Die Reise

Roman

Taschenbuch
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Wir schreiben das Jahr 2088, und die Menschheit bricht zu den Sternen auf. Ein geheimnisvolles Objekt, das weit jenseits unseres Sonnensystems entdeckt wurde, soll das Ziel der Reise sein. Eine Reise, die Hunderte von Jahren dauern wird. Alle paar Jahrzehnte wird die Crew geklont, doch nicht jeder Klon ist eine perfekte Kopie seines Vorgängers und jede Generation von Klonen hat ihre ganz besonderen Eigenheiten. So wird bereits die Reise selbst zu einem atemberaubenden Abenteuer für jeden von ihnen, und noch wissen sie nicht, welche Geheimnisse sie erst erwarten, wenn sie ihr Ziel erreicht haben ...

»Ein Meisterwerk, auf dessen Fortsetzung Noumenon Infinity die deutsche Leserschaft hoffentlich nicht lange warten muss!«

Geek! (17. Juni 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Irene Holicki
Originaltitel: Noumenon
Originalverlag: Harper Collins
Taschenbuch, Broschur, 560 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-31827-4
Erschienen am  11. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Leserstimmen

Wohin geht die Reise?

Von: Ute K.

03.10.2019

Marina Lostetters Buch "Die Reise" nimmt uns mit auf eine Jahrhunderte dauernde Reise durch das Weltall und zurück. Ein Konsortium der Erde wählt aus diversen Vorschlägen einige Forschungsaufträge aus und stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung. Doch wen soll man auf diese Reise mitnehmen? Wie kann diese lange Reise unbeschadet überstanden werden, die viele Generationen in Anspruch nehmen wird? Vor dieser Problematik steht eine Erde, die weiter entwickelt, friedlicher und geeinter ist, als die unserer Zeit. Sie kann es sich leisten, Milliarden an Geldern freizustellen und das All zu erforschen. So werden die Teilnehmer dieser Expedition nicht aus den ursprünglichen Forschern und notwendigen Mitarbeitern bestehen, sondern aus Klonen derselben. Wir erleben in diesem Buch, wie sich die Klongesellschaft über die Generationen hinweg weiterentwickelt. Oder vielleicht auch zurück entwickelt? Wir erleben, mit welchen gesellschaftlichen bzw. gruppendynamischen Problemen sie auf diesem engen Raum konfrontiert sind und wie sie daran scheitern oder wachsen. Wir erleben, wie einzelne Klone zum Guten oder zum Schlechten über sich selbst hinauswachsen, immer unterstützt von einer mitlernenden künstlichen Intelligenz. Was werden sie vorfinden, wenn sie am Ziel ihrer Reise angekommen sind? Wie wird die Erde aussehen und sich deren Gesellschaft weiterentwickelt haben, wenn die Klone wieder zurückkommen? Zum Buch selbst: Das Buch liest sich wie eine Reihe von zusammengehörigen Kurzgeschichten. Alle Geschichten sind spannend erzählt und nehmen den Leser direkt mit auf das Schiff. Erzählt wird immer aus der Perspektive einer einzelnen Person, deren Charakter verständlicherweise immer nur ein Momentum sein kann. Dabei geht für mich der rote Faden durch die einzelnen Episoden jedoch nie verloren. Leider enthält das Buch viele Rechtschreibfehler und manchmal gerät das Lesen immer dann ins Stocken, wenn ein ähnliches, aber dennoch falsches Wort im Satz auftaucht, z.B. ein "wie" statt "wir" oder ein "ein" statt "in" usw. Das ist unschön und habe ich in dieser Häufung schon lange nicht mehr erlebt. Das Cover zum Buch finde ich passend zum Inhalt des Buches gestaltet. Fazit: Wer Science Fiction liebt, darf sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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Begeisterung pur: Die Reise - Marina Lostetter

Von: DunklesSchaf

28.08.2019

Eins vorweg – dieses Buch ist unheimlich klasse. Es war so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Und dabei war ich zuerst wirklich skeptisch, ob ich das Buch überhaupt lesen sollte. Ob das funktionieren kann. Aber beginnen wir am Anfang. Beschreibt der englische Titel “Noumenon” das Projekt des Buches, finde ich den deutschen Titel “Die Reise” unheimlich passend. Denn nichts anderes beschreibt die Autorin hier. Eine 200 (eigentlich 2000) Jahre lange Reise, in etwas mehr als 500 Seiten. Kann nicht funktionieren? Doch, und das sogar ganz hervorragend. Im Jahre 2088 werden verschiedene Projekte zur Finanzierung vorgestellt, die alle das Ziel haben, den Weltraum zu erforschen. Mit dabei Reggie Straifers Projekt um LQ Pyx (eigentlich LQ Pyxidis), einen weit entfernten Planeten mit einer Besonderheit, der eine 200jährige Reise entfernt ist, dies allerdings im SD Raum, so dass auf der Erde in der gleichen Zeit 2000 Jahre vergehen. Ein Konvoi aus Schiffen wird gebaut, 15000 Personen werden losgeschickt. Eine eigenständige, abgeschottete Gesellschaft, mit dem einzigen Ziel: zu LQ Pyx hinfliegen, herauszufinden, was die Besonderheit ist, diese zu erforschen und mit den Ergebnissen zurückkehren. Wer denn nun ein Problem damit hat, dass man keinen durchgängigen Hauptcharakter hat, der ist hier tatsächlich falsch aufgehoben, nichtsdestotrotz gibt es eine kleine, aber übersichtliche Anzahl an Protagonisten, welche in der gesellschaftlichen Entwicklung der 200jährigen Reise (ein wenig länger dauert sie aufgrund verschiedener Umstände dann aber doch noch) eine Rolle spielen und jedes wichtige Stadium beleuchten. Die Reise ist natürlich zu lange für ein Menschenleben, so dass die Missionsmitglieder immer wieder geklont werden. Schon die Erstbesatzung besteht hauptsächlich aus Klonen, die jahrelang auf diese Mission vorbereitet werden. Das Ziel der Mission muss 200 Jahre überdauern und ist deshalb die wichtigste Regel. Nichtsdestotrotz muss die Besatzung des Konvois mit vielen Kleinigkeiten und großen Problemen kämpfen, die einer abgeschotteten, 15000 personenstarken Gesellschaft eben begegnen können. Ressourcen müssen aufgeteilt, rationiert, hergestellt werden, Wartungen müssen betrieben werden, gleichzeitig konkurrieren Effizienz und Bedürfnisse miteinander, decken die verschiedenen Schiffe die benötigten Bereiche ab: wohnen, forschen, lagern usw. Mit dabei ist auch K.I.C., die künstliche Intelligenz des Konvois, die nicht nur Technik ist, sondern auch Verantwortung und Führung übernimmt, nie allein, aber soweit ihre Programmierung sie lässt. Irgendwie ist der Konvoi wie ein Mikrokosmos und obwohl „nur“ 200+ Jahre auf den Schiffen vergehen, hat man das Gefühl die Geschichte der Erde im Kleinen nachzuerleben. Natürlich angepasst an die Zukunft und eben verkürzt, doch auch wenn es sich hier ganz klar um Science Fiction handelt, geht es um gesellschaftliche Entwicklungen, Gruppendynamik und psychologische Aspekte. Nun hört sich das alles sehr immens an, doch die Autorin springt immer mal wieder Jahrzehnte vorwärts, präsentiert aber dann einen längeren Abschnitt des Geschehens an Bord aus Sicht eines Protagonisten, so dass man das Gefühl hat, Novellen zu lesen, die ein gemeinsames Gerüst eint. Der Konvoi wächst einem ans Herz, man folgt ihnen gespannt, fiebert in allen Konflikte mit und erforscht mit ihnen LQ Pyx, bis man wieder bei der Erde ankommt, doch auch hier ist das Abenteuer noch lange nicht zu Ende. Man beachte nun, dass man weit mehr als 2000 Jahre später hier aufschlägt, die Kommunikation zur Erde ist schon lange verstummt und jeder im Konvoi ist immens nervös als sie wieder bei der Erde eintreffen. Umso entsetzter war ich von der Erde im Jahre 4101 (271 Jahre nach dem Start des Konvois). Ich finde die Entwicklung, welche sich die Autorin für die Erde ausgedacht hat, nicht unwahrscheinlich, aber sehr fokussiert auf ein Thema, nur um ein Beispiel zu nennen, spart sie sich jede klimatische Veränderung aus und geht hier nicht darauf ein. Nichtsdestotrotz bietet diese zukünftige Erde den Grund, den sie am Ende bestimmt beabsichtigt hat, denn wenn ich richtig gesehen habe, gibt es schon einen nächsten Teil, von dem ich hoffe, dass er auch bald übersetzt wird, damit die Reise weiter gehen kann. Fazit: Ich weiß, irgendwie habe ich nicht viel gesagt, aber ich hoffe doch, meine Begeisterung ist ein wenig übergesprungen. Ich finde die Idee genial und auch die Umsetzung hat mir gut gefallen – auch wenn ich die Erde der Zukunft nicht so leiden kann, ist sie gut so, wie sie ist, denn es bedeutet, dass die Reise weitergeht!

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Vita

Marina Lostetter interessiert sich für Kunst, liebt Brettspiele und Reisen und liest gerne Bücher über Naturwissenschaft und Geschichte. Ihre Kurzgeschichten wurden in Magazinen wie Lightspeed, InterGalactic Medicine Show und Shimmer Magazine veröffentlicht. »Die Reise« ist ihr Debütroman.

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