Die Frauen von Salaga

Roman

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Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Aminah, ein verträumtes junges Mädchen, wird brutal aus ihrem Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft. Wurche ist eine privilegierte Frau, doch ihr Vater zwingt sie, eine ungewollte Ehe einzugehen. Als Aminah und Wurche sich auf dem Sklavenmarkt von Salaga begegnen, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Beide hadern mit den Grenzen, die ihnen Zeit und Gesellschaft auferlegen. Beide riskieren ihr Leben. Und beide verlieben sich in denselben Mann.

»Die Autorin wird zu Recht als starke neue Stimme Afrikas gefeiert.«

Brigitte (30. August 2019)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: The Hundred Wells Of Salaga
Originalverlag: Cassava Republic
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-36078-5
Erscheint am 13. Dezember 2021

Leserstimmen

Ab der ersten Seite gefangen

Von: Becca1

11.06.2020

Bereits nach den ersten Seiten fühlt man sich Mitten nach Afrika versetzt, man taucht in das Leben von Aminah und Wurche ein, in Ihre Träume, Wünsche und Gedanken. Das Buch fesselt einen bis zur letzten Seite! Als Aminah von Sklavenhändlern aus ihrer Familie gerissen wird, beginnt ein Leidensweg für die junge Frau der mit viel Gewalt, Tränen und Demütigungen gesäumt ist, bis sie von Wurche gekauft wird. In dem Haushalt von Wurche wird sie zum ersten Mal nach langer Zeit wieder menschlich behandelt. Das Heimweh, der Schmerz und die Traurigkeit können trotzdem nicht geheilt werden. Wurche ist eine starke und eigenwillige junge Frau, durchlebt aber einen langen und harten Weg, der immer wieder von Männern bestimmt wird, bis sie sich ihren Wunsch nach Freiheit teilweise erfüllen kann. Beide Frauen verbindet ein gemeinsamer Wunsch, der Wunsch nach Freiheit und ein eigenständig geführtes Leben. Das Ziel ist zwar das Selbe, aber im Detail sehr unterschiedlich. Das Buch spielt zum Ende des 19. Jahrhunderts, aber beim Lesen wird einem durch die vielseitigen erzählten Blickwinkel die Ähnlichkeiten zu unserer Zeit bewusst. Es bleibt nicht aus, darüber nachzudenken, wo es tatsächlich noch Parallelen gibt. Ein Roman der zum Nachdenken anregt, man in die zauberhaften Momente der Verliebtheit eintaucht, den Kummer und die Angst der Hauptfiguren spürt sowie deren Glücksmomente. Ein tolles Buch, dass ich nur weiter empfehlen kann, mit einem Ende das man nicht unbedingt erwarten würde.

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Die Frauen von Salaga

Von: Heiko

08.06.2020

minah und Wurche sind zwei grundverschiedene Frauen, die Ende des 19 Jahrhunderts in Ghana auf ein einander treffen. Die eine träumte bescheiden davon das Schusterhandwerk ihres Vaters zu erlernen, die andere träumt davon Einfluss in das Geschick der Stadt zu haben. Beiden wird ihr Traum verwehrt, denn Aminah wird als Sklavin verkauft, Wurche gegen ihren Willen verheiratet. Für beide platzt damit der Traum von ein wenig Selbstbestimmung und Emanzipation in einem von Männern dominierter Gesellschaft und Jahrhundert. Beide sind jedoch nicht bereit sich ihrem Schicksal ganz zu ergeben und schließen sich zusammen und für ein wenige Freiheiten zu kämpfen. Als sich die beiden jedoch in denselben Mann verlieben, scheint ihr gemeinsamer Kampf in einem Eklat zu enden. Der Roman Die Frauen von Salaga von Ayesha Harruna Attah hört sich zuerst einmal nach einem historisch, gesellschaftskritischen Roman an, in den eine Liebesgeschichte eingebettet ist und in dem der Frage nachgegangen wird, was Freiheit für jeden Einzelnen bedeutet. Diese Idee selbe finde ich sehr spannend und auch lesenswert, allerdings hat mir der distanzierte, eher protokollarische Schreibstil Schwierigkeiten gemacht und so wurde ich weder richtig mit der Handlung noch den beiden Hauptprotagonisten und ihrem Schicksal richtig warm. Auch die fehlenden Zusatzinformationen zu verschiedenen Begriffen, die einem Europäer eher nicht geläufig sind, haben das Verständnis manchmal schwierig gestaltet. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, im Anhang zu erklären, was verschiedene, eher unbekannte Begriffe wie zum Beispiel Otienu oder Tuo genau bedeuten. Trotzdem, auch wenn der Roman meinen Wissensdurst vor allem bezüglich des politischen Situation im Ghana des 19 Jahrhunderts und der religiösen und ethnischen Eigenheiten nicht gestillt hat, ist der Roman doch für Leser zu empfehlen, die gerne historische Romane lesen, aber nicht in die Tiefe gehen wollen.

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Vita

Ayesha Harruna Attah wurde in Ghana geboren, studierte in den USA u.a. an der Columbia University und der NYU und lebt heute mit ihrer Familie im Senegal. Ihr Roman »Die Frauen von Salaga« ist von dem Schicksal ihrer Ururgroßmutter inspiriert.

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Christiane Burkhardt

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat neben den Werken von Paolo Cognetti u. a. Romane von Fabio Geda, Domenico Starnone, Wytske Versteeg und Pieter Webeling ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

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Pressestimmen

»Dieser Roman musste geschrieben werden.«

Süddeutsche Zeitung (30. August 2019)

»Mitreißender historischer Roman!«

Wienerin (A) (12. September 2019)

»Ein meisterhaftes Porträt des Lebens im vorkolonialen Ghana. Harruna Attah schreibt mit einem genauen Blick für zwischenmenschliche und historische Details.«

The Guardian (12. September 2019)

»Ayesha Harruna Attah gibt einer der großen menschlichen Fragen Gestalt und Relevanz.«

Los Angeles Review of Books (12. September 2019)

»Ein Roman über zwischenmenschliche Herausforderungen, die Brutalität der Sklaverei, Liebe und Mut und das Schicksal junger Frauen in einer anderen Zeit. Für alle LeserInnen von Chimamanda Ngozi Adichie, Barbara Wood, Celeste Ng, Jodi Picoult und Tania Blixen.«

www.lovelybooks.de, 'Die besten Hardcover-Neuerscheinungen im März 2019' (12. September 2019)

»Forschergeist und Fantasie verbinden sich in ihrem Schreiben.«

BÜCHER Magazin (12. September 2019)

»Ayesha Harruna Attah gehört zu jenen Autorinnen, bei denen die Vorfreude auf ein weiteres Werk dann einsetzt, wenn die letzte Zeile des aktuellen Romans gelesen ist.«

www.histo-couch.de (12. September 2019)

»(…) packende Reise ins Ghana des 19. Jahrhunderts (…).«

FÜR SIE (12. September 2019)