Die Herrin des Winterpalasts

Historischer Roman

TaschenbuchNEU
10,00 [D] inkl. MwSt.
10,30 [A] | CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Kopenhagen 1863: Minnie wächst behütet im Kreise ihrer liebevollen Familie auf. Als ihr Vater den dänischen Thron besteigt, verändert sich das Leben der jungen Prinzessin aber schlagartig. Nun von dynastischer Bedeutung soll Minnie den Romanow Zarewitsch, Thronfolger des fernen und gewaltigen Russischen Kaiserreiches ehelichen. Was als politische Bindung beginnt, entwickelt sich bald zu einer großen Liebe. Die neue Zarin wird vom Volk verehrt, doch die schillernden Romanows sind dem Untergang geweiht. Mit dem zerstörerischen Weltkrieg zieht ein Sturm herauf, der alles zu vernichten droht, was Minnie liebt ...


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Peter Pfaffinger
Originaltitel: The Romanov Empress
Originalverlag: Ballantine
Taschenbuch, Broschur, 672 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48769-1
Erschienen am  17. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Großartig!

Von: vanessaliest

29.11.2018

Die Romanows - wer hat nicht wenigstens schon mal von ihnen gehört? Die letzte große Zarendynastie vor der Oktoberrevolution 1917 in Russland. Ich hab das Thema immer schon sehr interessant gefunden und hab deswegen richtig Lust auf dieses Buch gehabt! Ich kannte den Autor noch nicht, aber er scheint sich ja schon einen Namen gemacht zu haben bei historischen Romanen. Denn darum handelt es sich hier offensichtlich - um einen historischen Roman, wobei Roman vielleicht sogar noch ein bisschen kurz gefasst ist - eigentlich ist es schon fast eine Familiensaga, ein regelrechtes Epos, dass die vormals unbedeutende Prinzessin Dagmar, später Maria Fjodorowna, genannt "Minnie" aus Dänemark über 5 Dekaden dabei begleitet, wie sie erst zur Zarewna wird (zur russischen Kronprinzessin), dann zur Zarin an der Seite von Alexander "Sascha" dem III und dann zur Zarinmutter des russischen Reiches. Ich muss sagen, oft sind historische Romane, die sich so sehr an wahre Begebenheiten halten wie dieses Buch (grandios recherchiert!) ein bisschen trocken und es zieht sich auch leicht mal, besonders wenn es doch relativ viele Seiten zu lesen gibt (fast 700 in diesem Fall!), allerdings war ich hier sehr von Die Herrin des Winterpalasts überrascht, der Autor versteht sich wunderbar auf eine sehr angenehme Erzählweise, die Seiten fliegen nur so dahin und dank der sehr bildhaften Sprache muss man selbst auch nie in Russland gewesen sein um in Gedanken in den Winterpalast in Sankt Petersburg zu fliegen. Wunderschön und es macht Spaß zu lesen! Minnie war mir von Anfang an sehr sympathisch, ich lese immer gerne über starke Frauen und Minnie ist sicher stark, resolut und obwohl das von einer Frau zu ihrer Zeit nicht gerne gesehen wurde - spricht sie auch ganz klar ihre Meinung aus, was meinen Recherchen zufolge auch dem Charakter der historischen Maria Fjodorowna entsprach. Mit den Jahren tritt sie immer sicherer auf, führt eine gute Ehe, bekommt viele Kinder und erfreut sich großer Beliebtheit im russischen Volk, obwohl sich die Unruhen, die dann 1917 in der Februarrevolution und später in der Oktoberrevolution und der Ermordung der kaiserlischen Familie gipfelt, schon sehr früh abzeichnen. Dadurch, dass sich die Geschichte in einer so großen Zeitspanne abspielt bleibt es nicht aus, dass man immer wieder neuen Personen begegnet, da kann man leicht den Überblick verlieren, daher fand ich den Stammbaum der kaiserlichen Familie, der vorne im Buch abgedruckt ist sehr hilfreich, genauso wie die Karten Russlands und Sankt Petersburgs, die ebenfalls im Buch zu finden sind. Ich liebe es ja, wenn Karten in Büchern abgedruckt werden. Das einzige, was ich ein bisschen schwierig fand war die Erzählperspektive. Minnie erzählt hier in der ich-Perspektive und das stört mich ein bisschen, weil ich besonders bei einem historischen Roman auch ein bisschen was von den Begleitumständen mitbekommen möchte. So interessant es auch ist zu lesen wie Minnie auf ihre Schwiegertochter schimpft, man über Hochzeitsausstattungen, Geschmeide und die fehlende Lust der Russen mal richtig durchzuputzen erfährt, ich hätte gerne auch noch mehr von den politischen Hintergründen mitbekommen, die dann den Ausgang des Buches bedingen. Mir ist schon klar, dass das Buch vor allem auf Minnie zentriert ist und sie begleiten möchte und noch mehr Informationen vielleicht den Rahmen gesprengt hätten, aber trotzdem. Das hat mir gefehlt und ich glaube mit der unpersönlicheren Perspektive wäre das besser gelungen. Insgesamt ist es aber immernoch eins der besten historischen Romane die ich jemals gelesen habe, überwältigend akkurat was die historischen Abläufe angeht und ein sehr angenehmer Erzählstil. Absolut zu empfehlen.

Lesen Sie weiter

Packender Roman über das Ende einer Ära

Von: Emmi

25.11.2018

Minnies Geschichte hat mich sehr schnell gefesselt. Wir begleiten sie als junges Mädchen von 16 Jahren bis zu ihrer Flucht aus Russland im hohen Alter. Sie ist eine sehr tapfere Frau, die immer wieder auf die Füße kommt, auch noch schweren Schicksalsschlägen. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachempfinden und fühlte bald schon mit ihr. Obwohl sie in ihren Mann zu Beginn der Ehe nicht verliebt ist, entwickelt sich doch sehr schnell eine tiefe Liebe zwischen den beiden und bald schon sieht Minnie Russland als ihre Heimat an. Sie gibt sich Mühe, um sich zuerst als Frau des Zarewitsch und später dann als Zarin zu beweisen. Umso schlimmer ist es für sie, den Fall der Romanows mit anzusehen. Immer wieder versucht sie einzugreifen und die Dinge abzuwenden, doch als Zarenwitwe hat sie fast keinerlei Macht. Der Schreibstil ist packend und gefiel mir sehr gut. Die Geschichte erscheint mir sehr gut recherchiert. Ich wusste, bevor ich das Buch zu Lesen begann, sehr wenig über die Romanows und so hatte die Geschichte sehr viele spannende Wendungen für mich. Trotzdem wusste ich von Anfang an, worauf es letztendlich hinauslaufen würde. Es berichtet auch über Intrigen und über die Politik zu jener Zeit, jedoch nicht so viel, das es anstrengend zu lesen ist. Trotzdem habe ich mehr als zwei Wochen an diesem Buch gelesen. Da der Roman auf realen Fakten basiert musste ich doch immer wieder über die Handlung nachdenken und habe teilweise auch darüber hinaus recherchiert. Nicht weil es für das Verständnis nötig gewesen wäre, sondern vielmehr, weil es mich so interessiert hat. Zumal auch eine Prinzesssin, aus dem Ort, in dem ich lebe, nach Russland verheirated wurde. Zum Schluss erzählt der Autor noch, was nach Minnies Flucht aus den wichtigsten Charakteren wurde. Im vorderen Teil des Buches gibt es außerdem eine Karte vom Kaiserreich Russland und von St. Petersburg, sowie die Stammbäume von Minnie und Sascha. Das hat mir sehr gut gefallen und ich habe während dem Lesen immer mal wieder nach vorne geblättert und mit die Karten und Stammbäume angesehen.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen
10 Bücher zum Verlieben

Vita

Christopher W. Gortner arbeitete als Redakteur für Geschichtsfachzeitschriften und unterrichtete an der Universität, bevor er Schriftsteller wurde. Mit seinen historischen Romanen feiert Gortner international große Erfolge. Heute lebt und arbeitet er in San Francisco, Kalifornien.

Zur AUTORENSEITE

Weitere Bücher des Autors