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Die Marseille-Connection Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-67676-3

Erschienen: 09.03.2015
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Die neue Kriminalität in Nadelstreifen – ohne Grenzen, ohne Moral

Eine Gang aus vier brillanten Verbrechern macht Marseille unsicher. Sie sind die Vertreter einer neuen, modernen Kriminalität. Sie haben im Ausland studiert und operieren international. Sie führen ihre Geschäfte wie Unternehmer, sind dabei aber keineswegs weniger skrupellos als die Gangster der alten Schule, sondern jederzeit bereit, für Reichtum und Macht alles und jeden aus dem Weg zu räumen. In der Hafenmetropole zwischen Afrika und Europa finden sie ihren perfekten Lebensraum. Von hier aus wollen sie die Welt erobern.

»Ein hellsichtiger Thriller über die neue, globalisierte Wirtschaftskriminalität.«

Focus spezial (01.12.2013)

Massimo Carlotto (Autor)

Massimo Carlotto, geboren 1956 in Padua, ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Italiens. Als Sympathisant der linken Bewegung wurde er in den 1970er Jahren zu Unrecht wegen Mordes verurteilt. Nach fünfjähriger Flucht und einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren wurde er 1993 begnadigt. Er lebt heute auf Sardinien.

»Ein hellsichtiger Thriller über die neue, globalisierte Wirtschaftskriminalität.«

Focus spezial (01.12.2013)

»Hart, kompromisslos und ohne Illusionen.«

Mannheimer Morgen

»Carlotto ist einfach der Beste. Wenn Sie ihn nicht kennen – worauf warten Sie noch?«

Joe R. Lansdale

»Keiner schreibt düsterer als Carlotto. Ich bin ein großer Fan!«

Josh Bazell

»Ein brutaler, rasanter und sozialkritischer Krimi, wie man es von Massimo Carlotto kennt.«

Neues Deutschland

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ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Italienischen von Hinrich Schmidt-Henkel
Originaltitel: Respiro Corto
Originalverlag: Giulio Einaudi

Taschenbuch, Broschur, 240 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-67676-3

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 09.03.2015

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Ein Buch für Hartgesottete und nicht für Weicheier

Von: Tessa Datum: 13.04.2015

tessas-buecherwelt.blogspot.de/

Das Buch hat mich ehrlich gesagt ziemlich ratlos zurückgelassen. Unentschlossen wie ich "Die Marseille Connection" finden und bewerten soll und auch wegen dieser Geschichte.
Das Interessante und auch das Schwierige war, dass die Reise durch das Buch auch eine Reise durch die Welt war - Russland, Frankreich, Schweiz, Italien, Paraguay, ... - und somit auch viele verschiedene Menschen und Namen mit unterschiedlichstem Herkunftsort vorkamen. Manchmal musste ich glatt nochmal nachschlagen um wen es denn nun genau handelt - um nicht versehentlich einen Knoten in die Handlung zu bringen ;)
Im gesamten Buch konnte man als Leser seine schwarze Seite befriedigen indem man Zeuge von Mord, Drogenhandel, illegale Müllentsorgung, Ausbeutung von Arbeitern, Bandenkriege, Prostitution, Korruption, Organhandel und vieles mehr wurde.
"Heutzutage gab es so gut wie keine begüteten Kunden mehr, bei denen man wirklich wissen wollte, woher ihr Vermögen stammte." (Seite 59)
Es gab also kein wie üblich klar getrenntes Schwarz und Weiß - Bösewicht und Held, sondern eine "bunte" Mischung aus dunkelgrau, schwarz und pechschwarz. Es war für mich etwas Neues und dadurch auch Besonderes - Carlotto's Werk hebt sich von den "normalen" Büchern ab, aber für mich persönlich war es etwas zu viel. Ich habe gemerkt, dass ich doch keine so "harte Sau" bin und es gewisse Grenzen gibt, ab denen für mich die Geschichte nur noch gewalttätig war und ich keinen Lesespaß mehr hatte. Das traurige ist, dass wahrscheinlich genau so die reale Welt aussieht...
Das war auch einer der Gründe warum mir das Buch trotzdem gefallen hat. Der Autor hatte es geschafft eine Zukunftsversion oder auch die aktuelle Gegenwart der Mafia- und Drogenbanden anschaulich im Buch darzustellen. Er konnte auf wenigen Seiten (es sind ja nur 240 Seiten insgesamt! - da bleibt kaum Platz für Vorgeplänkel, sondern es gibt immer Action...) mich in diese Welt voller Machenschaften mit hineinziehen und eine spannende Geschichte schreiben.
Erzählt wird das Buch aus verschiedenen Sichten, besteht aber größtenteils aus zwei Handlungssträngen, die man durch die Seiten mitverfolgt.
Zum einen vier aufstrebende junge Unternehmer, die Genies sind und das Verbrecher-Handwerk auf eine neue Ebene heben möchten.
"Auf die Schlimmsten! Wir sind diejenigen, die ihre Eltern umbringen, um den Ausflug des Waisenhauses mitzumachen." (Seite 104)
Auf der anderen Seite ist die Kommissarin Bernadette Bourdet mit ihren unorthodoxen Methoden zur Verbrechensbekämpfung und Verbindungen zu Marseille's Drogenwelt.
"Sie war hässlich, aufsässig, bösartig und lesbisch." (Seite 56)
Keiner dieser vielen Charaktere konnte mich auch nur im Ansatz auf seine Seite ziehen und meine Sympathie gewinnen. Die einfachste Erklärung ist wohl, dass alle sogenannte Anti-Helden waren - mit keinem wollte ich so wirklich mitfiebern und am Liebsten hätte ich den ganzen Haufen kurzerhand ins Gefängnis gesteckt... Eines hatten sie auf jeden Fall noch gemeinsam - sie waren eiskalt, auf ihre Weise gewalttätig und Verlierer. Ja, alle haben irgendetwas im Laufe des Buches verloren und das Ende ist mehr als deprimierend. Ich bin mir nicht sicher, was uns der Autor damit sagen möchte, aber die Moral der Geschichte lautet bestimmt nicht "... und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.". Ich finde der Schluss von "Die Marseille Connection" ist noch nicht ganz abgeschlossen und eine Fortsetzung wäre durchaus möglich...

Fazit:
"Die Marseille Connection" ist ein Buch für Hartgesottete und nicht für Weicheier :)
Der Autor erzählt spannend eine Geschichte über Drogen, Mafia und Korruption. Das Besondere hier ist, dass es ausschließlich negative Charaktere gibt und kein klassischer Held mit von der Partie ist. Wer das mag - perfekt, aber für alle anderen - Achtung, hier geht es nicht zimperlich zu.
Von mir gibt's 3 von 5 Punkte mit Tendenz zum Besserem, weil mir etwas in diesem Buch gefehlt hat (vielleicht einfach nur jemand mit guten Eigenschaften und der sich dem Bösen in den Weg stellt^^).

Harter Tobak!

Von: Kaisuu Datum: 28.03.2015

life4books.blogspot.de

Eine Anti-Criminalite Einheit sorgt in Frankreich, speziell in Marseille für Ordnung. Ihr übergestellt ist die Kommissarin Bernadette Bourdet. Eine Frau, nach der sich sicherlich kaum ein Mann umdrehen wird. Denn statt mit einem perfekten Äußerem, überzeugt sie mit ihrer Willensstärke und dem harten Durchsetzungsvermögen. Ihre Sprache ist genauso derbe, wie ihre Methoden um Verbrecher zum Reden zu bringen. Hinzukommt noch, dass sie eindeutig auf Frauen steht und sich gerne eine Prostituierte mit nach Hause nimmt. Sie präsentiert quasi die komplette Antiheldin und keine Polizistin, in die sich das Leserherz verlieben wird. Ob das gut gehen kann?

Ja, es kann! Zunächst werden einem die vier unterschiedlichen Mitglieder der Dromos Gang vorgestellt. Da wäre der Russe Sosim Katajew, welcher mit illegalem Holzhandel aus dem verstrahltem Gebiet um Tschernobyl sein Geld macht. Sein Freund, der Italiener Guiseppe Cruciani, der sein Geld mit illegalem Organhandel verdient und der Inder Sunil Banerjee, sowie die Schweizerin Inez Theiler, die beiden klugen Köpfe der Bande, die sich besonders um finanzielle Verbindungen kümmern. Alle zusammen kennen sich schon seit mehreren Jahren und harmonieren perfekt miteinander. Ihr neues Interessengebiet gilt nun Marseille.

Neben diesen fünf Charakteren lernt man ziemlich schnell noch einen Südamerikaner namens Esteban Garrincha kennen. Er gerät in die Räder der Kommissarin und wird kurzerhand hier Handlanger. Bei ihm merkt man besonders, wie Berndatte – kurz B.B. tickt – dass ihre Worte wahr sind und die nicht lange fackelt, wenn sie etwas erreichen möchte. Da gehören Mord und Totschlag genauso dazu, wie Folter und Erpressung. Harter Tobak, der einen erwartet. Wenn man sich dann noch die geringe Seitenanzahl anschaut, merkt man erst recht, dass hier alles kurz und schmerzlos ist.

Massimo Charlotte schmückt seine beschriebenen Ereignisse nicht sonderlich aus. Es wird nicht um den heißen Brei herumgeredet, sondern gehandelt. Das wirkt sich zeitweise auch negativ auf das Leseempfinden aus. Man hat das Gefühl etwas verpasst zu haben, weil man glaubt die Person nicht genug zu kennen oder nicht genügend Eckdaten zu einem Komplott zu haben. An den zahlreichen Namen oben und deren kulturellen Herkunft merkt man recht deutlich den bunten Mix, der einen auch beim Lesen erwartet. Trotzdem ist es keine Überdosierung. Eher im Gegenteil, man will mehr Informationen haben. Ob dann die aktuelle knallharte Situation ihre Würze verlieren würde, ist die andere Frage.

Das Buch geht tief. Man versinkt stark im Sumpf der unorthodoxen Machenschaften zwischen Gangstern, Mafia, dem Drogenkartell und der Polizei. Mittendrin hüpfen nun die 4 Freunde der Dromos Gang umher und wirbeln eine Menge Staub auf. Es fällt einem nicht leicht, einen Charakter ins Herz zu schließen. Denn irgendwie sind es alles negative Gesichter. Es gibt kein fröhliches Mädchen, was Blumen verschenkt und für Frieden sorgt. So ist es mir auch schwer gefallen, jemanden besonders zu mögen. Am ehesten ist es dann noch Sosim Katajew, dem russischen Mitglied aus der Dromos Gang. Zwar hat auch er keine weiße Weste, dennoch wirkte er noch am „normalsten“ in der Runde.

Alles in allem ist dieses Buch eine interessante Lektüre über Wirtschaftskriminalität in Frankreich. Man ist von Anfang an mittendrin im Geschehen und erlebt auch bis zum Schluss keine langweilige Lesephase. Dennoch hat man das Gefühl es fehlt etwas. Ich bin der Meinung diese spezielle Prise ist bei der Übersetzung verloren gegangen. Leider bin ich des Italienischen nicht mächtig, sonst würde ich es austesten. Von daher ist dies nur eine Vermutung. Perfekt ist das Buch nicht und es ist auch nicht für jeden Leser etwas, dennoch halte ich es für absolut lesenswert. Wer mal etwas anderes Lesen möchte, als Gut und Böse, als ein klares Schwarz und Weiß, sondern nur das dunkle, schwarze, korrupte Wesen der Menschen erleben will, darf hier zugreifen.

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