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Die Erfindung des Lebens Roman

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Taschenbuch, Leinen ISBN: 978-3-442-74635-4

Erschienen:  12.08.2013
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Zum Verlieben schön … - Bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen.

»Die Erfindung des Lebens« ist die Geschichte eines jungen Mannes von seinen Kinderjahren bis zu seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges Kind seiner Eltern, die im Zweiten Weltkrieg und in der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch ihr letzter Sohn lebt stumm an ihrer Seite. Nach Jahren erst kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen, in Rom eine Karriere als Pianist beginnen und nach deren Scheitern mit dem Schreiben sein Glück zu machen versuchen …

Mehr über den Autor auf seiner offiziellen Autorenseite zur Website

Hanns-Josef Ortheil (Autor)

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den beliebtesten und meistgelesenen deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

21.10.2018 | 11:00 Uhr | Wissen

Vorab-Buchpremiere

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kulturWERKwissen gGmbH
Walzwerkstraße 22
57537 Wissen

19.11.2018 | 19:30 Uhr | Gütersloh

Lesung und Gespräch
im Rahmen von „Das Blaue Sofa Gütersloh“
Mderation: Barbara Wahlster
Eintritt: 12 €

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Theater Gütersloh
Barkeystraße 15
33330 Gütersloh

30.11.2018 | 19:30 Uhr | Karlsruhe

Lesung und Gespräch
im Rahmen der Karlsruher Bücherschau
Eintritt: 28 €

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Mehr Infos

Schlosshotel Karlsruhe
Bahnhofplatz 2
76137 Karlsruhe

Weitere Informationen:
Buchhandlung Schneider-Jung Inh. Jördis Schneider-Jung
76137 Karlsruhe

Tel. 0721/38480060, info@buch-ka.de

03.12.2018 | 19:30 Uhr | Marbach am Neckar

Lesung und Gespräch
mit Barbara Klemm
Moderation: Ulrich Raulff
Eintritt: 9 € / 7 € erm.

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Deutsches Literaturarchiv
Schillerhöhe 8-10
Humboldt-Saal
71672 Marbach am Neckar

07.12.2018 | 19:30 Uhr | Köln

Lesung
Auf Spurensuche in Rom. Die Recherchen zum Goethe-Roman "Faustinas Küsse"
Eintritt frei

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Mehr Infos

Kulturquartier der VHS im Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln

Tel. 0221 / 221 - 313 56, rjm@stadt-koeln.de

Taschenbuch, Leinen, 704 Seiten, 9,0 x 15,0 cm

ISBN: 978-3-442-74635-4

€ 11,99 [D] | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  12.08.2013

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein Applaus für Ortheils Unvermögen

Von: Tanja Jeschke  aus Stuttgart Datum: 02.06.2016


Hanns-Josef Ortheil hat schon einige Liebesromane geschrieben, und jedes Mal geht er mit seltener Überzeugungskraft das Risiko ein, die fast ans Naive grenzende Freude am schönen Leben nicht nur zwischen den Zeilen der Beziehungen unterzubringen, sondern sie glänzend und begeistert direkt im Text auftrumpfen zu lassen. Wie schafft er es, dass man ihm das Weglassen des allzu Schmerzlichen augenzwinkernd verzeiht? Und wie bringt er dieses Herzklopfen zustande, mit der man seiner schönen Sprache auf ihrem Fluss folgt, als gleite man in einem Kahn zwischen stillen grünen Ufern?
Sein neuer Roman mit dem etwas aufgebauschten Titel „Die Erfindung des Lebens“ ist ein Roman, dessen Liebe sich auf ihn selbst bezieht, eine autobiografische Geschichte also, deren Inszenierung trotz ihres dunklen Anfangs eine rauschhafte Hochgestimmtheit verbreitet, der man sich gerne hingibt. Ein Junge wächst stumm neben seiner Mutter auf, der die Verluste von vier Söhnen vor diesem letzten die Zunge vollständig gelähmt hat. Die Genialität seines Vaters rettet ihn aus seiner Isolation, und wie dieser Sprachgewinn vor sich geht, verschlägt wiederum dem Leser die Sprache – das ist ungeheuerlich und kann hier nicht einmal skizziert werden. Der Junge lernt Klavier spielen und geht später nach Rom, um Pianist zu werden. Alles an ihm ist vielversprechend, alles genial und wundersam, das liest sich herrlich, und selbst eine banale Sehnenscheidenentzündung, die seine Karriere zerstört und ihn zum Schriftsteller macht, dient noch dem Eindruck, dass wir es hier nicht nur mit einer ungewöhnlichen Biografie zu tun haben, sondern mit einem großartigen Buch über das, was Literatur im Letzten ist: ein Handicap, ein überwundenes zwar, aber eben doch ein Ersatz für Unvermögen. Am Schluss gilt dann auch die eigentliche Hymne der Geschichte dem Klavierspieler, der nach langen Jahren wieder vor jubelndem Publikum auftritt, und so feiert Ortheil hier seinen Genuss, nicht ohne ihn - ein wenig verliebt ins eigene Talent und mit vollendeter Geste - an seinen Leser weiterzureichen.



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