Die Frauen von Salaga

Roman

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Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Aminah, ein verträumtes junges Mädchen, wird brutal aus ihrem Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft. Wurche ist eine privilegierte Frau, doch ihr Vater zwingt sie, eine ungewollte Ehe einzugehen. Als Aminah und Wurche sich auf dem Sklavenmarkt von Salaga begegnen, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Beide hadern mit den Grenzen, die ihnen Zeit und Gesellschaft auferlegen. Beide riskieren ihr Leben. Und beide verlieben sich in denselben Mann.

»Die Autorin wird zu Recht als starke neue Stimme Afrikas gefeiert.«

Brigitte (30. August 2019)

Aus dem Englischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: The Hundred Wells Of Salaga
Originalverlag: Cassava Republic
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-36078-5
Erscheint am 08. April 2021

Leserstimmen

Hier wird einem seine Freiheit bewusst

Von: Janina

26.03.2020

Ich habe zwar ein bisschen gebraucht, um in dieses Buch hineinzukommen, danach habe ich es aber förmlich verschlungen und mit den Charaktären mitgefiebert. Es erzählt die Perspekive zweier Frauen aus Ghana, mit dessen Erfahrungen man so gar keine Berührungspunkte hat, obwohl die Thematik so wichtig ist. Amira wird aus ihrem Allag gerissen und muss von nun an als Sklavin arbeiten. Ayesha Harruna Attah ist es wunderbar gelungen, dieses Schicksal eindrucksvoll aus Amiras Sicht zu beschreiben, man leidet mit ihr. Wurche ist die reiche Tochter eines Königs, die dazu gezwungen wird, eine Ehe mit einem Mann einzugehen, den sie nicht liebt. Ihre Freiheiten werden also auf eine andere Art und Weise eingeschränkt, auch sie ist nicht glücklich. (Vorsicht Spoiler) Wurche kauft Amira im Laufe des Buches. Sie findet den Sklavenhandel jedoch fragwürdig und behandelt Amira im Gegensatz zu ihrem Vorgänger sehr gut. Es ist interessant auch mal einen Eindruck von einer anderen Seite zu bekommen und eben nicht nur schwarz und weiß in gut und böse zu denken. Außerdem lernt man durch diese Lektüre wirklich zu schätzen, was es heißt in Freiheit zu leben - und wie wichtig es ist, zu verzeihen.

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Aminah und Wurche

Von: Frau Lehmann

23.02.2020

Gleich im Vorwege: der Roman hat mich nicht überzeugt. Er bleibt zu sehr an der Oberfläche, transportiert den eigentlich furchtbaren Inhalt zu wenig, passt zu sehr in das Genre "Schicksalsromane für Frauen". Ein Genre, das mich generell fuchsig macht, aber das führe ich heute nicht aus. Lesen sollte man "Die Frauen von Salaga" trotzdem und zwar aus verschiedenen Gründen. Die Autorin Ayesha Harruna Attah ist gebürtige Ganaerin, lebt im Senegal. Schriftstellerinnen aus Afrika sollte man fördern, indem man sie liest. Nur so wird mehr Literatur übersetzt und zugänglich gemacht. Dann spielt der Roman in vorkolonialer Zeit. Aus weiblicher Sicht. Beides zusammen dürfte höchst selten anzutreffen sein, zumindest in deutscher Übersetzung. Ich gebe zu, ich kenne mich mit afrikanischer Literatur nicht aus, aber ich habe nicht den Eindruck, dass unsere Buchhandlungen damit überschwemmt werden. Für mich ist die vorkoloniale Zeit deshalb so spannend, weil es da eine europäische Sicht der Dinge noch nicht gab. Und diese Zeit daher gerne unter den Tisch einer europäisch geprägten Geschichtsschreibung gekehrt wird. Man liest allenfalls von prägenden Königen oder Feldherren, von einfachen Sklavinnen ganz sicher nicht. Von der Geschichte ihrer Ururgroßmutter angeregt, erzählt Attah von der Herrscherstochter Wurche, die aus politischen Gründen an einen unpassenden Mann verschachert wird und von dem Dorfmädchen Aminah, das nach einem Überfall ihre Familie verliert und versklavt wird. Beide Lebenswege treffen aufeinander, Aminah wird nach Umwegen zu Wurches Bediensteter. Spannender als der Haupterzählstrang ist allerdings das Beiwerk, d.h. Gebräuche, Lebensart, gesellschaftliche Verpflichtungen. Welche Freiheiten hatten Frauen zu dieser Zeit, hatten sie überhaupt welche? Wie war die Gesellschaft aufgebaut? Wie funktionierten Handel, Wirtschaft, Warenproduktion? Nun kann man sagen, ich solle lieber ein Geschichtsbuch zu dem Thema lesen. Durchaus gerne, aber für mich ist es eine entscheidende Qualitätsfrage für Romane dieser Art, ob sie diese Themen einbauen können (und zwar nicht in Form belehrender Absätze), ob sie einen Einblick geben können in eine für mich fremde Welt, der nicht nur an der Oberfläche kratzt. Das Unfassbare in Worte fassen, das kann Ayesha Harruna Attah leider nicht. Vergewaltigung, Nötigung, der Verlust der eigenen Familie, ihre Frauengestalten nehmen das hin, sie leiden, aber nicht über die Buchdeckel hinaus. Als Leser kann man dazu behaglich einen Tee trinken und aus dem bequemen Sessel mitleiden. Vor Entsetzen auf die Füsse treibt einen hier nichts. Sollte es aber bei den beschriebenen Gräueln. Und damit kommen wir zurück an den Anfang. Überzeugt hat mich der Roman nicht.

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Vita

Ayesha Harruna Attah wurde in Ghana geboren, studierte in den USA u.a. an der Columbia University und der NYU und lebt heute mit ihrer Familie im Senegal. Ihr Roman »Die Frauen von Salaga« ist von dem Schicksal ihrer Ururgroßmutter inspiriert.

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Christiane Burkhardt

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat u. a. Werke von Paolo Cognetti, Domenico Starnone, Fabio Geda, Wytske Versteeg, Pieter Webeling, Willam Shaw und Hannah Richell ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

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Pressestimmen

»Dieser Roman musste geschrieben werden.«

Süddeutsche Zeitung (30. August 2019)

»Mitreißender historischer Roman!«

Wienerin (A) (12. September 2019)

»Ein meisterhaftes Porträt des Lebens im vorkolonialen Ghana. Harruna Attah schreibt mit einem genauen Blick für zwischenmenschliche und historische Details.«

The Guardian (12. September 2019)

»Ayesha Harruna Attah gibt einer der großen menschlichen Fragen Gestalt und Relevanz.«

Los Angeles Review of Books (12. September 2019)

»Ein Roman über zwischenmenschliche Herausforderungen, die Brutalität der Sklaverei, Liebe und Mut und das Schicksal junger Frauen in einer anderen Zeit. Für alle LeserInnen von Chimamanda Ngozi Adichie, Barbara Wood, Celeste Ng, Jodi Picoult und Tania Blixen.«

www.lovelybooks.de, 'Die besten Hardcover-Neuerscheinungen im März 2019' (12. September 2019)

»Forschergeist und Fantasie verbinden sich in ihrem Schreiben.«

BÜCHER Magazin (12. September 2019)

»Ayesha Harruna Attah gehört zu jenen Autorinnen, bei denen die Vorfreude auf ein weiteres Werk dann einsetzt, wenn die letzte Zeile des aktuellen Romans gelesen ist.«

www.histo-couch.de (12. September 2019)

»(…) packende Reise ins Ghana des 19. Jahrhunderts (…).«

FÜR SIE (12. September 2019)