sohn” von Philipp Meyer ist ein amerikanisches Familienepos aus Texas, mit allem, was man sich da so vorstellen kann: Indianer, Cowboys, Mexikaner, Rinder, Öl, Hitze, Reichtum und Armut. Der Roman umspannt über 150 Jahre Familiengeschichte der McCulloughs. Erzählt wird dabei aus Sicht des Urgroßvaters Eli, der in seiner Jugend in den 1850er Jahren von Indianern entführt wird und viele Jahre bei ihnen verbringt, und der sich anschließend schwertut, sich wieder in die Gemeinschaft der Weißen einzufügen; des Großvaters Peter, der sensibler ist als seine Brüder, mit den rauhen Sitten nur schwer zurechtkommt und dem die Liebe wichtiger ist als der Aufstieg seiner Familie; und der Urenkelin Jeanne, die als Mädchen in einer männerdominierten Umgebung aufwächst und erst lernen muss, sich durchzusetzen. Dabei wechseln sich Perspektiven ebenso ab wie Zeitstränge, so dass man sich manches Mal gehörig konzentrieren muss, um mitzukommen. Zu Beginn musste ich regelmäßig an den Anfang blättern, wo ein Stammbaum der Familie hilft, die einzelnen Namen zuzuordnen. Die Geschichte ist wirklich spannend, aber eben auch teilweise etwas unübersichtlich und langatmig – einige Seiten weniger hätten dem 600-Seiten-Roman nicht geschadet. So aber lernen wir quasi zeitgleich mit der Familiensaga die Geschichte von Texas kennen. Ehrlich, brutal, spannend (vor allem die Zeit bei den Indianern), aber manchmal einfach einen Tick zu detailliert. Mit keinem der Protagonisten kann man sich so richtig identifizieren, dazu ist alles zu realistisch. Ich empfehle das Buch trotzdem allen, die keine Angst vor vielen Seiten haben und sich auch nur ein bisschen für amerikanische Geschichte (und Familiensagas) interessieren.

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