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Die Farben der Erinnerung Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48394-5

NEU
Erschienen:  18.12.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte …

Zur Website der Autorin www.nicole-vosseler.de

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Nicole C. Vosseler (Autorin)

Nicole C. Vosseler, am Rand des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen, finanzierte sich ihr Studium der Literaturwissenschaften und der Psychologie mit einer Reihe von Nebenjobs. Bereits früh für ihre Kurzprosa, für Essays und Lyrik ausgezeichnet, wandte sie sich später dem Schreiben von Romanen zu. Ihre Bücher wurden bisher in acht Sprachen übersetzt. Nicole C. Vosseler lebt in Konstanz, in einem Stadtteil, der ganz offiziell »Paradies« heißt. Wenn sie nicht in ihrem Schreibstudio am Seerhein an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie mit der Kamera um die Welt, wo sie trotz ihrer Höhenangst auch mal einen Vulkan besteigt und auch sonst das Abenteuer sucht.

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48394-5

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen:  18.12.2017

  • Leserstimmen

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Wahrheitsfindung

Von: Melanie E.  aus Leopoldshöhe Datum: 06.02.2018

melbuecherwurm.blogspot.de/

In "Die Farben der Erinnerung" werden mehrere Erzählstränge gekonnt miteinander verwoben. Dieses erzeugt eine gewisse Spannung und eine hohe Erwartungshaltung an mich als Leserin. Gemma die Protagonistin erscheint anfänglich etwas blass und kann sich im weiteren Verlauf so weiterentwickeln, dass sie zur Sympathieträgerin wird. Ich gestehe, dass mich das Ende des Romans sehr schockiert hat, denn die Wahrheiten die Gemma aufdeckt sind sehr verletzend und wirken auf mich geradezu abscheulich. Ich kann kein Verständnis aufbringen sein Kind gewissen Lügen auszusetzen und zu hoffen Vergebung zu bekommen. Ich fand es hart erzählt und knacke auch nach einigen Tagen immer noch daran, wie ich dieses bewerten soll. Diese Lüge zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und ist nicht offensichtlich genug und wirkt daher letztendlich sehr überraschend.
"Die Farben der Erinnerung" brilliert durch einen wunderbaren Schreibstil, der keine Langeweile aufkommen lässt, auch wenn ich lange nicht wusste, weshalb so viele unterschiedliche Perspektiven genutzt werden. Sie dienen dazu mich ratlos zu machen, Rätsel aufzudecken und letztendlich dem Roman einen faszinierenden Unterton zu vermitteln. Letztendlich kann ich nur mit großer Begeisterung eine Leseempfehlung aussprechen, da ich mich überrascht und übermannt von Emotionen einem Roman hingegeben habe, der ganz anders war als ich vermutete als Klappentext oder Cover vermittelt haben. Ich empfand das Ende als hochdramatisch und kann dies kaum in Worte fassen. Auch wenn das Ende mir nicht gefallen will, so ist es doch das, was Gemma sucht: Die Wahrheit. Ob sie tatsächlich glücklich ist sie aufgedeckt zu haben? "Die Farben der Erinnerung" ist ein sehr intensives Buch, welches keine schnöde Liebesgeschichte erzählt und daher ein Lesen lohnenswert macht.

Liebe auf den zweiten Blick

Von: Klusi Datum: 11.01.2018

klusiliest.blogspot.de/

Gemma war noch ein kleines Mädchen, als sie ihre Eltern bei einem verheerenden Brand verlor. Die traumatischen Erlebnisse von damals verfolgen sie auch drei Jahrzehnte später noch bis in ihre Träume. Ihr Vater, Professor für italienische Renaissance, hatte damals wohl etwas sehr Wichtiges entdeckt, das ihm und seiner Familie zum Verhängnis wurde.
Plötzlich erhält Gemma mehrere rätselhafte Mails, mit Bruchstücken von Gedichten aus Robert Brownings Feder. Auch ein Schmuckstück erreicht sie von einem anonymen Absender, und so beschließt sie, den versteckten und in gewisser Weise beunruhigenden Hinweisen nachzugehen.
Bei ihrer Suche nach dem Sinn der anonymen Botschaften wendet sie sich an den Oxford-Professor Sisley Ryland-Bancroft. Nach kurzem Zögern beschließt dieser, ihr zu helfen, denn irgend etwas an der verletzlichen jungen Frau und ihrer Geschichte berührt ihn zutiefst.
Gemeinsam machen sie sich auf eine lange Reise, die ungeahnte Gefahren und so manche Überraschung mit sich bringt.
Der Roman spielt auf drei Zeitebenen. Die Rahmenhandlung bildet dabei Gemmas Geschichte, die passenderweise im Präsens erzählt wird. Dazwischen findet man Abschnitte, die ins 19. Jahrhundert, zu dem Dichterehepaar Elizabeth Barrett und Robert Browning, entführen. Weitere Passagen erzählen die anrührende Geschichte von Lucrezia di Cosimo de’ Medici. Diese sind aus der Ich-Perspektive der jungen Lucrezia geschrieben. Bei den beiden historischen Handlungssträngen hat man anfangs den Eindruck, sie hätten recht wenig mit dem aktuellen Geschehen um Gemma zu tun. Es lohnt sich jedoch, hier ein wenig Geduld aufzubringen und sich darauf einzulassen, denn erst nach und nach fügt sich eines zum anderen, bis sich zuletzt alle Puzzleteile passgenau zusammensetzen und ein fertiges Gesamtbild ergeben. Es sind so viele Details in der Geschichte versteckt, die sich erst auf den zweiten oder gar dritten Blick erschließen!

Mit Gemma und Sisley hat der Roman zwei außergewöhnliche, interessante Charaktere, die einerseits so verschieden wirken und doch die selbe Sprache sprechen. Es sind zwei richtige „Anti-Helden“, die im Lauf ihrer Reise in Situationen geraten, die sie an ihre Grenzen bringen, die sie aber gerade miteinander bestehen können, weil sie gegenseitig ein tiefes Verständnis aufbringen.

Bildhaft und wunderschön ist die Sprache der Autorin, und die Protagonisten sind so farbig und lebendig dargestellt, dass es ein Leichtes ist, sie und ihre Beweggründe zu verstehen und mit ihnen zu fühlen. Überhaupt spielen Bilder und Farben in der Handlung eine tiefgreifende Rolle, und es hat mir viel Freude gemacht, ein Gemälde bis in seine Details zu erschließen.
Dies ist ein Buch, das sich lohnt, mehrfach zu lesen, denn erst nach und nach wird man alle Facetten und Zusammenhänge erkennen und so manche Metapher entdecken.
Darüber hinaus zeichnet sich der Roman durch plastische, farbenprächtige Schilderungen der besuchten Schauplätze aus, was das Lesen zum Genuss macht.

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