Die Reise

Roman

Taschenbuch
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Wir schreiben das Jahr 2088, und die Menschheit bricht zu den Sternen auf. Ein geheimnisvolles Objekt, das weit jenseits unseres Sonnensystems entdeckt wurde, soll das Ziel der Reise sein. Eine Reise, die Hunderte von Jahren dauern wird. Alle paar Jahrzehnte wird die Crew geklont, doch nicht jeder Klon ist eine perfekte Kopie seines Vorgängers und jede Generation von Klonen hat ihre ganz besonderen Eigenheiten. So wird bereits die Reise selbst zu einem atemberaubenden Abenteuer für jeden von ihnen, und noch wissen sie nicht, welche Geheimnisse sie erst erwarten, wenn sie ihr Ziel erreicht haben ...

»Ein Meisterwerk, auf dessen Fortsetzung Noumenon Infinity die deutsche Leserschaft hoffentlich nicht lange warten muss!«

Geek! (17. Juni 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Irene Holicki
Originaltitel: Noumenon
Originalverlag: Harper Collins
Taschenbuch, Broschur, 560 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-31827-4
Erschienen am  11. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Leserstimmen

Keine leichte Kost

Von: Hartmut Pitschmann

16.06.2020

Wissenschaftler haben eine Anomalie bei einem Himmelskörper (LQ Pixidis) in einem entfernten Teil der Galaxis entdeckt. Im Jahr 2125 brechen mehrere Konvois von Raumschiffen von der Erde in unerforschte Teile des Weltraums auf, einer davon zu LQ Pyxidis. Obwohl für den Flug ein spezieller Antrieb in einer Subdimension der Zeit benutzt wird, vergehen an Bord des Konvois rund einhundert Jahre, bis das Ziel erreicht wird. Auf der Erde sind dann tausend Jahre vergangen. Nach gut zwanzig Forschungsjahren vor Ort und der Konfrontation mit einer gigantischen Technologie kehrt der Konvoi nach etlichen Schwierigkeiten 271 Jahre (Bordzeit) nach seinem Aufbruch auf eine fast 2000 Jahre ältere und völlig andersartige Erde zurück. Das Setup des Romans ist insofern interessant, als die Mannschaft der neun (riesigen) Schiffe aus ca. einhunderttausend Menschen besteht, die nach genetischen Kriterien ausgewählt und alle paar Jahrzehnte geklont werden. Für jeden neuen Klon muss einer seiner Vorgänger aus dem Leben scheiden, um die Ressourcen seinem Nachfolger zur Verfügung zu stellen. Dazu kommt eine Künstliche Intelligenz, welche die Bevölkerung überwacht und als eine Art Supercomputer die Mission überwacht und nach und nach pseudo-menschliche Züge und sogar Emotionen entwickelt. Das Konfliktpotential der Handlung entsteht aus der Gesellschaft selbst heraus. Wie wir wissen, ist ein Klon zwar genetisch identisch, nicht aber von der geistigen und emotionalen Entwicklung her. Individualität – wo sie denn entsteht – wird dem „höheren Ziel“ der Mission geopfert. Die KI durchläuft eine eigene Entwicklung, die sie fast menschlich erscheinen lässt. Auch auf der Erde haben sich die Menschen in den rund zweitausend Jahren recht merkwürdig entwickelt, so dass auch nach der Rückkehr des Konvois genügend Konfliktpotential vorhanden ist. Die Autorin erzählt die Handlung aus der Sicht verschiedener Besatzungsmitglieder. Das hat seine Schwierigkeit, da der Zeitrahmen ja mehrere Generationen überspannt. Sie greift daher zu dem Kunstgriff, weite Teile des Romans von der KI als Ich-Erzähler führen zu lassen. Ich hatte das Buch als Urlaubslektüre eingepackt, muss aber sagen, dass es keine „leichte Kost“ war. Die Handlung ist manchmal etwas sprunghaft, und durch den ständigen Generationenwechsel fällt es schwer, die Beweggründe der Handelnden immer voll nachvollziehen zu können. Den Figuren mangelt es vielfach an Tiefe, und der Handlungsstrang erscheint mir nicht immer nachvollziehbar. Insbesondere die Zeit nach der Rückkehr des Konvois hinterlässt bei mir mehr Fragezeichen als Antworten. Alles in allem: Interessant, aber leider nicht fesselnd und mir persönlich nicht unterhaltsam genug.

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Wohin geht die Reise?

Von: Ute K.

03.10.2019

Marina Lostetters Buch "Die Reise" nimmt uns mit auf eine Jahrhunderte dauernde Reise durch das Weltall und zurück. Ein Konsortium der Erde wählt aus diversen Vorschlägen einige Forschungsaufträge aus und stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung. Doch wen soll man auf diese Reise mitnehmen? Wie kann diese lange Reise unbeschadet überstanden werden, die viele Generationen in Anspruch nehmen wird? Vor dieser Problematik steht eine Erde, die weiter entwickelt, friedlicher und geeinter ist, als die unserer Zeit. Sie kann es sich leisten, Milliarden an Geldern freizustellen und das All zu erforschen. So werden die Teilnehmer dieser Expedition nicht aus den ursprünglichen Forschern und notwendigen Mitarbeitern bestehen, sondern aus Klonen derselben. Wir erleben in diesem Buch, wie sich die Klongesellschaft über die Generationen hinweg weiterentwickelt. Oder vielleicht auch zurück entwickelt? Wir erleben, mit welchen gesellschaftlichen bzw. gruppendynamischen Problemen sie auf diesem engen Raum konfrontiert sind und wie sie daran scheitern oder wachsen. Wir erleben, wie einzelne Klone zum Guten oder zum Schlechten über sich selbst hinauswachsen, immer unterstützt von einer mitlernenden künstlichen Intelligenz. Was werden sie vorfinden, wenn sie am Ziel ihrer Reise angekommen sind? Wie wird die Erde aussehen und sich deren Gesellschaft weiterentwickelt haben, wenn die Klone wieder zurückkommen? Zum Buch selbst: Das Buch liest sich wie eine Reihe von zusammengehörigen Kurzgeschichten. Alle Geschichten sind spannend erzählt und nehmen den Leser direkt mit auf das Schiff. Erzählt wird immer aus der Perspektive einer einzelnen Person, deren Charakter verständlicherweise immer nur ein Momentum sein kann. Dabei geht für mich der rote Faden durch die einzelnen Episoden jedoch nie verloren. Leider enthält das Buch viele Rechtschreibfehler und manchmal gerät das Lesen immer dann ins Stocken, wenn ein ähnliches, aber dennoch falsches Wort im Satz auftaucht, z.B. ein "wie" statt "wir" oder ein "ein" statt "in" usw. Das ist unschön und habe ich in dieser Häufung schon lange nicht mehr erlebt. Das Cover zum Buch finde ich passend zum Inhalt des Buches gestaltet. Fazit: Wer Science Fiction liebt, darf sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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Vita

Marina Lostetter interessiert sich für Kunst, liebt Brettspiele und Reisen und liest gerne Bücher über Naturwissenschaft und Geschichte. Ihre Kurzgeschichten wurden in Magazinen wie Lightspeed, InterGalactic Medicine Show und Shimmer Magazine veröffentlicht. »Die Reise« ist ihr Debütroman.

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