Die Liebe in Grenzen

Roman

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Taschenbuch
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Eine junge Frau, ein wundersamer Ort und eine Liebe, die ihren ganz eigenen Gesetzen folgt.

Bisher hat Katia Werner ein unstetes Leben geführt. Doch mit Mitte zwanzig wird ihr bewusst, dass sie eine Aufgabe sucht, und sie bewirbt sich als Betreuerin in einer psychiatrischen Wohngemeinschaft. Vom ersten Moment an spürt sie, dass sie auf einen ganz besonderen Ort gestoßen ist, und die alte Villa in dem verwunschenen Garten übt eine merkwürdige Faszination auf sie aus. Sie nimmt die Stelle an – und ahnt nicht, welche Herausforderung ihr bevorsteht. Denn dort trifft sie Konrad, einen ebenso schillernden wie rätselhaften Mann, mit dem sie an ihre äußerste Grenze gehen wird.


Originaltitel: Die Liebe in Grenzen
Originalverlag: Goldmann Verlag, München 2013
Taschenbuch, Broschur, 272 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48149-1
Erschienen am  15. Dezember 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Liebe...

Von: Lesefee

30.08.2019

Vorsicht Spoiler! Veronika Peters behandelt in „Die Liebe in Grenzen“ eine Thematik, die nicht ganz einfach ist. Wo man zunächst einer etwas chaotischen und unentschlossenen Hauptprotagonistin begegnet, wird einem schnell klar, was für ein besonderer Mensch sie ist. Denn wie man es sich wünscht, ist sie frei von allerlei Vorurteilen und reduziert die Menschen nicht auf das Offensichtliche, sondern schaut hinter die Fassade. Es dauert daher auch nicht lange, dass man Katia mag und ihre Beweggründe versteht. Was im Folgenden passiert, berührt den Leser zudem sehr bzw. ist man schnell gefangen in den Beschreibungen um das Entstehen einer sanften, aber doch verbotenen Liebe. Dieses Buch aber beschreibt nicht nur die Liebe und ihre unwegsamen Wege; es behandelt auch die weiteren Figuren mit und zeigt Facetten von Menschen, die an den unterschiedlichsten psychischen Krankheiten leiden und ihre eigenen Wege der Verarbeitung und Heilung suchen. Als Leserin fand ich es wunderbar eine Geschichte zu lesen, die Krankheiten nicht als diese bedrückend thematisiert, sondern durch die lockere und unbedarfte Art der Protagonisten als das darstellt was es ist: Eigenarten von Menschen, die sie sich sicherlich nicht unbedingt ausgesucht haben, die aber nichts an dem Menschen selbst verändern, leider aber oft als störend betrachtet werden oder so in den Fokus gerückt werden, dass sie deren Leben dominieren. Würde man öfter einfach hinter die „Krankheit“ blicken, würde man erkennen, wer diese Menschen wirklich sind. „Die Liebe in Grenzen“ ist wunderbar geschrieben und ein Mix aus so vielen verschiedene Komponenten, dass sich am Ende eine Komposition ergibt, die einem ans Herz geht und auch wenn das happy Happyend ausbleibt, doch emotional berührt. Oft sind es einfach die kleinen Dinge, die Glück bedeuten. Die Autorin nutzt Worte, die einen klaren Klang haben und trotz der verschiedensten Figuren keine Verwirrungen entstehen lässt, die nicht gewollt sind. Mir liegt dieses Buch sehr am Herzen, es beinhaltet eine Botschaft, die jedem klar werden sollte und die deutlich macht, dass niemand auf Grund eines Ortes bewertet werden sollte, an dem er sich befindet. Sicherlich ein auch eine passende Geschichte für Betroffene und Mitarbeiter solcher Einrichtungen. Denn manchmal muss man seinen Blickwinkel anpassen um zu erkennen, was wirklich wichtig ist...

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Über die Grenzen hinaus

Von: zitrosch

01.05.2015

Katia Werner möchte Erzieherin werden und ist gerade auf der Suche nach einer Einrichtung, an der sie ihr Anerkennungsjahr absolvieren kann. Da sie allerdings weder dem gewünschten äußere Erscheinungsbild einer Erzieher entspricht noch über angepasstes Verhalten verfügt, ist dieses Vorhaben mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Bis sich die junge Frau bei der "Goldmühle" im Dorf bewirbt. Dies ist ein Ort, an dem psychisch erkrankte Menschen die Möglichkeit erhalten sich, meist nach langjähriger, Klinikerfahrung wieder in die Gesellschaft zurückzufinden. Nach den ersten Anlaufschwierigkeiten bereits im Vorstellungsgespräch, gelingt es Katia allerdings recht schnell einen Zugang zu den Bewohnern zu finden. Außerdem lebt dort auch noch Konrad. Der Sohn einer Adelsfamilie, dem eine psychische Erkrankung attestiert und von seiner Familie abgeschoben wird. In der Goldmühle jedoch genießt er eine Sonderstellung. Und bald nimmt er auch in Katias Leben eine Sonderposition ein. Meine Meinung: Veronika Peters hat eine angenehme Art und Weise über ihre Charaktere, deren Gefühlslagen und Beweggründe zu schreiben. Katia, die Erzählerin der Geschichte, springt bei ihren Schilderungen zwischen den aktuellen Geschehnissen und den Erlebnissen aus der Vergangenheit. Der Leser erhält dadurch einen guten Überblick wie eins zum anderen führte und wie alles miteinander zusammenhängt. Am Ende der Geschichte steigt die Spannung noch einmal ziemlich an. Zumindest empfand ich es so und habe begierig weiter lesen um zu erfahren wie die Geschichte ausgehen wird. Und obwohl nichts außer- gewöhnliches geschieht, war das Ende absolut anderes als ich es erwartet hätte. Am Anfang der Geschichte wird kurz erklärt, was charakteristisch für eine Boarderline Erkrankungen sein soll. Diese Passagen waren mir zu "schwammig" und zu ungenau. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Fachpersonal diese Erkrankung so beschreiben würde. Fazit: Das Buch "Die Liebe in Grenzen" hat mir dennoch gut gefallen. Ein Roman zu einem eher ungewöhnlichen Thema.

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Vita

Veronika Peters, geboren 1966 in Gießen, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika. Im Alter von 15 Jahren verließ sie ihr Elternhaus, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin. Sie arbeitete in einem psychiatrischen Jugendheim, bis sie Ende 1987 für zwölf Jahre aus dem sogenannten bürgerlichen Leben ausstieg und in eine Benediktinerinnenabtei eintrat. Von der Zeit, die sie dort lebte, handelt die autobiographische Erzählung »Was in zwei Koffer passt« (2007). Es folgten die Romane »An Paris hat niemand gedacht« (2009), »Das Meer in Gold und Grau« (2011), »Die Liebe in Grenzen« (2013) und »Aller Anfang fällt vom Himmel« (2015). In ihrem neuesten Roman »Die Dame hinter dem Vorhang« setzt sie der englischen Exzentrikerin Edith Sitwell ein Denkmal.
Veronika Peters ist verheiratet mit dem Schriftsteller Christoph Peters, hat eine Tochter und lebt als freie Autorin in Berlin.

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