Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

Roman

Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär
TaschenbuchDEMNÄCHST
16,00 [D] inkl. MwSt.
16,50 [A] | CHF 22,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

»Das Leben ist zu kostbar, um es dem Schicksal zu überlassen.«

»Ein Blaubär hat 27 Leben. Dreizehneinhalb werde ich in diesem Buch preisgeben…«, so beginnt der allererste Roman von Walter Moers. Man schrieb das Jahr 1999, als der berühmte Käpt´n Blaubär seine halbe Lebensgeschichte vorlegte. Darin geht es um Zwergpiraten, Klabautergeister, Waldspinnenhexen, Tratschwellen, Stollentrolle, Finsterbergmaden, eine Berghutze, einen Riesen ohne Kopf, einen Kopf ohne Riese, schlafwandelnde Yetis, einen ewigen Tornado, Rikschadämonen, einen Prinz aus einer anderen Dimension, einen Professor mit sieben Gehirnen, denkenden Sand, eine kulinarische Insel, Kanaldrachen, dramatische Lügenduelle, Nattifftoffen, viereckige Sandstürme, eklige Kakertratten, das Tal der verworfenen Ideen, Horchlöffelchen, Zeitschnecken, Olfaktillen, einen Malmstrom, tödliche Gefahren, ewige Liebe, Rettungen in allerletzter Sekunde – und vieles andere mehr.



Dies ist ein Roman, der im legendären Bücherreich Zamonien spielt. Folgende weitere Zamonienromane sind bislang erschienen:

Ensel und Krete

Rumo & die Wunder im Dunkeln

Die Stadt der Träumenden Bücher

Der Schrecksenmeister

Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Der Bücherdrache


Originalverlag: Eichborn
Taschenbuch, Broschur, 704 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 50 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-10768-2
Erscheint am 23. November 2020

Leserstimmen

Ein Klassiker ohne Vergleich

Von: wortesammlerin

09.07.2020

Wie fängt man mit einer Liebeserklärung an? Die meisten, die hier schon eine Weile mitlesen, wissen sehr gut von meiner Bewunderung von Zamonien. Denn nicht nur die Träumenden Bücher, die hier auf dem Blog schon ihre Besprechung feiern durften, oder nur die neuen Romane von Walter Moers wie Insomnia, der Bücherdrache oder das Weihnachtsspecial, auch die Klassiker sind tief in mir und meinem Lesegedächtnis verwurzelt. Jeden fantastisch angehauchten Roman muss ich zwanghaft in seiner Kreativität und Neuerfindung zunächst auf seinen künstlerischen Aufbau prüfen – gerade wegen der Bombe, mit der Walter Moers mit seinen Worten jedes einzelne Mal bei mir einschlägt. Mit einer Sprachgewalt, die so subtil und doch offensiv Spaß hat, Neues zu probieren und seine LeserInnen herausfordert zu erkennen, wie viel Gedanke in jedem Satz fließt. Besonders viel Gedanken-Schmalz ist (im wahrsten Sinne) in den Blaubären geflossen, der 1999 die Ära Zamonien auftaktierte. Seitdem sind über 20 Jahre vergangen – und der Roman hat nichts von seiner strukturellen Feinheit eingebüßt. Nach wie vor ist die Lebensgeschichte eines Blaubären und seine wahnsinnigen Hänge zur Übertreibung und zur frechen Lüge einzigartig und sie ist es, die den Weg für viele weitere fantastische Geschichten freimachte, unter anderem für den letzten großen Schwung der Prinzessin Insomnia, aber auch für den jüngeren großartigen Rumo, die alle beide, ebenso wie Träumenden Bücher, schon so früh in einer Welt ankommen und vereinnahmt sind, dass das Universum sich jedes Mal anfühlt wie Nachhausekommen. Nachhausekommen zu den Verrückten der Familie – aber trotzdem ganz klar Nachhausekommen! Dabei ist der Blaubär mir nicht einmal unbedingt die liebste Moers-Geschichte, dafür aber die grundlegendste. Mit ihm erkundigt man den neuartigen, kreativ-verrückten Kontinent wie mit niemand anderem der Reihe: Mithilfe eines berühmten Lexikons eines noch berühmteren Eydeeten im Kopf kommt es immer wieder zu wahnwitzigen und geschichtenvorantreibendend Einschüben zum Kontext Zamonien und eine Welt tut sich vor einem auf, die man schnell und humorvoll lieben lernen muss. Und dabei geschieht es, dass man wie nichts von gleich 13 (einhalb) grandiosen Lebensabschnitten liest, die ein ganzes halbes Leben ergeben, das ein Leben lang begleitet. 13 Leben, die vor Abwechslungsreichtum und einmaligem, sarkastischem Humor glänzen und gedeihen, nie langweilig und einfach wundervoll erzählt werden. Ein Klassiker – zu recht! – für jeden und jede, der und die noch nicht den Weg nach Zamonien geschafft hat. Der Sprung ins kalte Wasser im Sommer. Der Anfang alles Guten. Der Blaubär.

Lesen Sie weiter

Phantastisch, lustig, manchmal aber auch ein bisschen langatmig

Von: Madita

23.06.2020

Am Anfang seines Lebens schippert der kleine Blaubär in einer Nusschale übers Meer und gerät gleich in sein erstes Abenteuer: er treibt direkt auf den gefährlichen Malmstrom zu, der ihn zu verschlingen droht! Zum Glück retten die Zwerpiraten ihn, bei denen er sein erstes Leben verbringt. Doch danach folgen noch viele weitere Leben mit vielen Abenteuern voller gruseliger Klabautergeister, geschwätziger Tratschwellen, tödlicher Inseln und vielem mehr. Langweilig wird es dem blauen Bären jedenfalls nie! „Die Zwergpiraten befuhren die Meere auf winzigen Schiffen, immer auf der Suche nach etwas, das klein genug war, damit sie es kapern konnten. Was selten geschah. Eigentlich nie. Um die Wahrheit zu sagen: In der ganzen Geschichte der Seefahrt wurde niemals auch nur ein einziges Schiff, nicht mal ein Ruderboot, von Zwergpiraten erfolgreich gekapert. Gelegentlich, meist aus Verzweiflung, griffen Zwergpiraten auch größere Schiffe, sogar Ozeanriesen an. In der der Regel wurden ihre Bemühungen nicht einmal wahrgenommen. Die winzigen Seeräuber warfen ihre Enterhäkchen in das Holz der großen Schiffe und wurden dann so lange mitgeschleppt, bis sie endlich aufgaben. Oder sie feuerten ihre niedlichen Kanönchen ab, deren Geschosse nie das Ziel erreichten - schon nach wenigen Metern plumpsten sie wirkungslos ins Meer." S. 18 Das auffälligste an diesem Buch ist definitiv der Schreibstil des Autors - detailverliebt, voller Wortwitz und Liebe zur Sprache. Seine Einfälle sind einfach kurios, absolut skurril, witzig, grandios und manchmal so seltsam, dass man sich fragt, wie er nur auf so etwas kommt. Die Landschaften und die meisten Charaktere werden ganz genau beschrieben, sodass man sich alles ziemlich gut vorstellen kann. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive des Blaubärs geschrieben, sodass man immer weiß, was dieser denkt und fühlt. Unterbrochen wird dies immer wieder durch die Lexikoneinträge von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller, die meistens zum Verständnis beitragen - oder noch mehr verwirren, bis sie dann nach und nach doch Sinn ergeben. Woher diese kommen wird im Laufe des Buches dann auch noch erklärt. „Wenn schlechte Dinge zur Gewohnheit werden, muß man die Verhältnisse ändern." S. 43 Die Story ist sehr interessant und auf jeden Fall witzig, man lernt viele tolle Charaktere und Wesen kennen, die man vielleicht schon aus anderen Moers-Büchern kennt oder eben jetzt kennenlernt. Eine absolut phantastische Geschichte, die mich oft zum Lachen gebracht hat. An einigen Stellen war mir das Buch dann jedoch etwas zu langatmig, etwa als Blaubär in Atlantis ankommt und die verschiedenen Daseinsformen der dort Lebenden beschrieben werden - das war zwar per se interessant, aber wie ein Lexikoneintrag geschrieben, sodass es mir nach kurzer Zeit zu viel wurde. Hier hätte ich es z.B. schöner gefunden, wenn vielleicht nur wenige Rassen auf diese Weise beschrieben werden, der Großteil aber während der Handlung selbst, sobald Blaubär auf sie trifft und mit ihnen interagiert. In manchen Situationen nehmen solche Aufzählungen einfach Überhand, wodurch einem irgendwie "der Atem zum Lesen" ausgeht. „Sie lehrten mich murmeln, quasseln und labern, tuscheln und grölen, plaudern, quatschen, parlieren, intrigieren und natürlich tratschen. Die Tratschwellen brachten mir bei, wie man eine Rede hält, wie man Selbstgespräche führt, und weihten mich in die Geheimnisse der Überredungskunst ein: wie man andere in Grund und Boden quatscht, aber auch, wie man sich selber um Kopf und Kragen quasselt." S. 60 Schade fand ich auch, dass die tollen Illustrationen alle schwarz-weiß sind. Für die Jubiläumsausgabe hatte ich irgendwie eine kolorierte Ausgabe erwartet und die grandiosen Bilder wären in Farbe sicherlich noch herausragender gewesen. Fazit Eine durch und durch phantastische und lustige Geschichte, die manchmal ein bisschen zu langatmig geraten ist, insgesamt aber Spaß macht. Für die Jubiläumsausgabe hätte ich farbige Bilder toll gefunden! https://lucciola-test.blogspot.com/2020/06/books-walter-moers-die-13-leben-des.html

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Walter Moers ist einer der erfolgreichsten und kreativsten Autoren Deutschlands und zugleich ein umjubelter Comiczeichner und Illustrator. Mit Zamonien hat er einen fantastischen, skurrilen Buchkontinent geschaffen, auf den ihm Millionen von Leserinnen und Lesern jeden Alters seit Jahrzehnten atemlos folgen. Alle Moers-Romane mit Ausnahme von »Wilde Reise durch die Nacht« spielen in Zamonien und wurden zu Bestsellern. Weitere beliebte und erfolgreiche Charaktere von Walter Moers sind das Kleine Arschloch, der Fönig und die Comicfigur Adolf.

Zur AUTORENSEITE

Links