Die Spur des Teufels

Roman

(2)
Taschenbuch
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Michael Gardiner lebt mit seiner Frau zurückgezogen am Rande des schottischen Küstenortes Coldhaven. Eines Morgens liest er in der Lokalzeitung, dass sich seine Jugendliebe Moira umgebracht und ihre beiden kleinen Söhne mit in den Tod genommen hat – nur ihre Tochter Hazel ließ sie am Leben. Moiras Selbstmord lässt in Michael schlagartig Erinnerungen wach werden, die er lange Zeit verdrängt hat ...

»Burnside hat eine faszinierende Geschichte geschrieben über Verbrechen und Vergebung, Nähe und Entfremdung, Schuld und Trauer.«

Financial Times

Aus dem Englischen von Bernhard Robben
Originaltitel: The Devil's Footprints. A romance
Originalverlag: Jonathan Cape, London 2007
Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10262-5
Erschienen am  13. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Schottland, Großbritannien

Leserstimmen

Folge dem Teufel in "Die Spur des Teufels" von John Burnside

Von: Bücherwurm

28.06.2019

Meinung: Inhalt: Der Inhalt in seinem ganzen Ausmaß hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Deshalb finde ich es eigentlich schade, dass es teilweise so unübersichtlich war wann die Zeitsprünge waren, dass man erst bei einer umfassenden Reflexion des gesamten Buches am Ende verstehen konnte wie schön die Geschichte doch eigentlich ist und wie sehr der Inhalt den Weg der Selbstfindung in gewisser Weise einfach darstellt und durch ein paar Extremen ausschmückt. Schreibstil: Der Schreibstil dieses Buches war ein leichter, in Verbindung mit dem teilweise verwirrenden Inhalt und wie diese Zeitsprünge unterteilt wurden und nicht so gut zu erkennen waren, machte es der Schreibstil allerdings teilweise nochmal zusätzlich schwer dem Inhalt zu folgen. Cover: Das Cover finde ich wenn man den Inhalt des Buches damit in Verbindung bringt sehr gelungen. Die Vögel zeigen eine Komponente aus dem Buch, welche immer wieder auftaucht und auch der graue triste Himmel ist typisch schottisch gerade auch in Küstenorten wie Coldhaven. Somit symbolisiert das Cover sehr gut eine grobe Zusammenfassung des Buches und zeigt gleichzeitig etwas düsteres, dass sich ebenfalls sehr gut mit dem Buch in Verbindung bringen lässt. (Zu dem Foto dazu: Die Location für das Foto habe ich bewusst gewählt. Das Foto entstand vor dem St Columbas Well in Invermoriston, Schottland. Einem Ort an welchem angeblich einmal "vom Teufel berührtes Wasser" entsprungen sein soll, bevor St Columba die Quelle gereinigt hat, nach der Legende soll der gesamte Loch Ness aus dieser einen Quelle entstanden sein. Ich finde dieser Hintergrund der Quelle passt sehr gut zu einem Buch mit dem Titel "Die Spur des Teufels" da auch diese früher verfluchte Quelle ein Werk des Teufels gewesen sein soll) Sternwertend: Inhalt: 3/5 Schreibstil: 3/5 Cover: 5/5 Dringlickheit beim Lesen: 3/5 Durchschnitt der Wertung: 3,5/5

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Konnte mich einfach nicht fesseln

Von: Beate Senft

02.11.2015

Außerhalb von Coldhaven, einem wenig spektakulären Städtchen an der schottischen Küste, lebt Michael Gardiner mit seiner Frau Amanda ein wenig spektakuläres Leben. Tief unter der Oberfläche seiner beinahe beschaulich anmutenden Existenz liegt zwar ein dunkles Geheimnis. Aber das hat er beinahe selbst schon vergessen. Er hat sich dort am Rande der Welt eingerichtet, wo schon seine Eltern Zuflucht gesucht hatten vor der kaltherzig-bornierten Feindseligkeit der Leute von Coldhaven. Nicht nur unter dieser hatte auch er zu leiden gehabt. Doch das alles liegt für ihn weit zurück. Bis eines Morgens der Schleier des Vergessens, der sich milde über Gardiners Vergangenheit gelegt hat, durch eine Zeitungsmeldung jäh zerrissen wird: Moira Birnie, eine hitzige Affäre aus einer ihm sehr fernen Zeit, hat sich umgebracht und auch ihre beiden Söhne mit in den Tod genommen. Mit einem Mal ist alles wieder da. Nicht nur die Erinnerung an Moira, auch das dunkle Geheimnis, das Gardiner tief in seinem Inneren vergraben hat, drängt mit Macht in sein Bewusstsein. Und dann ist da noch Moiras größere Tochter Hazel, von der er zu glauben beginnt, er sei ihr Vater. Mit ihr im Schlepptau macht er sich auf eine ziellose und beängstigend bizarre Reise, von der er im doppelten Sinne allein zurückkehrt. Zuerst verschwindet Hazel, und als er nach langer Wanderung wieder in sein Haus kommt, ist dieses leer -- seine Frau hat ihn verlassen… (Quelle Amazon) Michael Gardiner zieht als Junge mit seinen Eltern auf die einsame Landzunge. Sein Vater, der sein Geld als Naturfotograf verdient, liebt diesen Ort. Ist den ganzen Tag unterwegs um Vögel zu beobachten. Michael findet keinen Anschluss. Hat keine Freunde und lebt in seiner eigenen kleinen Welt aus Büchern und Träumen. Und dann wird er auch noch schikaniert. Traut sich kaum noch aus dem Haus. Mag nicht mit seinen Eltern darüber reden, so wie auch seine Eltern ihm nie erzählen, wie sehr sie von den Bewohnern von Coldhaven gemobbt und schikaniert werden. Und das ist es, glaube ich, was mich am Meisten gestört hat. Diese Sprachlosigkeit der Charaktere. Genauso war es dann später zwischen Michael und seiner Frau Amanda. Sie sprachen nicht miteinander und eigentlich war das gar keine Ehe. Kein Wunder, dass irgendwann alles auseinander brach. Ich muss zugeben, dass dieses Buch und ich keine richtigen Freunde wurde. Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Vielleicht komme ich auch nicht mit dem Schreibstil des Autors zurecht. Es war mein erstes Buch von John Burnside. Die Sprache des Buches ist wirklich schön, aber die Charaktere blieben mir absolut fremd. ich konnte keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr schön, aber mit der Zeit fingen sie an mich zu langweilen. Die Geschichte ist eigentlich sehr interessant, aber mich konnte sie nicht packen. Ich kann einfach nicht festmachen an was es lag. Ich wollte schon wissen, wie die Geschichte endet, aber ich hatte kaum Lust, das Buch zur Hand zu nehmen. So etwas, ist mir noch nie passiert. Auch die Zeitsprünge fand ich eigentlich sehr gut. Ich werde das Buch wohl noch einmal lesen, oder eine andere Geschichte des Autors. Im Moment kann ich leider nicht mehr als 3 von 5 Punkte vergeben. Ich glaube, für diese Geschichte muss man sich einfach Zeit lassen und die hatte und habe ich gerade nicht. Ich danke dem randomhouse Bloggerportal, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben und ich den Autor kennenlernen durfte. © Beate Senft

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Vita

John Burnside, geboren 1955 in Schottland, gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Großbritanniens. Für sein Lyrik- und sein Prosawerk erhielt er zahlreiche renommierte Preise. "Wie alle anderen" gehört mit "Lügen über meinen Vater" und "Über Liebe und Magie" in die Reihe seiner von Kritik und Lesern gefeierten autobiografischen Texten.

Zur AUTORENSEITE

Bernhard Robben, geboren 1955, ist seit 1992 als Übersetzer tätig. Er übertrug und überträgt u.a. die Werke von Ian McEwan, John Burnside, John Williams und Salman Rushdie ins Deutsche. 2003 wurde er mit dem Straelener Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet, 2013 mit dem Ledig-Rowohlt-Preis für sein Lebenswerk geehrt. Er lebt in Brunne, Brandenburg.

zum Übersetzer

Links

Pressestimmen

»Burnside ist ein bemerkenswerter Autor.«

A. L. Kennedy

»Ein anspielungsreicher Schriftsteller von wahrer Größe.«

The Scotsman

»Burnside zeichnet mit leichter Hand die Grenze, wo das Tatsächliche und das Unwirkliche sich begegnen: Auf beiden Seiten findet er dunkle, unerbittliche menschliche Wahrheiten.«

The Times