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Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-41884-4

Erschienen: 12.09.2016
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Bobby Nusku fristet seine Tage damit, Haare, Kleidungsstücke und weitere Spuren seiner verschwundenen Mutter zu sammeln und zu archivieren. Im Haus seines grobschlächtigen Vaters fühlt er sich nicht geliebt, erst die Freundschaft zum Nachbarsmädchen Rosa und ihrer Mutter Val, die Putzfrau in einem Bücherbus ist, gibt ihm Hoffnung, sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Als alles drunter und drüber geht, machen sich Val, Rosa und Bobby gemeinsam auf eine verrückte Reise mit Vals Bücherbus quer durch England.

David Whitehouse (Autor)

David Whitehouse wurde 1981 in Nuneaton, England geboren. Sein Debut 'Bed' wurde 2010 mit dem 'To Hell with Prizes Award' ausgezeichnet. Er lebt in London.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Dorothee Merkel
Originaltitel: Mobile Library
Originalverlag: Scribner

Taschenbuch, Klappenbroschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-41884-4

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 12.09.2016

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Rezension: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek - David Whitehouse

Von: Eden Datum: 12.03.2017

rezensionenbooks.blogspot.de/

Bobby Nusku führt ein ziemlich einsames Leben. Die Freundschaft zum Nachbarsmädchen Rosa und ihrer Mutter Val, die Putzfrau in einem Bücherbus ist, gibt ihm Hoffnung und macht ihm Mut, sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Als alles drunter und drüber geht, machen sich Val, Rosa und Bobby gemeinsam mit dem sympathischen Outlaw Joe auf eine verrückte Reise mit Vals Bücherbus quer durch England. Im Gepack haben sie nur das Nötigste: ihre Freundschaft und eine Menge guter Bücher.

Verlag: Heyne
Seiten: 315
Preis: 9,99€

Cover und Äußeres: Ich lese generell keine Klappentexte mehr. Jedenfalls selten. Oft lasse ich mir von Büchern erzählen. Dieses Buch habe ich einzig und allein wegen des Covers und Titels ausgesucht. Denn beide sagten mir: Roudtrip mit Büchern.
Ebenso stellt der sich immer und immer wieder windende Berg die lange Reise dar, was mir sehr gut gefällt.

Meinung: Die Tatsache, dass der Roman mit dem Ende beginnt, fand ich zu Anfangs weniger berauschend. Ich war verwirrt und habe nichts verstanden, doch diese Tatsache hat auch das Motto unterstützt, das während der ganzen Geschichte aufrecht erhalten wurde: So etwas wie ein Ende gibt es nicht. Gutes ergibt sich aus Schlechtem und Schlechtes aus Gutem und so geht es immer weiter.

Ach ja, wo wir gerade dabei sind: Die Geschichte spielte immer wieder mit Sätzen, die das Potential haben, Zitate zu werden. Sätze, die einfach im Kopf bleiben. Teils wegen der Bedeutung, teils, wegen der Formulierung. Jedenfalls ist mein Buch mit vielen Post-it´s geschmückt.

Eine Tatsache, die mich gestört hat, ist Sunny. Sunnys Charakter finde ich so fantastisch. Die Sache, wie er sich selber in einen Cybog verwandeln wollte und sich damit so viele Schmerzen zufügte, haben mich echt am Herz berüht. Es war grauenhaft, aber es hat mich berüht.
Ich fande es ein weinig Schade, dass er nur zu Anfang und zu Ende in der Geschichte vorkam. Ich war von Anfang an ein Fan von ihm, denn, auch wenn andere in ihm einen schwachen Charakter sehen, muss ich sagen, dass er verdammt stark ist und mich damit überzeugt, dass es sowas wie echte Freundschaft gibt und das das Lächeln etwas so kostbares ist.
Ebenso war es mehr oder weniger schwierig für mich, die anderen Charaktere (außer Bobby) zu durchschauen. Sie waren eher flache Charaktere.
Als dann die Sache mit dem Geheimnis von Bobbys Mutter aufkam, wollte ich unbedingt weiterlesen. Auch Joe hat mich mit seiner rätselhaften Art festgehalten.
Der Autor hat kein Blatt vor den Mund genommen, niemals. Und das hat mir gefallen.

Fazit: Man wurde hier in eine Geschichte hereingeworfen. Mit Charakteren auf eine Seite gesteckt, die man nicht kannte. Aber das hat alles spannender gemacht, denn als das Ende, was Anfangs schon anklang, wieder aufgegriffen wurde, war es ein zufriedenstellendes Gefühl, die Charaktere von einer zur anderen Sekunde plötzlich zu kennen.

Wenn Freunde zur Familie werden...

Von: Chelly the Glubsch Datum: 16.10.2016

chelly-the-glubsch.blogspot.de/

Erzähler ist der junge Bobby Nusku, der in der Schule ziemlich einsam ist und auch Zuhause nicht wirklich beachtung findet. Das ändert sich als er Sunny kennenlernt. Die beiden werden sofort beste Freunde. Da Bobby öfter von den andern Jungs geärgert oder sogar verschlagen wird, beschließt Sunny, wie der Terminator, ein Cyborg zu werden und seinen Körper mit Metall zu versetzen. Diverse 'Unfälle' später beschließt Sunnys Mutter wegzuziehn und Bobby steht wieder ganz alleine da...
Aber nicht lange, da lernt er das Nachbarsmädchen Rosa und ihre Mutter Val kennen. Über die Sommerferien lesen sie viele Bücher aus dem Bücherbus zusammen, in dem Val als Putzfrau arbeitet, und es entsteht eine wunderbare Freundschaft. Als Val ihre Stelle gekündigt bekommt und das Verhältnis zwischen Bobby und seinem Vater immer schlimmer wird, packt Val kurzentschlossen ihre Koffer. Zusammen mit Rosa, Bobby und ihrem Hund beginnt nun das Reiseabenteuer mit ihrem gestohlenen Bücherbus, bei dem unterwegs sogar ein Passagier mehr einsteigt.
Natürlich werden alle Abenteurer von der Polizei gesucht, aber mit ein bisschen einfallsreichtum lassen sich fast alle Probleme lösen.

Witzig am lesen fand ich, dass das erste Kapitel das man als Leser liest, dass Ende der Geschichte ist. Diese Idee fand ich wirklich orginell, hat mich nur leider komplett verwirrt. (später hab ichs doch irgendwann verstanden - danke tollpatschiges dummerchen).

Der Roman regt zum nachdenken an und ist an manchen Stellen etwas erschreckend. Gerade am Anfang hab ich lange gebraucht um in die Geschichte hineinzukommen. Das Buch hatte für mich fast bis zum Schluss Schullektüren Charakter (was ja nicht unbedingt schlecht ist - aber ich fand es sehr drückend).

Alle Personen in der Geschichte haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und Versuchen mit ihnen fertig zu werden. Im laufe ihrer Reise wachsen sie alle zu einer Familie zusammen und merken, dass sie gemeinsam einen besseren Weg finden können sie zu meistern.

Ich muss sagen der Anfang hat mir überhaupt nicht gefallen und war gar nicht mein Fall, aber das letzte drittel des Buchs hat mich total Überzeugt und ich finde es hat sich gelohnt.
In meinen Augen ein Gesellschaftsdrama mit HappyEnd.

Die beste Erkenntniss aus dem Buch: Familie ist da wo die Liebe ist!

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