Der glücklose Therapeut

Roman

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Taschenbuch
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Ein Psychologe kann zwar anderen helfen – aber nicht unbedingt sich selbst.

Zu David Winter kommen Menschen, die in ihrem Leben in eine Sackgasse geraten sind. Sie erho en sich von dem Therapeuten, dass er ihnen den Weg zurück in die Normalität bahnt. Doch dann übernimmt er den Fall eines schwer depressiven Versicherungsangestellten und ist zum ersten Mal in seinem Berufsleben überfordert. Als auch seine Familie ihm immer mehr entgleitet, ringt er verzweifelt um Kontrolle – und begeht eine therapeutische Todsünde. Noam Shpancer gelingt erneut ein kurzweiliger Einblick in die Arbeit und die Psyche eines Therapeuten. Fazit: Ein Psychologe kann zwar anderen helfen, aber nicht unbedingt sich selbst.


Aus dem Hebräischen von Brigitte Heinrich
Originaltitel: Midat ha-raḥamim (The Measure of Mercy)
Originalverlag: Sifre Hemed
Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74952-2
Erschienen am  10. August 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Bemitleidenswerter Therapeut

Von: Litis

31.03.2015

David Winter ist Psychologe - spezialisiert auf Depressions-Fälle. Sein aktueller Fall macht ihm zu schaffen, denn Barry Long ist schizophren und scheint David noch irgendetwas zu verheimlichen. In Davids Privatleben läuft es auch nicht so rosig, denn seine Frau Alex hat ein Verhältnis und trennt sich von ihm. Auch seine Tochter Sam macht ihm Sorgen, da ihr neuer Freund und Verlobter ein ehemaliger Patient der Klinik ist, in der David einmal gearbeitet hat. ___ Das Cover zeigt ein typisches Bild wie man sich eine psychologische Beratung vorstellen würde. Der Kopf ist scheinbar bewusst nicht sichtbar, da der Leser darüber spekulieren kann, ob es ein Patient oder gar David Winter selbst ist, der dort auf dem Sofa liegt. Leider ist das einzig Positive in diesem Buch die Schreibweise von Noam Shpancer. Sie ist flüssig und liest sich gut weg. Die Protagonisten sind fahl und langweilig, allen voran David. Er ist ein in Selbstmitleid badender Mensch, der scheinbar selbst psychologische Beratung nötig hätte. Er hat sein Leben nicht wirklich im Griff und lässt sich schleifen. Anhand des Klappentextes hätte ich mehr Story zu seinem Patienten Barry Long erwartet. Leider kam diese absolut zu kurz. Das gesamte Buch handelte letztendlich eigentlich nur von Davids aktuellen Problemen. Sie haben mich schlichtweg nicht interessiert. Ich wollte etwas über Barry, seine Krankheit und Davids Tätigkeit als Psychologe erfahren. Das wird dem Leser aber leider nicht gegeben. Fazit: Der Klappentext versprach vieles, was meiner Meinung nach einfach nicht eingehalten wurde. Eine fade Story, ohne Tiefgründigkeit und mit einem bemitleidenswerten Protagonisten. Nicht zu empfehlen.

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Vita

Noam Shpancer wurde 1959 in einem Kibbuz in der Nähe Jerusalems geboren. Er lebt heute in den USA, arbeitet als Professor für klinische Psychologie an der Otterbein University in Ohio und praktiziert außerdem als Therapeut. Sein erster Roman „Der gute Psychologe“ war ein internationaler Erfolg.

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