Die Gestirne

Roman

(4)
Taschenbuch
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Neuseeland zur Zeit des Goldrausches 1866: Als der Schotte Walter Moody nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln: Ein reicher Mann ist verschwunden, eine opiumsüchtige Hure hat versucht, sich das Leben zu nehmen, und eine ungeheure Summe Geld wurde im Haus eines stadtbekannten Säufers gefunden. Moody wird bald hineingezogen in das Geheimnis, das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst.

»Eine fesselnde Zeitreise!«

Freundin (05. April 2017)

Aus dem Englischen von Melanie Walz
Originaltitel: The Luminaries
Originalverlag: Granta Books
Taschenbuch, Klappenbroschur, 1.040 Seiten, 13,5 x 20,0 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-442-71514-5
Erschienen am  27. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein großartiger Roman mit einem besonders breiten und auffälligen Panorama.

Von: Birgit Pirker

21.02.2019

„Die Gestirne“ von Eleanor Catton ist ein großartiger Roman mit einem besonders breiten und auffälligen Panorama. Goldgräbermythos, Western, Abenteuerroman, Seemannsgarn und nicht zuletzt Kriminalroman. In diesem Buch ist wirklich für jeden Leser etwas dabei. Wir schreiben den 27. Januar 1866 und stolpern sogleich ins Raucherzimmer des Crown Hotel in Hokitika, Neuseeland, wo wir einem Zusammentreffen von zwölf absolut ungleichen Männern beiwohnen. Diese möchten die Zusammenhänge und Geschehnisse rund um die tragische Nacht des 14. Januar auf den neuesten Stand bringen. Als unerwartet Walter Moody, ein junger, gutaussehender Schotte mit Ambitionen zum Goldgräber dazu stößt nimmt das Treffen einen unerwarteten Verlauf. Ohne es zu ahnen wird er in den Reigen aus Betrügereien, Mord und Todschlag hinein gezogen. Aber was ist wirklich an besagtem Tag passiert? Zwei Wochen vor dem Zusammentreffen stirbt der Einsiedler und Säufer Crosbie Wells an scheinbar natürlichen Umständen, daher wird sein Besitz auch möglichst schnell weiter veräußert. Da findet sich plötzlich Gold im Wert von mehr als 4.000 Pfund in seinem Haus und die Witwe des Verstorbenen taucht gefühlt aus dem Nichts auf. Als diese gegen den Verkauf des Besitzes vorgeht, fragen sich nun endgültig alle Beteiligten, wem das Gold wirklich gehört? Und was haben die betroffenen Personen mit dem Verschwinden des reichsten Mannes in Hokitika zu tun? Ist auch er tot? Der Sprachstil ist klar und verständlich. Die langen, verschachtelten Sätze passen perfekt zu der historischen Zeit und die bildlichen Beschreibungen runden das ganze Erzählbild sehr harmonisch ab. Dennoch muss man sich konzentrieren, um keine Einzelheiten zu verpassen. Zu Beginn erfahren wir breit gefächert den Grundstock aus den unterschiedlichen Sichtweisen der 13 Männer, die sich dann immer feiner zu drehen und verweben beginnen, bis sie am Kern der Geschichte angelangt sind. Wir springen von einem interessanten Gespräch zum Nächsten. Geheimnisse werden enthüllt und doch werden wir wegen der komplexen Verstrickungen nicht klüger! Leider geht der endgültigen Auflösung dann doch ein bisschen die Luft aus, aber sie ist durchaus verständlich und schlüssig. Da wir es hier mit 13 Haupterzählern und noch einigen wichtigen Protagonisten mehr zu tun haben, sollte man den Roman nicht nebenbei lesen. Er fordert definitiv seine Aufmerksamkeit! Neben meinem Lob, muss ich aber doch gestehen, dass ich den astrologischen Aspekt des Buches nicht ganz verstanden habe. Zu Beginn eines jeden der zwölf Teilstücke gab es ein Diagramm mit Figuren und Sternzeichen. Außerdem wurde zu Beginn jedes Kapitels jeweils eine Planetenkonstellation genannt. Ich kenne mich mit sowas leider überhaupt nicht aus, daher konnte ich daraus nichts ablesen.

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weltklasse Literatur

Von: BücherLiebe

20.07.2017

Die Gestirne von Eleanor Catton Die Gestirne: Roman von [Catton, Eleanor] TB 14,99€ btb-Verlag 1040 Seiten Inhalt: Neuseeland zur Zeit des Goldrausches 1866: Als der Schotte Walter Moody nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln: Ein reicher Mann ist verschwunden, eine opiumsüchtige Hure hat versucht, sich das Leben zu nehmen, und eine ungeheure Summe Geld wurde im Haus eines stadtbekannten Säufers gefunden. Moody wird bald hineingezogen in das Geheimnis, das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst. Meine Meinung: Lange bin ich hin und her gerissen gewesen, ob dieses Buch etwas für mich ist und ob ich es schaffe die über 1000 Seiten zu lesen.... was soll ich sagen???? JAAAAAA und es waren großartige über 1000 Seiten und es war zweifelsohne eines meiner Highlights in diesem Jahr. Wir reisen als Leser in das Jahr 1866 nach Neuseeland und erleben die Zeit des Goldrausches mit. Das Cover lässt davon nicht allzu viel erahnen und gibt wenig vom Inhalt preis. Im Raucherzimmer eines Hotels in Hokitika an der Westküste der neuseeländischen Südinsel treffen im Januar 1866 13 Männer aufeinander, die alle ihren Teil der Geschichte erzählen, die sich in der Zeit von Mai 1865 bis zum 27.Januar 1866 in Hokitika und an der Ostküste zugetragen hat. Gemeinsam ergibt sich ein Anflug eines Bildes: Zwei Wochen vor dem Zusammentreffen stirbt ein Einsiedler an scheinbar natürlichen Umständen, sein Besitz wird schnell weiter veräußert. Da findet sich Gold im Wert von mehr als 4000 Pfund im Haus. Kurz darauf erscheint die Frau des Verstorbenen und geht gegen den Verkauf des Besitzes vor. Aber woher kam das Gold? Wem gehört es wirklich, was haben die erzählenden Personen mit dem Verschwinden des Mannes des Ortes zu tun? Ist er auch tot? Was hat es mit dem rohen und undurchsichtigen Schiffskapitän Carver auf sich? Irgendwie hängt alles zusammen! Im Laufe des Buches löst sich dieses Geheimnis auf. Die Personen im Buch sind sehr detailliert und authentisch dargestellt. Dem Leser werden sie im Buch zu Bekannten, mit denen er das Geheimnis lüftet und verschiedene Schicksale kennen lernt. Besonders interessant und mal wirklich anders fand ich den Zusammenhang zwischen den Personen und den Sternzeichen. In vielen von ihnen entdeckt man Charakterzüge wieder, die einem Sternzeichen zugeschrieben werden. Besonders toll fand ich den so besonderen Schreibstil der jungen Autorin, mit dem sie es schafft eine Welt im 19, Jahrhundert so vielversprechend und bildhaft darzustellen, dass ich als Leser das Gefühl hatte dort anwesend zu sein. Ein wirkliches tiefgreifendes und zurecht so gefeiertesWerk der Literatur, was Lust auf mehr macht!!!! Ein wirkliches literarisches Meisterwerk mit viel Intellekt und großem Kino! 5 von 5 Herzen <3 <3 <3 <3 <3

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Vita

Eleanor Catton wurde 1985 in Kanada geboren und wuchs in Neuseeland auf. Sie studierte Englisch und Kreatives Schreiben und erhielt bereits für ihren Debütroman "Die Anatomie des Erwachens" zahlreiche Auszeichnungen. Für "Die Gestirne" wurde ihr 2013 als jüngster Autorin aller Zeiten der renommierte Booker-Preis zuerkannt. Eleanor Catton lebt in Auckland.

Zur AUTORENSEITE

Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, wurde 1999 mit dem "Zuger Übersetzer-Stipendium", 2001 mit dem "Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis" und 2015 mit dem Übersetzerpreis der Stadt München ausgezeichnet. Sie ist die Übersetzerin von u. a. Antonia Byatt, John Cooper-Powys, Lawrence Norfolk.

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