Die Frauen der Familie Marquardt

Roman

(9)
Taschenbuch
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Köln 1908: Caspar Marquardt herrscht in seinem Kaufhaus wie ein König über die Welt des Luxuskonsums. Da er keine Söhne hat, soll ein entfernter Verwandter sein Erbe werden – eine Provokation für seine älteste Tochter Louisa, die das Geschäft gerne selbst führen möchte. Doch nicht nur ihr Schicksal ist mit dem Kaufhaus verbunden. Während sich die kapriziöse Sophie in einen Konkurrenten ihres Vaters verliebt, sucht die unehelich geborene Mathilda ihren Platz in der Gesellschaft. Folgenschwere Konflikte machen die Schwestern gleichermaßen zu Verbündeten und Rivalinnen ...

»›Antonias Tochter‹ ist ein bildgewaltiger Roman, der nachdenklich stimmt und der mich noch lange beschäftigen wird. Unbedingt lesen!«

Monika Schulte, weltbild.de über »Antonias Tochter«

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 480 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48653-3
Erschienen am  16. Juli 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Köln, Deutschland

Leserstimmen

Sophia, Leben, Lieben und Leidenschaft

Von: Silvi Sommer

13.01.2019

Die Frauen der Familie Marquardt Ein schön nostalgisches Buchcover mit eleganten Damen in hübschen Kleidern mit Reifröcken flanierend vor dem Hintergrund des Kölner Doms. Es spielt in Köln in einer Zeit in der es um das Patriarchat geht und der Stellung der Frauen in dieser Zeit des 19. Jahrhunderts, es ist immer wieder das aufbegehren und der Drang nach Freiheit das einem in solchen Büchern entgegenschlägt, weil sie fehlt und die Liebe zumeist nicht dem Herzen folgen darf, sondern in dieser Zeit zumeist arrangiert wurde und dem Stande geschuldet war. Und immer wieder sind es die Frauen die den hohen Preis für die Freiheit und der Liebe mit meistens schlimmen Konsequenzen ertragen müssen. Ab der ersten Seite fühlte ich mich in diesem Buch wohl, tauchte ganz tief hinein und vergaß fast alles um mich herum, ich hörte sogar das knattern des Automobils, sah die Blicke der promenierenden Leuten, das Getuschel in den Straßen, konnte es kaum aus der Hand legen und habe es zügig ausgelesen. Das Schicksal eines Jahres rund um die drei Töchter des Hauses Marquardts , einer Stiefmütter, deren Leben, Lieben und streben nach Anerkennung und Freiheit hat mich sofort gefesselt. Die jungen Frauen, besonders Louisa die älteste Tochter und vermeintliche Erbin des Kaufhauses Marquadt nahm mich ganz für sich ein und ermöglichte es mir ganz intensiv in ihr Leben einzutauchen. Sie hat ihr ganzes Herzblut in dieses Kaufhaus gesteckt, sie ist mit Leib und Seele in diesem Haus unterwegs. Und träumt davon in Zukunft das Kaufhaus als Erbin zu leiten. Als ihr Vater ihr eines Tages einen weit entfernten Cousin als seinen Nachfolger und somit Erbe des Kaufhauses vor ihre hübsche Nase setzt, und sie vor vollendete Tatsachen der quasi Enterbung stellt, bricht für Louisa eine Welt zusammen. Sie die sich täglich um das Wohl des Hauses, der Mitarbeiter und besonders der Kunden mit vollem Einsatz widmet soll ihr Erbe an diesem Unbekannten verlieren, und das nur weil sie eine Frau ist, sie versucht sich damit zu arrangieren und ihrem Vater zu beweisen das sie dieser Leitung ebenfalls bestens gewachsen ist. Louisa gerät mit diesem Cousin schnell aneinander und es entwickelt sich eine Art Hassliebe und der Kampf um die Gunst ihres Vaters und ihm von ihrem Können zu überzeugen, stachelt sie besonders an. Sie ist für mich die Hauptperson in diesem Buch. Ganz anders ihre eine aufsässige Schwester Sophie die sich nur um sich und ihrem Aussehen kümmert und einkaufen im Kaufhauses ihres Vater der liebste Zeitvertreib ist . Bis sie sich in den niederländischen Konkurrenten ihres Vaters verliebt , der plant ein Kaufhaus ausgerechnet direkt gegenüber ihrem Hause zu eröffnen. Was ihren Vater fast zur Weißglut treibt. Und ihre Halbschwester Mathilda , die aus einer Beziehung ihres Vaters mit seiner Geliebten hervorgegangen ist und die er so liebt und als seine Tochter anerkannt hat. Mathilda leitet als erste Verkäuferin die Damenabteilung und strebt mit ihren guten Ideen nach mehr, sie träumt davon Chefdekorateurin zu werden, das Gespür und die guten Ideen hat sie dazu aber eine Frau in solch einer Leitung ist absolut tabu. Das macht sie wütend und als sie eine greift sie zu….. Dann noch Olga die Freundin des Vaters, die sich nichts mehr wünscht als von ihm geehelicht zu werden und ihm einen Sohn als Erben schenken zu können, dafür tut sie alles und erträgt auch die ständigen Erniedrigungen der Töchter, die sie vehement ablehnen. Nicht nur das die Frauen einen großen Platz in diesem Buch haben, ebenso gewährt sie uns einen tiefen Blick in die Männerwelt, Ihre Macht über die Frauen und Kinder und deren Drang nichts daran zu ändern zu wollen. „Nora Elias“ hat mit diesem Buch mir viele nette Stunden beschert und ich gebe diesem Buch die volle Punktzahl Ich Danke dem Bloggerportal für dieses Buch.

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Ein Stück Geschichte - drei Frauenschicksale um die Jahrhundertwende

Von: Chili07 (Lovelybooks), Nadine (Amazon)

10.12.2018

Dieses Buch bescherte mir interessante und faszinierende Einblicke in ein Stück deutscher Geschichte und deren Gesellschaftsstruktur Anfang des 20. Jhdts. Das Buch hat mich von Anfang an fesseln können – und das ohne Abenteuer, Geheimnisse oder ähnliches. 5 Sterne kriegen Bücher von mir eigentlich nur, wenn ich sie (u.a.) nicht mehr aus der Hand legen konnte/wollte. Das Glück hatte ich mit diesem Roman mal wieder. Der verwitwete Caspar Marquardt hat neben seinem Kaufhaus noch 3 Töchter. Louisa und Mathilde arbeiten im Kaufhaus, Sophie gibt dort lieber ihr Geld aus. Eigentlich läuft alles seinen Gang, bis Caspar eines Tages verkündet, dass ein entfernter Verwandter ihn zukünftig beerben soll – denn eine Frau in einer Führungsrolle ist damals nahezu undenkbar. Für die älteste Tochter Louisa ist das ein echter Schlag in die Magengrube – dieser Schachzug war zwar irgendwann zu befürchten, aber sie hatte dennoch gehofft das Erbe antreten zu können. So sehen wir Louisa, die das Kaufhaus wie ihre Westentasche kennt, schon bald mit Max konfrontiert. Zu allem Überfluß plant ein Handelsmogul aus den Niederlanden direkt gegenüber ein weiteres Kaufhaus zu öffnen. Hinzu kommt, dass die Töchter befürchten ihr Vater werde eine neue Bindung eingehen. Es war wirklich toll die drei so unterschiedlichen jungen Frauen zu beobachten, wie sie teilweise versuchen gegen die ihnen schon in die Wiege gelegte Zukunft anzukämpfen und ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Allerdings haben wir es hier nicht mit feministischen Bewegungen (Suffragetten in England und den USA) zu tun, das hätte mir auch nicht so gut gefallen. Die Rolle der Frau und ihre Rechte wird in diesem Buch auf eine unheimlich interessante Art beleuchtet. Mir war vieles gar nicht bewußt. Das Ende hat mir zum Glück (ich hatte ein wenig Sorge) auch hervorragend gefallen, es ist stimmig zum Rest und ließ mich das Buch mit einem guten Gefühl beenden. Ohne zu spoilern – eine extremere Variante (in welche Richtung auch immer) wäre aus meiner Sicht unglaubwürdig gewesen. Last but not least – sprachlich gibt es eigentlich nichts zu sagen – es liest sich einfach angenehm. Die bildhaften Beschreibungen haben mich häufig mit ins Kaufhaus genommen. Das war toll, zumal ich als kleines Kind noch ein „echtes“ Warenhaus kennen lernen durfte. Natürlich war es schon anders, aber so einige Überschneidungen konnte ich schon feststellen. Ein kleines „aber“ habe ich, häufig hat man – ohne formale Kennzeichnung – einen Szenenwechsel. Da ist dazwischen nicht mehr als eine Leerzeile. Meistens weiß man direkt Bescheid, einige Male musste ich jedoch kurz zurück. Das tut dem Buch aber absolut keinen Abbruch, ich hätte nur einen kleinen optischen Hinweis ganz geschickt gefunden. Immer wieder angenehm aufgefallen ist mir die damals übliche Schreibweise „Bureau“ anstatt „Büro“, eine Kleinigkeit – machte aber einfach ein rundes Bild. Dieser Roman ist rundum gelungen und nimmt den Leser mit auf eine interessante Reise in die Vergangenheit.

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Vita

Nora Elias ist das Pseudonym einer im Rheinland lebenden Autorin historischer Romane. Zum Schreiben kam sie bereits als Studentin; nun widmet sie sich vermehrt der Geschichte ihrer Wahlheimat. Sie liebt Reisen und lange Wanderungen. Ihr Roman »Antonias Tochter« wurde mit dem begehrten DELIA-Literaturpreis 2018 ausgezeichnet.

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Events

09. Nov. 2019 10. Nov. 2019

Nora Elias zu Gast auf der lit.Love 2019

München | Lesungen
Nora Elias
Königsberg. Glänzende Zeiten

Pressestimmen

»Unsere Empfehlung der Woche: Ein toller Roman über die Kraft der Liebe.«

Super TV über »Antonias Tochter« (27. Juli 2017)

»Ein großer Familienroman.«

Gute Woche über »Antonias Tochter« (11. August 2017)

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